Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 2 (1926-1927)
- Issue
- 7 (28.11.1926)
- Date
- 1926-11-28
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Seite (Neineindeblntt der Jsraelitifcheis Religionsgemeinde Dresden - Die Lesehalle ist täglich von 7 bis 10 Uhr abends, an Äonnj I tagen und gesetzt. Feiertagen von 11 bis 1 Uhr mittags geöffnet jj Weitet» der Miieflvtuntt einflericbtet batten, ermunterte er doch die Semen, alle Furcht abzulegen, selbst wenn sie ganz nnbewafsnet kämpfen nutzten; (vtott bade fdion oft Kriegertt, die sich in solchem Falle befunden, aus Ächtung vor ihrer persönlichen Tapferkeit den Sieg über viel größere und viel besser gerüstete Scharen 'verlieben. .Oierauf lief, er die Trompete zum Angriff blasen und fiel ganz 'unerwartet über die <$cinbc ber; dadurch feine er dieselben in Schrecken und Verwirrung, tötete eine Menge von denen, die Widerstand >,» leisten versuchten, und verfolgte die übrigen bis Waöara, bi* in die El>cne vo» Jdumäa, bis Azot und bis Jamia. Im ganze» fielen gegen Hoon Mann. /Uiba* verbot feinen Kriegern, nach der Beute ihre öanb ausziiürecken, weil sie »och eilten gefährlichen Kampf mit (Borgia-:- und dessen Macht zu bestehen hätten; sobald sie auch diesen bezwungen, könnten sie mit Ruhe ans Oriente, , denke», indem sie bann feinen tveiteren Angriff zu befürchten hätten. Noch während er diese Worte an die Krieger richtete, erblickten Gorgias'.Söldlinge'die im Lager zurückgebliebene Heeresabteilung in voller Flucht und das Lager in Flammen, und der Ranch lief', sie i» der /ferne schon ahnen, was vorgegangen war. Wie sie nun auch noch die mit Ju^as herausgezogene Schar znm Angriff bereit sahen, ergriffen sie in panischem Schrecken die- /flucht, und der jüdische Heerführer sah seine /feinde ohne Schwertstreich verjagt. Jetzt kehrte er also um, die Beute zu nehmen, und zog mir einer grofeen Menge (Kold, Silber, Purpur und Hyazinth voll /frende i» die Heimat zurück, indem er-dem öerrn für sein Glück Loblieder saug; inufete doch d:e>er Sieg >u ihrer Beireinug das bedeutendste lHewicbt in die Wagschale legen. ■">. 1. Mach. 4, 2S bis H5.i Durch eine solche Niederlage des von ihm ausgesandten Heeres erbittert, versammelte Lysias im folgenden /fahre <i«> oon' auserlesene Krieger nebit 5000 Reitern, fiel mit diesen in Judäa ein und zog in das (Gebirge, wo er bei Befhsura ein Lager aufschlug. -Judas zog ihm mit tOOOO Mann entgegen. Als er die Menge der /feinde zu Gesicht bekam, flehte er den .Herrn an, sein Beistand zn fein; dann warf er sich auf die Vorhut des 'enidlicheu .Heeres, schlug dieselbe in die /flucht, tötete gegen öcixi Mann und setzte dadurch die übrigen in den größten schrecken. Da Lyiias hieraus den Entschlnfe der Juden, zu sterben oder frei >n sein, recht gut einsah, und Ursache hatte, ein abermaliges Zusammentreffen zu fürchten, kehrte er mit seiner übrigen Macht nack Antiochien zurück, verteilte dort die Soldaten inS Luartier und traf die nötigen'Borkebrungen, um mit einem größeren Heere in /xitbäa einzufallen. i>. .1. Milch. 