Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 7 (16.7.1937)
- Date
- 1937-07-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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/ / i Nummer 7 Jüdisches Gemeindeblalt I -ieite 3 Auf unseren Aufruf zugunsten unserer Jugenderholungsfürso^ge überwiesen uns Spenden, außer den^n- Nr. 6 des Gemeindeblalte» Genannten, die nachgenannten Damen, Herren und Vereinig jngen-. Adler, Frau Johanna; Brach, Dr.. Rudolf; Cohen, Dr. H. und Frau; Cohn, Adolf; Cohn, Frau Bertha; Cohn, Julius und Frau;. Coutinho, Frau Laura; Davidson, Gebr; Dessau, Frau Dora; D e s s a u e r, Paul; F a I c k , Paula; Frank, Oskar und Frau; Freundlich, Georg und Frau; Freundlich, Walter und Frau, F ü r t h , $.; G o I di c h nt i d <, Siegfried; Grün, A.; Gutnmann, E; Haag, Mäx und Frau; H a I b e r s t a d t , Felix; Heiman'n , Jacqües; Hirsch, Pincus und Frau; I I d a u , Felix und Frau; K a t re n s t e i n , Julius und Frau; Kelilson, Dr. H. und Frau; K i r s c h bäum, Dr. Waller, Kohn, Frau Rabbiner; Leert, E.; levy, Frau Adele; L e v i e n , h4ax und Frau Dr. tf(anne Dorfe, geb. B i r a m; L e w^a ndowski, Frau Martha; ,L i c h t i g . Rabb. Dr. L.* und Frau, löwenthal, Frau Emilie; M e y b erg, Frau F.; Meyer, Ad. und Frau; Meyer, David und Frau; P e r I m a yv n . B. und Frau; Pincus. Leo, Plaut. Dr Max; P o t s c h I e r, Frau Fanny; Rothschild, Dr. Leo und Frau, R o t h s t e i n , Joseph und Frau Sara. geb. L i c b t » g; Samson, Frau Nanny, S c h e i b e I , L. F. ^M , S c h o e p s , Dr. J. und Frau; Richard-S e I I m a r-$hf!ung, Simon, Jacob, Simon, John und Frau. S k a t k I u b Kontra; Softe. Geschwister; Stein, Lehrer M T\, P .; Victor,* Hans S. und Frau; Wagner, Adolph, Warburg.M M |t Co , Warisch, Ad; Weinberg, 6; Weinberg, Leonhard, Weinberger, I >r und Frau, Weinheim', Get^hw , W fe i s i n g e r , Norbert; Weiß, Blanke, W ig d e ro w i t t c h, Gertrud; Wölfl. Ad.. Dr.; W o I f f , Waldemar und Frau, Wulff, Albert; N Zlnner, Rosalie, ferner die Angestellten«des Büros des Jugendamts der Gemeinde, das Büropersonal Beneckestraße 2, die Angestellten der Seidenabteilung der Firma Gebr. Robinsohn, das Personal R B sowie eine Anzahl, Spender,' die ihren Namen nicht genannt haben oder hier nicht genannt zu sehen wünschen Außerdem stellte der Israelitische Humanitäre Frauen-Vereln den Ertrag seiner Sammlung für seine Jugenderholungsfursorge mit .Rücksicht darauf daß das Segeberger Heim in diesem Jahre geschlossen bleibt, uns für unsere Arbeit zur Verfügung. 4 ’ * j Allen Spendern verbindlichen Danlc. Dr E. Jugendamt dar Gemeind# L o e w e n b e r g. Dr A U n n a. Der Grindelfriedhof in Hamburg ist nicht mehr! Vom Jahre 1711') ab hat er bestanden, bis er der Entwicklung der Großstadt weichen mußte.. Schon vor neun Jahren drohte einem Teile des Frledhofgelandes dieses Schicksal; das Verkehrsbedürfnis verlangte seine Einbeziehung in die Straße: An der Verbindungsbahn. Unter erheblichen Opfern wurde ^hmals ein fünf Meter breiter Geländestreifen um einen Meter gesenkt und überbrückt. Dem Verkehrsbedürfnis war Rechnung getragen und dem ^religiösen Empfinden. An dem Grund und Boden des Friedhofes hatte die Gemeinde kein Eigentums-, sondern nur datf Benutzungsrecht bis 2um Widerruf. Die ersten hundert Jahre seines Bestehens war der Grindelfriedhof im wesentlichen Armen- Und Fremdenfriedhof. Nach der Trennung der drei Gemeinden Hamburg. Altona und Wandsbek wurde er der Friedhof der Hamburger Gemeinde. Siebten Generationen lagen lauf ihm begraben, unter ihnen hervorragende Männer aus allen Gebieten des Gemeinde- und des öffentlichen Lebens: Rabbinen und Gelehrte. Vorsteher. Aerzte und Anwälte, königliche Kaufleute und Begründer-noch blühender segensreicher Stiftungen. Einzelne ragen in ihrer Bedeutuhg weit über die Gemeintfegrenzen hinaus. Es brauchen nur Gabriel R i esse r und Chacham