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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-08-20 · 8 (20.8.1937) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
8 (20.8.1937)
Date
1937-08-20
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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Nummer 8 Jüdisches Gemeindeblatt Seite 7 ) 3 Abende der Überraschungen t August 9 A g August oc ... August Dienstag AD Mittwoch *»✓ zO Donnerstag CONVENTGARTEN, THEATERSA'AL, 20.30 UHR Wir werben mit Warum liigst Du, Cherie. i Musikalisches Lustspiel von Lengsfelder und Tisch / Musik von Märker Regie: Buxbaum / Bühnenbild' Löwengard / Musikalische Leitung: Behrens , ■ t DARSTELLER: Die Damen Edith Hersslik, Elisabeth Springer Die Herren: Appel, Benscher, Brill, Levy, Melchior, Meyersohn, Sälnik und vielen anderen Darbietungen Sonderpreise: 1.SO, 1.25, 0.90, 0.50, Jugendliche usw. 0.20 RM Letztmalige Gültigkeit der Gutscheine Hierzu haben alle Mitglieder der Jüdischen Gemeinschaft Zutritt! ■ - Unsere ersten Veranstaltungen in der neuen Spielzeit i Theater . JEAN, Komödie von Ladislaus Bus-Fekete Konzerte Das Orchester, des Jüdischen Kulturbundes Berlin Dirigent: Rudolf Schwarz. Solist: Erich Länderer (Klavier) Das Mendelssohn-Trio. Solistin: Paula Solamon (Lindberg) Rezitationsabend Otto Bernstein Vortrag Julius Bab Allenby oder besser beinahe in der AHeriby besichtigen Auf einmal waren wir zu Hause. Gleich beim liereinkommen der Empfang. Ja' das waren ja unsere ajteri Mitarbeiterinnen und. Kämpferinnen von früher, und wie sie uns begrüßten und was sie uns erzählten, das waren genau die Sorgen und Kampfe, die wir in der Galut auch hatten. Da waren die Fragen: „Wie zionisiere ich, wie hebraisiere ich, wie judaisiere ich die jüdische Frau' wie schaffen wir Geld zum Erhalt und Aufbau det Wizo-Institution?" Und noch ein'wunderbares Gefühl übermittelte uns das Haus, das Wizo-Haus. das Mutterhaus für uns alle, das Gefühl: ,,lch bin nicht allein, mit mir gehen ih allen Staaten der Welt Frauen, die dasselbe wollen, die. meine Kameradinnen und Mitkämpferinnen sind." Alle meine .Nöte als Ncueinwanderm konnte ich hier klagen, ohne daß mir, wie an anderen Stellen, gesagt wurde: „Ja. das ist eben so. man muß sich zugewöhnen." Hier w;eiß man um diese kleinen unddoch so drängenden Nöte und zeigt uns, wie man den bisherigen Zustand erträglicher macht und das Zugewöhnen reibungsloser. Beschäftigt sich so das Parterre mit seinem Empfang, -der Zentrale der palästinensischen Wizo. den Lehrküchen, den Vortrags- und Klubraumen mehr mit den Forderungen des Tages, so ist der erste Stock, der Sitz der palästinensischen Wizoexekutive. mehr den Weltproblemen und der Weltführung gewidmet. Hier werden die Direktiven für die große Arbeit gegeben, hier ist sozusagen der Kopf für alle anderen Organe. Es ist in diesem Hause der Wizo ein ewiges Kommen und Gehen, ein Sprechen von vielerlei Sprachen und doch ein einziger Klang. Der Klang der jüdischen Frau und. Mutter. Und weil dies unser Klang ist und weil wir wissen, daß hierzu unserem Wohle und in unserem Sinne geschaffen 'Wird, deshalb' sind wir hier zu Hause in der Wizo. Aus rinem Bru-fc von Frau Hedwig Möller (Tel Aviv)* an den Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. * : . * Srhied.sw est*h in Palästina Das Schiedsgenbhtswesenspielt im Rechtsleben Palast ina> eine besonders große Kode. Insbesondere stellen die Schiedsgerichte bei jt|-n schwierigen Fragen, die durch Umschichtung. Transfer, Einwandoiung usw. entstehen und oft eine rasche F.iiedigung. bisweilen nach ausländischem Recht, verlangen, eine notwendige Ergänzung des 01 deutlichen Gerichtswesens dar. Bei dem wachsenden Umfange des Schiedsgenchtswesens erscheint eine Konzentrierung notwendig, die durch Vereinheitlichung der Rechtsprechung Rechtssicherheit garantiert. Diese Aufgabe stellt sich das unter dem Nomen Arbo /ARBITRATORS ASSOCIATION) in Tel Av>v begründete ständige Schiedsgericht. Die yiei Schiorisnchtet sind. du». Herren: Gronemann, Nett er , S t n\ u Ü'und Tuchler, samt-, »lieh frühere Anwälte oder Richter. ★ . . 5M Zertifikate für Jugendalija in den nächsten Monaten Die Jugendalija kann erfreulicherweise ein Piogramm für die Aibeit der nächsten Monate aufstellen. Nach einei Zeit der Ungewißheit wejd«*n jetzt Zertifikate für jede'Siedlung gesondert ausgegeben. 100 Zertifikate für das Emek hajaiden^sind beieits genehmigt, ebenso 30 Zertifikate fui Mischmar haemek und 50für Kfar Jehoshua. Öie Anträge für die Siedlungen Givat Brenner. Kwuzat Schiller. Kfar Jecheskiei und Tel chaj stehen vor einer günstigen Erledigung. Auch, religiöse Jugendliche werden' Anteil an der AUja der nächsten Monate haben können, da die Bauarbeiten am religiösen Jugenddorf bei Kfar chasstdim rasch vorwärtsschreiten. ln den landwirtschaftlichen Schulen Ben Schemen und Mikwa Isioel könnten eine Anzahl* von Platzen für die .Jugend-Einwanderer aus Deutschland bereitgestellt werden. Die Vorbereitungsarbeiten für diese Gruppen sowie für die gesamte andere Ahja wird wie bisher von der Jüdischen Jugendhilfe E. V.,- Berlin-Charlottenburg 2, Kantstraßc 158. F. 91 55 56-ST, geleitet.

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