4, HK bis 55.) Weil nun die /feldherren des Königs Antiockius schon so viele Niederlagen erlitten hatten, berief Judas eine Versammlung und erklärte, nach den vielen Siegen, die der Herr ihnen verliehen, dürfe man nicht mehr zögern, nach Jerusalem Z« ziehen, den Tempel zu reinigen und für die Darbringung der gesetzlichen Cpfer zu sorgen. Als er nun mit der ganzen Menge nach /Jerusalem gekommen ivar und'den Tempel leer fand, die Tore verbrannt sah und ganze Bäume erblickte, die während der Perödung im Heiligtum crufgetvachsen Untren, Konnte er sowenig als seine Begleitung bei diesem Anblick sich der Tränen enthalten. Er wählte indessen vorerst eine Anzahl Krieger aus und gab diesen Befehl, sie sollten in der Zeit, da er den Tempel wieder heiligen werde, die Slfra1 * 3 einschlicfeen unh zu erobern suchen. Nun verwandte er alle Sorge aus die Reinigung desselben, beschaffte neue Geräte, den Leuchter, den Tisch, den Altar, alles aus Gold, lief; neue Vorhänge vor die Türöffnungenhängen und besorgte auch neue Türflügel hinein. Dann liefe er den Altar niederreifeen und einen neuen, aus unbehauenen bunten Steinen aufrichten. Atu fünfundzwanzigsten des Monats Chasleu, den die Mazedonier Apelläus nennen, zündeten sie die Lichter auf dem Leuchter an, brachten ans dem Rauchopfer-Altar Rauchwerk dar, legten die Schaubrote auf den Tisch nieder und opferten zum ersten Male aus dem neuen Altar. Es war. dies gerade derselbe Tag, an dem drei /fahre früher das Heiligtum zu einem profanen und unheiligen Aufenthalt herabgewürdigt svorden war; nachdem der Tempel nämlich von Anliochus verwüstet war, blieb er drei Jahre iti diesem Zustande. Im hundertfünfundvierzigsten Jahre *, am. fünfundzwanzigsten Apelläus, in der hundertdreiundfünfzigsten Olympiade, brach jenes Unglück über ihn herein, und an demselben fstnfundzwanzigsten Apelläus des hundertachtundvierzigsten Jahres, in der hundertvierundfünfzigsten Olympiade, fand die Erneuerung desselben statt. Jener Greuel der Verwüstung erfüllte die Prophezeiung Daniels, die vor vierhundertacht Jahren geschehen war, als der Prophet weissagte,«^die Mazedonier würden den Tempel zerstören. *' i 7. fl. Mach. 4, 56 bis 61.) Judas beging mit seinen Mitbürgern die Wiedereinrichtung der Opfer im Tempel voll festlicher Freude acht Tage lang. Nichts, was zur Verschönerung des Festes dienen konnte, ward vergessen; kostbare und herrliche Opfer lieferten Ucberfiuj. für ihr Mahl, und durchLoblieder und Psalmen erwiesen sie dem Herrn Ehre, während sie sich selbst zu freudiger Begeisterung erhoben. Ta sie nach so langer Zeit gegen alles Erwarten wieder zur freien Ausübung ihres Gottesdienstes gelangt; waren, versetzte sie die Erneuerung ihrer altherkömmlichen Einrichtungen in solche Freude, dgfe sie es zum Gesetze ihres Landes erhoben, die Erneuerung des Tempels acht Tage lang zu feiern. Dieses Fest l>egehen wir von jenem Tage an bis auf heute und nennen es das Fest der Lichter, weil uns die freie Religionsübung ganz unerwartet wie ein Licht äufgegangen ist. Weiter umgab Judas dse Stadt wieder rings mit Mauern, errichtete an den vom Feinde zugänglichen Stellen hohe Türme, in welche er Besatzung legte, und befestigte auch das Städtchen Beihsura, um es bei feindlichen Angriffen als Vorwerk von Jerusalem gebrauchen zu können. 1 Ter Hieromar fiiefe und in den Jordan fällt «jetzt Sdtniat e! Mandhuri. 3 Der seleuzidischen Zeitrechnung, 166 v. Ehr. ach m finnisch gepPegt* Habanas und Brasils Nachmittags* klaidar Robert Hermann Zigarren-Import-Haus Dresden-A., Prager Straße 20 ... Fernsprecher Nr. 20370 :: Gegründet 1863 FESTGESCHENKE 20 IH HAUSE PRAGER STR. 20 I. VOLLRATH Dresden-A., Prager Straße 20 Fernsprecher 19205 Spezialität: Rohara- Fabrikata Abandhlaidar and MSntal