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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-09-28 · 5 (28.9.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
3 (1927-1928)
Issue
5 (28.9.1927)
Date
1927-09-28
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nr. 8 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionSgemetnde Dresden Seite 8 znlnciben war, das Horn eines ande e» rituell reinen Tieres, »nt ÄuSnahme der Kuh, als solches zulässig war. äEine besondere (käufliche) synagigale Ehre bestand darin,! der der sie erworben hatte, währ« ud des Hallels hinter dem rbeter stand und dieser, ihm, so, ft er den Feststrauß im bete geschwungen hatte, den Lula v überließ, so -atz er geivm'ermatzen bei der Hallelrezitatic n der ganzen Gemeinde den Ton angab. Man nannte dies! as „Nuchbenschcn" (Nachbeten). Der Ethrog galt als so wer! und heilig, daß man Bedenken trug, ihn. statt zu dem bestimmten religiösen Zwecke, als angefordertes Geschenk für di! Ortsherrschaft zu verwenden. Hingegen trat ihn der einzelne einer fremden (Ä'ineinde ab, wenn diese keinen Ethrog zur Verfügung hätte. Aus dem Erlös aus den ( throgim bezog, laut den „^chaj Takkanoth", der Rabbiner in Mähren einen Teil seines Gehaltes. Daß manden Li law bei „Hodu" schüttelt, ivird mit 1. Chronik 16,33 begrün! et, wonach das Hodu den Bäumen zugeschrieben wird, die si h dabei verneigen sollen. Chol hainoi-d Sukkoth, die Zwis hentage des festes, waren verwandtschaftlichen Besuchen, besonders aber Reisen zur Besichtigung einer angetragtnen Parste gewidmet. Ter Handelsverkehr »var eingeschränkt, Wock enmärkte wurden nicht besucht, hingegen Jahrmärkte und M ssen. Auf einer Leipziger Messe war es an # einem solchen Sukkothtage, wo Feli; Mendelssohn-Barthöldy zufällig Zc ige war, wie ein polnischer Jude seihen Sohn, der ncjch Berlin reisen sollte, „benschte", wobei er ihm wünschte, wie „Mansche Dessau", Felixens beuühmter Großvater, zu werden. Tie Hoschana-rabba-Nacht wir! durchgewacht. In ihr ist nach altem Volksglauben der Him nel offen. Das am Rosch lsaschana gefällte Urteil wird am H ischana rabba rechtskräftig, in der Nacht kann somit noch aul das himmlische Tribunal Einfluß genommen werden. In manchen Gemeinden erscheinen des^ilb nach dem Vorga ige des R. Jakob ha-Levi sMaharil) an diesem Tage auch l ie Beter in der Synagoge Iie Jomkippur, hier und da am) an Neujahr, im iveißcn ittel und „Häubel", und es wi :d Schofar geblasen. Tie acht dient auch einem Orakel, löer im Mondscheiir seinen chatten ohne Kopf sieht, stirbt ii demselben Jahre. R. Jeldo der Fromme weiß freilich! von einem Manne zu erihlen, der trotzdem noch beträchtlich lange weiterlebte, weil durch Almosen die ihm drohen >e Gefahr abzuwenden ver indeii hatte. „Doch stehet", sh reibt Burtorf eser Histori in der Gamara: '.'(acht im Mondschein beschaue, d „am End üelcher sich nicht an dieser r seye dannach ein Jud.'" Ten Lulaw bewahrt man nach dcsin Feste auf. Er dient als HauSschutz. Bei seinem Anblick g Asulai, stets der Obhut, in der manchen Ländern legt man ihn am Hosckiana rabba mit Myrte und Bachweide an eine Stelle über der Tür. Ein Teil wird am nächsten Pessach zum Verbrennen der Chamez, der Rest zum Ofenheizen beim Mazzabacken verwendet. Den Ethrog legte inan mit Zucker ein, um ihn am Abend des '!>. Schebat mit den anderen Früchten zu verzehren. In d u ( throg (Paradiesapfel genannt) pflegte eine Frau zir beiß »,! ic ein Kind erwartete. Die älteren Frauengebetbücher t) echii »ioih> enthalten hierfür eigene Gebete, die daran erinnern, da ß Eva durch den Biß in die verbotene Frucht den Tod in di^ Welt r auch gebracht habe. Ten Ethrog sowie die Hoschana, mitunti . .... Laub vom Sukkadache, gebrauchte man zu magischen Zwecken ' ... ' . if fiele als m von schana. nt das Tie Hoschana insbesondere schützte, in den Wäscheschrc legt, die Wäsche vor Schaden, im Tefillinbeutel gilt Talisman, auf Reise». Tie llhrkette, die dem Brün der Braut. geschenkt wurde, wickelte man uin eine Daher daS Wort: „Er meint nicht die Schaue. er Herumgcwickelte." Tie Hoschana wurde mit Vorliebe in der Sukka.« möci,. Das Bindematerial spendete hier und da der Rabbin . seinen Besuchern. Tie Hoschana wird am Boden oder am . tpultc abgeschlagen. Das Volk hat hierbei die Vorstellung, l ß mit diesen Blättern die Sünden abgeschlagen erden. Au dieser Brauch hat außerhalb des Judentums .eine Analoc . Er erinnert an das seit der Römerzeit bei den verschi ' usten Völkern als Fruchtbarkeitszauber nachiWstsbare Schlai mit der „Lebensrute", mit der » m den .'liegen herbeiziiic bern glaubte. Erinnert doch nach! ein jüdischen Volksglai b .i die ..Araiva", die Weide, die am . \kiffer wächst, daran, ii-ß von Gott am Sukkoth die Regenma) ' des neuen Jabr^ £ cfttiimit wird, iveshalb man auch an S h'm»'i- •'\ um liegen denkt man. dies überliefert wir bei Gott stehen. In betet. Bei manchen orientalischen Juden wird die Losclkiua, die auch, nach Raschi, nur geschüttelt zu werden brau) )t, nicht abgeschlagen, sondern auf den Boden gelegt.' Ter „Weidentag" ist, nach talinudischem Berichte, von Babylonien nach Palästina verpflanzt worden. Nach einer Angabe wurde der Boden mit trockenen Palmruten geschlagen. Die Zahl der Ssammengeflochtenen Weidenruten schwqnkte se nach der veriedenen Iymbolisieriuig, die man mit dem Brai che verband. zwischen.1 und 71. Da man auf die abgesc stagenen Weiden nicht treten durfte, warf man sie ans einer Hausen bei der Thoralade. Sie wurden auch zum Auslöschen d r Lichter in der Synagoge verwendet. Abgeschlagene „Scheineblättec", in das Oel der Jahrzeitslampe getaucht, dienen zu n Schutz vor bösen Geistern, wie auch, nach kabbalistischer Deutung, mit der Hoschana das böse Verhängnis in die prde ge schlagen wird. , (Schluß nächste Nr.) Zii den bevorstehenden Feiertaglen empfehle mellte bekannten ersten Qualitäten in Herrenhüten Herrenwäsche Herrenartlk Hermann Haugk Nachff., Inhaber, Max Strelzyn -«3*7 Telephon 17854 Qndet 1792 Edelobst Südfrüchte Konserven / Weine ^iköre erstklassig und preiswert im Frudithaus Sambach Inh.« Sambach* Re Us / AmaUenstraBe9/Ruf 17521 2UDöd nMttffil SehloBstraB« Eck« groB« BrOdcrgasse Die bewährte Bezugsquelle des anspruchsvollen Rauchers

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