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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-11-28 · 7 (28.11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
7 (28.11.1927)
Date
1927-11-28
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Ht. 7 e neindeblatt der Israelitischen ReligionSg emeinde Dresden Ihm war das S-mbol sich auf den rauchenden Wissen wie ein Wäi sein können wie tsteue Würgerhände. Er hatte zichtete auf die Stunden selbst geworden, unp er ij! Seile 9 nicht mehr Freund. In ihn hatte kümmern der heiligen Stadt das ingenistet, daß Symbole nicht nur eundeshände, sondern auch wie e Würgerhände gespürt. Er ver- >tr Güte und Entlastung: Er ist er -- — .. er selbst geblieben. Weil er die Zwischenlcialtnng des Symbols zerschnitten hat, ist er gdstötigt alle! »kraft unmittelbar auf die realen Ziele zu lenken. Es wir» nicht nur als Kaufmann, sondern ebenso als Arzt,, als Gel» hrter, als Unternehmer gerühmt, weil er gleichsam Ziele cuis dem Dunkel herausspürt. Er hat Helle Menschenkonntnu. Er hat jenen oft bemerkten und beargwöhnten Blick für w wdende Notwendigkeiten und herannahende Wandlungen im staatlichen, wirtschaftlichen, künstlerischen Leben. Das versinkt er nicht den „Informationen geheimer jüdiscki-inijernati »naler Verbände", auch nicht der alten Besckiäftigung mit : )arlehnsgeschäften, deren .„Wucherziel eben einen besonder m menschcnüberlistenden Kennerblick" in ihm ausbildete, sondern das sind die Eigenschaften, die in ihm gewachstn sind, weil er eben unmittelbar, gleichsam ungeschützt mit den Dingen und ihrer Werdekette verbunden ist, ohne die Zivil sendeutnng durch irgendeine Symbolikunsti ttelbar-eindringlick)er in Epochen, tile und Stilwandel einzufühle», mrch den Glanz ererbter Symbole, weil sie einen erheblichen Teil des t Bewegung auf sich selbst lenken. Erfolg des Juden auf dem Kunstvollkommen unabhängiges Einsicht der Blick für das Gestern und ssür das Morgen entscheidet, wo das ' t und in seiner Dynamik gewittert Er vermag sich Zonen, Individualitäten, denn ßt ist nicht gefesselt die retardierend wirken, Fuhlens und der seelischst Vielleicht hängt damit der markt zusammen, wo ciiy fühlen erforderlich ist, w^ Heute, sondern der Mick Werdende des Stil^ ersp i U'erden muß. Diese unmittelbare, kraft hat den Juden im seines Wesens in fyemde itende, symbollos präzise Einsiihl- Üesonderen Maße zur Transposition Nationalität befähigt. Ter Jude ist gleichsam seelisch präsormiert zur Einrangierung seines Wertgefiihls und seines Persönlichkeitsgesühls in andre nationale. Seinsformen. Er hat gewissermaßen eine produktive Resonanzfähigkeit, wie umgekehrt andre Volkstümer die produktive Resonanzfähigkeit in ihm annehmen. - Das heißt: Er hat in seinem Schicksalsgefühl nicht aufgehört, Jude zu sein. Dann erst wäre er entwerteter Art. Daun erst wäre er zu verachten, nicht deshalb, weil er Jude blieb. Tenn in der Natur ist das Gesunde und die Kraft zur Gesundheit, die Kraft zum Bewahren der zeugenden Wesensart das allein Wertvolle. Aber er ist anderseits in seinem Schicksalsgefühl Deutscher geworden. Die seinen Säfie seines Heimätsgcfühls strömen aus^den deutschen Landsä)aftcn, in denen er wuchs. Seine Spräche, seine Weltanschauung, seine Lebenshaltung, das dichterische Lied, in demer Ausdruck nimmt und gibt, die malerische Atmosphäre, in der er schaut und bildet, der soziale und ethisckic GestaltungSwillc, in den er eingefllgt ist, die wissenschaftliche Methodik, mit der er arbeitet — alles dies an ihm (Gestaltende und durch ihn und mit ihm Gestaltende ist Strömung des Stroines deutscher Gestaltung. Darum leidet er unter dem Symbolschicksal, das an ihm vollzogen wird nicht als Jude — als dem es ihm fremde Verzerrungstechnik sein, würde — sondern als Deutscher, den es angeht und den es schmerzt. Dies aber, daß in dem deutschen Inden das Gestaltgefübl des jüdischen Teutsckicn erwachsen ist. vermöge eines Aktes der Transposition seines Wesens in deutsches Wesen, hat sein dentsckies Symbolschicksal nicht abznwenden vermocht. — Es hat es vielmehr mit heranfgeführt. Tenn der Stammesdeutsche hat solchen Transpositionsakt nicht erleht. Das Transposjtionserlcbnis ist ihm fremd und kaum nachfühlbar — darum aber leicht überhaupt geleugnet oder verdächtigt. So wird dieses Transpositionserlebnis nicht ' zum ausgleichend-versöhnendcn, sondern abermals zuni trennenden Moment. ES wird zum Symboltypenbild her gern gewertet als Treulosigkeit, als Wurzellosigkeit, als zähes/ hinterlistiges Einschleichen in die eifersüchtig behütete deutsche Art. Fült den Bürobedarf! Briefordner« Quast formal, mit Register, tzebelsyft-, Kantenschutz. 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