Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 12 (18.12.1936)
- Date
- 1936-12-18
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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NumiiKT 12 G e m «• i n clt h I a i ( der 11 <■ u f s <• Ii - I s r u »• I i t i n <• Ii e n G e ni «• I n <l e Srin i Erlösung «Irr Meli- {rt-jri-ii die Juden Juden > laflige st, die m* llilH sondern Hessiniii-miis. 1k->i<-IiI eine ständige. Spannung zwischen und christlichen Völkern.. Der Jude ist nämlich de* l«-il> /enge <l.ifiir. «lall der Messias noch nicht erschienen. ch heil noch nicht erfolgt ist Nidil als eine Nation neben anderen. Heu Gott die Jinli-ii mit einer besonderen Mission auftragt, sie zur Mahnung an die ( nvollkciimnienhrit der Meu-chhcit aufbewahrt hat, erwachsen «lie Gegensätze zwischen Juden Uffd christlichen Völkern. Demi im Gogensotz m dejh aiulcrcn 'Nationen sind'die Juden kein „Volk" irrt gewöhnlichen Sinne, sondern eine |vnn Göll gestiftete Gemeinschaft., der er leinen Willen durch nie Schrift offenbart, die er mit ihrer Bewalnung hetraul hat. Diese Tradition, der «lie JikIoii das \\ i~11 um die kommende Ivrlösung der Menschheit verdanken, vcr|>flichtet sie keineswegs /um Kosmopolitismns oder zu' einem sonstigen politischen System; im Gegenteil lüfll sie ihnen auf politischem Gebiet ihre Entscheidung offen, verpflichtet aber zur Wahrung ihrer, g e i s t i g <-n r! vi ste n z. Denn sie umt nur sie begründet den nationalen Bestand des Judentum- — fiilirt /u seiner jec-istigen Gesundheit; das jüdische Loben i-t ausschliefflidi geistiges lieben; aber, weil es sidi ausschfieRlich auf <las Geistige beschränkt, weil ihm der natürliche Rhythmus von unbewußtem Dasein und Se|bstl»ecviiHtsein fehlt, r-t sein Geist auch ungeistig. Diese Ungeistigkeit ist eher ertraghar als die Begründung «• t»«.-=-; eigenen Nationalstaats, wie die /ipnisten Wullen: noch unbefriedigender wäre alter ein Aufgehen in an.leren Nationen, «lie Vermischung mit anderen Völkern. \» ie die Assimilunten sie erstreben; denn das führt nur zu emeni Verfall der Juden nud nicht einmal /ur Schaffung eines kulturellen Zentrums in Palästina; einer Aufgäbe, die die' Auer- •kennung Rosenzweigs gefunden hat. ,i Im Gegensatz zum Zionismus und /um modernen] hisln irischen Bewußtsein, das sidi gerades im kample gegen die biblische Offenbarung entwickelt hai (Spinoza, Voltaire!), Im> gründet Rosenzweig im.....h seine Geschichtsauffassung- — die Geschiente soll nur die I Offenbarung kommentieren und ordnet sie der religiösen Erkenntnis unter: denn Gol|t sti llt : er bricht wohl in die Gcjidtichliheu Gcsdiehen teilhat, ..ahei et in ihr; tüte er es. so würde er niemals einer Sünde!'erlösen, So ist-auch nie I rr alles'jüdische Bekanntmachung betreffend die Aufhebung des Grind elfriedhofs. Die uhterzeHihneten Vorsfände bringen imlrr ninu tit Ar. / rfes Gevom Inli die Ulms. rg /.'{. .liothrn- 'iiliri' II 'Ute ilrr . ntrd muh bringen, die zur ilrr Stellung des In trat pich nicht in der Geschichte ein. wie er« an jcsjlem silll erschöpft sidi ui«-uia fled Men-chen mm lö-u ngsbedürftigkeit Geschehen. Wenn nun auch lung /u einem höliofei durch Gotles Wohl haben, so ist dodl d srhiiften r/es BQR't die' Erben </«•< Toten M'firpn Der Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Der Vorstand der Portugiesisch-Jüdischen Gemeinde. Iis llll lie Voraussetzung für lie Krlösung der Vlensdiheit, ihre J VN ainddifT Juden III i-t und'difl len Willen Kt ittelbdreu Gea nntnis nwart liehe Ani- ...Im. Menschentum gewifl i-t nw v<in diesem göttlich Krfiilliing dei niimitlc in ihrer I nbo-l iminlhoit die verantwortungsvolle tä die. , Gute und schlechte Tätelt sind gar keine mcjHburea Grölten: Uns die Situation erfordert, kann nur im Augjeiihluk der Tal entschieden uferden. Das Inn der Tal ist ni<li| allein au den Willen des Handelnden. Glitt's ,/u Inn, gebunden; ihr Vollzug wird auch'durch d.r. Können be-timmt. und die innere Kraft. Iiichl ein lediglidi'lierechnender Wille, gibt itiitieMifit den Ausschlug I>ei jedem enlsilieidi nden Inn. I )er ..W ille'" v ersuch I < Ii - ii lud zu ülierw iudeii, ülier seine