Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 4 (8.4.1938)
- Date
- 1938-04-08
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer 4 Jüdisches Gemeindeblatt Seite 3 hier will ich wohnen, weil ich's so gewünscht? Augenblicke waren es immer nur. in denen wir ausruhe 1 konnten, glauben durften, die Wanderung sei am Ende; Augenblicke der Geschichte, die kaum je die Zeit von ein bis zwei Generationen überschritten haben und nach denen es inmcr wieder hieß, eure Lenden gegürtet, euren Stab in eurer Hand. Aber das Fest der Wanderung ward zun Fest der Familie. Den zentrifugalen Kräften, die bei jeder War deKing Unabwendbar wirksam werden und die die Teile unseres Volkskörpers auseinandertreiben wollten, halben wir ein.» Kraft entgegengesetzt, die mit magnetischer Gewalt das Auseinanderstrebend einte: die Krall per Familie. Mehr noch; fühlen wir am Pessachfost und am Sedorabo Geborgenheit und Gebundenheit bedeutet sein Dach 'aus übbr uns. Aber auch ü wollen, wenn sie selbst kein Dach übdr dem Pessachfest hat vt>r.' Alters her Israel Häuser zu '.offnen, Nicht das ist das Charakteristische, daß wir Tischgebet offnen, sprechen-: Das ist sie bei der bekannten Stelle nach sondern beim Beginn der Scdcrfcior. la wil das Brot des Elends! Jeder Hungrige ls sonst im Jahre id. was des Hauses Das Haus breitet welche eintreten Kopie haben. Da« gelchH. die Tote seiner dem uns. — Das Brot;des Elends erinnert an dii\ die-auch elend r hält seine schützende Har»d über Dich komme und speise mit 1 Werde .Mitglied Hilfsverein der Juden in Dautschl«nd *.v. Das neue Werbeplakat des Hilfsvereins ' und noch elender sind. Wie dem Armen zumute ist. weil! der Arme eher als der Reiche. Wer den Hunger kennt, teilt auch des Elends Brot leichter mit dem Schicksalsgefährten. So wird das Fest der Wanderung, das Fest der Familie zum Denkmal der Hilfsbereitschaft. So wird alles, was verbitternd wirken kann, ausgelöscht oder verklärt durch Gedanken und Symbole der Religion. Deutlich wissen wir heute, dal) wir wieder die. große Familie geworden sind, zusammengeschlossen durch das gleiche Schicksal. Wir haben das „Brot des Elends" vor .uns. Manch einer hat das Wort, das er Jahr für Jahr gesprochen, in seiner wahren Bedeutung erst heute erfaßt. Wie viele genießen es jetzt, buchstäblich die Lenden gegurtet, den Stab in der Hand. Aber das Bewußtsein, eine Familie zu bilden, einander anzugehören, anderen Menschen helfen zu können und geholfen zu bekommen, würzt auch das Brot des Elends. Welch größeres Glück gibt 6s in der Not. als einander helfen zu dürfen. Man muß in Not geraten, um solches Glück fühlen zu können .Was den Unglücklichen mit seinem Unglück' einigermaßen aussöhnen kann, das ist die Erfahrung, daß Menschen es tragen helfen. Von neuem sind wir dessen inne geworden, daß wir eine große Schicksalsgemeir.schaft bilden, in der, einer für den anderen einsteht. Ein besonders lebendiger und wirksamer Ausdruck dieser Schicksalsgemeinschaft scheint mir der Hillsverein der Juden in Deutschland zu sein, der Jahrzehnte hindurch die vornehmste, Hilfsinstitution war, deren wir Juden in Deutschland uns rühmen durften und dessen segensreiche Wirksamkeit in den letzten Jahren so vielen Tausenden zugute gekommen ist. die er fjetreut und zu neuen Wohnstätten und Arbeitsmöglichkeiten gebracht hat. Er ist wie eine große Familie, Fünf Jahre Hilfe und Aufbau -pn« vn(- u npra- Wono Dom Bruder in Not mit und bei Dir lebe 3 M01 die: er^Tor Wem an der Verwirklichung wird den Mannern uric(~-fyauer dan(<ba gangenen Jahren unter der Devise geleistet haben Er wird wünschen immer gewaltiger anwachsenden Jahren das begonnene Werk f den an der Spitze dieser Ze raworte gefegen ist, sein, die in den-ver¬ Hilfe und Aufbau" Großes '.daß sie angesichts der Au gaben in cten kommenden •stigen und aufbauen — gemäß lejn stehenden Worten.der Tora1 Voriutscnäi lücnb Lci>y 1) uVr Xfouttt* furnW {>rt.i)ruppr ftr in der einer für den anderen <1 familiärer Verbundenheit he» versucht, alles Schutte zu et feinen. Wenn das Fest elvi W und der Bruderhilfe 'geworden •verein wiederholt:- aus d Tugend brüderlicher Hilfeleist Jeder, der bedürftig ist. "komm « Wohin immer diese Zeilen einer gesegneten Ressachfeier derer, die noch Wie*seil Jahren allem, was ihnen heimisch um rler Leistungen .