Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 11 (12.11.1937)
- Date
- 1937-11-12
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nummer 11 Jüdisches Gemeindeblatl Seite 7 OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO^OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCOOOOOOOOOOOOOOO^OOOOOOOOOOOOOOO o s o Zur Chanukka-Aktion 5698 des Keren hatora Wie nun seit Jahren, hat der. Keren hatora in Deutschland wieder an die jüdischen Häuser eine Menora mit der Bitte übersandt, Chanukka zum. Anlaß für eine größere' Spende' zu nehmen. Wenngleich die jüdische Oeffentlichkeit über das segensreiche Werk des Keren hatora durch seine Jahresberichte unterriehtet ist, so sei doch anläßlich deiner Chanukka-Aktion nochmals kurz folgendes gesagt. ' Keren hatora steht heute vollständig im Dienste unserer Jugend Er machte, daß^ jeder Junge, der die Schule verläßt, vor Eintritt in die Lehre oder während der Berufsausbildung sich die jüdisfchen.Kenntnisse aneigne, die er braucht, um im Leben als Jude besteher) zu können. Diesem Zieledienen1 seine Jugendheime, die* den 14—16jährigen Elternhaus ynd Heimat ersetzen, und eine große Stipendien-Zuteilung, die ihnen die Durchführung ihrer Pläne ermöglicht. Wieviele Eltern können denn heute noch für di^. Ausbildung ihrer Kinder genügend Mittel bereitstellen? Und gibt es für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland heute eine' schönere’ und wichtigere' Aufgabe, a/s ihrer Jugend den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft draußen zu ebnen? Deshalb hat Keren hatora das Hauptgewicht seiner Arbeit diesem Ziele gewidmet, ohne darüber seine anderen Aufgaben zu vernachlässigen. . Erhaltung seiner Talmud-Tora-Schulen, Subventionierung j anderer Schulen und Tora-lehrstatten, Religionsunterricht in lehrerlosen Gemeinden, Beschaffung von Lehrbijchetn für die Jugend — o les Arbeitsgebiete, die gerade heute in Deutschland’ von besonderer Bedeutung sind.’ . Trotz der Abwanderung vieler Gönner war es dem Kerert hatora unter Au.öietung aller Kräfte öisher mogligh, den Etat nicht nur zu halten, sondern sogar zu steigern, wozu ^uch die steigende Verschlechterung der rnateriel'en Lage vieler Eltern zwang. Jetzt steht Keren hatora aber vor schweren Entscheidungen , l Wird Keren hätora weiter helfen und Not lindern konpeh oder wird auch er mit dem Abbau öeginnen müssen? Seine Führer wehren sich mit aller Kraft,’aber ohne’die Hilfe-alle* Freunde unserer Jugend wird es nicht gehen. Der Ausfall der Chanukka-Aktiozi wird zeigen, ob die Hoffnung, die Keren hatora in die Aufgeschlossenheit., und Gebefreudigkeit seiner Freunde setzt, berechtigt ist odei nicht. Wer es gut meint mit unserer Jugend, der helfe ihm in größerem Maße noch als bisher Landesdirektorium des Keren 4 Postscheckamt Hamb oooooo<xxxxxxx>o<>oo<xx>c<><:-c-oo-^>0<>c0<x>000000<x>00c><>c>p<x>000r<>0<><xxx> . ' V hatora in Deutschland rg 247 53 Biiriung.suibeit an Kindern aus Klfcrnhaiisdin ohne .-«'eh*- hefcrung zu leisten haben. Du.* Kinder bringen j die Kiiafn uitu--. jndischen Schicksals mit; es ist du* Aufgabe. daiaus cja> lk-wull' em dt . Zusammengehörigkeit im» dem ’ Judentum’ doi Veigutigcnheii mul dir Zukunft zu gestalten; ohne -das ist für unsere jungen Menschen kein 'fester Stand in der'Welt .des Geistes zu gewinnen. De.shalb i>t dringend notwendig. daß m den jüdischen Kein/achcrn dei Schule k» in geistiger Leerlauf entsteht. Die weite«en Ausführungen bcmulUvn mc!i um den. Nachweis, daß eine itn StolT und vielfach auch m der Methode traditionell gebunderfu Unterweisung diese Aufgabe an d e n Kindern nicht leisten kann, bei denen kein häusliches Leben im (leset/ da- Nahe und das Entlegene umfallt und sinnvoll-macht. An diesem Punkte entsteht die ernste Gefahr