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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-07-16 · 7 (16.7.1937) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
7 (16.7.1937)
Date
1937-07-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite-4 Jüdisches Gemein deblatt / Nummer 7 i>rof. Pr. M MarkoAus der Bibliothek der Gemeinde Festschrift für Ar»>n Freiraann zum 60- Geburtstage, hrsg. von Alexander Marx uni Hvrrmann M e y e r . Berlin 1935. Dargebracht von der Sor.cmu-GcseHschaft der „Freunde des jüdfteben Buches E. V. Berlin. . Frucht vom Baum des Lebens. Ozer peroth cz chajim. Die Sammlung der Kechtsgutachten Peri cz chajim des Rabbincrscmmars Ets Haim zu Amsterdam, zeitlich geordnet; ms Deutsche übertragen und in gekürzter* Form hrsg. von Mcnko Max H i r i c br Berlin-Antwerpen 1936. N.uh eiiu’r Pau-e tun fünf Jahren tritt <lie S <> n c i n o - GiM’IKohaft wieder mit den zwei hipr anjrezeisrten Werken an die OefTentlidikeit. Behle Miuf nidit nur für den Fachgelehrten Aon Liitere--e. somiern auch fiir den gebildeten Laien, der ein freund des jüdischen 'Buches und der jüdischen Geschichte i*t. Die Fest-chrift für lV<»fes'«r Aron Freimann, der am 5, August 1*71 zu l'ilehne geboren w urde, hat das liekannte grolle Quart- I-oriu.it der Soncino-BJätter. die gewohnte schöne Ausstattung und umlallt 175 Seiten; sic1 erscheint infolge w idriger L mstünde erst mit erheblicher Yefspütung. Einige Mitarbeiter, die um die indische W issenschaft hoch verdienten Prof. D. Simonsen- Kopeiil^agen. G. A. k o h u t * New Vork und A. F. Gowley- ■Oxfnrd. weilen heute schon nicht mehr unter uns. Einige Artikel. darunjer auch zwei com \erfasser dieser Zeilen1), sind aus nnhek.Lnutcn Gründen \erloren gegangen. In Würdigung der Beileiitung. die l’itof. Ereimaiin als einer der'wenigen hervorragenden jinli'ihen Bibliographen d«‘r Gegenwart fiir sich in Anspruch irelmien darf, sind auch dee Beiträge betont bibliographischen Charakters. An Aufsätzen, die Verzeichnisse hebräischer Handschriften in Bibliotheken 'oder Teilgebiete der jüdischen Literatur behandeln, sind zu nennen: I mlx-rto C a s s u t o - Born. Die hebräischen Manuskripte der Brbliolliek Diuren/iana in Elorenz (in italienischer Sprache). G e r li a" r d S c hole in - Jerusalem, einer der lvesten Kenner «ler kahlialistischen Literatur, hinige kablmlistische Handsihrdten im Britischen Museum. David S i m o n ' e n s. A. - Kopenhagen, Line Sammlung )mleniiscjier und a|x>logetischer Literatur. Alfred F r e i in a n n - Jerusalem. Zur Bibliographie der liebrais<hen Kes|*on>efi des Maimonüles. - Der unermüdliche Samuel K r a u fl - Wien, Zur’Literatur der Siddurini Icfiristliche Polemik). . . Israel S e h a p i r o - Washington. Schiller und Goethe im Hebräischen, eine Bibliographie. Der Beschreibung der Handschriften einzelner Werke sind "gevv idlllel : D. S. B I o li d h e i in - Baltimore, Verzeichnis der Handschriften des Aruc-h des Nathan, bar Jechiel (in französischer Sprache). Jakob F r <■ i in a u n - Berlin. Fine Handschrift der Sintane < )r r-sirua aus dem Jahre I4tl>> — lietrifft das liedeutendste Ritualwerh. dain Deutschland im 13. Jahrhundert entstanden ist. Wein \erfasser Isaak ben Mose lernte in Deutschland und I rank reich, wirkte in Böhmen und Wien und hinterließ ein grofiangelegtes Werk, das eine der wichtigsten Quellen für die I alnind- .und Halachafor'chuiig überhaupt, sowie1 fiir.clie Gelehrtenand Kulturgeschichte der Zeit von 1200 his 1260 J) ^evvnrden i-t. f nifaug war seiner. Verbreitung durch Alisihriften hinderlich. Der Sohn de» Verfassers. R. Chajim Or Sarii.i. veif.illte einen Auszug aus dem Gesamt werk, der unter dem Namen der ..