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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-10-16 · 10 (16.10.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
10 (16.10.1936)
Date
1936-10-16
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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S-itr 6 ..[.-•■■ ■ . v Ci .• in >■ i n il e 1> 1 a t t ilor Deutsch- Israel i t i s , hon Gemeinde Nummer 10 jg ^_ t «i /9 *- * <J ö 0 Aus deu* Uaudtäcatc (ft^c^Uwt^ vieiiiiciii anuuuerun 11 m ~k r.ini'. iwrr wenn .nun nci Nn-bett null ~» Inständigkeit im Beruf und wegeu'der körpei anstre[igenilt*ren ■Vrlieil die l.amlw u tsjdiaft' als Erwerbs/v in 'Deutschland für «liejüdische ' JugeHid meist ausschied ]ft. .i>hu. ('. ii n i i n ii ii - I Jüdische Berufsberatungsstelle 1526—19J6 " Als mmti-hn fahren. .1 in 17. Oktnhc-i l'Cn. niil der I" ■ riititunir «K i Jüdiihen?Bfriit^l»t-r.itniij;—u-Mt? Bestrebungen, die jüdischen Jugendlichen haiulwerkllchen Berufen /ii/itl übten, eine breitere (triiiidlagc I'jiidelr. «tu w,.u in den meisten jüdischen Kh i-i'ii inii ncüig \ci-- in;oi« lifi dit-e neue Einrichtung vorhanden. Di- Bestehen einer staatlichen Berufsberatung am Arjieits.....i Milien eine besondere jüdische Slelle tii>i-i iIii — i.-i z.i r11.11ii>■ 11: ahe.| gerade die ."Schwierigkeiten, handwerkliche 1 eh i;iel!en »Ii Ii in le 11, . I :o < le i gesel/iMri'ueii- Juvenil da» I lalle:i tlt-sSähbirt- und dt i 1 eierlage ermöglichten, undnicht /um .mindesten die \ ei-«.lil.ditern iij der tt irlschafrslage bewiesen Jim alt/u sehr, wie notwendig die jüdische; BerufslieralungstiteHu war: Die l eberfüllnug «ler kaidmänniscbeu Bei nie. denen sich .null hellte noch -Ii i grtiKte feil der Juden widme). machte Vine 1 msth idiln ug in krisenfestere Berufe erforderlich« so dal! i.«lie BcTIlfsiimscbichtuiig das I eiimotiv der Jüdischen Berufs-, |>eratiHigsstclle v* utile.. \ <»r allein «las Handwerk und du- Landwirtschaft waren in geringerem Grade von Vrbeil»h>sigkeit betroffeu. ja brauchten •li'nelii andauernd Hilfskräfte. Aber wenn Much bei dem lltll l»/w tjig so stand doch' das Handwerk den in «ler St^dt ansässigen jüdischen Jugendlichen offen. Infolge des Mangelst an Tradition auf handwei^liifiein Gebiet, zugleich .iiuff» w egen «ler Gefahr,'' die in handwerklich«' Berufe gehenden Jiulen für «las ^Judentum /u -v erln-reit. >ifiIujr die Jüdische Berursberdtuiigsstelle schon /u I'c-iiiii ihrei Tätigkeit die Errichtung jüdischer Lehrwerkstätte^ wr. webbe die jüdischen Jugendlichen in <len Grund; lagen. ihrezukünftigen Berufs ausbilden sollten. Wenn es Miller Zeit atlvh nn'kglich war. ohne eine so teile Eini (fIlling auszukommen., weil der Bedarf au Lehrstellen bei i-Ii iii infolge iitieii-ivcr Bemühungen der Berufsheraliiligsiden konnte, so hat doeh der in den beiden ihlhare Maagel an Lehrstellen zur Verwirk- »: i i_ dei damals gejdanfcHi Lehrwerkstätten für «Ii«- jüdische I iij.miiI. gel ii Ii it. " " : kyar'jtfie Werbung für «las ll.nidwerk eins der IIauptiiiotiv«: i: diu Griiudun^ di i Beruf-lK'r.ilun;,'->lelle. s«i bat sie «bnfi eit>afs Uir^sthlitdflitfi 111 der \ ermirtlunir Jiamlwverklittier l.