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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-11-12 · 11 (12.11.1937) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
11 (12.11.1937)
Date
1937-11-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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/ Seite 6 Jüdisches Gemeindeblatt Nummer 11 Persönlichkeit. Restloses Beherrschen des Musikalisch-Handwerklichen vereinigt, .sich in ihm mit unermüdlich schöpferischem Tun._ unterströmt von dem lebendigen Quell seines jüdischen Menschentums. Man will versuchen, das. was in Wilhelmjnenhöhe angefangen wurde, im Sinne Adlers in Hamburg weiterzuführen, lebenformend, als ..Kunst für den Menschen", nicht „Kunst für di? Kunst". Mit diesem Ziele bildete sich gerade in diesen Wochen ein .Jüdischer Singkreis im Landesausschuß der jüdischen J uuendverbände', der 14tägi^ abends 18.45 Uhr im Gebäude Heimhuder Str. 70 Zusammenkommen will Dr. Joseph Jacobsen. ergebnis von annähernd einer Million: $16 000 Reichsmark und 15 Prozent Aufgeld! Auf allen Gebietendes Kunstgewerbes, das hier in allerdings selten schönen Qualitäten angeboten war, wurden die Schätzungspreise meist um ein Vielfaches überboten, und von den 1020 Nummern blieb [kaum ein Stück unverkauft Der große Kunstsinn der verstorbenen Sammlerin tat sich hier kund, der stark vertretene Kunsthandel konnte nur in seltenen Fällen gegen die Konkurrenz des kauflustigen und unbekümmerten Sammlerpublikums aus aller Herren Länder anleämpfen. Besonders die englischen Farbstiche, das Silber und das Porzellan lagen auf überraschend hohem Preisniveau. Der zweite weniger umfangreiche Teil der Sammlungen kommt im November in Berlin unter den Hammer. . . Mit dem Wochenende verbunden war eine von Martin BUber geleitete Arbeitsgemeinschaft über Sätze des biblischen Sßi uchbuches. die Buber im Almanach .des» Schocken-Verlags „ul das .Jahr 5698 in deutscher Uebersetzung wiedergibt. Mit der ihm eigenen Kraft lenkte er die Teilnehmer und führte sie auch divscsmal wieder in seiner bewährten Art zu dem Verst.indn:- und zum Erfassen des Schrift w o r t e s hin. ' - ★ Aus dem Verein selbständiger jüdischer Handwerker und Gewerbetreibender zu Groß-Hamburg von 1906 Da.- K.uifh.ua- GeS-chwistcr Korn konnte jüngst sein 50jähi i-a .-. ci.e Firma A!«-x L <> c v. e n b c i g und Herr Hans Wun- :: i Iie ii vennais A. Mocsigay. ihr 4ji.iähriges Geschaftsjubii.r.ar.* bc^elu-n Der Verein macht auf die Wichtigkeit des Be- . : - der F: ch,:i unpcnsit/.ungen aufmerksam, die nur statt-, t •*•.•41. k'»r.r*-n. " ■ unpfl.chtgemalj 20 Mitglieder an ihnen teil— i. ätv.cn. Ij.c Ye: rnsYi’ung legt ihren Mitgliedern dringend' . .--! 1 ■ : /. R .a fj/ahV'-^Verpflichtungen wegen Darlehen, >■ e bei * r.-m «ier hiesigen Institute aufgenommen haben, nkt'.!!-h ei teil. Der Verein ist in der Lage. wirtschal't- . h i.v.; . .-.en M;*. , ä-rn die Mitgliedschaft beim Kulturbund c.-i -e.-v.'ich erm .: gt.-n Si.tzen zu vermifeln. anderseits macht < . einen Mitgliedern zur Pflicht, zu den Sammlungen Jüdische V ■ -tar.es h; 1 : e und jüdische Winterhilfe nach ' r...ten b«-izutraltcnä Er Pudert v. -iter von seinen Mitgliedern i ’il t' ii gung an dem in den jüdischen Zeitungen erscheinen- : g.ur.mel.u.