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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1928-02-29 · 10 (29.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
10 (29.2.1928)
Date
1928-02-29
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 10 schon von unten her ei aber die Wurzeln des 'ganz Ol» Ronde des weit rüder, daß ihre reichten. Der Ast ade weg, und ich siel in incinein «kurz eine ivarcn inzwischen iveit^ loren gewesen, ols vo iin Flusse trieb, dos »indes aussah. «ie helft. Ein Mensch treji von andern gehört Mehliniihle, deren und das große Rad trieben in voller Bcwc^g znm Müller zu lause, des Wassers mit dein ne mit einem kleinen Wasser, uni es abznsn^ tischten mich heraus. Herzigkeit beschuht nni Mih Ter große jüdisch Martin B n b e r ist .ml 8. Februar 1878 ii seiner Vaterstadt gehe Lin» des Lebens in e eineindeblatt der Israelitischen Religio nsgemeinde Dresden «eite i >e Rntc ausgesucht hatte. Rn» waren Bauines, ans den ich geklettert war, iisses, und seine Zweige reckten sich so Pipfel bis über die Mitte des Flusses ', aus dein ich hockte, brock) unter »»r n Fluh hinein, ohne dah jemand vor« liung hatte. Denn die andern »naben rgcrannt. Ich iväre rettungslos veri'ibcrgehcnde Juden sahen, daß etwas eoin Wasser her wie die Hand eines singe» gleich an zu schreie»: „Juden bt im Wassxr!" Das «chreicir wurde Run ivar dort weiter abivärts eine ilwerk gerade in vollem Betrieb ivar. lsing voll dem Gefälle des Flusses ge u»g. ('iott gab ihneu ein. schleunigst und ihil zu veranlassen, das Gefälle Wehr nbznstellen. Von dort ruderten .»ahne, der sich dort befand, ans das teil, sanden mich nabe beim Wehr und ob sei Gott, der mich in seiner Barnt- Danf dem ivackere» Manne, deT mir das Leben Manuskri > daß Mose! von seine: Wasser Preuhen zn dein Zunamen de» obe lAnade. erretten, der (miiijö vorzniiehtzi Mosche gerettet hat. Zweitens weih inan (hier sind im t einige Worte bis zur Unkenntlichkeit geschrieben), s. der ein Münberbirt war, seinen Rainen erhielt Retterin mit der Motivierung: „Denn aus dem' fiibo idj^ ihn gezogen". Als nun der »önig von eines ^ages angeordnet batte,''dah sich jeder Jude i »n d de r.er solche im geschriebeti der Olesck zugellen. Gesaintluji Familicn Blutes > be^ der Bcschneidung^beigelegten Rainen.einen nach seiner .Wahl hinzusügen solle, da ivähltc ich ^genannten Rainen als eine Erinnerung an die e Gotl an mir geübt, mich aus der Wasserflut zi> Aus dieser zweiten Erwägung, und weil es nach liehe») Dliora verboten ist, eine Ramensänderung cn. nannte ick> mich Wasserzug. da ja der Raine ,s bedeutet. Zweck dieser plaudernden Zeilen in erreicht, ivenn Volke iiuilaufenden jüdischen Rainensanekdoten aufwerden, noch mehr aber, ivenn sie dgzu anregen ichte des eigene» Rainens lind der Familie nach- Denn es gibt keine innigere Verbindung mit der it Jiräels als de» Beweis, aus dein eigenen idel heraus, daß wir -alle eines «tamines. eines »■ i » d e r d e r s e l b e n F a in i l i e und. I id Martin <Vuber' Zu s e i ii eui 7,0. <>z e b u i t s t a g e Mystiker und Religionsphilosoph sickierlich für viele verwunderlich -- Wien zur Welt gekoiniuen. Die leicht beschwingliche Erotik. Me graziöse Musikalität, die zum Wesen rt. erfüllt nicht den Mann, der dem iiicr fast abstrakten und aszetischen Be trachtungsweise zn Leibe geht. Darin ist er vom Großvater beichtet, in dessen Ha is der Jugendliche weilte: jener war Handelskaminerrat »yd Direktor