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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-10-16 · 10 (16.10.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
10 (16.10.1936)
Date
1936-10-16
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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S.u. 12 Gern' v \$ : l ' (..•■. i' i n (I o b I a I t der Deuts cli-Israelitisrhen Gemeinde -- Nuniiiifr 10 Hr. fffMC V ■ n ä < I l> ii u m Die Landschaft in Erez Jisrael r o r t * er t / ii ii g ' i Im Kmek Je-sieel Wimsu Ii vofii Knick' nur ahm «ler Landkarte her eine \orstclluug macht. In'ki>inm1 leicht ein falsches Bild vom ( Itarakter ,der Landschaft. Der auf der Karle ins Auge falileiide von Sinterst Bach N<ir.l-\\ i st durchlaufende Höhc-n/iig tli-s Karmel ver-, leitet da/u. andi den Kmek als eine ebenso durchlaufende, tiefe Qi/er.verbindunk zwischen «lern Kmek Sewulün hei Uaifa-Akku und dem Joidaiitalgrahcn aufzufassen, insbesondere dann, wenn in.in nur. wie »im I rez Jisrael.»I bcrsiihtskart«-ii /u Gesicht bokiiiBml.' fahrt man jedoch auf der Strafte Voji Ilaifa in den Kmek. so wird man eines anderen Ix'lehrt. kurz, hinter <ler kewaza J .i g ii r . nachdem mau die große Zementfahrik \ e s.c h e r pariert hat. sie-lii man. daß die Akku-Bucht ringsum \cin ff «dien ums. (Mint ist. Zur flechten steigt stender Halindes Karmel au. weit dran Ren die leicht gcsthwungc|nen flöhen dos •-L. Iltergalil. und cor uns wir«l der Blick. <lort. wo er den Zugang /um Kmek sucht, aufgefangen von einer Hügelkette, die den I Inek pegeti «las Meer voUkoronien abriegelt. I>er Kischou. <ler den Kmek entwässert, hat nur «'inen schmalen Graben in den Hügel rücken gegräl>cn. Hartlhiihgehölz-Buschwcrk lx-le-bt den Bücken. Die dunklen mehr in die Breite als in die Höhe •drä-tigeneiVn Bische /wischen (fein stiminerdtirjrcii Graseer- .silu ineu au "sieh irt>ersvhneidehden tlaiigiiiiicn dichter .und gliedern damit die Landschaft, indem siedie Gcländefeirrrim'rvörbebejn (Iber «lern dunklen Mäcihjengehüsch erhebt sich <l«r Ins /ur feinge-'gliederten kammlinie hinauf bewaldete karmel. I her seinem Kamm, stehen am frühen Morgen unbewegtich eine Kette jfeiRer »Voikcn, unten waagerecht abgeschnitten, nach oben häufig gehallt, das kenn/eichen des als Hangwind au der i Meerseite hhcttgetriehenen Seewindes, dessen Keucht igke-il sich liei 'dem plötzlichen Anstieg zu Wolken verdichtet, die sich nach der Kaiweite /u sogleich Wieder auflösen.! In den Kmek hinein n ullt der Blick nicht, denn die Hügelschlwelle ist einige Kilomoter breit. Gegen de« Kmek hin weicht das Macdiiengeliiiscfi Gebieten - extensiver l-andWirtschaft Getreide- und Maisfelder, teilweise abgeerntet, lassen den Blick frei /u.dem nun naher gerückten Karme-Izug. alic-r immer noch sieht m.iu nichts von der „Kbenc•". Kot kurz vor Mahalal sc-nkt sich die Straffe in den eigentlichen Kmek hinab, in den mit den Ablagerungen eines versandeten Binnensees aufgefuilte-n Beckenbruch /w isjthen dem karmel uiul den (iilboa-Bergen im Süden, dem iintcrgaliläischcii Bergland im Norden der beschriel>eiicn Bodenschwelle int-Westen und dem vulkanischen ßergmussiv des Giwat hamore--') im Osten m> ~~ ■£^■■■«■1 *$c*& hhek auf den Wald Karmel von der Rischon-Brücke aus Breitedes Kmek ab. steigt sanft an, immer steiler werdend, so dal? die Berglinie leicht nach innen-gebogen niilwürtsstrebt. Sie zieht den Blick niagneliscfi an sich, sie gibt der Landschaft als Gegensatz! zu den abgerundeten Kuppenformen der Kreidekalkberge des karmel und des Gilheiu,--./u.den jäh abstürzenden kalkfe-lse-n der Berge dos Galil unterhalb Na/arct den Stempel der Andersarligkeit. Auch wer nicht'ftewohnt ist, Landschaflsfiirineu als Ausdruck eines inneren Kails.il/iisammenliaugs im Aufbau der Ende JEU sehen, wird hier überrascht sein von der .Merklich senkt suh der ehemalige Seeboden von allen Seiten der Mittezu, Klikal yptusw ald zeugt von gefahrvoller Pionier arbeit der ersten Siedler au Boden, SchwarZ ist hier Stfj nun und der Schefela. 