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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-11-28 · 7 (28.11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
7 (28.11.1927)
Date
1927-11-28
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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P1 "• w**-. Nr. geschränkt anzr schaue Nicht der Mann allein der, den nion umgebt. Dem Juden lAemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde Dresden Seile 11 cs aber nötig r nd nü stich ist. unvoreingenommen und uneinist, sej t dem Untergang seiner heiligen Stadt, wie dem alten Arankssn, das fremde nie mehr furchterregend gewesen. Es niar ihr' und artfälschei den Quelle einst'römendei Am I!>. ui d 20. der Präsident ist gefährlich, den man sieht, sondern in Symbolen verschleiert, versteckt und nie mehr Symbol des kraftmindernden Unwertes, sondern cs mar ihm neue Wertes, an dem das eigene Wesen, ohne das geringste c n seiner Eigenbedcutung zu verlieren, seine LebensgeitaltinP nnd Tatintensität zu steigern und zu mehren vermochte. Wir werden, von nnd nur ans daF Kes einem leidenschaftslos-unbeeinflußten mde und die deutsche Art fördernde bedachten Standpunkt ctns, dafür halten müssen, daß der Jude die Befreiung seines Denkens von der nationalen nnd rassischen Symbolik vor uns v o r a u 3. hat, nnd daß cs an der'Zeit ist. diesen Vorsprung, den ihm sein völkisches Schicksal verstattete, einzuholen, und in deutschen Landen und in deutschen Seelen den Unabhängigkeitskampf gegen die Diktatur eines entlehnten Symbols zu beginnen, das uns hemmt, bedroht und zerreibt. Vielleickst ist es gar keine falsche Beobachtung, daß der deutsch? Idealismus nicht mehr die alte' Leuchtkraft hat. Es kann nicht anders sein Worte schaffen keine Ideale. Träume schaffen keine Ideale. Symbole schaffen keine Ideale. Das lebendige Ideal, das wie Sonnen warme Ströme reifend upd Wachstum spendend ausfchickt, wird aus dem iLebe» allein geboren, dem mutigen, klaglosen, Ifurchtlosen, s e h c n d - w o l l e n d e n Leben. Professor Chaim Weizmanu in Leipzig November weilte Professor Weizmanu, der Zionistischen Weltorganisation, in Leipzig. Am 10. Nivenzbir fand abends im großen Jestfaal d>s Zentral-Theat« rs en Begrüßiingsabend i» ^orm eines Banketts statt, zu deni etwa 000 geladene Personen, darunter die Spitzen der (Heminnde nnd der Leipziger jüdischen Organisationen, erschienen l'are». Lang anhaltende Beifall begrüßte Professor Weizmanu bei seinem Erkcheinelji grüßungsabeno leite fchichtliche Verdienst des jüdischen Volkes Es folgten eine zu einem sehr erheb! wurden. Aus diese. der im Anschluß au die Verkörpern ug det und ihm seine dafür, daß er Paläs einem Lande i}nferei mit verbündest auch erwecke. Nach ibm Misrachi. der sprach Poalc Herr T n in p o w s k i, der den Bce, wies in feiner Ansprache ans das ge- Professor Weizmanns für das Schicksal nn. roße Anzahl Begrüßungsansprachen, die chen Teil-in hebräischer Sprache gehalten verschiedenen Ansprachen seien hervorgehoben die Rede vnn Herrn Nabbiner Dr. l^oldmanii, eine hebräische Ansprache Weizmanu als sittlichen Ideals des Judentums feierte und die Huldigungen der Gemeinde darbrachie Bosch Fabrikate Anschließend an Wort. staatsijnannl na, das Land unserer Väter, wieder zu Jugend mache nnd gleichzeitig resp. daitc hebräische Sprache wieder zum Leb?» i! ein Vertreter der UQBB.