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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-06-18 · 6 (18.6.1937) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
6 (18.6.1937)
Date
1937-06-18
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Piunnn**r 6 J ü «I i s r h ♦* s Gemeindf bläh .Vii« 7 Das Bet-Jisrael-Werk in Haifa Vor «'mein Jahre )i:it Herr Kaliltrnc'r l)r. Lik in lluilu. <I<t vor seiner Leltersicsllung nueh Palästina in St*-ttiir wirkte, eine \ ereinfguiig Bet Jisruel mit <(em Ziel, <las kulturelle iiikI religiöse Leben <les Dindes zu beeinflussen, ins Leben gerufen, in iler üelterzeiigung, <laf{ eine organische Lntwicklung <1.• r lleligitiit, ihre \ erltincluiig mit allen Striiilien des Lebens, einzig und allein in einem jüdischen l^ande Und im hebräischen Kulturzusammeiiliang möglich sein könne. Die religiöse Situation in Palästina ist aiilh-rurdcntlich schwierig. Streng konservative Härtung lind Ablehnung jeder religiösen Hindling -stehen unmittelbar nebeneinander und Tuliren oftmals zu schroffen Gegensätzen. Wahrend mit den ersten frühziouistischen Idiiwanderungsw cdlfjj vielfach noch Menschen ins Land kamen, die1 sich religiös gebunden fühlten, stand die spätere Linunnderiing in starkem Malle der Itcjigietn gleichgültig oder-gar ablehnend gegenüber. Seit l'Lis hat die Alija eine veränderte Lagegeschaffen. I ls kamen Menschen ins Land, die mit ihre r /imisliche starke icdigiöse Impulse verbanden. Sie fühlten die- \ erpllicbtiing. das Beste*, was sie an jüdischen Werten mitgebracht hatten, chm Aulbau des Landes ei nzill iigen. Wie- \ ieles in der Lnt w ick In ng des westeuropäischen Judentums auch verkrümmt sein mag. das eine kann es der l;.ntw icklung 1’ulnstinns geben: das W i**en um die , Möglichkeit einer Sv nthe.se zwischen Keligion und Lehen, /wischen l cdiei liederung und modernem \\ ollgeltilil. Aus nicdirlacheii (>ruriden war es c‘in Wagnis, ein solches W erk zu schuften. Man konnte.-befürchten. dall diencnie Schöpfung ein Ableger des jiidischcm Liberalismus .in Deiil'diland wrr«W*. Des ist ali«*r niiJit <Jas /.irl <l<;r Bcw davor ist sin uiuli (ItirtJi ihre "Un ke \ crUumlt’idiril mit drmnationah'n Aufbau <lcs lande* jirNHintzl. Die Ivijmlse und die Aiif^i'MJdo'vsriihrit der Mmsiicii im werdenden laude sollen die (*rnn<ilii^i‘i fiir ihn» Hifdidinin^ zu dem zentralen Problem werden. — Meti'djen \erMJiiedeiMrr "liiddnnir um) ll.tltun^ haben sidi zusamiuenireluiide^. Aber idle nimi sie^srl rajieu und geeint in dem (»efiihl. dafl. man neue Weiie MJilirn mulf, mir das religiöse l eben zu erhalten und or^«itii»ib in den Aul- Ikiu des l.and.es ein/ifid icdei n. Da sind I.eu4tvdie iiodi uatiz. im l.ebe i der Iradition stehen, aber bereits den Hilf und did I tnll i emd mi;r bei ihren Kindern fiililetj. Da sind Men-dien. <! 1 \on dem kommen, wj* man in \uluarein >imie liberale* Ju«k ntum nennt, 'und "|>iin-n. dal* fn Palästina der alte W ej in der. iiew idmIeil i uni) imht' fo,rti:e«»el/1 weiden kann. Da . sind die /ioni-ten, dem n Palästina will jeher d eben-ideal war und die gerade in Pafa-tina empf inden. dall der /ioni-mnt \ nti judisdien K ii 11 n r w eiten erfüllt -ein mul*.' I inli> ist bo/ei< h inhid. dal* nidit da** AMei. -ntidein die MvU-dien /w.i-dit-n *'ti Jin i •M» Jahren I lauer dei Beweuun^ -ind. ' " . ' - Vidi rjm-m Jahre Arbeit /eithiMUt -iih di«- I ini« n de« Werke«* ‘im (. m m l-.»1 /I idupi ab 1 in I eil M ae-diaHeu. »'in AGUDAS-JISROEL-GRUPPEN, GROSSHAMBURG KENESSIO GEDAULO-BÜRO HAMBURG 13 WERDERSTR. 18 HAMBURG, Juni 1937 Siwan 5697 ■■ ' 1 . . . Juden und Jüdinnen Groß-Hamburgs! , Die 3. Kenessio Gedaulo Große Versammlung der Agudos Jisioel ist, nachdem ihre Durchführung in Erez Jisrool sich pus politischen Gründen als unmöglich erwiesen hat, auf den 11. bis 16. Elul 18. bis 23. August d. J. nach Marierifjod einberufen worden. ' , Der 3. Kenessio Gedaulo der Agudas'Jisroel, als der berufenen Vertreterin der großen toratreuen Massen des jüdischen Volkes, fallen bedeutende Aufgaben zu. ■ t Sie hat die Aufgabe, . der Welt das wahre Angesicht des jüdischen Volkes zu zeigen, als eines Volkes, das.^sich seiner Bestimmung bewußt ist, das Volk Gottes und dps Volk seiner Toro zu sein. Sie hat die Aufgabe, z iior den Völkern der Erde unseren Anspruch puf Er^z Jisroel erneut zu erheben und für das Wanderung getriebene Volk Lebensroum im Lande unserer Väter zu fordern; vor der jüdischen Welt aber zu fordern, daß man die Heiligkeit des Bodens nie vergesse.' 1 ' , 1 Sie hat die Aufgabe, \' ' in der Frage der Regulierung der großen jüdischen Wanderung die Zusammenfassung öl.ler an diesem Werk arbeitenden Organisationen anzustreben, um diese gewaltige Lebensfrage unseres Volkes einer Lösung zuzuführen ohne dabei die Bedürfnisse der jüdischen Seele zu vernachlässigen. Die Bewältigung dieser großen lebenswichtigen Aufgaben hängt sehr wesentlich davon ab, daß jeder Jude und jede Jüdin sich durch den Erwerb des * SELASCHEINES zu diesen Aufgaben bekennt! Mit ihm erwirbt jeder Mann das aktive Wahlrecht zur Kenessio" Ged au I o der Agudas- Jisroel-Weltorganisation, jede Frau das Wahlrecht zu dem gleichzeitig staftfindenden Frouenkongreß per Agudas Jisroel. Wir rufen auf zum Erwerb des Sela zur 3. Kenessio Gedaulo der Agudos Jisroel. . Stärket die Reihen der Kämpfer für die Sache unseres V.o I k e s I Agudas Jisroel Ortsgruppe Dr. Julius Möller Agudas Jisroel Frauengrttppe_ Jenny B a ex Aguda-Jugend Jose Hesse All« di* Kenessio Gedaulo betreffenden Anfragen sind zu richten on das Büro der Agudas Jisroel, Hamburg 13; Werderstr. 18

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