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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1925-11-29 · 7 (29.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
1 (1925-1926)
Issue
7 (29.11.1925)
Date
1925-11-29
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Nr. 7 iemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Rabbiner Tr. Wolf erteil», isl für die Schüler der Sexta am Montag und Freitag von 12 bis 1 Uhr, für die Schüler der Quinta und Quarta am Mittwoch vm, 11 bis I Ahr. Ter Vorsitzende berichtet über einen Schriftwechsel mit der Zcnlralwohlfahrtsstellc der Deutschen Juden in Berlin, die Anerkennung der Zentralstelle für Wohlfahrtspflege der Israelitischen Religionögcmcinde zu Dresden als Dresdner Lpiycnorganifation der ZentralwohlfahrtSstclle der deutschen Hilden in Berlin betreffend. Später berichtet Herr Rcchtsanivalt Lalinger in seiner Eigenschaft als Vorsitzender dcö sächsischen Israelitischen GemeindeverbandeS über das sächsische Landes-Wohlfahrts- und Jugendamt. Durch Verhandlungen mit dem sächsischen Arbeite-- und Wohlfahrtsministcrium ist sichergestellt worden, daß auch Vertreter der jüdischen Wohlfahrtspflege in Sachsen in die zu bildenden Fachausschüsse beim Landes-Wohlfahrts- und Jugendamt berufen werden. Auf die Vorstellung! des sächsischen Israelitischen Gemeiudeverbandes beim Ministerium des Innern ist das Auftreten Adolf Hitlers in einer für dein 81. Oktober in Ehemnitz geplanten Versammlung verboten worden. _ _ 2. A nn ahme einer Stiftung. Tie Erben des verstorbenen Herrn .Kommerzienrats Max Elb haben' der Gemeinde 5000 GM. 10 proz. Preußische Zcntralstadtschaft-Goldpfandbriefe mit Zinsscheincn vom l. Januar 1028 an mit der Auflage zur Verfügung gestellt, damit eine Stiftung zu errichten, die den Namen Mar-Elb-Ltift uä, g tragen und vom Vorstand der Israelitischen'Religionsgeinciirde frei verwaltet werden soll. D>e Zinsen sollen nach freiem Ermessen des Vorstandes jeweils am 20. Oktober jedes Jahres >dem Geburtslage des Verstorbenen) zu allgemeinen Wohllätigkeiis- oder IlnterstützungSzwecken zur Verteilung gclangcn, wobei untersltützungSbedürftige Anverwandte des Herrn Kommerzienrats Mar Elb oder feiner Gattin, Frau Charlotte Elb gcb. Herz, vorzugsweise Berücksichtigung finden sollen. Unter dem' Ausdruck des Tankes erklärt Kollegium die Annahme der Stiftung 'mir der daran geknüpften Bedingung. Mit Tank nimmt Kollcgiunr ferner Kenntnis von einer Spende der Erben des verstorbenen -Herrn Kommerzienrats Elb von 100 M. für die MittelstandSküche. 8. Antrag des V o r st a n d e s z u d e r E i n g^a b e der Vereinigung der R a b b i n e r im Freistaat 2 achscn , die Vertretungen der Rabbiner i in sächsischen Israelitischen G c in e i n d e v e r b a n d betreffend. Herr Rechtsanwalt Lalinger berichtet. Tic .Herren Rabbiner Professor Tr. Winter und Tr. Wolf sind zugegen. Heute hat in der Angelegenheit eine Aussprache der Herren Pionkowski und Rechtsanwalt salinger mp Herrn Rabbiner Tr. Bacck, Vorsitzender des Allgemeinen Rabbiner-Verbandes in Tcutschland, Berlin W 82, Burggrafenstraße 19, stattgcfunden. Ter Antrag des Vorstandes wird in folgender Fasiung angenommen: Tie Vertreter der Tresdner Gemeinde im sächsischen Israelitischen Gemeindevcrband sind gehalten, dqfür zu stimmen, daß ai ein der Pereinigiulg der Rabbiner im Freistaat Lachsen angcbörender, von dieser zu entsendender (Kemeinderabbiner in.den PcrbandsauSschuß — § 6 und 7 der Satzung — gewühlt wird; b) daß die Zugehörigkeit eines Mitgliedes dieser Rabbincrvereinigung. zum Vorstand des sächsischen Israelitischen Geineindevcrbandes — § 17 der Satzung —. abgelehnt wird. Dagegen sollen die. Vertreter der Dresdner Gemeinde dafür ein- .lreteii, daß zu allen Litziuigen des Verbandsvorstandcs stets ein Mitglied der Rabbiner-Vereinigung'— ohne Ttim Nt recht — nur zur Beratung zugezogen wird. 4. S t e u e r a n g e l e g e n