Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1938-09-16 · 9 (16.9.1938) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
14 (1938)
Issue
9 (16.9.1938)
Date
1938-09-16
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/6492321-5444759-5445123--205-4892685
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 10 Jüdisches Geqieindeblatt Nummer 9 ungarische, jiddische und arabische Sprache, bereits erschienen lind und .Ende 1917 Ucbcrsctzuniicn ins Tschechische und FVanzoiische in Vorbereituni* waren. Der Kommentar zum P^ntaltuch und den 4iajtarot erschien 1929—1936 in der Oxford Univx-rsity Preß. Z« i der deutschen Ausgabe entschloß der Verfasser sich auf Grund vielfacher Anregungen und des Beifalls, den das Werk auch bei namhaften jüdischen Gelehrten in Deutschland i— wir nennen nur Manner wie Carlebach. Elbogcri, Jacob — fand. Die Absicht des englischen Oberrabbtncre ist es. die Bibel und ihre unvergänglichen geistigen und sittlichen Werte seinen jüdischen Zeitgenossen wieder nahezubringen, und mit dieser Absicht kommt er ganz gewiß der seelischen Lage: der Juden in Deutschland mehr denn je entgegen. Im Sinne: Jer Aufgabe, die Hertz sich bei seiner Arbeit gestellt hat. hat er nicht so \ «ehr das Bestreben. Eigenes zu geben und seine Meinung vorzutragen, als ausj 4er Fülle dessen, was die Jahrtausende zur Kenntnis und zum Verständnis dpt Bibel beigesteuert haben, das Wertvollste und Bleibende seinen Lesern zu 'vermitteln. In dieser Beziehung verweisen wir auf die ausführlichen Verzeichnisse der benutzten Ucbcrsctzunijen und Autoritäten aus dem Altertum, dem Mittelalter und der Neuzeit,* die dem Werk vorangehen, und nennen hier nur Nameii j wie S. R. Hirsch, Hoffmann, Jacob. P> i 1 i p p s o a und Z u n z\! Auch moderne nichtjüdisehe Gelehrte hat Hertz zu Rate gezogen, um im SmÄe rabbinischer Weisheit das Wahre und Schone' aus jeder Quelle zu nehmen, woher es auch kommen mag. Das ganze Werk ist getragen von traditionellem jüdischen Geiste. Zur Zeit liegen die er<terf Ürci Bande des Werkes vor, denen die beiden noch ausstehenden sich gewiß in kurzen Abstanden anreihen werden. Für du) Druck des hebräischen Textes wurden w£c in der englischer. Aufgabe die Platten 3er Britischen Bibel-Gesellschaft benutzt; dir dem Hebräischen bei^egebene deutsche Uebersctzung ist die der Zwirtzschen Bibel, der damit eine wohlverdiente Ehre zuteil wird. Ihren Gehalt lernt man schatten, je eindringlicher man sie benutzt. Den Kommentar zu dem vorliegenden Bande haben die englischen Gelehrten Dr. J. Abelion, Dr. A. Cohcjn und der inzwischen verstorbene Rev. G. Fried- 1 ander zur Genesis und jHct. S. Frärapton zu den Haftarot entworfen; die endgültige Gestaltung de^ Kommentars sowie die Abfassung der begleitende« Abhandlungen lagen aber inj der Hand des Herausgebers. Die deutsche Ucbcrsetzun&~'ZUfli vorliegenden Hände hat Mittclschullehrcr Otto L c h m a n n - Berlin besorgt. Bei dem beschränkten Räume des Gcmeindcblattcs sei diese ausführliche Anzeigte ein Beweis für die Hichschat/ung, die wir dc*n vorliegenden Werke ent- geglnbringcn, das insbesondere als Barmtzwogeschenk in vielen jüdischen Häusern Eingang finden mdie. I f " *' i Im Zusammenhang biermsj sei daran erinnert, daß vor geniu 100 Jahren, nämlich in den Jahren 183? 