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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-10-28 · 6 (28.10.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
6 (28.10.1927)
Date
1927-10-28
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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T~ Seite 4 ® emeinbeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Gute s r. 6 ifetl . _ G«te Möbet R Nentzsch To. ' tt7o r»ln>ho« $mu Spezmlhavö für Möbel unö Dekorationen V-iumßseS-t« i» «»»«»öt: V»»tz«»r <te,»e 7»—») 1« Ntlft»»«: Straft* W—fr» Sall^Ma^e^ Altmarkt 10 Ruf 12045 Zeitgemäßer Bürobedarf Das, Fachgeschäft für »Schreibmaschinen Alle Arten Drudesachen vornehm, schnell, preiswert Generalkartothek allmählich in der Lage sein in Deutschland zur Erholung verschickte Mir sein. Eine nachgedende. Fürsorge, wie sie gleich siir seine Pfleglinge eingesührt hat. wird, über edes d unterricht« t zu )as Wyker Heim soll sich miy der Zeit aus dieser sysleniatischen Erholungsßürsorge ergaben. I (f wird jetzt die sich Eine' wesentliche Seite der Bundesarbeit in den Lrtsgnivven ivie im Bunde selbst .it die völlige Neutralität, die ilm alle Vereine und Einzelperionen, unabhäirgig von ihrer religiösen oder jüdiich-politischcn Richtung, umfassen läßt. Die jüdischen grauen haben sianit (Gelegenheit, alle Richtungen und Strömungen im Fi dentuin kennenzn lernen und gewinnen dainit die Möglichkei i überparteilicher Mritit, die oftmals eine wertvolle Fördern» g siir Arbeiten werden kann, die ohne sie allzu leicht als Spielball von Partcibader zu iurz kommen können. Wäbrend jeder Frauenverei» sein Spezialgebiet, das zuineiil karitativer Art ist. bearbeitet, ist die Ortsgruppe dazu da. alle die Aufgaben zu cria sen, die noch der Erfüllung harren und ne entweder selbst anszusühren oder den dafür geeigneten Stellen dazu zu verhclseir. ferner will die Ortsgruvpe. im Gegensatz zum Per ein, möglichst alle ihre Mitglieder aktiv inachen. indem sie sic auf jede Weise (Borträge, Disknsiionsveranstaltnngen. A heitsgeineinschasten, Murse» für jüdisches Wesen, und Wilsen' und für soziale Arbeit interessiert. Ans den hier ganz kurz ange ührten Aufgaben des Bundes und feiner Ortsgruppen ergilt sich, daß es drei Gebiete sind, die die Bundesarbeit umfrßt; Das der sozialen Arbeit, ferner sind es Erziebungsaufgcbeu, und zwar solche, die an sich selbst ebensowohl wie a, der erziehungsbedürftigen Jugend und an der gleichgültigen Frauenwelt zu erfüllen sind. Und zum dritten sind <? geistigkultnrellc Aufgaben, die den Bund beschäftigen. Um über das große Gebiet der sozialen Arbeit noch einiges zu lagen, muß auch hü r eine Dreiteilung beobachtet werden, l. Wirtschaftliche Für arge, wie sie im Bunde durch Arbeitsnachweise, Berufsberati ng, Berufsausbildung angestrebt wird. Biele Orte haben, der Not der Zeit entsprechend, auch Mittelstandsfürsorge in j ihren Alstgabenkreis eingeschlosieii. 2. Gehört die Gcsurdheitsfüxso'kge hier hin. Sie wird inr Bunde seit seinem Bastehen bearbeitet, indem man im Mampf gegen die Tuberkulose uud airdere Bolkskrankbeiten Schritt für Schritt lang am Boden zu gewinnen sucht. Durch Flugblätter und anfklä?ende Flugschriften und Borträge sucht man zu wirken. Fn diesem Jahre hat der Bund endlich das langersehnte 'Heim für tirberkulös gefährdete Minder und weibliche Jugendliche in Wyk auf Föhr errichten können, in dem zur Zeit die dritte Murperiodc etirxl 30 Pfleglinge umfaßt. (Prospekte über das Heim sind gleichfalls von der