Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 3 (19.3.1937)
- Date
- 1937-03-19
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Solle 4 G c m t> i n (I c b I a 11 der Df atsch-lwarlitischon Gcmi-inilp Nummer 3 mannigfachen Aufgaben mijiI Anfofderungen, die ihrer als Angestellte später «urteil. vollaHl gewadisen sein »enleii. Dit- Möglichkeit, rtnc Lehrstelle /.n finden, i-t l>esonders für < 1 i«- I5iährigen durchaus irt-ui-ln-n. allerdings sei betont. «luH es für diejenigen, die auf die Beobachtung' <lcs Schuhhat \\ert legen, muh immer viel zu schwer ist. eingestellt zu werden. 1i-t dringend zu wünschen, dal! hier vonT nteinchmerseilc wiiklieh alles getan uinl. um den Beweibcrn — wenn nur irireml möglich — entgegenzukommen, t Dr. Lifo I ulk und llan<lelsknr-e für Auswanderer Die Spraebder Beratungsstelle liir jüdische Wirtschaftshilfe, sind im September I9>3 eingerichtet worden. Die Bezeichnung ilieser Kur-e umschreibtauch ihren Aufgabeirkreis. Sie dienen einmal der EfJernufig fremder Sprachen, b/w. <ler Krweiterung und \ci tiefung fremd-prachlieher Kenntnisse «Inreh diejenigen, die «tu- Deutschland fortgehen wollen. sodann sollen sie denen, die umsdiiditen Wullen. Gelegenheit jreben. die notwendigen jrrun<llegcndHl Ki nntiii-se für kaufmännische Berufe zu erlernen. Die Kurse de-.innen im Herbst!"■>>: zunächst wurden ein englischer, ein französischer, ein Stenographieuml ein Budi- [ührurigskurses eingerichtet. Heute, im Marz. WV!. naeh Anerkennung uml Genehmigung der Kur-e ilurdi <lie Kulturuml Schul he hü nie. we-rden wöchentlich I* Kur-e mit etwa Jim» Teilnehmern beiderlei Geschlecht« im Alter von 16 bis nahe/u "jn 'Jilh-reu abgehalten. Da» Ziel der freradspraehliehen Kur-e ist die sdinellste. prüHtmöglidtc Steigerung fremdsprachlicher Kenntnisse b/w. ■ Ii«- - I rlernung; -ie sollen die Kursteilnehmer befähigen, «ich im \ii-l.iiule in <ler fremden Sprache in- W ort und Schrift flieen \ ofkenntni nippfcn gegliedert. Kolik raffen" — g r u id»ä I /1 ii Ii »\ -Ii-Hl.il i»ehe nl erhalt fing. Ifikalifdi l< ii.l /ii verständigen. I >jc Kii i -e sind ii.ii Ii i i aiil-lrigciidc G 1 i mm inl •hii.h ntlrchc gr. fe.rdi-ri I der k iiilm.iujuil.eklllle ü;>!.- zi l>i r-_ grnmllcgctulci keilen' etile möglich nJien ILmlel-k t gr r.-pi.inj l>r trko C ii ii i i n h , l. -en der Teilnehmer in Der I riterricht w irjl in der fremden Sprache Ausbau <li - täglichen Wnit- Vorlräge. 1 eliertragungs- I chuugen ii ml einsthliigi'jr«" tu II Kül-e i-t Iii den der Veirmitt- Kernt ii r--e in den kauf munuisehen Kerliglelliilie I rlejnung der freunl-pratliu/ (englisch, fran/ö-Lsdi. spanisch. Iiedern -i<h ikmeijtfSprecheiid in Kurse für Buchführung in allen Teehuiken mit Al>-ihliil!üliuiigen bis /dr Bilan/sidterbeil — Linhcitskurz-ehiilt mit an-chliehVudcn Diktat Übungen zur Steigerung <ler( Sehrcihge-wundthcit — fremdspradiliihe Kurzschrift mit aii-ehliehViiilcu Diktalübungeli uml Ircmd-praehliehe I l.uulel-koi re-pomlen/ in den genaiiiiteu Sprachen. Innerhalb der Kurse sind die Teilnehmer muh den Vorkenntnissen gegliedert: auch hier wird durch intensivste Arbeit-ihre l.ei-tung-läliigkeil weitgeheml-t gesteigert. Im einer niöglidi-t grollen Zahl von IVr-nncn die Teilnahme zu ermiiglidien. sind die Gebühren niedrig gehalten <- RM monatlich für eine Doppelsinnde wöchentlich). Dvr Unterricht bindet nur in den AliemMunden stall, dadimh i-t oem Berufstätigen die Gelegenheit gegeben, duielf weitere Ausbililiing /u einer .Steigerung seiner l.ei-lung-lahifikeit KU gelangen. Die* Beratungsstelle für jüdische Wirtschaftshilfe i-t bei der Kmrkhtujig 'und dem Ansbau der Kuyse davon äiusgegangen; dal! die Auswanderer