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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-06-18 · 6 (18.6.1937) · p. Seite 8

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
6 (18.6.1937)
Date
1937-06-18
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Srite ft Jüdisches Gemeindeblatt Nummer 6 |/.,l -lebt iinllrir in def l.ntw ithliing. I ml rin weiterer Teil \M1.I KU kommen len Jlnlire lioraiiroifon. Im Mittelpunkt <Io-i \\ctk(- -loht der C.i»i\ icl Jugend nimmt «Knau teil, xlinlkmder lind bei td-Lui-gc J ugcnd. liü Gotte-«lieii-t werden die 1 .obcu-lnrim-ii defiecieu l’al.iftina lobendig. 1»- wird ver- Miilit. die-e in l’ala-itiii i go-ciurl lenen neuen ]-«innen —!“>. >thwat. (!i.iif b.ibiLurim - die außerhalb d«"- rcligni-eu I dien- und ohne Be/ij-liiiiig /n ihm en(-t.mden -ind. religiös zu \erliiden. \11 «lic-ej i-t /iinadi-1 muh ein I a-tcn. Man vcr- -mlil. danein- I eiteii-^d'nlil '/n I (innen and zugleich organi-ifi dem 1 eborliolorreu «fnzuliigcn. Null Lö-iiugeii kann man ^ewill nmli nidit -prinfteu. aller inan i-t von l'<*-ttag /.u lT*-tlag- Iiemiilit. den lUivtlimil? depala-tinen-i-dion I.elienmit «len ,Lri--diiilitlidien Weiten! in linklang /u bringen. Der ständig w adi-endc l eilnelmieiikriM- und die -tarke 'Beteiligung der Jugend -sind ein Beweij lin 'die f ebendiirkeit und Wirksamkeit der neuen (ienteinde! >n -dir der (iottc-iln-n-t Mittelpunkt einer religiösen Gemcin-chaft i-t. kann -i{h ihre Arbeit doch nidit auf ahn allein lie-diranketi. /u der Ajiif'alie. die er stellt, knmmt einye zweite \nu besonderer' Bedentüug: da- I.elien .ms «lern Gei-te und der Gc-iniiungolcr Keligioti heranin -einen ver-dtiedeuen formen zu ire-talten. . Daher i-jl ton Anfang an ein-umfassendes Ge- 'samtiierk geplant worden, da- Gnttesdien-t und Schule. \olksi111(11111 _r und -o/iale \tjheit im weite-ten Sinne des Wortes um-- f.ilit. Gerade in der! piahti-thou BethtiiritiiLT wird sid.i entscheiden. ol> die-ereligio-«- Judentum eine Icbcuge-talteude kraft hat. Der gei-tijrn und w eltaii-diaulidiei. A u-einanjer- -et/una' «lienen \oVtki4e und \ rbt'it-gcmriii-diaftcn. ltn i Mittelpunkt «lei Arbeit -teilt die Lrfa — uiig der Biliel als rcliiri'n-er (Quelle., f fne miueji'-ure Aufgabe fiir den. der weil?, wie -dird.i- Arr-tandu- 1er Biliel al- Quelle der^ ileligion in I\il.istina \er11.idil i-l. wie die Bibel. fiir weite kroi-e nichts ail- «idiei-t alein I ehrlc.idi (kr Gc-cfiidite und Archäologie. I )ie-«-r Aal-alte werden he-midere I «dir-llinden gewidmet, die aller darii!>er (li1: ei- ,i.'th (len /u-..nu zu der Cie-amt heit der Werte deju li-ihe?. (a j-t ■ •- (■r-ihlielledi -ollen. Die Vor.in — >'Ji ' i li _ i ii r a!'•ein n i .. ■, *i :e-er \ rt i-t der Gedanke, «lal! e ne " - -ei,, |^i _ d - •eliaii'i-en I ebendie Kenntnis «i .- I!>• i- -•'!•-• i... . M ei vriiht auch, -iih mit «I.-ji -e -I ge’l Kl t(l”i. -1 /'"f UM 1 I Ce II 1 le!l'e r T-( lt(-II. I TI IlC-OIl 'Ic'- ■ e •' , - :- i! ■; t - _ -fl. A . f r ■ . ■ M L■ ■, I | >i-i II--: Mi-uliendeti an —;e,i-:. . \\e,.-. <:,• .1. I; :• '- -n \ er; u - l i! t u li aen -.tat I. : j _ >- r ‘li;ii a : eide AA’erke (1«*- 'alli ,i k;i' 1 f. ■■■» ■ 11. i - - n ’\ •.( k--ih ii liten nahe- -i . .i -i . \ i!i .n-t i’iip. ei. liier.(i i-die und pa la- '. \ e.meiu 11"I 'r i!i. I dl I e-eml. dem i - .!: -i y,- i , . /nr \! iic ii na -t<-'n-n. iin.l;a I. ■ ,,, ,j M.