Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-08-20 · 8 (20.8.1937) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
8 (20.8.1937)
Date
1937-08-20
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/6492321-5444751-5445099--035-4892527
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 6 Jüdisches Gemelndeblatt Nummer 8 JÜDISCHER KULTURBUND HAMBURG — ~ 1 Beginn der neuen Spielzeit: 1. September 1937 Unsere n< e u e n Bedingungen für die Mitgliedschaft: Kein Mitgliedsbeitrag mehr ■H -■ - - - — -“-- Sie zahlen nur: lRflr liefern Ihnen dafür: in Platzgruppe einen monatlichen Beitrog "■ von jeden Monat 1 2 3 4 3.50 RM 2.50 RM 1.50 RM- *> eine große Veranstaltung (Theater, Orchesterkonzert) unt* September eine kleine Veranstaltung j ^is ^prj| (Kammermusik, Sotistenabend 1 oder 1 Vortrag, Rezitationsabend) eine heitere Somme.rveranstaltung 1 Mai bis (Lustspiel, Operette, Bunter Abend) I. August als Förderer einen Jahresbeitrag von 120.— RM freien Zutritt Zufällen Veranstaltungen als Jugendliche, Künstler und Erwerbslose einen Mitgliedsbeitrag von 0.60 RM jährlich i verbilligte Eintrittskarten zu 0.30 bis 0.60 RM Früher mußten Sie einen Mitgliedsbeitrag von 7.— RM bezahlen, letzt zahlen Sie keinen Mitgliedsbeitrag mehr. Früher zahlten Sie für eine Veranstaltung 3.50 —J.50 RM, jetzt zahlen Sie für zwei Veranstaltungen 3.50 — 1.50 RM. Früher mußten Sie für den Mitgliedsbeitrag 7.— RM aufwenden, ohne daß Ihnen dafür irgendeine Veranstaltung geboten wurde, letzt erhalten Sie für diesen Betrag bereits fast IO Veranstaltungen auf Platzgruppe 3 fast 6 Veranstaltungen auf Platzgruppe 2 4 Veranstaltungen auf Platzgruppe 1 f-TTienkurse im Erholungsheim Wilhelminenhöhe il)er Veiband der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der .“~**t7rfe die Veranstaltung von Ferienkursen für jüdische K ft.der -ci«'t;m Ver bahd'-gebiet belesenen kleinen Gemeinden in den r. zu Ende gegangenen Ferien fort. u. z. in dem Erholungsheim wV:h«-irmr.entn»he. welches die Kinder -auch bei den früheren Verari; ,.r,,:'’i:en lieheibergte. Wie eitolgreich diese Kurse .waren und wi i l\en Anklang Me gefunden Haben, beweisen Veranstaltungen gli-icher' Art an verschiedenen Stellen des Reiches, am besten aber die Ti’ achc. da.’ j»-tzt auch Kinder au$ dem Rheinland und Westfalen in wf i' rirninentiohe zu einem solchen Kurs sich zu-sammerige/ujiden haben. ♦ Aufhebung, eines Friedhofs der Religionsgemeinde Leipzig Km/ nach Räumung des ehemaligen Grindelfriedhofes sieht sich jetzt die Israelitische Religionsgenäeinde m I^ipzig ' gleichfalls zur Räumung ihres ältesten Friedhofs veranlaßt. Der Friedhof wurde 1815 begründet, ehe m Leipzig Juden agisassig waren und ehe dort eine jüdische Gemeinde bestand, und war zuerst nur für die Aufnahme »dlcher Juden .bestimmt, die während des Besuches der Leipziger Messe verdarben., Dje letzte Bestattung fand auf ihm im Jahre 1884 statt. Die Stadt Leipzig hat s:ch jet7.t genötigt gesehen, das in ihrem Eigentum vei-feljebene Fnedhofsgeländevon der Gemeinde zurtickzufordern. die sich für die Raumungsarbeiten den sachverständigen Rat des Herrn Di rng. K Kaufmann - Hamburg gesichert hat. der auch die Raumungsat beiten auf dem Gcmdelfnedhof m erster Linie geleitet hat.! Rabbinisrhe Lehranstalt fHoffmannsrhe Jeschiwa) Frankfurt a. M. Das Wintersemester beginnt Mittwoch. 6. Oktober. Der Unterricht erstreckt sich auf Pentateuch mit Kommentaren, biblisches Schrift- / tum, M ischna, Talmud mit Kommentaren, Dezisoren, Hebräische Grammatik. Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische. Ge* schichte, Palästinakunde und Englisch, tn der Vorbeteitungsklasse. werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die nur1 geringe Kenntnisse in den jüdischen Fächern haben. Anmeldungen für alle vier Abteilungen (VorbeK-itungsklasse, Unter-, Mittel- und Oberstufe) sind mit genauest* Daten und Zeugnissen über jüdische Vorbildung und religiöse Lebensführung bis 18. n. M. an das Kuratorium der Lehranstalt. Frankfurt a. M.. Theobatd-Christ^Str^ße 6, zu richten. Die Bestätigung der Aufnahme erfolgt rechtzeitig vor Beginn des Semesters. ★ Eine Frau schreibt aus Palästina ... Jede gute Tat bngt ihien Lohn in sich. Wie wahr ist dieses alte Woil. ^Und wieviel Trost und Freude hat mir und sicher vielen Kameradinnen diese Erkenntnis gebracht. Wir waren Wizofrauen m der Galut. wir arbeiteten für die Zmmsierung unserer Schwestern, wir sammelten Geld für die Pflege und Erhaltung des jüdischen "Kindes. kurz wir gaben jede freie Minute, jede entbehrliche Kraft für das nationale Frauenwerk. Wie sehr wir uns selbst gewandelt haben, wie tief wir der Wizo verbuhden waren, war uns vielleicht selbst g3r nicht so sehr bewußt. Dann kamen die stürmischen Wochen der Vorbereitung, es kamen die Uebersiedlung und die ersten erschütternden. Wochen im Lande. Alles war so fremd, alles war so neu. nichts, aber auch beinahe gär nichts stimmte, was man uns erzählte, und wenn es stimmte, war die Wertung eine andere. Man hörte so wenig vom Zionismus, -und so viel vom Geldverdienen. Tn den Städten So wenig Hebräisch und' so viele andere Sprachen. Frauen, die man gewohnt war über die tiefsten Probleme des Frauenlebens führend und erschöpfend sprechen zu hören, legten alle Kraft und Zeit an^ scheinend in die Erhaltung und Pflege des Haushaltes. Da kamen wir nach Tel Aviv und wollten wie eine der vielen Sehenswürdigkeiten auch das neue schöne Haus der Wizo in der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.