1 'Die Kahrstra|ßihält sich auf dein nördlichen-Berghung. Den Vbliang bin il) klettert Jiingw ab!.'| Ale-ppo-kie-fern mit' langen Nadeln. Von Bl|ten winkt die Re-'iltC <lc-r jungen-jüdischen Sie-d- Tiberias am Seestrand Knrmkruft eines Bergmassivs für <len C harakter eine* Landschaft sbildes. Das ausgedehnte /\ ulkaiigebiet des ll.iüran im Osiiordanland streckt hier eine Zange weit über den Jnrdautnlgraben hinweg und hat wie zum sichtbaren Abschlul! den spitzen Basaltkegel des Giwat hamore mitten in die Rieseapolje des Kmek gestellt. Am Tiberias-See „Sc-a-level. pne Ilajana" —ein breiter, roter Strich auf einem weithin sichtbaren ' Schilde am Abstieg der Straßezum Tiberias-See/ zeigt an, dal? man eben die Spiegel höbe des Mittelländischen Meeres passiert. Wie oft habe ich von dieser tiefsten Depression unserer l'.rdc gelesen. Aber mau nimmt eben doch nur davon Kenntnis, wie von einem Gesehidltsereignisi das in' fernen Zeiten an einein fernen Ortesieh abgespielt hat. Ahtrr vc ie ganz anders berührt dies im (.runde gleichgültige. Straüenschild -das I l leben. Nun stehst ein selbst am Rande des tiefen Jordangräbens, stellst in Höheder Mole; des Haifaer Ilaleus lind blickCt doch uoch tic-f unter dich, mehr als 200 Meier tief, hinab auf l'iberias. das sieb im Steilhang des Berges fast versteckt', auf den breite n tiefblauen Se-e. auf die klar und scharf sieh abzciehucudeil. last greifbar nahen Berge Gih-ads am jenseitigen l fer So als edi etwas l awirkliches plötzlich gre-ilbare (•estalt annimmt, d,x Abstrakt-I nendlkhe plötzlich in lumkrele Nähe rückt, zeit fernes Geschehen plötzlich leben gewinnt, so greift dich «las l ngewi'dinliche. «las ilidf Schild anspricht. Mit sinkender! Sonn«- sle-igeich von Berghänge jibc-r eler Stadt hinan. Dil/ hinler de-n lon der Verwitterung zernagten, .steil aufragenden Kelsen, die ilie Bergkrone säumen und Hütt die gleichinälüg aiisteigeii«le- S(huttlialele;. auf «ler icfi emporkomme-, be-reits int Schatten. Noch liegt die Stadt uiite-n mit ihren wjeifi, gelb und hellblau getünchten lläusei-ii vidi im I iefit. noch ist «ler Schatten der Gipfelfelsen nicht laug genug, um bis zum See ninab/ure-iehi-n. Alier schon zeigt sich der Gegensatz aea ins Blau- \ iedc«tte siii|i-n«len, «h-r Sonne abgewaudteii I algi-hänges zu «lein nodi im gelbroten Sonnenlicht glänzenden GipfjelfelsM. Kin Karl>enspietl das an Pracht, zuniiiimt, je mehr «lie Strätilen de-r Sonne «lie horizontale Dunstschicht der Knie duTchmesseB, in dem tristen Straßen-' I iherias aus die steilen Sonne vc*Wsiiikt bereits Mit hrj-ite-m Kul'e rll \ummir 3. S. 4. --| 1. Richter 7. 1 je naher die Sonne sich ilire-m Untergänge neigt. Blaiigrüu ul veraU'inpTt^ -<ii{ <lt>r Sl"1"!»'* i,Ils jenseitige l fer. Aber dort drülien dei Holen, nicht rot wie in dem Steigen «lie aoeh vor wenigen Augenblicken hlaugrauen Berge Moabs im Lieht der sinkenden Sonne in goldrötea Lc-iichten, in geheimnisvolh-s. wie von innen koinme-inles Glühien. über mir in ilen Kelsen strahlt die Senne, um mich her tiefblani-violette- Schatten, unten am See die hei leuchtenden Häuserblocks von Tiberias, dann «ler v\c-ile blaiigrilne. von den kleinen weihen Seh iiimköpfen der WelTen belebtcf See, dahinter ilie in der Abe-ndsomie glühende Bergwand — e-iu Bild, dem ich an drei Abenden auf die Minute' genan enfgegeBgehe'n konnte, von dem ich mich nicht loszureißen vermochte, bis in vergehe-iidein Glühen der (nicrsje Band der jenseitigen Berge de-n schwindenden Tag aushaudile. Ion gen, Irohlgedriegte Klaren, g<-»piert von langen üop|Kdreiln-ii s 11' z i ii im-r I ukalv ptiishäiime aii der Straße nach" Afule. Nor u;is st«-j »I eleguul geschw tliige-ii aus.de-r üilte-«le^s-Kfliek zu fein äns-gezofenei Aiilze "«ler luisaltisihe- \ ulk iiiki;gel-.ih-s (iiwat hamore. Mit brt-item Kuße ansetzen.I, schließt c-r last «lie ganze

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