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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1937-03-19 · 3 (19.3.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
3 (19.3.1937)
Date
1937-03-19
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nummer ,*! ti v in e i n d c h I u 11 <l c r D e u t s c h - Ts r a e fi f | s r Ii c n C; >• m <■ i u d Seite J Cri trinl I' (i r U t> : Die- Hauswirtschaft als Grundlaxe Für weiblich'»' Berufe. Die letzten Juhre hüben uns die Bedeutung «l«-r hnuswirisdi.dtliihcn Arbeit für die judischel 1' rau e'i.ndringlich-'zuiii 1 i > - - wüßt sein gebracht. Trotzdem bestlchl 'noch immer in vielen kreisen, in Schulest, bei Kitern and Ihm Jugendlichen Vcrständiii lostgkcit od«-r ( deiehgü It igkeit jr«*j^fii iber »•in«,r gründlichen h i us wirtschaftlichen Schulung <I<t weiblichen Sehn begrüßen daher aufs wärmste .Im I' ruwiihundcs ai(1 .'der nttiisfenen. W ir Beschluß <l«-r Vertreter «h*s l.e h n'i 1 z Tagung, liir eine liuusw it tsehaft- Jüdisch je-<h*s Mädchen vor der Berufsausbildung lulic Ausbildung zu forile.ru. ■ ■ l)iittuusvririschattlidie Erziehung hat die? Aufgabe, dem Mädchen »'in bestimmtes Maß an lilniswiristluifllitliem können /n übermitleln. Durch die Gewliiliiiiing an systematisches Arbeiten, an Ordnung, Sauberkeit, «buch Wecknng und Siärlvii iiir «U-s \ e-rant wnri uiigsge f üh ls bietet sie gleichzeitig e,inc Grundlage für'jede Betiirsarbtit. Vor allem alier gilt <-s. B e r ii f s khil'te auszubilden liir den 'KijizelhatishaH und für den Betrieb: Es ist allgemein bekannt, daß in der llaiiswirtsehalt ein starker Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage besteht. Ein Ausgleich ist nur /u schaffe-n, wenn es gelingt, einen qualifizierten Nachwuchs zu schaffen. Die Ilaus« jrtschaft in ii I! ein gelernter Beruf weiden. <ler gründlidif Düren.- ■ iiii. und ler \usvlüdcheir r Hanseil, J'.ink in.lerrbeiteu bihluug, die gar uiiht ernst genug genommen werden k tüchtige« können verlangt. Kineu: breiten Raum in bildung nimmt naturgemäß die Plräk-is ein. Das soll tUebtig werden in allen häuslichen Arbeiteu, in du arbeit, im Waschen, Hügeln, 1'laUcji. im kochen, Back machen;' in der Nadclarheit, in Kinderpflege um erzfehung. Das junge Mädchen lernt fachlich richtig, und erlangt durch Lehmig sicheres können nnd die notwendige Gewandtheit. \ > Daneben ist gründliche theoretische Vertieluriig errorde-rlieh.Lrnrbciten der chemischen und technologische« Grundlagen der Ilauswirtsehaft, der Erfordernisse der Gesundheitspflege Iiier, in Palästina und im sonstigen Auslände, ebenso Beschäftigung mit den w irtsehaftliehc'n und geogi Dingen der verschiedenen Aus« aii<lerung-lan<ler. Viele unserer jungen Mädchen bringen nicht di Voraussetzungen für die hpuswirtschaftliche Arbeit fehlt ihnen an Konzentration und Ausdauer*. Jedoch wirtschaftliche Arbeit ist zu erlernen, wachsen« für ihre Aufgaben und das Bewußtsein, des Könnens das Selbst vertrauert und helfen die Abneigung gegen .den Bcrijif der Hausgehilfin bestellt, f I ■> uibt VerschSedene Möglichkeiten huuswirfscl Ausbildung: : . phisthen nötigen mit. ' Es lie JlBUS- Ve^ständiiis rwcekcii HTWirtden, die illlichcr I. I r e im i c isf be-i fäddidi ii id pJiihiani besten Meh u i innen ein Uli'. eil Ziel der der i e Ii a ii s w \.r t Sc hat 11 i'e aushalf« dienur