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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-11-28 · 7 (28.11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
7 (28.11.1927)
Date
1927-11-28
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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«eite 10 (He me in b< Allein diese Wertung ist biol -gisch falsch. Tenn jene Transposition ist ist nicht Lelbstet tfremdung, ist nicht Verlassen des eigenen Artgesetzes.' Lolche «elbstentfremdung ist 61 a11 ber Israelitischen Re 1!gionSgeinei»de Prefebeu im psychischen Ablaufder ist sie pathologisch, und rasch vom Gesunden der Volkstum aber hat reichste weder im normalen geistigen noch üiahir vorgesehen. Wo sie geschieht der Ltamm, den sie befällt, wird .Welt z e r t re Fe n- Tas jüdische und lebendigste Aktivität der Beweching und der Organisation b e M l t c n. Tieie Transposition ist also durchaus nicht Artentfreindung und Verfall: sie ist im Gegenteil selber ein höchst lebendiger Akt. bei deni alle.sträfte und Instinkte mach, angespannt und bewegt sein müssen bis zur lebten Hellhörigkeit, zur letzten »achschanenden straft des (Gefühls, zur letzten Lehschärfe für verborgenste Formen und Energielagcrungen in dem Volk, in das eigene Wesen hineintransponiqrt wird. Taruin in diese Transposition iein einzigartiger Akt der Lebcussieigeruug und der angesparsntesten Hochzüchtung aller Organkräfte. Es in nickt -io, wie es der Antisemitismus gern formt: Lie icieu nictNs mehr — nicht ^siii cit und nicht Teutiche- Es in merkwürdig, wie mit der U e b e r s ch ä tz u n g ihrer im Lymbolischen übersteigerten stiäfte dunkler und geheimnisvoller Allmacht eine blinde Unterschätzung ihrer :v i r k l i ch e n sträfte .sgand in Hand geht. Tenn jeder Transpositionsakt bedeutet eine Lyntbefe des jüdischen und des Deutschen in ihren, die wie jede Lynlhese. biopsychiichc Leistungssteigerung, Härtung, Perschleifung des llnwesentlickien mit sich bringt. E ne lebendige Lynlhese ist nie möglick von nebensächlichen, ab citigen Punkten aus, sondern nur von den großen .stonturcn, von den aktiven Breitseiten des Wesens berein Vorgcng, in keiner engstirnigen Formel auffangbar. Man müßte, um Fehldeutungen zu begegnen. am ehesten sagen: die Transpositionssynthete .ist Lteigerung weder des deutschen^ o ch des jüdischen Wesens in ihnen, sondern: der biologisch >n Haltung, Lchaunnd Tragfähigkeit einerseits' und der biopsychischen Fortbewcriungsfähigkcit anderseits. Tie häufig bemerkte — und hiufig beneidete — Treffsicherheit des Juden in Kombinat ionen geschäftlicher, wirtschaftlicher, persönlicher Art, sein loczüglickzes Gelingen im Voranschlag von Bedürfnissen und Neigungen des Geschmacks und des Interesses im Publikum non morgen, das sind Ergebnisse jener gesteigerten biopsycl ischen Lchau- und Tragfähigkeit und der biopsychischen Fr rtbewegungskraft. Tenn diese ist in dem Maße ve rvollkommnet, in dem sie selber durch den immanenten Rhytt mus der Tinge, der Veränderung des-Geschmackswandels, der wirtschaftlühcn Umlagerungen ergriffen und getragen wird. Nickt-:- anderes als dies ist die nituitive Hellsichtigkeit, die das feinste. Instrument jedes erfolgreichen Unternehmens ist- Tie Plastik, mit der in der Lcele Lutwicklungsziele vorausfchauend sichtbar iverden, hängt vo i jenem einfühlsamen, in den Entwicklungsrhythmus eingesti nmten, im tiefsten Linne organssch-biopsychischen Beivegungsihythmns ab. Taß die Abstimmbarkeit dieser Rhythmik auf die stets ivechfelnden Melodien des formend! n Weltwerden^ ivesentlich und, nützlich verfeinert werde durch jene Transpositionssyntbeien, ist eine ganz alte Erfahroiug, die der große.