I UjH'rbittlidiKeH /u liiiischen; alter er vermag nichts tri*geiiül>eij seyner VV jrklichkeit. Clegen «len BeschIIIR, gegen die Wald Gulles*i>l hilhts' .iii»/uriihlen. So muH der Mensch mit M-inem ganzen Iler/Jii und seiner ganzen Seele j»*de Tat so tun. Miik sterilen könnte, und als "Ii Von seinem I seine eigene I »iLrkeii und ihimitdie llerbeitiih nistiheu f rlösungszeit aliliin.'e. Infidge dieser i lM*rlt*itsdrafi; — sn meint Rosenxn'eig is ^leiischen iiiii'aal da- Näd»ste eingt>thränkt; e weitreichende /ie'e zu erzwingen: aber, wem l.elztentscheidende, das mau (iotl HberlasseR -I darf, so kann.man ilmti die Bedingungen so vienn es nurtritt, in höchstem Malle wirk-.im Sprich! sich'so in Rbsen/weigs Ajischuumigi heil-eines kranken. gegeniilK"r dem In.le aus iiiischuuiingen entwickelten-sich iiliriLrenvor kuuir -5 so «lind sie doHl keine-we^'N Zeugll liehen Mangels an GesillicHleit. Im Gegenteil ihnen der Wandel de'» religiösen.wer As-miil. neigten Juden) ums wieder, /u lletiiiiiin Coli es mit dei Hrfülldjitf ni'ir.ili-ili -itllulier.fllid in «lie /nkualt: nun i-l-e- -k. pti-ili mvenuliei Ulisuills geworileit:, dier Irolzdeifi' e- Ann nichts er\».;r1et. hol es dodl im \ ertr.aiieti [Gottes den Sprung in deic Glailben;hi i_:t ^iinim stilltvt vi muh i in i/hhiliwf \lsäri£i'n auf ihn- Bekanntmachungen in \r. H mal meindehlatt* ilrr Deutsch-Israelitischen C rnieind -'<). März bztV. 6. April ii./, rnirul zur Ki t / herreste der \auf dem Cri^deljriedhof ll< dem Re.grnbnUfd.atz der beiden Gemeindi überführt und dort in tteiohderen Feldern in wieder beiitesejzi wera.en sollen. . / . Antrage nuf FAnzeiexhutnierunK um! Wirderbrfxetzimg in Einzelgräbern künden noch «< h r i f 11 i * der Deulsih-lsraelitischen Gemeinde, Hiimiti ttaumchnussee. 38, gerichtet werden. Ihr unge Kosten, dir zu Lasten </<•< tntragstellers ni bekannt gegeben werden. Antrügen auf VerJ>riagun[• von ('hrrrrsn n ilrr' inj dem Grüidelfriedhof Bestatteten auf nmlcrr .jüdisihe Friedhöfe wird in der Regel nur SfalJgegeben werden können, nenn die Antragsteller die Zustimmung derjenige! Personen bei' i un iiiis llurn muh den \ nrjeden in II II^ der liitidigcji ler VupriH r.h» i^keit. nie—1a- I l|c|i"Stlnk des wäre \ i-rkelir.t. in.in Li udi «+.iml!, nie iJialleji. k'r;!- L. II die ii - seinw sein»"! eineM piegejl forde drill •lassen- Grurtd. f rkranper-onj.iill in Hon Iijclil rtb'icv I s /]«• len sali" teu npuinistisdi lein Kii|tiir«i|ilireiliein ml Aft \\ i_--e,n ( .:i i le Zur Chanukka-Aktion des Keren hatora 5697 j Aul Wunsch Je» Kcren hatorj noch nach dorn Ch.inukkoloil vo^oMcnin«h« Zweimal im Jahre wendet sich der seit .13 Jahren segensreich wirkende Keren hatdra an äi«f jüdische Öffentlichkeit mit der Bitte um Mitarbeit und Hilfe Der diesjährigen Chanuk c^-Aktion des Keren hatora kommt besondere Bedeutung zu: die Anforderungen, die uns«??; Jungen an ihn stellen, wachsen von Woche zu Woche — die Erhaltung der Keren-hator »-Schulen erfordert immer großer werdende Aufwendungen, denn die Eltern sind immer weniger imstande, Sch ulgeld zu zahlen — die drei Heime in Frankfurt a. M. stehen vor einem schweren Winter, der große Mittel erfordert, wenn der eigentdieser ihre 85 Jungen weiter kräftig ernährt werden sollen — die vielen jungen Menschen, die vor oder nach liehen Berufsausbildung sich noch dem Studium der Lehre widmen, sollen erhalten werden Die Berich|te jungen Menschen über ihre Not sind erschütternd, hier gilt es in größtem Maße zu helfen ' Keren hatora stellt seine Mittel allen zur Verfügung und leitet daraus auch das Recht ab, sich an seiner Bitte umtatkräftige Hilfe zu wenden. Keren hatora bittef'daher die Empfänger der Keren-hatora-Meifoia jetzt, nach Chanukka, für jedes entzündete Licht eine Spende von möglichst mindestens 5 Pfg-. in die legen. Jude und Jüdin seien sich bewußt, daß es eine Ehrenpflicht gegen unsere Jugend ist, Kerr^n zu helfen! Mit dieser Hilfe trägt jeder Licht, Hoffnung und Lebensmut in die Herzen unserer Jugend IJe mit noch Menora zu hatora Landesdirektorium 'des Keren hatora in Deutschland Hamburg 13, Heinrich-Barth-Straße 21, Postscheckkonto Hamburg 2 4 7 53 i