zweier angesehener Bankinstitute, Präsident großer Organisationen und gab alte, längst verschollene hqbräische Manuskripte mittelalterlicher Philosophen heraus und eiitfaltete eine literarische Tätigkeit, die diesen Bankfachinaun in die Reihe ernstester «chriftsteller eingliederte. Die Rainen seiner Abhandlungen, alle in flüssigem Hebräisch geschrieben, füllten eine große «palte eines Lexikons. Von dem Großvater bat Martin Bnber die Liebe zur Erforschung der M y st i k. Wer die eigenartige Physiognomie dieses Philosophen gesehen hat, versteht, daß die feinsinnig geschnittenen Züge, der reine geistige Ausdruck des Gesichts, die flackernden, brennenden Augen ihren Eindruck anf feine Gemeinde mache» mußten. Uoberall. wohin ihn seine Irrfahrten treiben, strömen ihm Jünger zu. und der Volksniund sprach, als er in einem Vorort von-Berlin weilte, von itnn'als dein Rabbi von Zehlendorf. Zuerst hat er der aufhorckienden Welt einen Einblick in den Ehassidisinus verinittelt. In dein verkoininenen ostjüdischen «tädtchen, unter -den küminerlichen Händlern und schmutzigen Bettlern blühte ein eigenartiges. ekstatisck)es Gottsuchen. Aus der Zahl der vielen, die ihre von der Welt nnbeachjtete Lehre ihren «cknilern anvertraiiten, ist »ns durch Buber mancher bekanntgeworden. Bnber hat uns z. B. den Rabbi Rachinan, der mit 88 Jahren in irgendeinem armseligen Rest des Ostens soiner «chivindiucht er¬ * Aus dem Jsraetilisch.-n Famitieiibtatt. liegt, in seinen -Aussprückien, t^escliickiten, Gleichnissen, kurz in seiner Lebensphilosophie wieder erstehen lassen. Eine fremde Welt mit Menschen vo» einer unerhörten, absoluten Reinheit des Herzens erstellt vor-uns. »ein einziger Flecke», kein stötendes Licht, das aut die «eele dieser weltabgewandten «eelen eine» «chatten ivir't. In einer grandiosen Menschlichkeit wächst auf diesem schwierigen Boden des l^llettos vie eine Wnnderblnine der «tamin der chassidiiebeu (Größen.! lieber die Tragödie der ekslatisckieu Leidenschaft der Osijude» ist Bnber dann zu den Mystiker» des fernen OnenS vorgedrulige». Er hat sie nicht Nur. popularisiert, sonder» mit der.von ihm augewaudte» Methodik überhaupt für die ganze wi sensckiastliche Erkenntnis der Mystik das Terrain abgeniesse». Er wgr es, der auf die lluterströiue der Volksseele entscheidenden Wert legte, der es verstand, die Raturnübe nnverbilc eter Gottsucher, die geheimnisvolle geistige Flainnie ihrer Ekstase 'unsrer modernen psychologisch»» Erkeuntnis »ahezubriligen und nnllbar;ti »lachen. Bnber bat in der abgrundtiefen Weisheit des Ostens, in de» Träumen der Völker dis Wesenhafte nicht nur zu verstehe» gelernt, sondern anch seine Art. in der er ihre ('Weiefmiffe, «ägen, Aus schmäle Front1 seres Gesch&ftsloKals hindert-uns -nicht, auf breiter Basis zu arbeiten Sieben Motoren unterste: tzen die Leistungen unserer Mitarbeiter. , Brillen-Roettig ■m Prager StraBe 23 iiiiiitmnimmtntnHnnittiiiiiim:aiiiiiiitmtiiiitiiiiiiiiiiitiiiiiiiuitiiiiitiiitimiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiitiiiii:iiiminiiifiiiiiiiiiiiHiiiiniitimiiiiiiiiii Richter u. Reichart Baumeister Dresden -A. Ausführung von Prager Straß«-46 Neu- und Umbauten Telephon 23 931 Hausabputz und Nr. 20931 Entwässerungsanlagen Kostenanschläge und sachverständige Beratung | lUlllUIIUIIIIi HIMINItlMIIIIIII»HUUillHIHantttMIMUIIlimiiinmillllll4llinillllllllllllllllHlllinilllMIHHHIIBIIilllP

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