(raufbcrr aller Länder ganz systematisch! verwendet, wenn er, wie es mit ihm selber geschah, seine Löhne einen Teil ihrer Lehrzeit im Auslande zubringen läßt, damit sie ihren „Blick weiten" und „sich in der Welt' zurcichtfinden" lernen. Nicht das äußere Anschauen, nicht die mechanische Bereicherung der Lprache ist hierbei »as Wirksame. Aeußeres und Mechanisches ist tot. starr und nie ivirksam. Was wirksam ist. ist eben dies, daß der voll innige junge Mensch mit seinem ganzen seelischen Organismt s die besondere Rhythmik eines Landes erlebt, wie sie sich vcn der Ltundeneinteilung des Tages und der Anrede eines Geschäftsbriefes an bis zu den feinsten Methode» der finanziellen Organisation und der Gesellschaftsbildung aus! »rückt, daß er sein Erleben. einer andern, der hcimi chen Rhythmik gewöhnt, nun in dieser Rhythmik vollzü bt und damit sein Reaktionsvermögen auf die Erschein ingsformen der Lebensrhythmik überhaupt kompliziert, feine Abstimmbarkeit und Einfühlbarksit verfeinert. Man fcgt dann in landläufiger Wendung, der Geschäftssinn, der Instinkt für Konjunkturen i Olt werde durch jene Weitung des Blickes gehoben, eben diesen erhöhten plastischen Linn für irgend ivicklungsziele fördert, ist nichts anderes als je Positionserlebnis, das eine bereichernde^Lynthese formen unb lebendigen Form- und Lchaukräftesi Wie, um eine der allgemeinsten Anschauung wiewohl auf sehr viel engerem Gebiete sich zutrage Bewegung gleichnishaft anznführen, die Bild etiva zwischen medizinischer und juristischer, und pädagogisck>cr, technischer und juristisch^ Aber was welche Entjes Trans- Lebensbedeutet. Nr. 7 ugänglickie, tde geistige uitgssynthefe ihedizinischer philo-' er. Inserieren li im Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden. Dieses “Blatt wird allen Gemeindemitgliedern kostenlos zugesandt und mub schon wegen der darin enthaltenen amtlichen Bekanntmachungen des Gemeindevorstandes von jedermann gelesen werden. Hauptannahmesteller Jac. Sternlich Dresden, Zeughautstr. 2 Telepboa 14051 Ve rlan ge nSle bitte Vertreterbesuch sophischer ' und naturwissenschaftlicher Ausbi düng eine wecksielseitige Turchjenchtung verschiedener Gebiete in einem Individuum bewirkt''und so neue Kurven und Entwicklungswege erhellt und bestreitbar werdet läßt. Die Heilpädagogik, die moderne Naturphilosophie, )as Patentrecht sind aus solchen Lynthesen entstanden. Ai ch hier hört etwa der Arzt nicht auf, Arzt zu sein, um Erziehe: zu werden, sondern das Fruchtbare ist, daß er Arzt b I e i b t, it nt Erzieher zu werden, daß er eine Transpi sitionss y n t h e s e vollzieht zwischen den" beiden a r t v e r s ch jede n e n Methoden der medizinischen und »er pädagogischen Wissenschast. Allein gleichviel, unter welchen Gleichnissen Weg des Juden zum jüdischen Teutschen vorstcjl auf das Vorstellen kommt es an, sondern auf bare und unvoreingenommene, erschaute 'uitü erst daß die Loslösung von aller rassisch-nationalen 2 keine träumsnd-hoffende Entlastung mehr gestat die nun die ganze Lchärse des nüchtern-durch! symbollosen, uiwarmherzigen, Wirklichkeit, nichts lichkeit einsangenden Lehens erforderte und psychisch eine Lebens- und Leistungssteigerung in erwirkt hat, die es nicht nötig und nützlich ist zu i 'ir uns den en — nicht s unmittelhlte Wissen, ymbolik, die ete, sondern dringenden, als Wirkzjüchtete. bioden Juden fürchten, die

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