durchführhiii ■. gogisC-ll flüchtigen Hausfrauen, der Hauswirtschaft; 2. <l i e A ii s Ii t I »I u n g j m Hei m bei r ie bj in und Inhalt <I»T Arbeit in erster Linie die Vexsor llcb/iiiusasscti [st. Häufig erfolgt «lauf-bt-u ein Ausbildung iiij schulischer l oim: 5. die II au s;h a I t u n^s;s c h u Iei die den V oi dal! siel sich methodisch und pädagogisch ganz ai dürfnisse der Schülerin einteilen kann, l iir die lliiushaltungsafhnle ist Vorutissetzjing, dal! arlieilet und »ach Nbiglichkei! produktive Tin AllSClllufl an die Schjlfische Ausbildung ist ein« Ii a I 1 p r a \ i s in [einer i'amilic ihIct in einem Heim diu, die möglichst in Zusammenarbeit .mit der Schule .-i , |l)ie bausWjrlschaftlichc Erziehung hat in »•r-.ter Linie Berufskrälte auszu'biklen für den Haushalt und für den beirieb, sie bietet außerdem die Grundlage und die Voraussetzung! liir eine Reihe von pflegerischen und Erziehlichen Hernien. In laml und auch im Vuslanije besteht eine starke Nachfc Ifujusgehilfcn;"die Berufsaussichten sind sehr gut, liesoiuler« liei Spezialisierung im kochen imIct in der Kimlerpflege. .'iufstic-L'sniöglichkcMteu bieten der Heruf der II aU S b e a m t i nLund der der Wirtschafterin (nach der llaushultiingsSchule 2—1jährige Praxis,.dann Eluusbalfpflegerinnenkursuslvon eiujähriger Dauer, Anerkennnng nach weiterer Praxi* von einem Jahr). Weiterhin ist später noch Ausbildung al> leohnifcbe Lehrerin oder als Gewerbelehrerin möglich. Ferner Dänen auf die bauswirtschaftliche Ausbildung auf: der Heruf der Kindergärtnerin und Hortnerin (Oberjsekundareife oder schul Wissenschaft liehe Aufnahmeprüfung, .«Aufnahme in das kindergnrtiicriiiucnsemin.tr in Berlin erst mit [vollendetem IT. Lebensjahre-, vorher hauswirtschaftliche Ausbildung, anschließend ramilicndicnsr von Vs Jahr. 2 Jahre Semitiarausbilldungj. , k i ndc r p'f Ieger i n nien a üsb iIduing sdllllbildung voraus und bildet aus für die Familie. Aussichtsreich sind die Berufe der Säugliiigspflegcriii, die amh eine gründliche liehe- Aiisliilduiür voraussetzen. Kür die Sä Ii gl i I iuzef-! hat. re Hemoilerne «ic I ^beusua'B Arbeit leistet. H a II s - notwenht- Deutsdi- .igenach setzt Arbeit -l> VoJksiti der kraulten- und hauswirtsch ifirin gibt LEHRHAUS DES TEMPELS Im Rahmen der im Laufe dc?s Winterhalbjahrs stattfindenden Religiösen Feierstunden spricht im Zyklus 4- RUckblick des Juden auf das 19. Jahrhunderte ■' ' l als letzter Redner der Präsident der Reichsveitretung der- Judep in Deutschland. Herr Rabbiner Dr'Leo'6 ä e c k- Berlin, über das Thema: - , Vom 19. zum 20. Jahrhundert Sonntag, 11. ApriL mittags 12 Uhr. im Großen Tempel, Öberstraße 120 Die Veranstaltung \tfird von Chorgesang eingeleitet und abgeschlossen! beginnt punktlich und ist unentejeltlicn jedem Mitgliede der Gernej'nde zugänglich Der Vorstand es eleu 2jährigen Lehcgiing im Kruukenaaiise 'Ter Jü<lis<hen Gemeinde in Berlin. Staatse-\anien Line Weitere Aiisblldungsmögluhkeil besieht im Jüdischen .,saiij:liiiuslieim in Berfiii-Xic-der-1_ Schöll ha Ilsen, AusbiUliiligszeit ein'Jahr, keine staatliche \iierkenuiing. Ratsam ist zusatzliche \usbildiihl' in (>ymuastik.' Die Jüdischen Krankenhäuser in Berlin. Breslau. .Frankfurt; und Hamburg bilden kr.iukeiis<hwesterif Ulis, staatlich«*. Prüf(lll(f, nach 'zweijübriger VcirlH'reituug. C*iite|Miigfithkeiten liestehen ferner lür technische Assistehtinnen, «lic* in Laboratorien » Berlin, Breslau. Miineben nusgebildet w erden können, für t >r1h/i [lädiiineii.