Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- 7 (28.11.1926)
- Date
- 1926-11-28
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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J Seite 4 Gemeindeblatt der JsraelijlischeuReligionSgemeiud-Dresden --!-- »er Se»el»bera1»fitz»og vom 3. November 1S2 Unter dem Borfitz des Herrn Rechtsanwalts Paul S a l i st g e r waren drei Vorsteher und dreizehn Gemeinde verordnete anwesend. Der Borsitzende eröffnet die Sitzung kurz nach 8 Uhr mit Glückwünschen an das Kollegium zum neuen Synagogeajahr. Er teilt mit, daß in dem Befinden des Herrn Sanitätjsrats Tr. Salzburg glücklicherweise eine Befierung eingetrcten istj das; auch Herr Direktor Julius Hirsch auf dem W/ge der Besserung sei, leider aber an den Arbeiten des Kollegiums noch nicht teilnehmen 'könne. Das Protokoll der vorigen Sitzung wird verlesen und genehmigt. /, 1. Eingänge und Mitteilungen Ter Borsitzende verliest das Glückwunschtelegramm zum 75, Geburtstag des Ehrenvorsitzenden Herrn Lscar Lesser und dessen Dank. — Herr Dr. Fantl hat zu Ehren des Herrn Lscar Lesser einen Aufsatz verfasst. der im Gemeindeblatt abgedruckt worden ist. Dieses Gemeindeblatt ist soeben erschienen und liegt aus; das Dankschreiben des Herrn Rabbiners'Professor Dr. Winter für die Ehrungen zu feistem 40jährigen Amtsjubiläum. Vom Sächsischen Israelitischen Gemeindeverband ist die Mitteilung eingegangen, dass die sächsische Staatsregierung diesen Verband als eine Kürperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt hat. Im Sächsischen (Gesetzblatt Rr. 32 veröffentlicht das sächsische Gesamtministerium eine entsprechende Bekanntmachung. Tie Satzung des Reichsverbandes der Deutschen Juden liegt im Entwurf vor und ist in den letzten Tagen den Landesverbänden zur Beschlussfassung übersandt worden. Lbschon die Ausschussmitglieder des Sächsischen Jsrealitischen Gcmeindeverbandes nach der neuen Satzung Vertreter des gesamten Verbandes und an Aufträge nicht gebunden sind, soll der Satzungsentwurf doch dem Gemeinderat noch in einer besonderen'Sitzung vorgelegt werden, bevor er an den Perbandsausschuss geht. Von der Spende der Firma Messow & Waldschmidt von 3000 M. aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Firma nimmt Kollegium mit Tank Kenntnis. Ter Vorsitzende gibt diesem Dank dem anwesenden Herrn Gemeindeverordnelen Pelz gegenüber noch besonderen Ausdruck. — Das Dankschreiben der Firma Messow & Wgld» schmidt für die Glückwünsche des Vorstandes und des Gemüinderats wird verlesen. Der Ueberschuh aus dem Tynagogen-Kostzert vom 16. Mai d. I.. beträgt 1334,07 M. ©fegen eine vom Vorstand beschlossene Vergebung einer Wohnung im Henriettenstift erhebt Kollegium keine Einwendung. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Deutschen Juden in Berlin dankt für den Beitrag von 300 für das Jahr 1926._ Endlich nimmt Kollegium Kenntnis von! dem Schreiben des sächsischen Israelitischen Äemeindeverbandes^ die Gewährung von Erleichterungen in der Handhabung der Bestimmungen über die Frist bei Bestattungen in Leipzig betr. 2. Vorbereitung der Gemeinderatswahl, Bestellung des Wahlausschusses, Festsetzung des Wahltags Am 31. Dezember 1826 läuft die Amtsperiode folgender Herren ab: Vorsteher Max Levi, Rechtsanwalt Paul Salinger; Gemeindeverordnete Egon Feuerstein, Siegmund jLiffmann, Max Lesser, Jacob Reinhold, Arno Schenker. Für diese Herren sind Neuwahlen auf die Tauer von sechs Jahren vorzunehmen nach tz IS der Satzung. In den Wahlausschuss wferden -gewählt aus dem Gemeinderat die Herren- Vorsteher Siegfried Pionkowski, Gemeindeverordnete Rechtsamvalt Tr. Siegfried Hirsch, Joseph Cohn und von den stimmberechtigten Gemeindemitgliedern die Herren Jacob Ballin und