(.ekiir/te Or sarnu“ oder Sintane Or Sarna vveiihin bekannt wurde. I m eine Handschrift dieses Auszuges audem Jahre I4ös handelt rs «iili:in dem vorliegenden Auf- Vlt/e. v Jakob II o r o v i t z. - Frankfurt a. M-, Aus der Oxforder I lundschrift des Josif Onicz. Das liekannte Werk des Josef < )mez von Josef Huhn. t.570 bis 1637, wurde /um erstem Male 172t heraiisgegeben. Ein Neudruck des fiir den Frankfurter Minh.ig richtunggebenden und auch sonst -in vieler Hinsicht interessanten Werkes f-t 1928 im flermmyVerlag znm An- ■ h nkeu an den lieimgegangenen Herrn F. Michael erschienen. Rabbiner Dr. Jakob llorov itz. der sich eingehend mit Jom f Omez Ix-scha’ftigt hat. bietet auch hier viel hiiltiirj^istori'chen Stoff auf Grund /weier Kapitel, die bis jetzt nicht veröffentlicht gewesen sind. Liner Bitte des Herrn Dr. llorov itz. folgend, halte ich die II EJm biographisch-literarische Charakteristik dev Jubilars und ein Verzeichnis der karäischen Handschriften der Lehranstalt fiir die Wissenschaft des >ud«ntums in Berlin. lieber Isaak ben Mose Or Sarua vgl. Gross . Monatsschrift 1871; Wellest. .Monatsschrift 1904 und Jahrb der Jüdiscfl-LiUrari*ch< n Gesellschaft i IV. 1906; Marki<n. Monatsschrift'1965 und: Die slavischen Glossen bei Isaak ► vn Mose. St Petersburg 1906. „ Handschrift N'r. 216 des Josef Omo/. in der Hamburger Stadt/ bibliotht-k eiiigc’si’hen und festgestelll. daß die Hanibuiger Handschrift an der betreffenden Stelle eine Lücke enthält.1) 1 George Alexander K o li u t s. A.-Xevv V ork. Die hebräischen Briefe des Jacob Alling (behandelt in englischer Sprache die hebräischen Briefe des Bekannten christlichen Hebraisten). Die Geschichte des hebräischem Buchdruckeslieliaiideln: VI. C„ Zur Geschichte des hebräischen Buchdruckes in Rußland iindPoleni Bernhard Rrilling - Breslau, Die jüdische Buchdruckerei in Auras (Niederschlesien). S. B a in b e r g e r - VV andsbek. Die’ Wand-dicker Drtiekperiode des Israel lieii Abraham, 1726'Bis 1733. Bibliograpliisehes Verzeicftuis clc*r iic-bräiscticm Drucke* in Wands|»c*k I.26> bis 1753 *). . , Lin Artikel ohne Angabe des V erfassers: 2 rcmnungssti ufi, 'Fragezeichen und Ausrufungszeicfien im hebräischen Buchdruck. I. cIkt gedruckte Werke" lierichten: ' Alexander VI a r x - New'York, Ein verschollener Pergamentdruck Biva di Trento 1560. A. K. C o w I e y s. A.-Oxford, Lin Sonvino - Druck aus Kairu. 1366. S. B. W e i n r v b Breslau, Berliner jüdischer Kalender. Jüdische Kunstgeschichte liehahdeln: li.ihel VV i s c: li n i t z e r / B e r n s t e i Ji - Berlin, Der Siddur der Altstädtisdien S)iiugngein Bzes/ow. Bruno I t a l i e n e r - Hamburg. Isak b. Sechurjali. ein jüdischer Lcxlerschnittkünstler des 15. Jahrhunderts. Dr. B. Italiener, der sich durch seine Arbeiten auf dem Gebiete jüdischer Kunstgeschichte verdient gemacht hat, bietet auch hier eine interessante Abhandlung ■). Ergänzend sind noch zu erwähnen: Boa/. Cohen-New York. Verzeichnis der Verfasser der in dem Werke Pachad Ji/chak gedruckten Bes|>onsc‘ii (in englischer Sprache). Joshua B I c» c h - New Vork, Eine alte hebräische IVberse’tzung des .