Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 6 (17.6.1938)
- Date
- 1938-06-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Jüdisches Gemeindeblatt Nummer 6 teöWten uud Jäeiuc HUUutuugeu Alexander Levy gestorben den Mit lern In Bad Gastein, wo er zur Kur weilte, verschied Sonntag 12. d. M-, plötzlich und unerwartet Herr Alexander Levy. ihm ist ein Mann dahingegangen, der wie nur wenige an öffentlich-jüdischen Leben Hamburgs regen Anteil genommen hat. Es gab wohl nichts in der Verwaltung unseres Religi jns Verbandes und darüber hinaus in derjenigen des Kultus irer bandes. der ihm besonders nahestand, des Synagogen-Verba ides Hamburg, woran er nicht regen Anteil genommen hat. Stets zeigte er sich über alle wichtigen Vorgänge aufs beste ur terrichtet; dabei kam ihm sein außerordentliches Gedächtnis zustatten, so daß kaum einer selbst über weit-zurückliegende Vorgänge innerhalb der Gemeinde besser Auskunft zu geben imstande war als er. Alexander Levy trat für das von ihn als richtig Anerkannte stets unerschrocken und mit unerschü :terlicher Energie ein. ohne die Gegnerschaft zu scheuen, di|e er sii h deswegen häufig zugezogen hat. Viele Jahre' hat 'er Repräsentanten-Kollegium des Religionsverbandes, wiede dem Vorstande des Synagogen-Verbandes Hamburg angeiört; von den vielen Kommissionen und Anstalten, in denen er mitgewirkt hat. ganz zu schweigen. Dicse_ Zeilen ehrenden Gedächtnisses gehen in dem Aiigen blick in Druck, in dem ■■ über seine Beisetzung auf dem Bein ibnisplatze des Religidns-Verbandes in Ohlsdorf, die Mittwoch, den 15. d. M.. stattfand, nicht mehr berichtet werden Hann. Goldene Hochzeiten Die Eheleute Ludwig Glaser und Bertha geb. Bach teil :'en am 27j Mai d. Jj ihre Goldene Hochzeit. — 1 (eierten ihre Goldene Hcxjhzeit am 13. d. M. Ignatz Mand Frau» Frjoda. geb. E m r. h u e 1. Herr Dr. A. V e i sgedachte dieses Ereignisses innerhalb seiner Freitagabend-Predig am in d. M. Am. Jubiläumiiage selbst fand im Hause des Herrn -Mandl eine setlftchte Feier statt/innerhalb welcher nacr Gesängen des Tqmpelchors| und des Heiin Oberkantors l'.or nit,z cj Henin Dr. yeis. D. Münden als Vorsitzender •de? Temvelvci bnnck s ui#d R -A David als. Vorsitzende des Jüdischen Religions-Verbandes Hamburg. Begrüßungsanspr ichen <<n das Jubelpaar richteten. Von .der Franz-Rosenzw cig-Gedächtnis-Stiftung X h rtom Hinseheiden des H.-rrn Hermann Philip Herr D.' Pajl R u b e n .] der bisher dem Ehrenpräsidiunfi Stiftung angehörte, den Vorsitz im Vorstande der Stiftung nommen. dem außerdem die. Herren Dr. Hans Lie-bescli ind Albert Nauen angthören. * j lOOjähriges Bestehen des Lazarus-Gumpel-Stiftes; Die Verwaltung des Lazarus - Gumpel - Stiftes konntfe kurzem auf das hundertjährige Bestehen des Stiftes zurück dem' holt ach rner und hat der iberü t z dem Conblickcn. Errichtet wurde das Stift am 8. Dezember 1837 von Kaufmann Lazarus G u mjpel; die Stiftung wurde durch clusum E. E. Senats" vomiä. Januar 1838 bestätigt. Die Stiftjungsvcrwaltung beschenkte aus diesem Anlaß in schöner Wei;e die Insassen der StiftungTim jübrjgen verbot der Ernst der Ze t von selbst eine größere Feier. Um so berechtigter ist aber an iieser Stelle ein Hinweis auf dasL'was die Stiftung in dem abgelaufenen Jahrhundert für die vielefc Familien bedeutet hat, denen sie ein schützendes Obdach geboten hat. Das Lazarus-Gumpel-Stil t war das erste jüdische Stift dieser Art. das in Hamburg begründet worden ist; die erfreulicherweise zahlreichen andern jüdischen oder von Juden errichteten hamburgischen Wohnstifte sind sämtlich jüngeren Datunis. — Lazarus Gumpel stammte aus Hildesjieim. wo er kurz jor 1770 geboren'wurde, er staib am 9. November 1843 und wurde auf dem Grindelfriedhof begraben. Bei der Aufhebung des Friedhofs wurden seine Gebeine v< >n der Gemeinde mit Rücksicht auf die von ihm begründete Stiftung ehrenhalber einzeln exhumiert und auf-dem Gedenkfriedhofe auf dem Begräbnisplatze' des Religionsverbandes in Ohlsdorf in einem Ehrengrabe wiederbeigesetzt. — Die gegenwärtigen Verwalter der Stiftung sind die Herren Heinrich Mayer, R.