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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1927-02-28 · 10 (28.2.1927) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
10 (28.2.1927)
Date
1927-02-28
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Nr. 10 . / »emeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden in Dresden, und Studenten vom KJV. bei ihrem dreitägigen Kongreß in Dresde^. So ist die Mittelstandsküche kine der erfreulichsten und segensreichsten Einrichtungen unserer Gemeinde getvordcn. Wir sagen daher all den edlen Spendern, die die Kückie so oft mit ltzaben aller Art bedacht, sowie denen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen, unseren herzlichsten Seite 9 Dank, und hoffen. Kräfte gelingen wir), dieses tvahrhast gute Werk nicht nur zu erhalten, sondern stelle dieses Blatte- Betrieb in der Mitt, Istandsküche zeigt. Dir Israelitische Die vergilbten die beim Blättern lebendiges Zeugnis Liebe die Inden den daß es dem Zusammenwirken aller noch weiter ausziibanen. An anderer befindet sich ein kleines Bild, das den yiÜUfetomäifaitlH, öerrdigungsbrüderschaft zu Dresden Akten der' Beerdignngsbrüderschast, anseinanderznfallcn drohen, geben »avon, mit welch heiliger Sorgfalt und Toten von jeher den letzten Dienst eriviesen, für ihre Bestattung sorgten. Das Statut der Israelitischen Becrdigungsm-üderschaft zu Dresden vom 8. April 1853 wird mit den Aorten cingeleitet: T.d „Der ^rt. ivo d Israeliten „Stätte, nennung, die laut zcugung von der Ui das; erst mit dem tief wurzelt. Ein ist die beim Juden der Licbespflicbtcn rcsle, in denen einst soll mit Achtung bei baden sich in Israel und bei der Bestatt! Gepräge der tief cm. und zugleich das der tragen: Der llntcrschsi Leben ausdringl oder aufgedrungen tvird Toten bestattet werden, wird bei den Haus der Lebenden", genannt; eine Bchavon spricht, wie im Juden die Uebersterblichkcit der Seele und der Gedanke, c das eigentliche höhere Leben beginne. Natürlicher Ausfluß dieser llebcrzeugungg weitverbreitete Hoch- und Heilighaltung ,legen Bcrstorbrnc. Die irdischen lieberein hsbrcr Geist lebte, der noch fortlcbt. Erde zurü<kgcgel»cn werden. Und so Sitten und Bräuche beim Hinscheiden ng und Beerdigung festgesetzt, die das istpsundencn Heiligkeit dieser Liebcspflicht verallgemeinernden Einfachheit an sich ied der Verhältnisse, den der Mensch dem von den Lebenszmtänden dem Menschen oll mit dem Tode schwinden. btcfi Die Erfüllung Zeiten als eine heiliäc Händen überlassen w gemein Gcsellscktastcn 'tcn benannt —. Besten jedes Standes der n H er LiebcSpslicht wurde seit den ältesten Pflicht betrachtet, die nicht gedungenen ( :rdcn darf, sondern es bildeten sich all- —- gewöhnlich BeerdigungSbrüderschaf- Mitglied zu sein, die Edelsten und m und jedes Alters sich beeiserten." Tie Einleitung schmeßt mit den Worten: „Möge dieses Statut, das durch große. fast an Einstimmigkeit grenzende Majorität der Brüderschaft seine Endgültigkeit erhielt, noch den spä en Nachkommen Zeugnis oblegen, wie tief ihre Vorfahren v> n der Liebespslicht gegen die Verstorbenen erfüllt waren, un!> sie mit gleichem Geiste beseelen." Vor der Errichtung Friedhofes in Tresdei — damals Jndengasse verstorbenen Inden Böhmen, zur Bestatt»,i tvurde den dahingeschi 6nw Produktkmsflätte des seit dem Jahre 1869 geschlossenen -Neustadt, an der Pulsnitzer Straße genannt ■—, wurden die zu Dresden nach anderen Orten, zumeist nach g gefiihrt. Erst vom Jahre 1750 an denen Juden die letzte Ruhestätte in . 1926 24876Jortkmc« Sachsen geivährt und von der Gemeinde durch ihren Vorstand und den Vorstand der Beerdigungsbrüderschaft der erivähnte Platz an der Pulsnitzer Straße hierzu erworben. Ebenso alt wie die Becrdigungsbrüderschaft ist der Begräbniskassenvcreiii, der seinen Mitgliedern bei Sterbefällen Beiträge zli den Bestattiingskosten gelvährte. Der Begräbniskassenverein wurde im Jahre 1893 aufgelöst und fein Vermögew von 8601,86 M. der Kasse der Beerdigungsbrüderschaft einverleibt. Tie damaligen Mitglieder, 22 an der Zahl, erhielten einen Gutschein über 200 M., die ihren Hinterbliebenen beiin Tode des Mitgliedes aus der Kasse der Israelitischen Becrdigungsbrüderschaft ausgezahlt u>erden sollten. ' In wehmütiger Erinnerung gedenken rvir der Männer und Frauen, die sich von jeher dem Dienst an den Verstorbenen gewidmet haben, und es gereicht unserer Gemeinde zur Ehre, daß sich auch heute noch Männer unb Frauen finden, die Zeit und Mühe nicht scheuen, um den Traditionen der Becrdigungsbrüderschaft getreu das Gebot non (Bestattung der Toten» zu erfüllen. Mädchrnhrim Im Jahre 1003, kurze Zeit nach der Konstituierung des Schwesternvcreins der Fraternitaslogc, wurde das Mädchen- Heim gegründet. Es gehört mit zu den ältesten Schöpfungen des schwesternvcreins und ist nach zlveijähriger Unterbrechung im Jahre li>25 neu eröffnet worden.. Das -Heim Singer DVahmafchinenfabrik TTfilfariberge bar. 'Potsdam cherJirbeä und deutfehen Weißes Singer Jjäden übtnJl ngsbodingungen. Verkaufsstellen In Dresden: Prager Straße 18, Ferdinandstraße 2, Hauptstraße 6

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