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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1926-08-28 · 4 (28.8.1926) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
2 (1926-1927)
Issue
4 (28.8.1926)
Date
1926-08-28
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seile 2 Geineindeblatt der Jsraelitischien Religionsgeineinde besonderer Innigkeit denken mir am ^ieujahrftafle an die Unieren, schließen sie in unsere Pünidie ein. Das Bild von Pater und Mutter ftojit vor unserer Teele. 3ull unser Medenkeil mehr sein,als eine bloße Sentimentalität, dann ciiU v-j, der liltt’rii Mut;ti aäiten. zn erlsilten. ivas ilnien heilig war. «erst die Lat im Vanie des Padres wird enveiien, ob unsre i'tedonfen der Pietät edel und ivalir gewesen sind. Ilnd wie die Enget liinanistiegen ans der weiter, io stiegen auch Engel liernnter. Pir Velen und iviinsctien. das; Lriiiiol imk’ i»i neuen Satire geleiten inögeip PTis aver ist" der Tnlialt Unsres blevetes. da-:- Ziel unsrer Püiiidie't Tie weiter! die Tatovim Traume iali. sei »ns ein Tnnivdl. Ein t'ielelirter. einik geiragt, nsis die Tätigkeit l^ottes sei seit (irirtuiniuiii der '-hielt. erwidertei Mott maäit Leitern: den eine» riilirt dr lüiumr, den andern riilirt er liinav. Ein Port. geeignet nnste Piinsdie in die rechte Palm;u lenken. Unsre .vumiiiuntcii sind zumeist selir irdischer Natur. Ta erinnert uns das Port des Melelirte» daran, ivie sich die Tdiicksale der Menschen gewandelt vaven,-wie iie dauernd in der Uinv'ildnng Verrissen Z.nd: Pur liabe» es erfahren. wie vergänglidi irdisches ('int in. 'Jllvr vielleicht txiven wir durch diese. Enalirnnn auch gelernt, eiii'.nselien, das; man iilifitliiti und zufrieden auch in bei'dies denen Verhältnissen. leben kann, und das; es ein Mliirf »iM. das von den l'iätern der'Erde unabhängig ist. VIritt und vef laiieii liatte Jakob ndi am den Peg gemaäit; aver als tfr sich;um BdiUnc niederlegte. da sali er'iin Traume in dein Himmel. Tas Tdiidial der Nachkomme», satte» unsere Preisen. iHit sich schon im rctjirfiiil der Väter oisenvart. Pie oatirt'. veiinatlos. die Tteine des Feldes sich;ni» Hager ve reitete. io vaven -o'tmals seine Nachkommen nicht iiomufit, looliin das in »de Haupt lenen, 'AVer die Pot bat sie nicht »iileraelien laiien. solange sie. mir der Stammvater, vön einem iiverirdischen bilücke zn trännien die .straft gehabt und 'ans diesem Traume neuen Hebensmut geidiopst lxiven. ,Tie Veiler, die Jakob im Traume fab, reichte in den .vmitmel. Ter Pink in' den -v>i»mfcl aav ilnn .straft »nd Ansdctuer. seine irdische Pandernng lort znieven. Tas ist d>is /»eichen des /»»den. das; er den Pink nach oven geriditet vält. auch ivenn die irdische Not ivn bedrängt. Treriend sagt ein andres Port der Peiieli: die Himmelsleiter, dis ist der iiiiai, der Perg. an dem die Motteslevre den Menschen ouenvart ivnrde. Tiev Hebre wies den Menschen erst den rechte» Pen. offenbarte iline» ilire lieiline Pestiininiing. verlieli ilirem Tasein Eivinkeitsivert. Per. nur am Irdischen liastet. iver kein andres (^liick kennt als die Perriedigung seiner leivlichen Pegierden, für den ist die Himmelsleiter das Tnmvol des schtvankenden liZlädes. Ter eine steint vinaiis, der andre liinniiter. Ter aver;ervricht auch, wen» er von dieser Vetter hernntergesliegen «in. Per aver ein würdiger Nachkomme Jäkobs iik. dem in die Veiter das Snmbol des strebenden Menschentums. Man auch sein Vevenskanips schiver sein, ans dem Ptick in den Himmel, ans der Hehre des Tinai. schöpft.er neue St raft für seine TNiiidernng ans Eiden. freilich ist in uns Menschen veides vereint. Telbst der Edelne kann und so» sich nicht vom Irdischen losreis;en. Audi die Erde nellt ivre Ä»spräche an uns. und wir Ikibcu An¬ Pild in der Hölie, und Pild ans Erden, da wollt irdisches Bild fllidi nicht Dresden Nr. 4 spräche an die Erde, ans der wir leben. Auch diese Einsicht kommt durch die Tentnng unsrer Peisen znin Ansdruck. Tie Engel. so fancu sie, stieben hinaus und betrachteten Jakobs je stieben hinunter und sahen sei» in sie ihn bedrohen. Selbst Jakobs dein idealen Menschenbilde, wie es himmlischer Meist gestaltet wissen möchte. Tie Enget, als ne bemerkten, das; der l nblidie Mensch nicht gleich sei den; Pilde des ideale» Mensdioii. bedrohten ilin. Ta. so