-A. Dr. M Gottgetreu und Walter W o 1 f f. Pegischa des Kibbuz Nordwest im Makkabi hazair Vom 6. bis 8. v. M. trafen die Chawerim des Makkabi hazair Kibbuz Nordwest in Rissen zu einer Pegischa zusammen. Sie wurde durch einen Oneg Schabbat eingeleitet, dessen Ausgestaltung B. Königsbuch übernommen hatte. Schabbat leitete Herr Dr. Liebeschütz eine Arbeitsgemeinschaft über Methodik der Geschichtsbetrachtung. Sie sollte den Teilnehmern Einblick in das Wesen der Geschichte geben und sie zur Weitergabe an- Jüngere und Mittlere in den Gruppen befähigen. H. Gochsheimer referierte Sonntag über Makkabi hazair — heute, und zeigte die Grundlagen auf, die für die Arbeit und die Stellung des Bundes maßgebend sind. In ihren Schlußworten zeigten B. Königsbuch und H. Gochsheimer noch einmal die Schwere, aber auch die Schönheit des zionistischen Weges. Mit dem Gesang der Hatikwa endete die Veranstaltung. -v Tag des jüdischen Sports Die Arbeitsgemeinschaft der beiden jüdischen Sportvereine Hamburgs veranstaltet Sonntag, den 19. d. M., 15 Uhr, auf dem Schildsportplatz in Lokstedt einen Tag des jüdischen Sportes. Sie verbindet mit dieser Werbeschau der körperlichen Ertüchtigung unserer Jugend die Absicht, dem Jüdischen Religionsverband und den Leitern und Lehrern der jüdischen Schulen sowie allen, die sie materiell und ideell unterstützen, ihren Dank abzustatten. Zugleich will die Arbeitsgemeinschaft beweisen, daß ihre Erziehungsarbeit heute wichtiger denn je ist und daß sie diese in vorbildlicher Weise leisten. Ein Werk jüdischer Selbsthilfe Die Zionistische Vereinigung für Deutschland ruft zu einer Aktion auf. deren Inhalt und Form allgemeine Beachtung verdienen. Die Exekutive der Zionistischen Organisation hat jeden Juden, der in ihren Reihen steht, verpflichtet, das Einkommen von drei Arbeitstagen zu opfern, um die Durchführung. eines großen Arbeitsbeschaffungsplancs in Erez Jisrael zu ermöglichen. Wenn auch in den letzten Wochen allenthalben eine stärkere Zuversicht spürbar ist, daß der schmerzvollen Uebergangszeit in Palästina bald ein neuer Aufstieg folgen' werde, so liegen die Folgen der Unruhen doch schwer auf dem Wirtschaftsleben des Landes und müssen so rasch als möglich überwunden werden. Die normalen Eingänge des Keren hajessod und des Keren kajemet lejisrael reichen zur Uebernahme neuer Aufgaben nicht aus; denn Neukolonisation und Bodenerwerb dürfen nicht einen Tag aussetzen. Nachdem die Arbeiterschaft und der Mittelstand des Jischuw in Palästina beträchtliche Anstrengungen gemacht haben, um im Wege der Selbsthilfe das wirtschaftliehe Leben zu konsolidieren — jeder Arbeiter hat den Ertrag von 18 Arbeitstagen geopfert — sollen auch die Zionisten außerhalb Palästinas das Werk des Jischuw solidarisch unterstützen. Lehrgang zur Ausbildung von Turn- und Sportlehrkräften In dem neuen von der Reichsvertretung und dem Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs veranstalteten Lehrgang zur Ausbildung von Turn - und Sportlehrkräften können noch Bewerber aufgenommen werden. . Der Kurs findet an dem Orthopädischen Gymnastischen Institut von Frau Alice Bloch- Stuttgart statt. Dauer des Lehrgangs ein Jahr. Nach Abschluß Erlangung eines staatlichen Zeugnisses, das zur Lehrtätigkeit an jüdischen Schulen und Vereinen berechtigt. — Aufnahmebedingungen: Zeugnis der mittleren Reife bzw. der Versetzung nach Obersekunda. Nachweis besonderer sportlicher Befähigung, polizeiliches Führungszeugnis, sportärztliches Zeugnis, vollendetes 19. Lebensjahr.— ScKulgeld monatlich 50 JH. In begründeten Ausnahmefällen können Stipendien gewährt werden. — Meldungen unter Beifügung eines Lebenslaufes umgehend in doppelter Ausfertigung an die Schulabteilung der Reichsvertretung, Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 158. ' FÜR IHRE AUSWANDERUNG Brasch & Rothenstein INHABER HARRY W. HAMACHER HAMBURG 11/RÖDINGSMARKT 69/Fernsprecher361841 Transporte jeder »rt naen allen Teilen der wen. •*■ nackoeHrderung. Laserung, Verpackung. Versicherung.