-Loge, des Zion, des Tarbnth sowie insbesondere ein Veitreler dcS Bar Kochba nnd der Nationaljüdischen Jugend, der in beonders legeisteruugSvollei Weise auf Weizmann. als das Ideal und das Bord Id der gesainlcn jüdisckien Jugend, hinwies, die stolz auf ihn sei sowohl wegen seiner Erfolge als auch wegen seiner Wunden nnd zeitweiligen Niederlagen, die er im Kampfe für das Neckst -des jüdischen zr.'lk.s eil»». diesen Redner ergriff Weizmanu das .... d) vollckdeter. ungemein sympathischer, -schlichter Weis!e beri^h ete er über den Stand der zionistischen Dinge und inöbesoiDire über die Lage in Palästina. Abho-.d jeder Phrase jeichne e er ein absolut objektives Bild der Ent- Wicklung in. Palästiijq. Er gab zu, daß mau vielleicht bis zu einem gewissen (hrade von einer Krise in Palästina Härte sprechen können. Er stellte aber Vergleiche an mit audcren Kolonisationswerken. insbesondere z. B. der Engländer in Australien oder Kanada nsiv. »nd wies nach, daß diese.Kolonisationswerkc, denen auch nicht annähernd derartige Widerstände und Schwierigkeiten entgegenstanden wie dein Patästinawerk. und die auf einer viel breiteren finanziellen 'Basis »nd nnt Rückhalt eines Mutterlandes, das zu den inächtigftcu der Erde zählt, durchgcführt wurden, wiederholt Rückschläge erlitten und (Gelder auf Nimmerwiederfeheu verschlungen haben, denen gegenüber unsere Arbeit eigenrlich als eine ununterbrochene .Kette von Erfolgen luitte bezeichnet werden müssen. ■ _ Soweit man in Palästina von einer Krise sprechen könne, sei es eine Krise der Stadt und der sogenannten .städtisch?» Arbeiter. Er stelle ausdrücklich fest, daß die gesamte Landwirtschast eine ununterbrochen ansteigende Kurve des Erfolges aufweife. Die größte Zahl der Kolonien steht schon seit geraumer Zeit aus eigenen «Hißen und arbeitet mit guten llebcrschüssen. Auch die letzten Siedlungen entwickelten sich io, daß auch bei ihnen schon in absehbarer Zeit irgendwelche Zuschüsse nicht mehr erforderlich seien. Verschiedene industrielle Unternehmungen zeigten auch günstige Entwickln ngscliancen. dagegen hätten mit Recht eine. Anzahl sogenannte Industrien. die daraus hinausliefen, russische und polnische (Ghetto,znstände in die Städte Palästinas zu verpflanzen, zugrunde gehen müssen. Die Anzahl der Arbeitslosen beläuft sich zur Zeit auf etwa -1000 bis 51J00. Drei große Projekte, die aller Voraussicht nach »ach Abschluß der Regenzeit durchgeführt werden, bieten aber (Garantie dafür, daß nicht nur Die schmale Front—> m unseres GeschRflsloKals hindert uns nicht, auf I breiter Basis zu arbeiten Sieben Motoren unter- I stützen die Leistungen unserer Mitarbeiter. I Brillen-Roettig J Prager StraBe 33 HBF » rntimHiutituiniiifiiDiniHHttMiiutiuiiiiittiittiiiiiiiiiuiitituiiiiiiuMiiiiiiiiitttnHiiiitiiiuiiiiiiiiiiiiiiii MUiwitinawtnaiiiHttwintuHimi,^ ■* '' 1 Richter u. Reichart | Baumeister Dresden-A. Prager Straße 46 Telephon 23 931 und Nr. 20 931 Ausführung von Neu- und Umbauten Hausabputz Entwässerungsanlagen Kostenanschläge und sachverständige Beratung | uimnui Biiiinu«uMHMnuiniaiumainwiniHiiiwiiHmiaimiini>itiitiitinmm n?

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