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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-10-16 · 10 (16.10.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
10 (16.10.1936)
Date
1936-10-16
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Nimmn r 10 G o m o i n il i' Ii 1,111 il er D'e 11 t s <• Ii Sejte'l'3 Daganja und das Kmek najarden A nt Siklcwle ckss Tiberias-Scefi <l«»r| wo «Ier Janion cdiäiimeucl d.is riiIii^<- Wasser in stürzender llusl vcrliiHt; liegt die älteste Kkhai . des I.indes, büglinju. Der GegttNstft/ zw isihen dem, jras ist. und «rem; wuS war, ist liier liesoml Uterwältieeud. 'Weit dehnt si<|t die | ' Osten und Westen begrenzenden 1 Spärliche Stoppeln bedecken die abgi! Itaheu ihre lueiten, «lunklfii ftegenI dehnende K(üche gesetzt. Schart geschw nngenen l mriRliniei «h-r üln-i gestünden leicht durch hü ngemten Zcl Einerlei der gelbgrauen l iur ab, <ji«.' Bliik lesthült, bevor er zu dem nfriendeq lutigang des Jarmnk-Tal ■ rand weiter schweift. Der Mittagsvfi kleine Staubwolken iiuT und treibt .lirennende unsdö'rrcbde Sönncnglut knapp daneben, an den Westranddei Ialeliejngelehnt, yitu dem in tiefschliicJitlsem .Täte s»ti verliergeiHlfii J.irden im Norden "und Westen hi-irrcn/t. in tropislhef P/Nail/eilfOFIe wr- ■teckt. die jüdische Siedlung. Ilinh.iulni.^'eude Palmen mit breitausladenden Blnttlevpnen, spitzaufstreliendo Zypressfen. dicht-' ingene Weihlaunen, saftgrünes GelJüsdi. blühende Blumen .liehe zwisdlett den ml Brüih.i andern der Berge. '( rntelen I'elller. Beduinen r/elte mitten in die siiih 'Zejdineii süh I i<* reiften drei oder \ ier Spannllliilsp.iunun^en gegen «Ins einzige Belebung, die den in [mächtiger Breite sich s im jenseitigen 'Gralieniud u irlic lt .allenthalben .i i. •......_ :.i. i___ . u: mm lu Hilter.' iih her '— lieh. und Strümher an gepflegten (Inrtenw e.m-n, tropische fülle und Gppigkeit, kühler »«hätten unter dichtem Givwerg. Wie ein \\ linder stein diesi' rflnn/.oas.e hart au «Ier staiililielaiLeneu. von klnffemlen I I rock™rissen; «1urih/ogen«lii Jnrcleneliene pulsendes - Lehen. nt|hen ausdörrender ff rockenheit; I nd doch empfindet mu*i das \<m fleifliger llaipd in hingebungsvoller \ 11-< 1 ■ iick der im 'Boih'|l ^rueeknng ungeahnte Arbeit Geschaffene als den natürlichen heiuhnr nur aitf ihre I der suht'rop schell Soll In' seid limine rüden K i alte, gewartet haben um Ullll 11 ielikriifte zu entfalten. Der breitunsifetuhreiie Weg führt «liirch die weite GrulM'nebene südwärts Die,X .i .ibeiirüuder »ii d /u weit eiiltejnl, um den Kindfucfc der tinfiirmigkeit nicht m/kommen zu lassen, ilii sommerdürren Stoppeln zu grnufulr.heii, um sie zu . beleben. Fünf Kilometer südlith <les Tiltcrias-Sees senkt, sidi plötzRch die Straße und fülirt eine Briuhstnle |zum llilthtMiberg-Kraftwerk an «h'r .Mündung des J.irmuk hin.ib. Die weichen Merjrel- - Schichten der Talehene .sind «ihlu<htennrtig tief xoiiysieij- Wandigen ETÖsiOftsrrhnen zerschnitten, -o dal! in.in von unten den tindruck einer rcichgeglieclerlleii Landschaft erhält:; Von allen Seiten mUrklen enge .Nebenlal|tiei| und bewirken, dalt die Haupt rinne unvermittelt die Bühlau:; ändert und su auf kleinem Baum immer neue reizvolle Abwechslung entstellt bin Hirt u nd lallt auf dem knapp 40 Mete Ziegen weiden. Dadurch kleiulorm eine der stiin lenlangen lungsreiihe Klcinhil milchte mau sagen < hohen Hanf »innt die' sehr reizvolle lntimit.il. Die Überraschung, nach Gteidiförmiek< Ier zu finden. lie Lieblichkeit Staubfarlie leihen würi dem Ganzen einen eci'as Metulla, der nördlichste