Geschäftsstelle erhältlich.» Weitere Maßnahmen der Gesundheitsfürsorge werden durch eine systematische Verschickung von Mindern in die dafür vorhandenen Erholungsbei ne geübt. Um in diese Arbeit ein System zu bringen und de n zeitweilig etwas planlos ge» wordenen Berl'chicken zu steuein, hat der Bund vor einigen Jahren genzssinsam mit der Zentralwohlfahrtsstelle der -Deutschen Fuden und anderen Orga nsationen eine Arbeitsgemeintrfxift für Erhol«ngsfürsorge gegründet, die durch eine Erholungsfüriorge für Fugendliche und Frauen auch in manchen Ortsgruppen schon bearbeitet. 3. Gebiet der sozialen Arbeit ist die Fugendfürsorgcj, zum Teil init der Gesundheitsfürsorge für deckt. Fn der .Hauptsache sind es aber erzieherische Aufgaben die hier gemeint sind, und unter ihnen speziell solche für die sittlich gefährdete Fugend. Und sittlich gefc hrdet ist heute so ziemlich unsere gesamte Fugend bis hineini i die sogenai nten besten Mreise! Hier eröffnet sich ein so ungeheurer Mompler von Aufgaben, daß darüber allein Bände zr schreiben wiren. Doch wichtiger als alles Schreiben und Sprachen ist das Lun. Und darum sei hier nur kurz darauf bingewiesen, daß g wade letzt in den nächsten Tagen in Frankfurt i. Main der Gesamtvorstand des Füdischen Frauenbundes (aus etwa ->>> Frauen bestehends Zusammentritt, um zr den »vichtigsten und aktucllsteir Fragen der Gefährdetensür orge Stell»«» g zu nehmen und praktische Resultate dieser Behandlungen tunlichst an vielen Stellen in allernächster Zeit erstehen zu sehen. Fn der .Hauptsache müssen Unterkunstsheim? für junge 'Rädchen, die heimatlos in einer Stadt sind und die Beruf und Arbeit oder Ausbildung finden sollen, in großen und Mittelstädten geschaffen »verden. Ferner ist als iiächste Bundesausgabe die Schaffung eines „Beivahrungshmins" in Aussicht gcnoininei». Ein Heiin, das iin Sinne des zur Berctung vorliegenden Bewahrungsgesetzes den söge rannten asozialen Meuschen Uirterkominen bietet und das da» it die besteh« ndcn 'Erziehungs- »nd Fürsorgeairstalten voi» chwierigsten Eleinenten »vohltuend entlasten »vürde. Und l ierbei sei ala das Positive, das der Bund auf diesem Gebiete bisher lüsten konnte, des Heimes in Neu.Fsenburg gedacit, das, gegründet und bis heute' geleitet,von Bertha Papp nheim, in liefen Tagen sein 26 jähriges Bestehen begeht. (Gerade dieser Anlaß vereinigt auch die im Bunde arbeiü »»den Frauen zu dieser Zeit in Frankfurt und Fsenburg, ur» in dem hicr begonnenen sinne-an den großen Aufgaben »er Erziehung der sittlich gefährdeten »veiblichen Fugend weiterzuarb üten. Näheres über das Fsenburger -Heim, das in vier .Hä>»sern etwa 76 Schützlinge, voin Säugling bis zur — ineist u nehelichen - Mutter, umfaßt, sagt am besten der umfasende 10. Fahresbericht, den Bertha Pappenheiin vor Fahr«ssrist verfaßte und der von der Fsenburger Geschäftsstelle od< r der desBundes zu beziehen ist. Ein „Fsenburg für Knabe» " gehört leider noch iminer zu de»» unersülllen Wünschey des Buirdes und »vird auch so bald von ihm au » nicht verwirklicht »oerden können, gilt es doch zur Zeit, dem bestehenden!Fsenburger Heiin durch Erlveiterungsbauten die dringen» erforderliche weitere Ausgestaltung zu gebe» . Nachdern die Erziehungsaufgaben iin lei »teil Teil der Ausführungen über die sozialen Aufgaben kurz Umrissen witrden. Solide. tonschöne PIANO MM. •SOt« bei Anzahlung nach Vereinbarung und kleinsten mci — natUchen Ra an JULIUS PEURICH nri. b. H. 'lanehandlung Praaar Btraa

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