1838. zum ersten Male die in den vorstehenden Zeilen erwähnte Zunzsche iBibelübersetzung erschien, die unter , den deutsch sprechenden Juden bis auf ■ den heutigen Tag am meisten verbreitet war und noci ist. Sie hat bis jetzt |7 Auflagen erlebt, die letzte (17.1 hat der. Jüdische Buchverlag Leo AlterthUm - Verlag, Berlin-Charlottcnburg. im Jahre 1935 herausgebracht. — Auch eine in Hamburg entstandene und in Altona gedruckte Bibelübersetzung ist jetzt rund 100 Jahre alt: die Deutsche Volks¬ und Schul-Bibel für {Israeliten, herausgegeben von Dr. Gotthold Sajcmon; s. über sie Si 21 ff. der Festschrift zum 120jährigen Bestehen des- Israelitischen Tempels in Himburg. Das Wichtigste über die Kennkarte Auf Grund der Verordnung über Kennkarten vom 22. ]uli 1938 und des § 1 der Dritten Bekanntmachung über den Kennkartenzwang vom 23. Juli 1938 haben Juden, die deutsche Staatsangehörige sind, unter Hinweis auf ihre Eigenschaft als Juden in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1938 bei der zuständigen Polizeibehörde die Ausstellung einer Kennkarte zu beantragen. Für Juden, die nach dem 1. Oktober 1938 geboren werden, ist der Antrag innerhalb dreier Monate! nach der Geburt zu stellen. Für diese Kennkarten gelten im wesentliche^ folgende Bestimmungen: 1. Aus der Verordnung über Kennkarten vom 22. Juli 19S8 (1) Der Kennkartenbewerber hat den Antrag auf Ausstellung der Kennkarte persönlich zu stellen. Für eine beschränkt geschäftsfähige oder eine geschäftsunfähige Person stellt der gesetzliche Vertreter den Antrag. (2) Der Kennkartenbewerber hat auf amtliches Verlangen alle Angaben zu machen und alle Nachweise zu erbringen, die erforderlich sind, um seine Person und seine deutsche Staatsangehörigkeit einwandfrei festzustellen; er hat insbesondere a) die erforderliche Anzahl von Lichtbildern in der vorgeschriebenen Größe und Ausstattung einzureichen; b) die erforderlichen Fingerabdrücke nehmen zu lassen; c) die erforderlichen Unterschriften zu leisten; d) sich, falls an seiner Person Zweifel bestehen, einem Personenfeststellungsverfahren zu unterziehen; e) zur Empfangnahme der Kennkarte und auch sonst auf amtliches Verlangen an Amtsstelle zu erscheinen. § 5, Ziffern (3) Eintragungen (in die Kennkarte) dürfen nuryvon der Paßbehörde, die die Kennkarte ausstellt, vorgenommen werden. J\ Hoheluft Chaussee 91 93 Ecke EpoendoHerweg Stoffe, Modewaren. Wäsele, Strümpfe .. ond die Wäsche ho.t LEYSER Bieberstr. 2, Ruf 555993 FTJR AUSVAMDERFR Penausrüstungen ' tnuam Hafen / Johannisbollwerk. 14/15 ' Hochbahn:landunqsbrü'ken L£ Mtxe^^^^^ro£«nh«lm^J J[^J\iaxke^^\ ALLIGATOR^ das sind gute Lederwaren M Freundlich s 559185 Vermietung Sch neid,ereil Louis Meyer Papendamm 1 Neuanfertigung K a h r n| Reparaturen « Bügeln] Kammerjäger Kaiser-Wilhelm-Straße 86,1 Ruf 34 74 94 Vertilgung jamtl. Ungeziefer! Auigasung Vernebelungjverfohren neuesteMethoden geziefer jbelungj judithschenkoieui SKI HVinr Rjrth.tr 17 Ruf .">.".tut:: WeiBe and schwarze Käppehen, Kittrl. Talli^N-iHrl, BernSc-detirn. wnirtmt tysdieake. Handarbelten, pjewate Kaaea S. BARI Bornstr. 25, Telefon 55 53 28 Kolonialwaren / Fjeinkost Tee Kaffee/Schokoladen Wei Unter Aufsicht d. Oberrabbinats j Boi I Ko I Ka u 28 | r«e I ine I tsa»T Optiker Broches GPindelailea 115 Hat 44STIS Lieferant der Krankenkassen HamburQ-Brennersir.ß bMin.cb Nauptbahnfrof Versicherungs -Vertreter und Versicherungs - Makler Richard Bragenheim Gegründet 1905 Versicherungen aller Art auch Krankenversicherung T.I.: 533318 liestraBe 86 Louis Glaser Hamburg 1 Kattrepelib rücke 1 Gegr. 1905 Ruf: 33 0116 privot 557795 Versicherungen aller Art auch Krankenversicherung Haus- und Hypothekenmakler Grundstücksverwaltungen Paul Möller & Co. Gegründet 1913 Glockangießerwall 14 Ruf: 32 68 70, 32 74 33 Siegfried Peine HAMBURG 13 Hansastraße 78 Ruf: 4466 68

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.