einer ungewollten Erziehung zur Skcp**i>. Auch die Gestaltung des jüdischen Unterrichts lm Smno einer reinen Wis **•! - Vermittlung ohne normativen Anspruch fühlt nicht datnn voibei. Man. muß Möglichkeiten schaffen. diese Fragen frei und* wirksam zu erörtern: die Lehrerschaft an den jüdischen Schulen Hombiims und det Mcnschenkrcis. der über die geistige Entwicklung-, der mchtgeseVestreuen Jugend Erfahrung besitzt. hatten die Gesprächspartner zu stellen. Im Schlußwort ging der Referent von der schulpolitischön Lage m Hamburg aus. welche das bestehende Schulsystem für unsere gesamte hier verbletberide* Jugend unausweichlich verbindlich macht. Mainimß also sehr verschiedenartige Aufgaben in einem Hause bearbeiten. Deshalb ist für die Lösung der entstehenden praktischen Fragen der Rückgang auf das pädagogisch Grundsätzliche notwendig. Die Schule der Gegenwart wird nicht in >dcr Lage sein, unsere Kinder mit einem Grundwissen auszurüsten, das für‘alle spateren Lebenslagen ausrcicht. Aber sie kann das Ihrige tun, um ihnen Geradheit und innere Form /u geben. Daß in dieser Hinsicht noch Kragen von Bedeutung ofTen sind, dessen müssen sich Lehrerschaft. Eltern und Gemeinde bewußt sein. In einer eingehenden Aussprache, an der sich die Herren Ober* rabbiner Dr. Italiener, Staatsrat a. D. Dr. L vp p m a n n. Mii n d e.n, Prof. Dr, Rosenthal. Rechtsanwalt Dr. Eichholz ufuJ Rechts-, anwalt Dr. Urins beteiligten, wurde die Jüdische Erziehungsfrage ein Örtert. Dieser ersten Fühlungnahme in einem größeren Kreise rehgiü?.- liberalcr Männer und Frauen sollen weitere Zusammenkünfte folgen. Öffentliche Quittung ' ' \.*n*.i-i.u \rm.» )’ tt 1 . iti . lt * : _ 1 \ t«n IU rtri .:r i! . (i * -• -r s 1;• J . .* •.nl.tdhcn!•: ,<n *; c* /<'» 5 \-m M» rrn Sv hn .1. * •*». - .1 - «V* \ i r r . I■ r ' ■ . : \; tni '’-un-.. 11;r n \ ■ i j:* . ii.'l ,T;:' . ' |: -i ■ »• ■' . i i.ih»ndtr .>i .* li«uun.. 3 v *»n Mt : r v i!• ,i«' p e *' >•= ii i» b» - ’ * \ ■ * ■ kn \»f< n Kolb y;-. . i-r!• ,<• »; : U.v.u -• •_! >. .n.[ . : ■ i ... — r '\»-ykt »k r k» tr \.m Pr .ui K < - .i ’ 11 il* li l l-ir ili^ t,. . rj. h Ahkh»-n-.* ihr». s G.itt» n 3 vmi. I'.iniili»- H II,.i t i n» r ’.’n ■ *ii:k ti:- :i» *?Tir - > X-.*-- ik» jnUiUltvh ihr» » l'^rbif.- », . b -ft iur WoMi.thrt'/wv-ck»! v>'»n d*r i 1 > r » 1 .. *> . » ■ . . r (i» im ind» -Svna^e^» II r n p t , t : . * . U» von <k-n H» t'rvp J.iv'b in!! < * i< : t h . h I d 'ülahr'^/^vck» te \nn dvr \ »-rv» .i!tun,: i> H»rl/ pi* .i. t v Mil:»- i'-.:' \\ . *--»»• .»u» Anlalj Jev S«. lk hut s ihr-. ,Mitv,l'» »b - \:t- * \» il 'a ■ i.* » J. . 13.‘f ' von frau C R AX' . uM»l '»w.»r |» -ir ilullth:r ’r» h. NX und ju^unvfen jud>sch»r 2fi. v«»n'H»rrn N. \ durch \. rmiltluniz d»- H.-. K .»! V^lk-rrn Pr. Nathan anl-iültch d» s H» im..in -. di ■ I rji. I .»'i.jv v 'X .! - iiih. S i- I i i! m a n nt u 2D von Hi-rrn H»-rm.»ffn K •< r n < .• 1 J inh.lHith. ■*» i-u»:-»* i \ t-rrin m lh»l.inchg»T tndi'ch»r lf.mdw.rk»r «md .t t /wecke, dir l.ihrlifiv-ht tr* uur-.’: ■* 2<l ■' \t*n Frau Lira M .i \ » r und Kim’ in ••iunn>t«,:i »*- kt v-ru 1 '• ’ Airt-ins -\h"nu zur .-A-bru^unLi \*>n [tank*- «\..n_vn lui o t»til*-..kk« n»,'.! h* in» AbK-htrt d« - H» rrn. < Ibfrinucm.-ur' SunCitl M v « r 2ü für iht .Itidjschi-. Winilt-rhilit vorn \»r»in *,» lb*>t..ndi! :?; 1 vtcrkt r und Gt-wirbctrcfbindfr zu (ifoß-H miburi. l’< o ■ \ Haus- und Hypothekenmakler / Griyidstücksverwaltungen Dr. H. Braunschweiger Gr. Burstati 23 (11—1, 5-6 Uhr) 313176 Paul Möller & Co. Gegründet 1913 Glockengieflarwafl 16 Ruf: 32 68 70, 32 74 33 Moritz Mündheim Inh.: Dr. A. Mündheim Gegründet 1908 Neuerwail 70-74 Sammelnummer: 34 73 24 -1- Verlangen Sie unsere Anzeigen- Preisliste r ÜV>; v..O<)Ovvvv.;C>C l'^OOOCvOOOOOOOOOOOOOOOÖOOOOOOOOOdOOOO'