Punkt des Landes Vom Tiberias-See führt die Str Boscti l'ina die Meereshöhe und galilüisdien liergl.indes <lor«fi die w Riesenqrteflen entspringen hier Im klüfteten KulkgcjlHrge versickert d and Hissen und sammelt üidh unt seine SchnfÖ indsifialtliifie ii<i i.i i 'i, , ■ >, ii it lirpliitzliih iliw eifiserhjöht nur den Iteiz. fast wtrnn niiht die gelhgraiie herben (ji undton \eriftr nordwärts, ersteigt vor ii Ii r|t am Bande des obereit«j llule-KItene. Drei. \ ier rt .im Wege. In «lein zeris ■.liegenwii—er auf Spaftebi ririlisHi zu Kinnsalen und Wasserfall von HctttlUi BüHien.die dann bei ^üti»lLei Lagerung <hs la -iein- .qn I nlfe des Berges /julajre treten. I ine dieser' Kieskiiu|ueUeli tu;ibt gleich an ihrem I rsprange l itu; Mulde mit'ihrem e>.frischend kalten Wasser, Bei i'eai gerillgr'il Gefidle in dein \eisaiide1eii Sei-, bilden stiti dort <ib< rall I iiuipej stehenden W.aSsi/rsJ in denen «lie halbwilden Büffel mit ihren foeiten l^rueru snlwen, wo die l'apyfIis-Schihtstamli' Üi übei ni.inn-lnilu ii Hüsdielnfein last lin«lliridl<mngliches Diiknfil bildet. ■, Der Bliik von Metulla .ms ">imi bis tum Meter lioluueli.nl mit /ii den sibüiisU>n d,esl.aiKh-s. Der steile Bergriiikeii. miiI dein die im Sliniim'r •iLs;'|li>heoluftkjirort viel'lÄJ'fgesudite Siedlung liegt, sinkt »«broff' .ib. reich igi-glitslert und eingcfilrcht von tiefen Wusse Irinnen. Heidts im \\e!-lijn reiht!Ä«h, Kette hinler, Ketttvizuerst -.ndl. d.iiin ~t. il aus ib-r'J bene ajlfsteigtMwl «las Berel.im) von. ObdrgüHI. gohtbriillzi', gelblir'aiiti ' in der strahlenden Sonne glän/ewl. Ttfieiidjs fein geglh'ch'rl durch den reicheil Weihsei der im Bot der nuter^ejn nden >i'iinr blühenden kammriitken mit de»i viMletteii Sdiiitteii. der die Iviiiliefungen füllt. Dazu iii«verfris«heiKle, siaiibktan' Luft, die i|en Kimlrndk des Klarheit und I i isihe atmemleu I aiidsihaltsbihh-s verstärkt \oi uns breitet siHi di«- weite l.bene. das Niirdende des JnrdantalgiralKMis. Das Suftgrin «kr|S diditen- Schilftep|iichs '-rweikt hier!\on «Ier Holte di u I iiidruik i ine Knlturlunilschalt: In üüeicheu Wellen gebt das^i mühlich gegejn den llöri/out'iiis Blaue Uber, ibi^hunverbjlllt klar jede Linie deulliih ei keinibai . keine Duu»1 peispekti\e. .sondern remste I iifiltielenw n kuni;. link» im l)4ten steigen UIIKeclieilert «lie Itergo (iile.nls aal und grenz«'H mit iliiein **......II.......* ei IrtubtMrsten' 11 i-i be < Iriili .illir raillini^ •rlanfi den l .delrand da» Mild der w M'"'^«'boru« zwis«hen den Indien B«'Tgrüiicb''ru liegeilileit \m Hen l'ah . \ * t 1 ■ l ■' ■ * Buchbesprechungen — Literarische Mitteilungen Die Rechtsstellung der luden in Deutschland Dr. Heinz Dawid, Du- Ki cht^U llunf« der Juden! und de r judischt n Mi«bli.n£c m r^*ut^c^llJru^. AU Manu>kript (<i druckt. Berlin Juli 193b \l; I 170 S. 'Zu bv/nhin V<»m Judischen Cvnlralvirtin. < Das Buch enthalt eine umlassi-jide XusarjiniCBttciluntf alKr VurtthrtflCtt. di^t» m-it dem politischen Umbruch in Deutschland trlantva sind. Mtwcil nie sich auf die Kechtsstelluni* de-r Juden und der jüdischen Mischlinge bvzi.cncn. Bcsn^dert bervor* zuhdien ist. daß die- Arbeit nicht nur die gesetztichtjn Beitim«»uiiÄen enthMt, BoMdWrö auch alle Durthluhruniisvercirdnunilen und Verfudurnleti, K>«vci| sie sich mit der üerronnten Materiebelassen. Darüber hinaus sind;auch alle wichtigeren-Gcrlcntftcntscheidungen an den in Frage k«»mmrnden s*i IIn zitiert, kq d.