«h in den \rikiH-eii stickt aller -de. i i ■■ ■ ■ i i ‘|eli; di a't-.cli eat weiilen -o.ll. «ticeici;n V . ' : I I Ire •( 1 . i_ •'■ r \ eian-tallun'ieri. Die I i-'-'i i 1. ■ - ■ f ■ ■ i | u •--■; i11 ^e. 11udet anl (1ii‘-i‘ W ei-e e <:•■(i II i'i:"- .. -i r l>Tr dir-!’ iiuliederiTne in eine reliifiül>e- -'nal'e .. I-.! .1' w -entlieh i-i. Mm fallt -ie in Heim-- a i I ■( / - i;' i: i. . -: - -1. 11 - ie :-i die I r.r.'rh der Indirii i»(heil iei 1 der i i_a e" 1 :, (l-i hell knl HT ei ll" cf ii ll rt wird: Die '-di\i!j ij.;i 1 -1 ■ a •■-»Iler ’/.,hl mit ‘lein Golte-dien-t'\erlniielen unl\ " i I l'iii'ci Idnaiidurch reeidtthilüiie Jn^enifn (chyiiitt.i .e. Im de cnp- | n aeiidlnld io! hek zur \ crfiiirun r .-lehft crl 11*’t. ->,h' leliliilr -inid . \ n-lit/e zu einer w irk-amen ->o/i.'jla rfieit «oiiiunlen i ' A di h -teilt die \rln it im Anlari/i. mufi i-t die Gem«‘inde. um die mau riiist. in W (irden Mier -«fion sj«-|it man ihre Gc- -talt. .kann mau -iifi .elf (.rifiul' der « iel-eitisren Ansätze ein- Bild davon iukIo ii waliier werih n -oll: ein kulturelles und so/iale- Werk, daan) «ler Cirnndlaite einer l<diensnalt«'n und lelien-v rrlni ndeticu Beliirio-ität ruht Wnnderlnir. «li« gluuliiire C.ew ifüieil zu spiireti; die alle die-e Men-then in ilirer Arlieit Jic-eelt und die-en \ er-ndi zum Gelingen führen wirrl! ■k /.ii i:«m h < : jnc'.ltvn 'Thema verweisen wir auf den "Schriftwechsel 7»;x»-hen den Herr«-r. Rabbinern J)r. M H 1 k - Haifa und Dr. M. Dicncmann- Ofienbach über .A**'ttL>diensti5evtaUunii in-Frez Israel“, in der Aprjlnammcr der vom P K t I n V erlabe Berlin herau»t(ei£ebencn Moi>al**chrift „Der *» r i n VX-- K.-nutren dk- Gelcffenheit, mit besonderem Nachdruck auf dieses Or^an hinzuweisen, das im jüdischen Leben. Deutschlands an Inhalt und Hohe. 'Vielfalt der Gesichtspunkte, Rang der Mitarbeiter und Glanz der Dar* Stellung eine Sonderstellung cinnimmt. Auf den Leitartikel des Aprilheftes ,,S\mboJisches Handeln“ haben wir bereits in der Mai-Nummer des Gcmeindvblaücs im Zusammenhang mit dem Bericht über die Rede hingewiesen, die Herr Oberrabbiner Dr. Carlch ac h anläßlich der Wiederbeiset/ung dvr .Gebeine des Chachams .1. ßernays auf dem Hcgrabnisplatzc der Gemeinde am 22. April d.* J. gehalten hat. Für Tora wa’Awoda Ks wir«l oft zu wenig klar erkannt, «hilf im Zionismus zwei GiMlaukeugätige zu-ammenges«.hlosscn siml. «1 io — wirklichk«ütsfrem«ler I hoirie nacft — voneinander gelöst, für sich >e II»- stäiulig sein könnten. Der Zionismus meint nationale Idee und kolonisatori-che Aufgabe zugleich. Das Bekenntnis zum \olke verleiht «lern Aufbauwerk Begeisterung und licroistheti Schw ung. Die Aufgabe, lire/. Jisrael auf/ubauen. gibt «ler national«,ti Idee eilte r«*ale Basis; «las kolonisatoris«?ie Werk sdiafft «lie CirümlUige dafür, «lal? «ler jii«li-ihe \ nlksge«lanke ni«jit 1 —topia, itn Xiriiemlslgmi, bleibt, in «lieser Konzeption «les Zionismus erweist t-s siift wieder, «lal? Idee und Idealismus ihrem I rsprung nach miteinander verwamlt sind. Von dem als Ziel i.'rkaunteu strömt die kraft fiir «las eigene M irken utul die Gestaltung des persönlichen Lebens. Wäre da«-Bekemiliiis zum jüdischen Volke unabhängig' von der \ erpflicfitung. am Aufbau Lrez Jisraels mitzüzw irken, so bliebe es l.ipiK'iiliekennt. ni'. bla-se hleologie; «las kolonisatorische W erh ohne die nationale