-erit und erwartet anderseits von der jüdischen .:. . her ihatt. <|u! -ie sieh der jüdischen Handwerker und ' •..■ ■ i ia.-l:. .iiir.dcn «..edier.:, um ihren Stand wirtschaftlich ge- ■ /'•* < rii.Jt' n. Der Verein erklärt die Inanspruchnahme der!.< n Pi esse aurii als e:fie Pflicht gegenüber der jüdischen . :ü.. nur lebensfähig bleiben kann, wenn die jüdischen •< '•> •fchai'tsir.'naber sie durch Anzeigenbeiträge unterstützen. Die "'ir.’i :' Vereinsist au h in diesem Jahre im Jüdischen W.ntvih.'.fswerk durch das Mitglied des Repräsentanten-Kollen-.s c--i: Gemeinde. Herrn W. G r a e t z . vertreten. Besonders f-4 au -h d.c es Mal wieder hingewiesen auf die Jugendgruppe - Vt in... die unter Leitung des Herrn Alfred Elias steht I aiiiiticht» und interessante Heimabende veranstaltet, ■ : i n. Programm jeweils auch im Gcmeindcblatt zur VerüffentiuwYg kommt, und deren Besuch Eltern und Lghrhgrren ihren K/ilem und Lehrlingen empfehlen, aber auch ermöglichen .fiten. — In der Mitgliederversammlung vom 13. v. M. sprach iä r Redakteur Julian Lehmann über das Thema: Die neuen < :• < i/e für Prco und Werbung. Herr Lehmann, der nur einen T. i deumfang] c.cfcv-n Materials in seinem mit großem Beifall aui Genommenen Voi'rasc behandeln konnte, wird über den g^ a hen Ger-nstanr) auf allgemeinen Wunsch noch an einem zv--.-iten Abend sprechen. ★ . Versteigerung der Sammlungen Emmi Budge Zur Versteigerung der vielseitigen Sammlungen der verstorben,«-n Frau Emma Budge in Berlin, die. in Frankfurt am Main gc-'.-iivn. sp.J.-r in Hamburg ein bekanntes, kunstliebendes Haus fuhrt.-, \y;rr cin^ ' tlc-cnes Publikum von Sammlern. Kennern und Mu-eumsieutc-n des Auslandes erschienen. Drei Tage unv«. mirue -.-r Kaufllust führten zum kaum erwarteten Gesamt- Wo kann ich mich im Spätherbst erholen? Im Erholungsheim Lehnitz des Jüdischen Frauenbundes bei Berlin. Reizende Spaziergänge^ führen von dort in ruhige Kiefernwälder und an den nahen See] Aber auch im Heim selber ist!auf das Beste für das Wohl der Gäste gesorgt. Eine große, geschützte Veranda mit Waldblick bietet Gelegenheit zu Liegekuren — selbst bei ungünstigem Wetter — da die Gäste durch Wärmflaschen und Decken vorsorglich gegen die Kälte geschützt werden. In Lehnitz finden ErmüdetNervöse und Rekonvaleszenten (z. B. nach einer Operation) eine günstige und dabei nicht kostspielige Erholung, Unter Berücksichtigung, - leichter Diäten. Besonders der Winter und die Uebcrgartgsz.eit sind für solche Kuren, die unter ärztlicher Aufsicht Äattfinden, geeignet. Das behaglich eingerichtete Haus ist dann nicht überfüllt. so ist es leichter als in der Hochsaison, nicht nur den« Ruhebedürfnis, sondern auch den pcrsün.ichen Wünschen Rechnung zu tragen. Anmeldungen bei dem Verband Berlin des. Jüdischen Frauenbundes. Berlin-Grunewald. Königsallee 11A. Fernsprecher 97 37 46. oder dem Erholungshe m Lehnitz. Lehnitz bei Berlin. Fernsprecher Oranienburg -2043 — Vgl. im übrigen auch den amtlichen Anzeigenteil. Aus dem Jüdischen Schulverein Der Jüdische Schulverein hatte am 25. M. die rcli#i»ös-lil>oratcn