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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1926-12-28 · 8 (28.12.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
8 (28.12.1926)
Date
1926-12-28
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Nr. 8 Seite 4 Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Jüdisches Jugrndorchrster, Dresden Das jüdische Jugendorchestcr, .Dresden, veranstaltete im großen «aale des- Künstlerkanses seinen zweiten Vortragsabend. Dieser erhielt eine.besondere Weihe durch das Anzünden.der Chanukkahlichter des-Herrn Oberkantors Hofstein und den darauffolgenden Moans-Zur-Gesang. Nach Beendigung dieses feierlichen Aktes eröffnete der 1. Vorsitzende des Orchesters, Moritz Weißfeld, mit einer kurzen Begrüßungsansprache den musikalischen Teil. Siegfried Horowitz betritt das Tirigentenpult. Schwungvoll dirigiert er als Einleitung den Deutschmeistermarsch. Es folgen Geigenioli von Mar Weiner und Fanny Sierota, ausdrucksvoll und init schönem Ton vorgetrageli. Eine ganz besonders zu erwähnende, fast virtuose Leistung vollbrachte der erst zwölfjährige Geiger Henry Zeisel mit dem Premier Concerto von Accolay. Seine verblüffende Technik, (ejn großer Ton, sowie, die Reinheit seines Spiels versetzten die Zuhörer in Erstaunen. Auch erntete der Pianist Moritz Weißfeld mit der l)-Moll-Fantasie von Mozart außerordentlichen Beifall. Besondere Beachtung und Anerkennung fanden noch die Uraufführungen „l’dowid boruch“ von Oderkantor Hofflein für drei Violinen, Cello und Klavier, sowie „Abschied* von Siegfried Horowitz für Violine und Klavier. Zum Schluß hörte man die Fantasie a. d. Oper „Der Zigeunerbaron", die wunderbar schön wiedergegeben wurde. Starker, nicht endenwollcnder Beifall dankten dem Orchester und seinem Dirigenten für die genußreichen und wohlgelungenen Darbietungen, die ihren Abschluß durch einen Ball fanden. H. L. Kadimah Am Sonntag, dem -t. Dezember, hatte der Kadimah, Ring jüdischer Wander- und Pfadfinderbünde, seine diesjährige Cbanukkahfeier. Nach dein Zünden der Chamikkahlichter, die in einer, dem Wesen unseres Bundes entsprechenden, feierlichen Form entzüirdet wurden, sprach einer der Führer. „Für uns als jüdische Pfadfinder liegt die Bedeutung des Chanukkahrestes symbolisiert in unserem Gruße „Chasak": sei nark. Wie zur Zeit der Makkabäer eine kleine Schar von Juden es unternahm, gegen eine bedeutende Uebermacht für ihren Glauben, für ihre Existenz als Juden zu kämpfen, so wollen auch wir den Kampf würdig aufnehmen gegen alle, äußere wie auch innere. Kräfte, die unseren Glauben, unser Judesein, bekämpfen wollen. Und darum „Cbasak". j Jede der drei Generationen, aus denen sich unser Bund ' zusammensetzt, brachte einiges aus ihrer Generattonsarbeit. So hatten die Wölflinge (Jüngerenschaff) eine wilde Werbe- Jndianervorführung vorbereitet. Die Jungen des „Stammes Tan" (Mittlerenschaft) zeigten in lustiger Art, wie ein Neuling. „Tenderfoot", sich -um erstenmal auf einer, Fahrt täppisch zeigt und welchen; „Gefahren" er ausgesetzt ist. Der Aelterenkreis führte eine Aufführung von Nathan Birnbaum „Ich bin Salomo" auf.! Dies ward umrahmt von unseren Liedern und Kanons, wie wir sie auf unseren Singrast^n singen.' ' Dieses Fest konnte und sollte auch nur einen kleinen Abschnitt von unserem Leben und Treiben geben. Es wollte zum Ausdruck bringen, daß es die jüdische Jugend versteht, einen lebendigen Zusammenhang mit dem alten jüdischen Volke zu finden. H. D. Deutschjüdische Jugendgemtiuschast ' Am Sonntag, dem 5. Dezember, veranstaltete die Ortsgruppe Dresden ihre Chanukkahfeier. Im überfüllten Saal der Loge wurde ein, ausschließlich von Mitgliedern bestrittenes Programm geboten. Alle Altersklassen waren hieran beteiligt. Von den musikalischen Darbietungen bis zur Aufführung der Prüfungsszene mis dem „Jeremias" von Stefan Zweig, die Aelteren, und in einem Festtpiel: „Chanukkah-Lied" betitelt, und zwei netten Volkstänzen, die Küken. ' - In seiner Ansprache wies der Führer der Jugendgemeinschaft, Friedrich Borchardt, -Huf die Pflichten der jüdischen. Jugend hin, die diese im Sinne des Makkabäertums einstmals zu erfüllen hätten. Eine erfolgreiche Veranstaltung, von der man berechtigter- , weise sagen kann/daß sie auf alle Anwesenden einen großen und langwährenden Eindruck gemacht hat. W. . Jüdische Bereinigung „Esra" Am 5. Dezember 19t6 beging in schlichter Weise die Jüdische Vereinigung „Esra" ihr Chanukkahftzst in den schönen Räumen der Kaufmannschaft Den Auftakt bildete nachmittags 4 Uhr ein Kinderfest, eingeleitet durch eine Begrüßungsrede des Herrn Isaak und Anzünden der Kerzen mit gemeinsamem Gesang „Moaus Zur" unter Führung des Herrn Paglin. Hanna Kohn und Hans Szybilsti trugen wohlgelungene Chanukkahlieder vor, und die Herren Sonnen- Apparate n. Platten sind billiger geworden „Grammophon** Max Waadlaadt. Draadan-A. nur Prager Straße 21, Ecke Strarealrafie Auatährl.VarzeidlDisse ib-Appaiale a-PlaBea keetaaloa Apparate ron M. 50.— an (auiWunsdi Ratenzahlung — Wertem Sie in Seiftilfllntl G Versorge Dein Kind und Deine Familie durch Abschluß einer Lebensversicherung.' Diese bietet billig und sicher die größte kontinentale Segenseitigkettsanstalt Ausfalls«Vermögen 275 Millionen Schweizer Franken Schweizerische Lebensverficherungs.n. Renienanfialt in Zürich InirtUirtfttn Sulsii: Imin, Mrilxilr.lfl, Ir Jir. I. hmrlil, MINIS 02024800230053230223020000530153235353534823530100021000535348530000010153484800040553530002010248235301 485323482323022353234848535353485323533002532353482348482348914848005348482353

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