l<lee wäre bestenfalls i’hiluntropie. Auf «lie Dauer aber erweist sich, daß nur «lie Idee vom A «i 1 k cwirksam sein kann, die nicht zu materialistisch verstanden wird.. Das heißt bei uns Juden; «lie nationale hier wird ihre besten .lind tiefsten KröTte aus einer Auffassung gew innen, «lie sith zu innerst mit «lein ewigen Quell unserer reljgiö-en! eberlieforung verbunden v« eil!. II.it man aber schon einmal die Wichtigkeit «ler h ordern ng (Kt religiö-en Tendcn/cn im Zionismus erkannt, so wird mau auch di«‘ .Notwendigkeit «ler Stärkung «ler l’o-iticMi der Meii*c?u-n be jahen. <|it‘ sich und ihr I .elien für «lie *\ erw irklitlnmg «U-r religiö-en C halu/iiit oin\etzen. Dem rcligiö-en ’l’oel null! auf -einem weilen und -chwierigen Wege, von «ler Idee zur \ erwj'rklichnng llill'e crc-br icHit werden. Dabei darf nicht vergi—-eil werden, «lat! ehe positive" I ei-lHne liir deii. religiö-en ( li.rb;/ den (hurikter <!«•- Z. u - ä t / I i «- h e n trä vt. ‘Scholl bei dein l’ro/eli der l in-ehiihtinig -ind be-ondere S«fiw ierigkei.'eii /ii überwinden. \ rbeil-»tc’.lll"ii zu linden, die <"ine güte Ausbildung. aber auch die Saldi.illieiligung gew ahrlei-len. i-t -ehr schwel. . In maaihc ii l ändern vcrlamrt «lie Innelialljjng der Sjiei-e- L'C"-et/e währen I der Beriif-iiin-cfiiHttung grnl!e Opfer von jungen Mcn-dn n. B«"i iler Au-hildtmg «ler religiösen ( haliiziin «lall di«" gei-tige 11adi-cfiara nitlrl vernacfilä--igt wurclen. Ji—cfiiwa". I.et n/.entrefi, Seminare b«‘/eic?inen «lie I lappen des- Wc-gJ—. aut «fern yj«" eine gründlichere Schulung erreichen. Das alle« -ind aber Dinge, zu «leron Durchführung eine «fialn/i-ihc* Bewegung <l.o nolw endigim Mittel nidit ins" eigenen Kräften bcreil-tell«":i kann. Dabei ist zu beilenken, «lal! die Aktivierung der Jndenheit für «fit» Bedeutung «Iereligiö-en Gedankens beim l’alästinaanfbau er-t sehr spät erfolgte: midi sehr vieles i«t auf «lie-em Gebiete, i«leell w ie m itei i«"ll. naib/uliolen. Der Keren kajemet stellt «las I.and fiir «len Aufbau zur Verfügung, der Keren llajessod erfüllt, von «ler <lur«h «len Keren kajemet geschaffenen Ba-is ausgehend, gleichsam «lie AufgalH-u eines Staates, unterstützt A erwaltiing. sanitäre l .inrichtuugc‘n und «lie aiifstrebendeii Sie<lluugen. Der Kennt Tora vva i\wp«li hat «lie Aufgaben zu erfüllen, die wir zu-ut/lich nannten, «lie aber in Wirklichkeit Grundlegendes betreffen, br soll ein Geschlecht junger Chulu/iin erziehen helfen, die ihr Leben nach «len Grundprinzipien des Judentums: Tora vva’Awoda (Tora und Arbeit) gestalten. Nur ein starker Keren Tora wa’AvvcwUi kann den auf-tr«"ben«len jungen religiösen Siedlungen den finanziellen Rückhalt geben, dessen sie fiir ihre Aufgaben bedürfen. Hier mit Wort, Tat und Leistung z-tt helfen, gehört zu «len vornehmsten Aufgaben eines jolen Juden, der fiir «lie Stärkung un«l Wirksamkeit des religiösen Gedankens beim Aufbau Lrez Jisraels eintritt. V Versicherungs-Vertreter und -Makler Louis Glaser Hamburg 1 Kattrepelsbrüdce 1 Gegr. 1905 Ruf. 33 01)6 . uf 55 77 95 priv. Versicherungen aller Art Max Levinson Hamburg 13 Grindelhof 7L73 Ruf; 44 82 91 Versicherungen aller Art Siegmund Silberberg Hamburg 36 Känigstr. 21'23 Ruf: 34 6818 Versicherungen aller Art Bitte bevorzugen Sie unsere Inserenten und nehmen Sie auf das „Gemeindeblatt" Bezug!

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