- L'i-gelx-nenfalls mil Massage und Schöidieitspflege All diese Berufe lijeten hier noch gdhiigebd AiTic;it-iiioLrliehkeiteu, und ,.<liejenigc-ij, «lie man drai-ßeu iH'gehrt, sind die haiisw irtseditiftfieh-tiichfigc*ii Mädchen, die mit gevverbbjdie-ui «der soziär-pflegerisdn"u iukI sozial-] sagt Hann i k ,i i m Iii s k l in den f i am iibu inle-s iiluT. Li aueijiaiisw amle i u il. , Gerade <Ji«' hau, u irt-e hafi liefieii Berufe bullen im Aasla ile gutu Aussichteu, « häufig Munge*l aii gei-chulii-n klärten b MäiUheri. da» ijieht au <h-n Beruf di-riki. kenntllisse erwünscht; da die eigene rung die l.e*be i|skosJe-ii \eibilliji;und < im Haushalt das Hfnli-Iieii in ^lie- A erh rutlgslällilcT e|leie liiert. '■■ eil » f 11 i eil;idagogisdl«*u BläHeru d.-.s ibste i) , I Line* gute h a Iis w j e <l e s j iidrsche Mürlchi .( Hei lifeu" lÜeliscTie*!! d ■ 1 liausv» irttcfiaftlichei i-schiikte (laitshähfuhiiu* I ehergangsslelliiii," lluissc d«-r Auswande« Ui feid u n 7 ' l}il>lt>lii ll iii<lfl-li hn r ji «it<'tlr Hfi i r . J Verkäuferin und Kontoristin ■ E|ir. den . Verkauf wud.die I iiterbriiigiingsm«'igl.utike-itcin .Vc*'r« » liällnisniäHig gering.- wühreud die- Ansichten für koiitoranirei sh-llle we>e*iitlicbgünstiger siiul. » e n n (lie inierlälüiclie (ii ini<l- Iwrderuifg "erfüll! ist. e»c^m nämlich <|e*r Bewerber.:AtIgun-r, Liguung und eine rechte- Bcriifsauffassjiiig ibiUrriiigt. DeiUdurüber mitsseii »ich «In--Berulsaiiwärternbii Litern und I rzijjIllings.« be rechtigten vor alle*irt ganz klar Sfi'li; De-r. kAufmäiiiilsche Be-rul ist-kein LAusWegfjrruf"' f- \« ie heule iiöc-h-t'ie| zu v iele meinen — ein Beruf, den man ergreift, «eil die 'Aussuhten woanders so sddcfhl oder hier vielteidil gut sind iwler die Äusbiblungszeit kurz i-l: *ioiubsrn «K-r k.iu.l- Hiuuiiisdic Bend, verlangt — u ie je*el«T andere, nfdit me-hr. nicht;- weniger - Bends- und Arbcitsciguiriig'J eine eiiiw.aiidlivie AII.-\ gemein- und e-ilie tadellose I aehbildling iin.l darüber liin ius\ eisernen'EMU, Ärbensfreude nml lelidiulig« Aideilnahme im Geschäft. ■• — 1 .. Je geeigneter der Bewerber, je vielseitiger e-r lur se-ilieu Be-ruf nusgebildet Und verwewlbar ist. dt-sto e-h.-r \vir<l e^r einen l'osie-n firufen; desto schneller sieh einarbeiten, desto sicherer seine Position bei.....ptcn. desto größer weMten seiiiK! AidstiegsHiöglichkciten und «lest« gröl!i-r schließlich wirej sc-iit Verdienst werclcri. \Ner Tüchtiges, leistet; hat auch heute Aus-, sichten, als Stenotypist, Kontorist-Buchhalter und ausländischer Korrespoüdenl eine* gute Stellung zu Hnden. Abe-r wirklich tiieh-. tig i\ir«l man nicht von beute zu indrgcn und auch nicht diycn■ ^c-iii pa ir"- noch so gute;r l'riv.itsbiiiden. sondern tüchtig wir«l man mitdurch Üebüllg und E*ffahrungl «lurih ein«- muster:iiltige, gründliehe* theoretische oderprikfische Ausbd.l.un-i. Die zur Schillentlassnng koneme-n leli und dem kaufma misehen Berufe* rnstiel.e-nih n MädctlMi.Sollten sich be-wulH-v. ei d -;r. wie wichtig und wertvoll die prtikliscMc Lehre für sie ist. «Inj sie voii Grund ms formt und erzieht und s,i sthult. «laß sie den

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