h e ftc n. Kollegium, stimmt dem Beschluß des Vorstandes zu, wonach die endgültige Besteuerung der Lohn- und Gehaltsempfänger nach der' Anweisung des RcichSministers der Finanzen vom 18. Februar 1925 und unter SPe« Nutzung des Leipziger Tarifs zur Feststellung der Pauschbeträge für Die Lobnsteuerpflichtigen. vorzunehmen ist. 5. Vereinbarung mit dem Israelitischen Armen unter st ützungsverein üb.er die Verteilung der Kosten der Fürsorge in der Gemeinde und der W a n d e r s ü r s o r g e. Ter Vorsitzende berichtet, daß dem Armenunlerstützungsverein die zur Erfüllung seiner Ausgaben nötigen Mittel gänzlich fehlen. Tie von ihm bewilligten Unterstützungen sind aus der Gcmcindckane verlegt worden. Auf Antrag des Vorstandes wilrd der bis jetzt aufgelaufene Betrag von ungefähr 1400 M. auf die Gemeit.dekasie übernommen. Vom 1. Qktober 1925 an gehen die Ausgaben für die Wanderfürsorge ganz zu Lasten der Gemeinde,: während die Ausgaben für den Armenunterstützungsverein, soweit sie von ihm' bewilligt werden, wieder wie früher vom ArmcnunterstützungSverein selbst getragen werden. Herr Pionkowski berichtet weiter über die Maßnahmen, die getroffen werden sollen, um dem ArmcnunterstützungSverein neue Mitglieder und damit wieder Mittel zuzuführen. 6. Pe r s ch i e d e n e s. Kollegium bewilligt die Kosten für eine Ehanukkah-Jeier der Religionsschulc bis zum Betrage von 400 M. Auf Antrag des Vorstandes bewilligt Kollegium dem Jüdischen Iugendverein zu Dresden nochmals eine Subvention von 200 M. Tie Jüdische Blindenanstalt für Deutschland E. V. zu Berlin- Lteglitz erhalt eigen Beitrag von 50 M. Mittellun («n tsstell e d e,r d e u t s ch c n Von der Zentralwohlfahr Juden wird uns mitgctcilt: Tie überraschend große Teilnehmelrzahl, die sich zu dem von der Zentralwohlfahrtsstcllc veranstalteten soziale Arbeit eingefundcn hat e, ist ein deutlicher Beweis, wie stark der viertägige Lehrgang dm Bedürfnissen der jüdischen Wohlfahrtspflege im Reiche entgegen gekommen ist. Es waren sowohl beruflich, als auch chrenamtlic» tätige männliche und wcib liche Wohlfahrtspflcgcr aus ganz Tiutschlaird nach Berlin gckommen. Der Kursus wurde Sonntag ten 18. Qktober cröffnctdurch den Geschäftsführer der Zentralwohb ahrtsstelle, Herrn,Tr. Schall. Vertreter der Großloge, des Jüdischen Frauenbundes und des Arbeitcrfürsvrgcamtes begrüßten im Namen dieser Qrganisationen die zahlreich erschienenen Teilnehme •. Ter Kursus verfolgte folgende vier Aufgaben: Einmal die'Erörterung der für die Wohlfahrtspflege grundlegeiiddii'Gesc tzc (der Verordnung über die Fürsorgepslicht, des Rcichsjugciidivohl fahrlsgesctzeö, der in Preußen vorliegenden Gesundheitsgcsetzgebuig ) und die Auswirkung derselben für die Praxis. lieber diese Gegenstände referierten Frau Wronsky, Berlin, Herr Professor 2< ligmann, Berlin, Herr Qbermagistratörat Tr. Qllendorff. Berlin. Eine weitere Aufgabe des Kursus war die Darlegung »es organisatorischen Aufbaues eines Wohlfah Provinzial- oder LandeSv Wohlfahrtspflege. Musters«zungc», die anregende Vor schlüge zur organisatorischen Zusa nmciisetzung der Wohlfahr'ts ämter enthalten, hatte Herr' Grünbpum, Hannover, der auch darüber referierte, ausgearbcitet. LiN. liliihi. Tatala, NH ul Mi. swk TiMi. IdnNdw iu haben bei E. Salzmann lihrttkMr. SS Ptror IK5I lluterncht: Talmud, Bibel. Raschi, Hebräisch, Religion und Bar-Mizwah-Borberettung. Hebräische Uebersetzungen. Äantor Paglin, Uhlanbstr 36,111. r t S a »i t e s b z w. eines crbandeS für jüdische Graft« Aus --»nl ß Reth t Hdik) aufft l Dresden, Scheffelstraße 17 D inen-und Herrenkonfektion Stoffe e Daamwollwaren Mittige Preise I raui tr müssen sparen/ Deine hohen Schneiderinnenungen gehen über unsere Wrisse hinaus. Du mußt im schneidern wie andere ■n auch. Bei deinem guten ade und deiner Oesdddc- •H wirst du dennoch durch ins nach wie vor angenehm!'len. 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