Isaac B e r n a y s genannt zu werden. Rabbi Raphael Frankfurter (Hirsch), der Vater von Samson Raphael Hirsch, der gelehrte Erforscher der Jüdischen Literatur, Heymann Joseph Michael, dessen berühmte ') So anzunehmen, weil die jährliche Gruhdheuer von 180 Mark Courant je am 2. Dezember, zuerst am 2. Dezember 1711, im voraus zu zahlen war: Ein schlichter und gut erhaltener Stein bczeichnelc dam Grab eines 1843*' verstorbenen, 1817 zum JudenOum übcrtfctrrtcftcn amsjt p pma* 3*1J J3 "13 r:r3 nrspn rnn «a -tp* trau Bibliothek jetzt einen Teil der. Bodiejana in Oxford bildet. liier ruhten die Mutter von Heinrich Heine (Betty, geb. van Geldern) und die Eltern vön Albert B a l 1 i n.-Auch mehrere Proselyten lagen auf dem GrindelfnejJhof begraben-). Sämtliche Grabsteine des Friedhofs wurden vor der Räumung photographiert. In diesen Photographien und den entsprechenden Grab- und Sterberegistern steht dem Forscher ein reichhaltiges Material zur Verfügung. ‘ # 'Die, Ueberieste der Toten wurden einzeln geborgen und in einer geschlosentep Anlage auf dem Begräbnisplatzc der-Gemeinde irr-Ohlsdorf wieder beigesetzt. Den Mittelpunkt der Anlage bildet ein Massen- * grab, m dem die Gtebeine von 5500 Toten, sorgfältig voneinander getrennt. wieder beigesetzt wurden. Um das Massengrab „gruppieren sich 300 Einzelgrabstellen mit den Gebeinen der Toten, die hier ehrenhalber auf Kosten der Gemeinde oder auf Kosten ihrer Nachkommen beigeset/.t worden sind. Die Anlage wird später'von einem Gebüsch begrenzt sein, in welchem etwa 200 gut erhaltene, meistens ältere Grabsteioe. welche von dem Grindelfriedhof nach Ohlsdorf übernommen wurden, aufgeslellt werden sollen. Das Ganze wird in der Gemeinde die Erinnerung .an Grindelfriedhof wachhalten. Die technischen Einzelheiten der Räumung können hier nicht gut wiedergegeben werden. Ebensowenig die Einzelheiten der seinerzeitigen Versenkung, und Ueberbrückung von etwa 150 Grabstellen. Hier genüge die Mitteilung, daß auch dite Ueberreste der in diesen Grabstellon Bestatteten genau so sorgfältig geborgen werden konnten, wie auf dem gesamten Friedhofsgelande. Auf Grund meiner Erfahrung bei der Räumung des Friedhofes möchte ich zwei"grundsätzliche Vorschläge machen, nämlich keinerlei Baumwuchs auf Friedhöfen zu dulden und. nach Ucperführungen von auswärts., vor der Bestattung die Zinkhüllen von den Särgen zu entfernen. In den meistert Fällen wird dies unter voller Wahrung der hygienischen Vorschriften möglich sein, Dr. üig. Karl Kaufmann Zum Abschied vom Grindelfriedhof Kapelle A„fa. (S): Die von dem Architekten J. IL Klees- Wülbern1) errichteten Fritedhofskebäudc, die in diesen Tagen der Spitzhacke zum Opfer gefallen sind. Das Verwaltungs¬ und Inspektorgebaude —. die Inschrift •*n 53^ 17173 r*3 ■'/ ist von dem Vor dem Hause stehenden Baume verdeckt — die Kapelle mit der Inschrift hr vrr ai^P *3’ ') K l e c s - W u 1 b c r n . Johan » Hinrich, ■ geb. 24. Juli-1800 zu Varel in Oldenburg, wo .sein Vater Baumeister war. stuß.ie-rtc in Kopenhagen unter Oberbaudirektor Hpnsen tjnd kam 1825 nach Hamburg. wä> er »anfänglich für andere Baumeister uod Bauunternehmer; arbeitete. * bald Jedoch einer der h rschaftigt- - sten Architekten wurde/ Gemeinschaftlich mit.' Wimmel (Carl Ludwig, Baudirektor) baute er (1834 30} da* St.-Johannis-Kloster Letzt Statistisches' l.andf>amt|. spater allein lie Fnedhofsgebaude des Grindelfricdhofs' ( .838). das. Kränkenhau* der Gemeinde (1841 '43 und dvQ Tempel. (1842 44) in -der PoolstruUc. lf>42 war er Mitglied der technischen Kommission, die nach dem Brande den ,Bcb«»rden beratend zur Seite stand. Kr starb in der Nacht v>>m 22. auf den 23. Oktober 1H45. Vgl. Hamburgischcs Kunstlerlesikon.' Hamburg 1854, Seite 128. »I Haus der Versammlung für alles Lebende. Hiob 30. 23. •i| (Der Gerechte} geht in den Frieden ein, wu «iv ruhen auf ihren Lagerstätten. Jesaja 57,*2. YVru*aDemigsU<*h<iii</^