«'hri> llen ihre Iliiiiptaufu.ibe .iresehen somlern die Beratung und Ii: »telieiiM-i null Iiiiil' auf alle /.weifte des Berufslebens erlieiVl. Niifit nur Jii^eii.lliifu n, uudi Krwadi>enen, «Tie ihren iertd ■wetfiM.Iu wölken, h.it -sie .Auskunft und lf.it {repreben. Nul'ei SjMr/ifis»ti w irtMTiaftli<fien KAväjrnnf:e'n war für ihre »eratlitt: immer die rtsydiisdie und physisthe Kifrnüng <les v i ■ :iti ii Im den Min ihm. gewühlten Bend eiitsdieideud. Die elii-t«dlemeriiiitlluiig w.ii; kein Sel!»t/.wctk. Wenn die er- Mi_l. rli(b. Bi-rnfvreife niibt vorhanden war. hat die Berlifs- 'i i ii n ri_ — i«• If«.- in VrrliiiHliiit^ mit amb ren jüdischen Sndlen iii Ijill. i ImIh- M.iMn.ihnieii >urj:es<{ilageii. |ih\~i-ifi iind iJvchi-ili ««liw .nhe Kinder einer prefij:ne.tfn Tätigkeit /ii/uuflircH M i-miii und nodi . nicht berulsieileii Ju'gendlidieu «eitereti Sltiilbe»iuh eni|)foldi n. '. '■■ \ ergJiibi'ii in ii ihren weitge«teckten Zielen und dein grollen Infgaiirukiei». ib-n die BcTiif^beratmigsstelle snfi gi--te«kt i.iHil w.ii die / ild ihrer klieiitcn in den er^lcui fünf Jahren Iti - m-stelu iinur gering: in «ler Zeit vom 17. Oktober IWi in V»;. Juni l'»>| wind«- »ifi villi in-ge>amt sjij cVil» mniiiidui und "ii weiblidteu) Bern sanwartern aulge-mfit. lud >h'J sHnwäneni i-rfolgtv iiiit ih r lierufslH-ratimg /ugb-ich audi iml>li r-l» ll«n\'ei inin Inn-, \n\ /wir wurden l'l kauf-;; in >du- und IW haiidwe i^tidie I.« In-teilen vermittelt (die' ii u ip n \ ermittln Ii.'en erst ri-r-kei irti fidl auf Lehrstellen im I lausdt.' in «lei Landwirtschaft im I C.iirtnerei: im (.esuniUieil>- -e|i. in sii/iufen Berufen, uuli -rdem Verwi-i-nugen aul l aifihibrfiinft, »um I. Juli bis runter t"f)<) männlidie, otrrufslieratungsKtc'IU*: in IJu"> '■■■-lein 11 i 111 . ii Ivlle gediikt' wei . i/fen tahreii Till ii ii. 50. J. •ii \ ei niittliiuzeii t-rstrerkt tu «lei Lau Iw irrsihafl im in so/iuJen Berufen, aul! Im Ii-ill il Ii li i. Im /weiten in I 'nli. bcMidilvll _,IU'> idi«'i Bend - i n Wärter . die Heil erfolgte mit «ler Berul-b /« ii wurdVn 4JJ k.iufmai i I«t1en vc-riiiittelt. währen- «^.Lehrstellen und Kaifi-"« ru sAii-rgeu t-r-treiktc. (. geiiulK-r «lein i-rs <|i der Ulänulliileli . Klienten Weibltdien lietleiitend erhiihl: d in kaitfuTäiinisdie und liindwc. guiksten dir baiv'w (trkliafien le sdi iljjtu; «Ion Ju l 'u wandern und >-iifi Iii \ IUI «Iiiir 'Ii ir'ieü ralnng ein«- Stellenvermittlung, In' und JfiS handwerkliche b-r Uesl der .Vermittlungen nd iintei In i ngu n;i ii in anderen -!en Jahrfünjff zeigt dy«^ /weite eine A'er- «Jipliing'der l ali rk. it der Berijl-lier il nn :--Ii ile. Der f'ro/enf-" ii/ . Ii il -:ih gi gHTHilK-r' .dem der s lerhidtriis d«fr.