Veiti eles innerhalb der Gemeinde-Körperschaften, die Verwaltungs- Mitglieder des Israelitischen Tempel-Verhandles und die Vorstands-Mitglieder des Jüdisch-liberalen Gemeindevereins zu einer Besprechuni; über das Problem der jüdischen Jugendbildutig und ül>er Schulorganisation geladen, die unter’ Leitung des Vereinsjrorsitzenden Herrn Daniel Münden und — in der Aussprache — umer der des Herrn Rechtsanwalts R. Sqmson stattfänd. Das Referat mann Herr Dr. Hans Liebeschütz. Voi verems. übernommen. Einleitend führte der4 Vorsitzende aus: Bildungspioblems' für die niohtorthodoxe ■>ie Lösung des jüdischen end war vor 20 Jahren Zweck und Ziel der Giündung des Vereins, veil die Elternschaft dieser j wichtigen Krage als Gemeindefrage -- mit * « - .. . . .. mäßig kleinen Giwppe der Religiös-lmeiale: standnislos gegenüberstand,.. Der derzeit üt. Ausnahme der Verhältnis — teilnahmlos und verliehe Religions-Unterricht, privaten Charakters und teilt duteh ortliodorf eingestellte Lch/piv könnte die Mjisse der Jugtnd aus mchtoitl geistern. .Durch Gruppen-Unterricht von ' g »schulten religiös-liberalen i Lehrkräften, durch systematische Unterweisung in Judeptumskünde,; .j aber diese in engster Verbindung mit religdösdr Betätigung im Kult, < konnte erst bei 6er Jugend religiöses Erlebnis und Gemeinschaftsgefühl! geweckt werden. Der Erfolg dieser Methode auf die weiten Kreise der! nur in losem Zusammenhänge mit der jüdischen Gemeinschaft Stehenden war durchschlagend. In deh letzten .Jat ren wanderte die jüdische Jugend ln größtem Maße von den öffentlichen in die jüdischen Schulen. Der Einfluß der bewährten religiös-liberaler indifferenten Kreise ging damit zurück. Der Anteil der aus orthodoxem Hause stammenden Jugend-, an der gesamt« jüdischen Schulen kann heute nur klein, seip. lungen mit den Schulleitern und in Eingaben wurde versucht, klarzustellen. .daß die ver der Schuljugend eine den neuen Verhältnissen Rechnung tragende Erziehungsmethode gebietet, wenn Schaden an der Jugend verhindert werden soll. Dei* Jüdische Schulverein verlangte zum mindesten das, was die öffentliche Schule ihr ausnahmslos gewährt hatte: Religionsunterricht durch den Lehrkörper des Jüdischen- Schulvereins im Rahmen d^s morgendlichen Stundenplans. Unsere Vorstellungen und der Gemeinde blieben ohne Ergebnis. Entwicklung unserer Jugend veranlagte dahejr diese Zusammenkunft. Herr Dr. Liebeschütz behandelte darauf die Fragen, die sich daraus ergeben, daß traditionell geset2estrjeu geführte Schulen die hatte der bewährte Schultands-Mitglied des Schülodoxen Kreisen nicht be- Jugcnderziehung auf die Schülerzahl der beiden In vielfachen Verhandan die Gemeinde-Behörden rindert^ Zusammensetzung Versicherungs-Vertreter'und -Makler Louis Glaser Hamburg 1 Kattrepebbrüdte 1 Gegr. 1905 ouf. 33 01)6 Kut 55 77 95 |»riv. Versicherungen oller Art Max Levinson Hamburg 13 G/indelhof 71 73 Ruf: 44'82 91 Versicherungen aller Art Siegmund Silberberg Hamburg 36 Königstr. 21 23 Ruf; 34 6818 Versicherungen aller Art Bitte bevorzugen Sie unsere Inserenten und nehmen Sie quf das „Gemeindeiblatt" Bezug! —_i_-

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