-tli man div ArnrM wohl mit Recht als eine lückenlose Darstellung <Ur in Hetracht kommenden MaUnebezeichnen kann. Der Verfasser führt in der Einleitung aus. daO dem Aufbau «einer Darstellung keine wissenschaftlichen Prinzipien zugrundeliegen. Mindern es ihm in erster Linie, um eine höchstmögliche Uebersichtlichkeit zu tun war. Kr hat zu diesem Zwccjl da& Cesamtgebiet in vier große Teile zerlegt, und zwar in staatsrechtliche, kulturelle, wirtschaftliche und Khe- bzw. Familien-Gesetzgebung. Auch sind die Beziehungen, die zwischen dem Beamten- und Anwaltsrecht bestehen, berücksichtigt, ibin>n diejenigen zwischen dem Juristen- und Medizinei recht. In der Darstellung der Kulturgeset2gc-bung behandelt der Verfasser das S :hulwesen cinftchlu Ülith Jjigt nd und Sport, sowie die Möglichkeit der kulturellen [ elatigung. Kr untersucht ini Anschluß hieran die,Bedeutung der Kasscogcsclzgcbung In dem Gebiet ..Wirtschalt und Arbeit" «reiche sich auf die Betriebsführer bzw. Ii werden in diesem Zusammenhange die Gesetz [ die samtlichen Fragen behandelt, welche da< besondere die Arb'eitslusenfragc. erw.ihnl. in gr< w issenschaftlichi n Prinzip dt» Art des Aull». eile ..Khe- und Familienrec ht" * r« rU rt d«'r j V er|a>sei illi \ r - sich Yuit der Umgehung von \ti*chehs n h*jla«s«.B, sii allem ■il-'1 böte und die gesamten durch du M.i-«.\\< mn .'»standen«,n ch .andere Reih Uli «gen des Familimrechts so dat S.r.i.<r»«K< 1 Fragen des Adonttonsrochts der PflrAkin.de> und «Ur Vorinzsln erörtert, all« b urvt.'i Heran>iehung »i« r m Frige;k*MMierii. Ktniri b» nncvM n 'Abschnitt-, asser den Vorschriften uber a|tßervhertche4 \ .i"«br und imlliih Hintragen. Den Schluß dieseil Teile* ht.ldvt'di«- Dirstellung d«y *iil_ zummmenhangenden be\..|ke.rungsp.ilil -.chett Bestimmung* "i \*< tj.i nhsieruiigs- und das ICke-i sUndhVil-^».*et/ erorUr* 1",n,,»rSi" Im letzten schrillen, melchi die Fheschließui gsv Rechtsfragen. Ai unehelichen )llltt_ mundschalt wvrd . n einzeln erörtert djrfl hÄchstgericl llicben und s(.n«.ltg» n KnUchvldun widmet der Ver d> n llausangesti Khe und I' anulie vor allem Mit S tiert werden^ Die Arb.it hiutt als auße.r-<>rdi ntlieh fltfidiÄ tir"d s«»rgfüUlg b F.s fehlt keine d|ir m rragc kommenden Bestimmung' e iner derartig' hnet * er«?5 ri. Bisher lutt vs durch.ius ..»» Zus..mnunsu llung gemüngeh W» nrf "der \ <rU^% r auch, wie ob. n Besche idenheit s^gt. dall Mtn Vufbau seiner Darsti llun|; k. rM M für die Religion. wcrden die Rechtsfragen behandelt, triebsgefolgschaften beziehen. Auch über den standischen Aufbau sowie Unterstützung*wesen betreffen, inszuC'undelientn, so muß doch bv im rkt wordLl »aus und die Tatsache wie der Verfasser da« » n. rm, M.itctial vn - arbeitet hat. für seine, w isse.nschajtl u he Begabung das beste Zeugtti« ab!- |« >' bisherigen l)ars|ellungen enthalten stets nur die Vorstbriftt n einep b» sjimn}l, n Teilgebiets und ihre Kommcntierung Die vorliegende Arbeit i-I nni*- g.r..de in folge ihres umlftssenden Inhalts unentbehrlich für jeden ,udis..run Juristen der sich, sei es als Verwaltungsbe'amler, Syndikus oder Anwalt mit de; RccÄwMhmg dir Juden und der jüdischen Mischlinge/ in Deut>chland befassen muß Da das Buch leicht faßlich und allgemein verstandWch geschrieben ist, winj ei dar.ib.-r ktfMin auch dem Ziel gerecht, welches sich der Verfasser in seiner Einleitung gesvl/t hat. auch Nichtjuristen ein lückenloses Mild von dir Rechtsstellung der Juden in Deutschland auf allen - I.ebensge bieten zu geben. Ks hat überdies den V«>rzug. daß es bis auf den neue sten Stand' deT-Gesetzgebung und Judicatur lt-rtgef uhrt ist Obcrstaalsariwalt i.*R. Dr E. 0 u c k e n h e i m ■ r.

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