Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- 7 (28.11.1927)
- Date
- 1927-11-28
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Nr. 7 Leite 8 temeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemeinde DreSden andre" ^.ag nir der ..ha? H'iuit. > Tie V'nft in Deutschland ift naive Politik iH\t Maste lebt vl nalr. Man soll die Luft von veranttvortlicb leben, deuten eine? Lymbol? bedient Natt und statt de? Mute? der eie dieie >irait und dieien Mut. -.uszuruieii und sie zu trainije obne Lniubol, obne Lentimc eiaene.« Tiefeikdimeiisioncn be F ü d i s ct' e r Tri n in i über d a •: Wie Fichte da? Deulschtui ni'cben Welt'eudung und We ig unterirdisch und feindselig voll solcher Lymbolurteile. Die . n ibnen in tausendfältiger Geihnen reinigen. Man soll selbstnd herleitcn lernen. Wer sich r eigenen straft de? Urteile»? pjriieii Erkeiintni?. der schtvächt trr schläfert sie ein — statt sie anen.' das; ste obne Vorbehalt, italität ihre Lctiärf? und ibre vabren und inebren. " b der Wirklichkeit L y in b o l Tie ^nde» selbst sind eini^ da? klassische Volk nationaler -Lmi.ibolik geive'en. i al? Ehi? Lniiibol der mematforinung siebt, so fall Jesaja, der größte frecher de? alten Judentum?, sein Volk als die uieüianische Nation, deren Lei > ilnn nicht? war al? Läuterung und Neiie bisW^dem „ das; de» verrn van? höher sei. denn alle Berg^Wid erhaben iber alle Hügel: denn übcr.alle Polter ivird vo^Zion da? lvesetz ausgeheu und' de? Herrn Wort von Feru'aldiu". lieber Ewigkeit wird da? Tavidiiche ad!>>ericht an?strahlen. Tie? »ieisiairi'che Lniubol nählr. als sie vön fremden Piene eine? Volke?, am Voder die ganze Erde und bi? in die Königreich k'lotte? Gerechtigkeit hat die Hilden geführt und ge jeptern geschlagen, kaum noch lagen. Unter diesem Lniubol har der weite, obernde Hellenismus vor itiren Grenzen Halt gemacht eine ungeheure historische Leistung der Nationalnunbolit. .Iber eine nicht minder ^ungeheure' Fehlleistung dieser Nalioiialsnmbolik hat ihr Lchiikial besiegelt, die heilige Ltadt zernört und da? Volt über die Erde gestreut. Der große .>!amvs der Fudeu gegen 'Rom ii» jiidisclien Ztrieg war ein großer Kampf der Idee, ein Lyinbolkampf, Ser die kalten staatlichen Notivendigkeiten. die' realen Kr ifteverhältmsse nicht in Rechnung stellte, weil er fit nicht in R 'chnnng ziehen konnte: denn das inessianische Lyinbol mit innen heiligen Verheißungen beherrschte das Bewußtsein, e erfüllte das Massenbewußtsein mit dein Glauben an d<? Unbedingte seiner Geltung und-'seiner Erfüllung und — folgerichtig -- - mit dein Glauben an die Unbesiegbarkeit de? Volke? als des erwählten und berufenen Lyinbolträgers Gott«?. Tie Führer »nd Rufer der Zeit, die Zell ten. bekannten in der Gluthitze ihre? Lyinbolfühlens nur leine politische Mariine: Gott ist mächtiger als Rom. Tastist keine Reali Politik. Aber es ist die einzige, die-aus HeißgkglüHter Natioiialsymbolik berausfließen kann. Diese Marinic: folgerichtig au? dein Lymbol strömend, widersinnig vor der symbollosen; Wägung der realen Kraftmassen, entfacht eilten Kampf, der! nie entfacht werden durfte und der mit dein ^Untergang des i jüdischen Reiches enden mußte. Die biophynsäsc Kraft de? Lvinbols war Tyranneugeivalt geivorden, rac das Denken überhitzte und die scharf und rechnend fönenden Augen blendete. » [ Aber al? Jerusalem ein glühender Wald chn Feuersäulen und danach ein schwarzer, toter, verworfener Aschenberg ist, da ist auch die verblendete Natioualsymbolif zu Asche geivorden. ~ - ' . Der Fude. der von dein Driinimerfeld in die Fremde zog. .- -geworden, ivar ivar zur Lebensbärte erivacht, nxir syinbollos nicht? mehr als: er selbst. Da? war nicht Verlust, sondern Ltärke, tznd das ist bi? heute seine Ltärke geblieben. Ihm war kein Lymbol geblieben, in da? irgend etwa? von seinem leidenden Fch Hätte fliehen köm en. Fhm entlastete nicht? mehr, ihm deutete nichts das Di nkle und Unbegriffene — darum mar er genötigt, vorwärts zn gehen, statt zu fliehen, zu sehen, zu durchdringen, scharf zi begreifen, statt den Deutungen niärmxnder Symbolik zu lauschen. > Die schönsten und billigste^ Kleider nur bei Gotömann D R E S D E N / A L T M A R K |T