— christlichen — Book of Common Präger (in. englischer Sprache’). Alexander M a r m n r s t e i n - London, Zum Wortlaut der Kedusciiah. A. Z. Schwa r /. - W ien. Ein Vorschlag, (zur Gründung eines Kongresses für jüdische Bibliographie.). Die jüdische Belletristik ist vertreten durch eine schöne Novelle des liekaiintcn hebräischen Schriftstellers S. J. Agil o n - Jerusalem, Eine hüb-che Geschichte aus meinem Gebetbuch (autorisierte I ebersetzung aus dein hebräischen Munusktipt von Dr. Max VI a v e r - Jerusalem). Der stattlichen Eest-chrilt gellt voraus ein Bild des liehems. wertem Jubilars mit einem ihm eigens gewidmeten Vierzeiler von Clu N. Bialik sowie’ eine Arnn-Kreimnnn-Bibliogrnphie von Hanna Lmuirich-Rreslau. j l elier das prachtvolle We-rk von -Menkof Ntax Hirsch „ sprechen w ir iii einer späteren Nummer des Gcmieinelehlattcs. Anläßlich der 300. Wicdcrklhr de« Todestages von R. Jostf Hahn veröffentlichte Dr. Horovilz diesen Artikel in einem Sonderdruck zu Ehren de» Herrn Dr. Jakob Freimann, da fr an dem Zustandekommen der Festschrift zweifelte. Ein Sonderabdruck mit dem Text der fehlenden KapiUl nach der Oxforder Handschrift ist im Verlage J. Kauffmaim, Frankfurt a. M.,193t erschienen. Der Drucker Israel ben Abraham hatte 1717 in Cöthen, 1719—1726 in Jeßnitz eine Druckerei inne und betrieb seihe Kunst 1726—1733 in Wandsbek. ■Spater, von 1739—1744 war er wieder in, Jeßnitz tätig. Der Verfasser ■vermutet« daß - er seinen Betrieb 1733 in Wandsbek schloß, weil der bekannte Jakob Emden f733 in 'Altona eine hebräische Druckerei eröffnete. Akten über diese Druckerei sind nicht vorhanden. — Mehrere nach 17J3 in Jeßnitz gedruckte Werke tragen zu unrecht den Namen Wandsbeks als DruVkort. b. 5) Von Juni bis September 1927 fand im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt eine Ausstellung ..Alte Kunst am Mittelrhein” statt, die auch eine Abteilung jüdischer'Altertümer aufwies. In der Abteilung Kunstgewerbe war ein im Besitz des gräflichen Hauses Erbach befindlicher Doppelpokal de* Mainzer' Erzbischofs Diether 1. von Erbach (1434—1459) zu sehen, zu dem'eine-von dem jüdischen Lcdcrschmttkünstler Isaac, dem Sohne des SccKarja. geschnittene Lederschutzhülle gchörf. die gleichfalls ausgestellt war. In die Ledcrschutzhiille ist außer der hebräischen Inschrift ein springender Hirsch cingcschnittcn. Außerdem weist die Hülle reiche Verzierung auf. Auf dem Oberteil sind Rankenwc;k von Kichenblattcm jnit Kicheln zu schln. In dem Eichcngcrank sitzen Vögel» springende Hirsche beleben die Fläche. Auf dem Unterteil ' sind oben zwei mit den Halsen verschlungene Drachen dargestellt, die übrige Fläche ist mit Blattwerk bedeckt. Der Verfasser weist darauf hin, daß ein anderer jüdischer Leder- ■ schnittkünstler. Meir Jaffe aus Ulm, ein Zeitgenosse unseres Isaac, 1468 für den Rat von Nürnberg künstlerische Lederschnittarbeit besorgt hat, und behandelt im übrigen die- Stellung des Erzbischofs Dielber I. zu den Judvn, die geschichtlich noch nicht ganz geklart ot. •. E. GAERTNER & Co. :r: Internat. Spedition HAMBURG1 Ruf 3316 08 Altstädter Straße 17 »Altstädter Hof« Ruf 331608 Gepäckbeförderung / Sommelverkehr nach Palästina LAGERUNG UMZUGE n. Ausland Ubersee v. Haus zu Haus Gütertransport VERSICHERUNG PASSAGEVERMITTLUNG

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