Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 1 (1925-1926)
- Issue
- 7 (29.11.1925)
- Date
- 1925-11-29
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 <Ne meindeblatt der Israelitischen ReliyionSgemeinde Dr« Protokoll der Ausfchußsivun, de» sächsische» Israelitischen Gemeindeverband«» am Svantag, dem 8. Nvvember 1925» im Gemeindeamt der Israelitischen Religivasgemeinde zu Leipzig» Löhrstraße lv Anwesend sind: der Vorsitzende Herr Rechtsanwalt Salinger, Ttesden; aus Annabcrg: Herr Leopold Jacoby; aus Bautzen: niemand, wird laut schriftlicher Vollmacht durch den 'Vorsitzenden vertreten; aus Chemnitz: die Herren Joseph KaKn>und Georg Mecklenburg; aus Dresden: Herr Liegfried Pionkowfki; aus Leipzig: die Herren Wilhelm Breslauer. B. Geldreich, Marl Goldschmidt, Samuel Hodes, Verwaltungsdirektor Gustav Katzenstcin und Justizrat Lebrecht; aus Plauen: Herr Rechtsanwalt Tr. Goldberg; aus Zittau: niemand; aus Zwickau: Herr Simon schocke»; ferner Herr Rabbiner Tr. % Galdmann, Leipzig; Herr Tr. Erwin .Nohn, von der Zentralwohlfahrtsstellc der" deutschen Juden in Berlin, und die »Fürsorgerin der Dresdner Gemeinde, Fräulein »lein, als Gäste. Das. Protokoll führt der Verbandssekrelär Ploemacher. " ' ' Ter Vorsitzende eröffnet -hie Sitzung gegen 4J4 ilhr und widmet zunächst dem verstorbenen Herrn '.Idols Simon aus Plauen einen herzlichen Nachruf. Tie Versammlung ehrt das Andenken des Vcrfkorbcnen durch Erheben von den Plätzen. Unter dem Beifall aller Anwesenden beglückwünscht der Vorsitzende sodann Herrn Samuel Ho des.zu seinem 7t). Oleburlstag. I. Eingänge und Mitteilungen. Tie Bekandlung des Gesuches des Komitees der »Freunde der jüdischen Jngenieurswüler in Zwickau durch den. Vcrbandsporstand wird gutgeheißen. Von der Eingabe des Verbandsvoritandes 'an das Ministerium des Innern wegen Acndcrung der Bestimmungen über die bei Leichenvcstarrungen cinzuhaltcnde Frist nimmt die Versammlung Kenntnis. Herr Goldschmidt übergibt dazu eine 'Anweisung des Rates der Stadt Leipzig an die Leichenfrauen vom 31. Juli 1912. Ti« Angelegenheit wird danach vom Verbandsvorsland weiter tehandelt werden. Ter Vorsitzende har an dem ersten Verbandstag des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeind«! in Berlin am 21. Juni dieses Jahres als Gaji teilg'enommen.' Tie Verband..'- leilung hat bei der sächsischen Regierung schritte unternommen gegen das. Auftreten des völkischen Agitators Adolf Hitler in Sachsen. Tie Bemühungen des Verbandsvorslandes hatten endlich den Erfolg, das; zunächst in Ehemnitz das Auftreten Hitlers in einer Versammlung verboten worden ist und datz man ihn an dem betreffenden Tage nicht ül>er die ba lerisch-sächsische Grenze gelassen hat. Herr Tr. Goldbcrg, Plauen, weitere Mitteilungen an den Verl'« Herr Rechtsanwalt S a l i n g c mit dem Sächsischen VolkSopfer. für das Sächsische Voltsopfer sind (leschäftsleitung des sächsischen Volsksopfcrs betraut waren, wegen Sden Nr. wird in dieser Angelegenheit ndsvorstand gelangen lasten, r erörtert eine Angelegenheit Kach Abschluß der Sammlung völkische Personen, die mit der Unterschlagung größerer Beträge aus der Smnmlung für das Volksopfer verhaftet worden. 2. Antrag des Verdandsvorsitzen >en, die Zentralstelle für Wohlfahrtspflege beim sächsischen Jsrcu litischen Gemcindeverband als llnterverband der Zentralwohlfahrtsstellc der deutschen Juden in Berlin und als Landesstelle für Sachsen anzucrkennen; Finanzicrung dieser Landcsstelle. Zu 2 berichtet der Vorsitzende und begründet den Antrag. Es sind theoretische irnd praktische Gründe, die die Anerkennung der sächsische» Zentralstelle für Wohlfahrtspflege nötig machen, insbesondere >ie Erreichung der Möglichkeit a) mit den Behörden, insbesondere sirhrtsmiuisterium, dem Landesw« hlfahrtsamt und Jugendamt nutzbringend zu verhandeln, wenn Verteilungen handelt. , (Alle Spitz Mission, Caritasverband usw., haben lioncu.1 b) In die beim LandeSw bildenden Fachausschüsse Vertreter ivohlfahrts- und Jugendamt sicht dt es sich um Vertretungen und norganisationcn, wie Innere bereits solche LandesorganisarhlfahrtS- und Jugendamt zu zu entsenden. TaS Landesr Benennung von Vertretern der jüdischen Zentralstelle für Woh fahrtspflege entgegen. Es ist die Bildung folgender Fnchausschü' sorge, Tuberkulosenfürsorge. Krüppe Erholungssürsorge, Blindenfürsorge, sürsorae, Leibesübungen, Jugendsüc' Ter Vorsitzende fordert auf, ihm g: nur Fachleute, namhaft zu machen, die »Jachausschüsse, beim LandeswohIfahrtS- und Jugendamt 'Vorschlägen wird. Aus praktischen Gründeil ist die Anerkennung der jüdischen Zentralstelle für Wohlfahr s C rgau für die Behandlung der Fälle gabenkrcis der lokale^ Wohlfahrtspf i hier insbesondere an »Fälle von Tub^r Jugendfürsorge in kleinen Hrten. Notwendigkeit der Landeszentrale a> ch aus dem Grunde, um alle, öffentlichen Mittel in Anspruch neh nen zu können. Er erinnert weiter an die Behandlung der Angelegenheit» die Aufwertung der Alle Luxus- und Gebrauchs-Art SRefa Jüdische Büche Neu! '' Nadio-Abteilung / Pneumette-Abteilung Kostenlos: 'i Moden-Zeitung / Binder-Zeitung 1 2 mal monatlich Residenz Kaufh mit dem Arbcits- und Wohlse vorgesehen: SäuglingSfürfürsorge, Gcfährdetcnfürsorge, soziale Ausbildung, Trinkerorge, für Ilnterstützungswese». eignete Persönlichkeiten, aber die er dann zur Berufung in Spflege erforderlich, um ein zu schaffen, die über den Aufege hinausgehen. Gedacht ist rkulosc, Altersversorgung und Herr Tr. K o h n betont die ikel im