nur dann befähigt sind, in der Fremde Festen Kuli /u fa—en. wenn -ie vollwertig ausgebildet und -o auf das Mächstmkfl ihrer Leistungsfähigkeit gebracht sind. Sie weil!, dali die Krweiliung gründlicher fremdsprachlicher Kenntnisse nur einer *ell>stverständlichen Mimlestlonleruug genügt Sie weil! auch, dau man die-e Kenntnisse nicht schnell uml oberllädilich erwerben kann, sondern dali langes, intensives, /ielbewuHtes Arbeiten <'.i/u gehört, um sie sich neben der lairlichen Keruf-arbeit anzueignen. Neben .dem nnmit|ell>arqn praktischen Wert den die Kjurse vermitteln, erwüch-t dem Teilnehmer mich ein innerer persönlicher Gewinn: das Bewußtsein,' das eigene K'mueii durch eigene \rbeit gesteigert ZU haben. Die Reichsuertretung hui -oeben -l'iilitliniiiii zur Rc'gelimg der Bernfsausiiildung und Bertdsilirhiciiichtung autgestellf. >ie gelten für die Berufsvorbereitung (Yorlehre. '). Schuljahr und Vorbereitung liir. I el>er-ee-ii'dliiugl, fül die erste Berufsausbildnug in Deut-hliml Und l'aliistiija' üntf' für die Berufs-, Umschichtung in Berufe des Handwerks, der Landwirtschaft, der Industrie und der Hauswirtschaft. Sie sind auch, für Jugendliche .iii/u.u"end.n. die eilie übel du i cli-ih uitll iche Kigllilllg für den k.i'iliiiänni-iheii Beruf lie-ii/en. Die Richtlinien igren/eiti die Zu-t.iiidi-keiteii der Reichsvcrtirefnrrg. den Bezirksstelleu liir BcTHfsausbiblulig uml der jüdischen Gemeinden ab. treffen Bestimmungen id'er die YoslÄhliHigszULsrcbüsise und die I rfinderttisse der Viisbildnng und^stellen Grpmlsütz.e fjir die iirzlliche Versorgung und Betreuung ^owie Tür cleii Kmnkheitss'chulz uml die So/i.ilxei-i< hei iin^ auf. Sie behaiuteln schlieHlich die Daner, während der Zuschüsse gewährt werden. : , ... '. " t Die Hamburger Schlosserlehrwerkstätte Die BriufsausbiUlung heute mehr denn je zi So/ialarbeit: denn \on ■< ih n von Juden weniger w itt-dialllichen Berulen Jugendliche als Arbeitski I m Ifen Jugendlichen wm le neuerdings in. G. von P/nfc'sior B n n d y die alle ju^endliilicn im I Ai!n it-|>l inmit hamb A'rlwiten vertraut mach im w iegend latnlw irisch, (im Schlosser- «Hier Tis< Vbefii.:ilh in verschien I! Ein Versuch planmäßiger handwerklicher Ausbildung ler jiiJi-chen Jugcndlicheli gehört den Hauptaufgaben der jüdischen ...er guten tAiisbilduiiL'.. besonders in :epfl.egte;i handwerkliiheii uml lau Iliängt es vft'lfaih ab. ob der judische aft im A'i.Jamle si<h bewährt, die uiitige Vorbildung zu vermitteln, r ii H - B r c e s e ii unter <ler Leitung •ine Aii-wMndei'i-r-diule eingerichtet, lahmen einezwei Jahre umfassenden erklichen und landwirtschaftlichen ihnen aber die Möglichkeit gibt, -idi Ftlith-gürtnerisch oefer handwerklich eilietuf) aU-VIlbifden.. neu I eilen de- Reiches be-lehen auv ge/eidinete M.iglidikeiten, die Jiigendlidicn handwerklich und l.iudw iit-chaflliih /u schulen. Üenn auch nullt wie in GroH- Bree-rn. wo die Klexen auf eiiiem l.ebiguto sowohl bandwerklictie wie landwirtschaftliche ArlieH leisten und wie in einem Internat untergebracht' riiud, haben -doch die die Lehrwerkstätten und Siedlerschulen besücheiu/en JugeiHllichen Gelegenheit, gründlich ihre spätere BerufsäHieit kennenzulcr'iien, um so mehr, tth» sich die Arbeit diesi-r Linrichtungen auf emeii der grofien Bernfszweige konzentj^rt. I in Bei-piel solcher Bildungsarbert die im Laufe von luchr .ils zwei Jahren .iiifgebaut wurde, ist die SchlosserlebrCerkstatte in Hamburg, die unter «ler Mitarbeit des Leiters dejft jüdischen Schubuml der Jüdischen Berufslierafungsstelle von der Beratungsstelle für jüdi-ihe VVirtschuftshilfo mit Ililfe'des Leiters der Schlosserlehrweik-tätte Organisiert wurde. '.-1