(1 e r Gomeins unserer Bruder und Schwester hat/ und sich ihr einordnen Leistungen /u befähigen Uns Ferne aber, die-diese -Wörte hü das. was sie. einst hier erlebt, innerungen hingehen, sondern eingliedern in :<las Wcr4< bi üc tätiger Liebe, und 'dankbar helfen, daß in allem Wandel die Kraft des*Mitfühlens und et u I ..: Aus der Jüdischen Mäc chenschule 1 -py i|t' gerat 25 s: •itn* yrtx. -pn* w ' gowdhro/ihm H.tlt _ -56 m <;f der hi. ist. ih dci: auch:au>'der üs .geholfen wird.' in dei ichtcriv. itlte' Bi'tWkett zu et] iriderung /um Fesj der Famil 1 seheh-Wir ttas im Hilf r VPandei ijrfe uutd^ .0 Auch der'•HilFsvtT'ein. rw <! *0 mg. > zu clan rtfjgc in ih vert halt t de 11 n -sie Brü r les sich nu-h erlich 1^ das r Ze elf« , •n. mögen sit] den Wunsch : vor allem 111 die Herzen, ■cn Häusern, umgeben. Von aut ist, weilen. .Xlogerl sie gedenken, die Tausenden ■'- Weg in die tjVi<nc geebnet zu Aveiti roh segensrek-het* ior und .Schwestern in-dorf ti. mögen jRii/-kb.:ick anr" licHt nur •piehä.t^;iiljen Ern ihrer neuen Heimat sich •r Vcrahtwomfcbkejt und: was ihtn-n. ee'scbah. tti:titen ünstfrer Gemeinschaft Aus deu* UauMicaec fyeuAÜuidetebeu IL h III sitzunu des ' v ' 'S Das Repräsentanten -Kol le Montag. 28s v M.. zu seiner 1.1 den Jahres, zusammen.. EJs erfu indem es das Andenken "mehf-t verstorbener, um die Groll-H M.inner ehrte, deren Persönlich* giURI Herr Dr. Urias m Kurzen Zuerst gedachte, er des am Hermann Philipp, der sich - Versöhnlichkeit ausgezeichnet der Gemeinde betrauerten im<|l meindehausc John>al!ce 54 . Verbandes und in .der Franz geschaffen habe, überleben Dr. Urias des am. 12. Februar van Son. mit dem ein judischen Hamburg dahmge sönlichkeit Josef Fein er verband seine Schaffenskraft Aemtern zur Verfügung ge.- liebenswerten Persönlichkeit Herrn R.-A. Dr. Möse.- I. e v Hermann Philipp, seiner von dessen Gute jeder,'der ihm empfangen habe. Die Anwesc von dem Vorsitzenden gen. den Sitzen. Der Vorsitzende gab soifa des Vorstandes, die auf dem Mitgliedern des Religionsve ist. daß nämlich der Vorstand .Gemeindesteuern so veranla Steuerpflichtigen die Kindet+i ständen.'die durch die jiing Steuergesetzes für Kinder, die werden. — Auf der Tagesor wesentlichen Berichte von Miig Tätigkeit derKommissionen dt: konnten diejenigen über die f das Altenhaus des Religio! mud Tora Schule nicht e V Rep riisent inten-Kollr*.i«ms rcr 1 hi bin <eit Wort« . v. vi >r habe, den der u erde. 11 Dein Stuck upgen der in bi be. es am Gvm (Uwt inn gmm dfes Rt-'ligic^svörbande» tiat- SitzuTg. der zweiten de*, laufen.« Ite zu.-rst eine Pflicht der Piet.il, eil seinet letzten Sitzung" ischc Judcnhoit" .verdienter, ler Vorsitzende des Kolleh treffend charakterisiertes M hjäimgegangenen Herrn illem durch Weisheit und den alle wie einen Vat.^r das Werk, das er im Ge- Bibliothek des -Rchgiotis-'. Rosetizu eig-Gedachtni.—Stiftung Weiter gedachte Herr hoimgegangt^non Herrn Philipp lebendiger Geschichte dei sei. feiner dei> starken Pert is zuletzt dem Reh-gionsi qien von ,ihm bekleideten und nicht zuletzt, der 4. v, M. heirhgegang'enen Altilna. der, ebenso v\'ie Herr, ivie ein Vater gedient und heget nete. einen liefen Eindruck nden ehrten das Andenken der inrjten M.inner dijrch ' Erheben von Wege ides fur b inde Kenptnis von einer Maßnahme eines Rundschreibens den bereits bekannt geworden das Kaleiideriahr 19:t" die lassen werde, jils wenn dem mäßlgungch noeli weiter zu-- te Aondeiüng des Einkoinmen- Juden sind-., nicht mehr gewfihrt Inung'l der Sitzung standen in tiedern des Kollegiums über dje Reliiionsverbandes Von diesen r i e d! h o f s k o m m 1 s s 1 o n und Verbandes sowie über die Taltattet weiden, weil d;e Bericht»