sährt das Mleichnis fvrt, stand alsbald Mott äber ihm oben auf der Heiter und sprach, idi iverde mit dir sein. Mott sieht ins Her;, prüft die Mcdanken^ der Menschen, und er besdiätzt dcii schwadien sterblichen. wenn er fielt nur bemäht. ans den rediten Peg;n gelangen,' Jakob aber, als er envadite, ries ans: „Wahrlidi, Mott ist an diesem Trle, lind idi wnßte es nidit." Nachdem px den Ttein. ans dem er gelegen. znin Tenkstein ansgerichtet liatte, betete er: „Penn Mott mit mir ist »nd »nid; behütet ans diese», Pege, den idr gebe, und mir Prot znin Essen gibt und Eleidnng znin An;ietien nnd ich in Trieden znräckkehre in mein Vaterhaus, dann soll der Ewige inir 411m Motte sein." Ta Jakob Mott gesdiant liatte, schüttete er sein Herz vor il'in ans. Pir>randie» vor Mott nid;t znräckznhalten mit unseren Pänsdien. Eines edlen Menschen Herz wird sich im Mliirf und in der Not immer an Mütt ivenden. Penn die Tage, die;u feiern wir niis anschicken, »ns den Peg zu Mott finden lassen, das; ivir, die wir ans der Erde wurzeln, unser Auge andi;n»i Himmel erheben, dann därsen wir auch beten nnd flehen um unser Pohiergelien. Tenn wir brauchen Motte* idmU, das; er uns ans unserem Pege behütet, daß unsere Teele »idit slrandielt, das; ivir ans dem geraden Pege verbleiben imd nidit der Tände versallen. Und wir därsen beten, das; uns Xtleid und Nahrnng iverdd, daß wir »ns ltidtt;» sdiäinen brandicii ob der Miimmcrlidifeit nufere? Taseins. Tenn wer iuti, in Palirbeit zu tsiott erhoben hat. wird, and) wen» ilnn der Erde Müler' zuteil geworden sind, von der Tülle seines Tegens den rediten biebrandi z» inadren ivissen, so das; ibin auch das dritte. Ivvrnin ^Jakob siebte, zu eigen ivird, Trieben, ^»sriedenlieit. Trieben in der eigenen Brust, Trieden in seinem Htinse,. Trieden mit. den Menschen. Als Ta tob so gebetet hatte, erhob er. seine Täße nnd »'änderte weiter. Nidit mehr beißt es. wie weiter eine Tentnng sagt, Takob gingsweg, sondern er erhob seine Täße. Mr,m„i»ieu dnrdi die äiißsren Umstände, lsatte er das Elternbansverlassen, nidst ans sreiein Entschlüsse beruhte seine Pandersditist. Nun aber lies; sein freier Pille ihn vorwärts sdireiten. Ter Pille war Herr geworden äber den Körper, göttlicher Meist, sittlidier Pille bestimmte seinen Peg. Ter Mensch, der MoU gesdiant trat, weis; um scji» Ziel; er wandert iveiter seinen Peg. den er>sär recht erkannt hat, nntiekänilnert um die Tteine. die im Pege liegen. > Unbetannt ist zwar das Hand, in das ivir eintreten, die /iiiknnst liegt dunkel vor »ns. Nur nnsore HosNiungen und Pänsdie fliegen voraus ins neue Jahr. Mögen sie zn guten Engeln werden, die »ns geleite» und dejn rechten Peg »ns zeigen. Oberrabbiner Dr. Wolf Landau Zu srinrm 40. Todestage -Von Tnndikns Tr. N. M. Nathan, Hamburg Am 2l. Angnsr d. Twaren lli Jahre verflossen, seitdem d,r Mann, denen Name diese Zeilen sdiinädt, die Angen znin einigen Tdilnininer sdiloß. Nodi leben in Tresbens Mauern Männer und Tränen genug, die sich seiner voller Verehrung und Tankbarkeit erinnern. Ihnen vor all^n, aver andi denjenigen, die an der Meidiidite ihrer Memeiiide und besonders an de» Verfönlidikeiten ihrer Tübrer Jntcrene netinien, dürsten die nadisolezenden ^ilen, die ziim großen Teil ans tiersönlidien Mitteilungen ans dem engslien .Ereife des Verewigten snßen, willkoninien sein. Pols Ha „da n war ein Tresdner Eind — so hatte! er das für einen dentsdien Rabbiner gewiß seltene Mläck, seine Hebensarbeit der (iiemeinde zn weihe», ans der er..hitrvprgegange» war -- und seine Memeinde Rntiin, einem Tprößling ans > ihrer höchste Ehrenamt auznvertranen, das nicinde zn vergeben trat. Rabbinische das Erbteil seines Hauses; bereits sein Hissa stammende Tavid Pols Landau sang des nennzehiiten Jahrhunderts, sä das Tresdner Rabhinat, der erste in einrr Reihe verdienter Männer. An seinen Namen knüpft e ne der zahlreichen Legenden an, die sich »in den Namen n rd das Meschick des großen Eorsen ranken; er soll Napoleon Rußland geivarnt haben. Als der Enkel Landan wurde, unser Wolf Landau ari 1. März 1811 fn )en ebenso seltenen eigenen Mitte das nne jüdische Me- Melehrsamkeit war Äroßvater, der ai^s bekleidete im A»- ifzehn Jahre lanjg. oor dem Zuge nach dieses David Wolf

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