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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-11-12 · 11 (12.11.1937) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
11 (12.11.1937)
Date
1937-11-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nummer II Seite 5 4 Jüdisches (iemelndeblatt 1 JÜDISCHER SCHULVEREIN inilllimilllllllllMIIHIIIIIHIMIIIIIIIIIIIIIinilMHIIIIIIIIIIIlltllllinillllUIIIIIIIIIMIIIMIinmillllMIMIIIIIHIUIIIIHIIIIIMIIIIIIIIIillMtflllllUII Chanukka-Feier im Anschluß an den Gottesdienst, Sonntag, 2ß. November, nachm. 4.30 Uhr, im Gabriel-Riesser-Seale des Tempels, Oberstraße 120. Angehörige unserer Kinder und Freunde sind herzlich eingeladen. ,* Der Vorstand. KEREN HAJESSOD und JEWISH AGENCY , Sonnabend, 20. November, 20'j Uhr, im Gabriel-Riesser- Saale, Oberstraße 120: Herr Dr. Michael T r a u b - Berlirf:- Von der Balfour- Deklaration zum Judenstaat Ansprache des Vorsitzenden des Vorstandes der Gemeinde, Herrn Rechtsanwalts B David. Wahl in den Vorstand des Synagogen-Verbandes Das Delegierten-Kollegium des Synagogen-Verbandes wählte in seiner Sitzung vom 23. v. M. Herrn Alexander Levy zum Mitgliede dek Vorstandes des Synagogen-Verbandes, dem er bereits im Jahre 1929 und in den Jahren 1932 bis 1936 angehört hatte, und zwar an Stelle des Herrn Dr. W. Bodenheimer, der sein Amt niedergelegt hat. Herr Levy hat aber, wie in-! zwischen bekannt geworden ist, die Wiederwahl abgelehnt. ★ Aus dem Repräsentanten-Kollegium der Gemeinde Herr Philipp Peine hat aus Gesundheitsrücksichten sein Amt als Mitglied des Repräsentanten-Kollegiums niedergelegt, dem er seit den Wählen des Jahres 1930 angehört hatte. An seine Stelle.tritt Herr Dr. Hugo Meyer, der dem Kollegium von 1930 bis Anfang dieses Jahres ebenfalls angehört hat. ★ Neuwahl in der Franz-Rosenzweig-Gedächtnis-Stiftung Herr Wolfgang Meyer-Udewald, der dem Vorstande •der Rosenzweig-Stiftung seit ihrer Gründung angehörte und mit großer Hingebung an ihrem Aufbau mitgearbeitet hat. hat Hamburg verlassen. An seiner Stelle hai der Vorstand Herrn Albert Nauen kooptiert. * Aus der Talmud Tora Schule Unter dem Vorsitz des Herrn Oberschulrates'Dr.10 b e r - d ö r f f e r fand am 18. d. 'M. die Reifeprüfung für die ’beidpn Oberprimanerinnen Fanny Bari und Renate Kcrsten statt. Beide Prüflinge bestanden. x ★ Rabbiner Dr. Dienemann-Offenbach im Israelitischen Tempel , Auch in diesem Winterhalbjahr veranstaltet der Israelitische Tlempelverband wieder religiöse Feierstunden, und zwar behandelt der diesjährige Zyklus das Thema: Das jüdische Kulturproblem. Als erster Redner sprach um 24. v. M. Rabbiner Dr. Dienemann-Offenbach a. M. über: Israel im Zeitalter der Bibel — Staat und Kultur. Der Redner faßtd den Kullurbegriff im weiteren Sinne, im Sinne der Einbeziehung des-en, was unter Zivilisation verstanden wird. Dementsprechend behandelte er die vier Kulturkrei.se: Staatlichkeit, Handel. Kunsthandwerk und Religion: Die Staatlichkeit war im biblischen Israel der schw-ache Punkt, insofern es an der Fähigkeit zur Einigung mangelte; hier sprechen die biblischen Berichte eine beredte Sprache. Nachdem erst ganz allmählich die Zusammenfassung der Volksstämme unter Saul gelungen war, dauerte das geeinte Reich nur etwa ein Jahrhundert, um nach dem Tode Salomos in -Zwei Reiche zu zerfallen. Immerhin fehlte es nicht an Erfolgen auf dem Gebiete der Staatlichkeit. Der Redner verwies auf die Gerichtsbarkeit, auf den Kriegsdienst durch Volksaufgebot, auf die königliche Leibwache,, auf die Aushebung zu öffentlichen Arbeiten. Bessere Leistungen hatte das alte Israel auf den'Gebieten, des Handels und des Kunsthandwerks aufzuweisen. War es im Gegensatz zu den Kanaanitern, dem Handelsvolk, den „Krämern“, auch vorwiegend ein ackerbautreibendes Volk, so haben doch einige