Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- 10 (28.2.1927)
- Date
- 1927-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 10 _(gemeinjbeBIatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden j&bendheim Nr. 10 V; r y - # V für beraMäti^rtädchen loill borufvtätiiien jmiflcn Mädchen eine Stätte idjaffen, wo sie sich iür einige Stunden wchiliütslen und wo ne durch populäre ’i>brträflc aut den verschiedensten (Gebieten, sowie Pflege der (Geselligkeit A»regui^g des (deines und Gemütes finden sollen, Wir wollen den'Mädchen ferner helfen, ihre Bernisskellniig und dadurch später auch ihre Stellung im Sieben tu beben und ihnen bei"Stellungslosigkeit und sonstigen Nöten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Tie Zn'ammenkünite finden jeden Toniicrstasi. abends Uhr, in den 'Räumen der Fraternitasloge, Mzoritzstraße 11>, statt. Bei einfacher Bewirtung mit Tee imb; Gebäck herrscht immer eine fröhliche Stimmung, wovon öa^ Bild Zeugnis adlet t. Tas Gefühl der Zueinandergehörigkisit. der freiwilligen Gemeinschaft, in vorhanden und weckt! Freude in den jug» üblichen .Herzen. Tie Abende sind.imme» sehr gut besucht, ein Beweis für die Beliebtheit und Notwrndiakeit dieser Ein ichtung. Kurse für französisch. Englisch und Teutsch biete i ^ihnen Förderung im Berufsleben. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die größeren feiern.zu Ehgnukah und Purim, die von den jungen Mädchen selbst gestaltet werden und ihnei Freude auch am eigenen Schaffen gewähren. Tie Weiterausg» staltung des Mädchenheims durch Näbabiende und manches a idere ist geplant. So hoffen wir, das; das Mädchenheim weites blühen, jüdisches Empfinden und das Bewußtsein der Pflicht.und der Verantwortung in den jugendlichen Herzen wecken niird. Tie Israelitische .Krankenverpslegungs Gesellschaft zu Trcsür» „Mit dem lebten Tage des Jahres ging auch das l.">0. Jahr unicjrer Gesellschaft ihrer — wir dürfen dies wohl ohne Ueberhebnng agen -- segensreichen Tätigkeit Zn Ende. Wie viel». Tränen hat unsere Gesellschaft in dieser langen, langeit Zeit getrocknet, >vie viele beiden zum mindesten gelindert! — Und dpch, incr zählt die Tranen. im Verborgenen geflossen,die ungetrocknet, rber zählt die Leiden, in siilleir Tuldnng ertragen, die tmgemildert geblieben sind!" Tiefe Zeilen, schrieb im Mire 1899 der unv» rgessene, leider zu früh verstorbene Herr Albert Wolf, damaliges Vorstandsmitglied unseres Vereins, lskrade von dem zu Ende gegangenen und dem laufendes Jahr gilt leider der letzte Satz: „Biele.Tränen blieben ungetrocknet", weil der Krankenverpflegungs-Gesellschaft die Mfttel fehlten, viele Leiden zu mildern, trotzdem der Verein — nur für die allernotwendigsten Fälle — im Jahre 1926 ettva 1200 Mark mehr ausgab als er einnahm. Uns» Verein könnte zuisi Wohle armer erkrankter männlicher Gemeindemitglieder viel inehr leisten, wenn er mehr Mittel hätte. Wir werden dem,lachst eine Mitgliederversmnmlung einberufen und die Verhältnisse darlegen. Inzwischen richten wir an alle Gemeindemitglieder die dringende Bitte: Helft uns, indem ihr die Wohltätigkeitsvcran staltu ng am 19. M i rz unterstützt! Interessieren wird es bei dieser Gelegenheit manckie Genieindemitglieder. daß Familienangehörige des Ehren- Vorstehers unserer Gemeinde, des Herrn Oscar Lesser, seil iqr Generationen den Verein als Vorsteher leiten, und zwar: er Lesser, 1849 bis 1800, Großvater von Oscar Lesser: ontS^ Lesser. 1870 bis 1881», Vater von Oscar Lesser: Oscar^Lesscr, »8!k> bis 192T>; Mar^qiier, seit 192r>, Sahir von Oscar Lesser. Mischknes Ehnulim :t: Verein MisclieneS Ehanlim lfrühi r Linas Hachanlim) hielHim 19. Februar seine ordcntlickte Generalversammtunt ab. Ter Vorsitzende, Herr Tr. Schorn tein, erstattete bet. Jahresbericht, aus dem hervorging, daß d >r Verein mit seinen verhältnismäßig geringen Mitteln wieicrum, wie auch in früheren Jahren, viel Gutes getan Ixjit: Er, betont insbesondere, daß durch die Einrichtung und die aufopfcrndc Tätigkeit der Gemeindesürsorgestelle di» Arbeit der Wohl tätigkeitsvereine wesentlich gefördert und erleichtert lvorden ist. Tie Zusammenarbeit mit der Fürso> gestelle Hat fia; aus nahmslos in den angenehmsten Formen und mit dem besten Erfolg für die Hilfeleistung in jedem einzelnen Falle abgewickelt. Im übrigen wirkt der Verein, wie es seiner Natur entspricht, still und geräuschlos, so daß e: außer seinen Mit gliedern nur jenem kleinen Kreise bekanns ist, der die gleichen oder ähnllckse Ziele verfolgt. In Wirklichkeit aber verdi.mtcder Verein von jedem GemeindcmitglieD gekannt und gefördert zu lverden, denn die Aufgabe, die er sich gestellt hat. nämlich armen Kranken zur Wiedererlangung ihrer Gesund alle. Li heit zu verhelfen, ist eine Aufgabe für Krankheit, jede für sich, eine schlimme deutet Krankheit u n d Armut den Gip und keiner sollte sich der unabweislichesn Pflicht entziehen, nnd Armut und Heimsuchung, so beel menschlicher Not. dieser größten Not >aß eine tiefe Wabrliegt: Zedoko tozil im buchstäblichen ige Hilfe noch zu sein geringes Scherflein zur Linderung beizntragcn. Es sollte keiner vergessen, heit in dem alten jüdischen Worte mimowes, „Wohltätigkeit rettet vom Tod Verstände manchen, der durch rechtzei retten ist, und im moralischen Verstände den, der seinem armen Bruder diese Hilfe bringt. Ter Vorstand richtet an alle Ge» dringenden , Appell, den Verein durch Spenden tatkräftig zu unterstützen. Hilfsverein für Lstjudrn Als nach Kriegsschlnß viele von den jüdisch-polnische» eindemitglicder den Beitritt bzw. durch e. «. e Heeresverlvcrltiing bracht wurden, ans Temobilmachungsfand sich eine Reibe Zwangsarbeitern, die durch die deutsck nach' Teutschland zur Arbeitsleistung g ihren Arbeitsstellen auf Grund der bestimmungen entlassen werden mußten, von tatkräftigen Männern zusammen, »rjt den auf die Straße geworfenen mittellos dastehenden Menschen zu helfen. Es wurde der Hilfsverein für Ostjuden e. P Leben gerufen. Tiefer nahm sich der indem er sie mit Mitteln und vor alleni auch mit Legitima tionspapieren versorgte. Ein großer T ül von ihnen wurde Hygienische Un.t^rzeuge t nur von MANN ■» 1000 Farben Strümpfe in Prager Str. 23 “ jfchannstr. 17