David Meyer. Als Ersatzmann für Herrn Pionkowski wird Herr Vorsteher Sanitätsrat Tr. Siegmund Salzburg, als Ersatzmänner für sie Herren Rechtsanwalt Dr. Hirsch und Cohn werden die Her, ey Sally! Hurwitz ynd Paul Lehmann, als Ersatzmänner für die Herren BÄlin und Meyer werden die Herren Heimann David und Leon Scheier gewählt. Tie Festsetzung des Wahltages überlässt der Gemeinderat dem Vorstände. Auf Antrag des RechtsauSschuf es erklärt der Gemeinderat einstimmig: Die Amtsperiode aller l*i der Gemeinde - ratswahl am 18. Januar 1925 gewählten Ersai »männer lauft am 3 l. Dezember 1826 oder, wenn die ErgänzungSw chl des Gemeinderats später stattfindet, am Tage der Ergänzur gswahl im Jahre 1927 ab. Ersatzmänner werden jeweils nur. fr r zwei Jahre gewählt. 3. Kommissionsberichte a) Finanzausschuss. Herr Pionkowski ie richtet: Bonder lOprozentigen SteuerauSschrcibung für das Kal mderjahr 1926 — Vorauszahlung — sind bisher über 60 000 M. ingegangen. Das Reichseinkommensteuersoll der Gemeinde Mitglieder für das Jahr 1925, das der Veranlagung der Gemeirtdesteuer für das Kalenderjahr 1926 zugrunde zu legen ist, erhöh: sich noch um die Tteuerbeträge der Lohn- und Gchaltsempfäng tr und durch die Fälle, wo die Veranlagung ausgesetzt worden ist. Die im Lktober 1926 fällig gewesenen Rfestforderungen der Baufirmen für die Renovation der Gemeindehä tser, unt^den Anschluss an die Schwemmkanalisation, ferner di: Kosten der Bedachung der Synagoge und endlich die ersten Amortisationsquoten auf die aufgenommenen Darlehen sind bezahlt. Unter diesen Umstände,, ist der Stand der Finanzen nicht mehr all so trüb cnxzusehen, wie cs bisher der Fall war. Der Vorstand hof t sogar, durch, die Gemeindesteuer die Bankschuld weiter verminderi: zu können. Der Gemcinderat billigt ausdrücklich die Massnahme , des Vorstandes, die er anzuwenden beabsichtigt, Um die Steuerrückstände beizulreiben. b) Fürsorgckommission. Herr Rechsanwalt Salinger berichtet: Trotz den grossen Anforderungen, die an die WohlfahrtS» stelle gestellt, werden, ist eine Ueberschreitung des durch den Haushaltplan bereitgestellten Mittel vermieden wörde,. Eine Erhöhung des Kredits für die Wohlfahrtsstelle im Etätsjah: 1927 wird jedoch nicht zu umgehen sein. Einer Anregung au S der Mitte des Kollegiums entsprechend soll bis zur nächsten Sitzung eine Zusammenstellung der Spenden und Zuwendunger für Wohlfahrtszwecke vorgelegt werden. c) Für den SynagogenauSschuh b richtet Herr Max Levi. Tie Abrechnung des Gottesdienstes an den diesjährigen hohen Feiertagen wird genehmigt. d) Schulausschuss. Auch hierzu berichtet Herr Pionkowski: Die Wiederanstellung des Lehrers Anschel bei der Gemeinde hat es ermöglicht, an weiteren Schulen Religionsunterricht einzurichten. Religionsunterrichts wird jetzt an folgenden Schulen erteilt: König-Georg-Gymnasstlm, Wettiner-Gym nasium, Altstädter Höhere Mädchenschule, Privatschule von Emma >. Rabenhorst und Sophie Hertel, Staatliche Höhere Mädchen-Bild ^ngsanstaÜ. Tie Verhandlungen mit der Kreuzschule wegen Einrichtung des Religionsunterrichts stehen vor dem Abschluss. ei Für den Schächtausschuh berichte Herr Paul Leh. mann. Seine Ausführungen werden von. Herin Pionkowski ergänzt. ' 1 f) Mittel st andsküche. Endlich berichtet Herr Pionkowski über die Mittelstandsküche. j Es folgt eine geheime Sitzung. In dieser wird u. a. der Anstellungsvertrag mit dem Gemeindedajan Herrn (Rabbiner Horowitz vom 1. Januar 1927 an auf zwei Jahre verlängert. Schluss der Sitzung 11 Uhr. i Nr. 7 L. Pl. Verkaufsstellen in Dresden: Prager Straße 18, r«THnf>«fei.««+T#>fu» 2, Hauptstraße 0 «fr#* Singer JJäden übemil isbodingungi Verkaufsstellen in Dresden: Prager Straße 10, 2, Hauptstraße 0 / «■ / >; “ »!T rrs n Vf*, *. ,,,