Könige (Salomo, Jerobeurh II ) wertvolle Handelsbeziehungen mit Nachbarvölkern angeknupft. U£ber die Leistungen auf dem Gebiete des Kunstjhandwerks sind wir durch die Mitteilungen über die Stiftshütte und den 'salomonischen Tempel unterrichtet. — Während das biblische Israel nun aber auf „den drei genannten Kulturgepiöten sich vör andern Völkern nicht auszeichnete, ja primitiver als diese erscheint, erwies es sich auf dem Kulturgebiet der Religion als in) hohem Giade schöpferisch. Die. Ausbildung der Vorstellungvon dem einzigen Weltengott! die Ausbildung des ethischen Monotheismus bleibt die originelle Kulturleistung des biblischen Israel. Gewiß hat es da nicht -an schwöret) Rückfällen gefehlt; Palästina war jä niemals ausschließlich israelitisch, und so blieb die Beeinflussung durch die Kanaaniter mit ihrenreligiösen- Entartungserscheinungen (Kinderopfer, religiöse - Prosti - tution) nicht, aus. Aber unter der Führung seiner genialen Propheten ist es Israel gelungCTi, den Kampf um die richtige Art, Gött zu dienen,, nämlich durch Gerechtigkeit und Menschenliebe, siegreich durchzuführen. Die Forderung sozialer Gesinnung, die Ausbildung der’ persönlichen Frömmigkeit, die Schaffung des Begriffes der Menschheit, die Verkündung der messianischen Zeit und des endgültigen Heils für alle Volker der Erde: das ist die große, schöpferische Kulturt a t des Israels der biblischen Zeit. — Durch die Klarheit und Folgerichtigkeit seiner Ausführungen verstand es der Redner, seine Hörer bis zum Schluß in dauernder Spannung zu halten. i - AcRer-Buber-Wochenende in Wilhelniinenhühe Die Franz-Rosenzweig-Gedächtms-Stiltung veranstalte über das Wochenende vom 15. bis 17. Oktober einen Singhur.- m Wilhclminenhöhe unter der'Leitung von Direktor Karl .Ada i - Stuttgart. Von den 94 Teilnehmern hatte eine betracht liehe Zahl, noch an keinem der beiden ähnlichen Veranstaltungen hi. vorigen Jahre teilgenommen. Dadurch war Aciü-r gezwungen, manches Grundlegende, was schon: früher crari. .fei vorder: v.'nr. zu wiederholen, sieh seine AtÄed: -emeinsi-h.-'l -1'- an ei 4 von neuem zusammerizubinden. I>.< gelang li ■-. ui 1 erden Sluncfeiv des Zusammenseins derart, daß A<Jer t. ß'a u . fü * die „alten! Kursteilnehmer ganz neue, zun: T-- ■ :,r ' je Aufgaben stellen konnte.. Man lernte eine Reihe ne Lu! s kennen; ein Spre-chchor Q'CJfl wurde im H.r.b . -1: ü d; s bevorstehende Chanukka lest \ ersucht; Fi« uh m ,- zm Afemtochnik standen zeitweilig im Vordergründe der AU'u;*.-' . nd w-ii va-1-- isGieidet den ein/1 Inen S- Aber all das war nicht das Wesentliche, ents mi ‘hr all. das G r ü n cf's a t z 1 i c h e , das an gebieten besprochen^unet erarbeitet wurciy. all das,. v- - wen, iiter das eigentliche Musizieren hinausgeht und ins Gebiet'der musischen Grundhaltung überhaupt iibergfedt: Hineinhorchen in das Kunstwerk. „Formung als Verwirklichung von Vorst ellu igen", Werktreue, „gemeinschattsbiklendes und genieinsc raftsbindendes Tun“, Einordnung. Gosamtyerantworlung. äußere und innere Haltung. Das' sind einige von den vielen richtunggebenden Erziehungsfaktoren, die der Pädagoge Aijler auf diesen- Tagung 'immer wieder von neuem betonte. Wie er-es fertig bringt, all dies Gedankliche in dfe Tat,, das heißt für ihn in Musik umzusetzen, ist das Geheimnis seiner SILBERSTEIN fr CO. iiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiimiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii)<iiiiimi Frei Haus-Lieferungen von Umzugsgut nach allen Plätzen der Welt MÖBELTRANSPORT REPRÄSENTANT : Dr. Ewald Kersten iiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiuiiiiiuiiiiimiiiiiMMiwii HAMBURG * Mönckebergstraße 9 Gepäcktransporte Lagerung, Versicherung ' ()</( 1 PALÄSTINA- AMT muiix J/mldftir J

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