\ermittlutrren liifnl.elir-!e«)liru hat -iili /urs.ellen »ei-iliolien. Die Aull I -iiili-u, «lie in I' il isiln i oib Absicht au-' r im \u ' mi i--«ii daverstärkte Interesse am I Li tu Iwleik. Da abei im l,aule«ler Letzten Jahre für «lie grofie Zahl der Bi-weiber um haml w erk lidie Lehrstellen nicht au-ic-ichend Irbeit-pl.H/e in «ler l'rivatw iiIsdialt /.u erhalten waren und ■dem langfristige Lehnm ili«- Au-w andei ung vetjccigern Wurden, wird der IMan. Lehrwerkstätten für judisdie Jugeild- Ikhe zu schaffen, «ler schon i'i_'(> eTrtslaiHl. jetzt auffeenoknmen. N.uhdein /nii.iili-t 1934 für «lie beruflich« Vorbildung «ler zjir Sthulentlas-iiiig .gekoinnii'uen h.iiidwerklidi intere-sierten iigend die Beralungssielre für jmlisdu: W ii U-«fiaftsliilfe. diu jbdiMhen Schujen und «lie Beruf-Iu'ratung'—leibgemeinsam |ne \\ erktoi lehre eingerichtet hatten, wurden l«J56 Lehrwerk- .iileu ,ge»chalfen, welche die Jugendlichen nidil nur solange andwerklid) förtlern', Iiis -ie eine Lehrstelle gffuuilen haben, ^andern ihm-n sv-tenutiMb eine grUiicIlichc AustäbJilng im lfandwerk bieten. Sj> -ind unter Mitwirkung der Berufsratungssfelle in IKimkurg eine Schlosser- und ein«- Ti<dilerlihrw erk-tätte ertiihti-t worden, für die weiblicfie Jugend wurden httusw'irtschaftlidie Kurse, für ihre gi-werblidie Atis- BiMnng in teMilen Berufen der gewerbliche Kursus geMhaffcn. Inf Anregung «ler Berufsberatiingsstelle fand zur Aufnahme in die Lehr werk statten und in <lie gewerblichen ..Kurse eine Ij ignirng-pi üfung Ostc-in 1936 statt, damit ungeeignete Bewerber eilt unnötig'die aus der Not geschaffenen und nur mit geringen litteltl \er>ehenen jüdischen Linridituijgen belastet!. VncA an der Entwicklung der jinliscfien Sicsillerscfiule in ilbelminenliöhe nahm «lie Bernfsberatangsstelle regen Anteil, t «loch die lamlw irtschaftlidie und 'gärtnerische Ausbifdung ine- ^«'eignete \ oi bereit II ng für die Auswanderung nach l eberishesondere al>er Mir «lie A.lija nacfi Palästina, lern die Berufeiberatungsstems seit Beginn ihrer Tätigkeit, mmer auf die Notwendigkeit -handwerklicher Schulung der Irschen Jugend hingewiesen hat. traf sie- «lie in de n letzten rei Jahren besonders schwere Krise des jüdischen Berufslebens icht unvorbereitet. Dieser \ nra'lssicht is| es KU <byik«-n, dali lamhurs verhältnismüffig früh und a'uf sicheren GAiinllageu He Maftnahmen treffen konnte, die für «lie künftigv* Berulsirigkeit «ler jüdischen Jugend von .Nutzen sind. Diätkursus in der Haushaltungsschule Heimhuderstraße Diätkuren, besonders vom Ar/t verordnete Krtstlormen, pielen heute in der Krankenbehandlung eine sehr viel gröl'er-' (alle als früher. Bei einer wesentlichen'.Zahl, ili«-ser diätetisch lebandelten Pers»»rtt*n kann der Arzt auf eine Krankeutiuiislebandlung vernichten und ihnen die Durchfällt ung der Kuren u «ler eigenen Ffäuslichkeit gestatten. In diesen l .illen wird er Ii «ler Kegel nur die Richtlinien aufzeigen, während die Aus-;estaltung im eru/.elnen in «ler II.nul «ler verätatwortlicheu Uinsfrau liegt. In ck*r*praktischen Durchführung ergeben sich labei häufig Schwierigkeiten. Krmüdende Kinföitnigkeil bei der («bereitung und /.trs^iminu^tellung tb r Speisen pflegt dem 'atlenten häufig den Appetit völlig zu nehmen, während Um- « kehrt eine «h in Laien geringfügig erscheinende Abweichung on der erlaubten Kostform dem Kranken ernstlichen Schaden (ufBgeh kann. Die Vermeidung dieser Fehler setzt eine gewisse» ystema.tische Schnlung ixtraus, die dieursächliche Beziehung cwischen dc-ni Wc-sen «h-r Krankheit nud tler bet-rt-ITehden LrlährungsTorni klar herausstellt. Diesegrundsätzlich«' I rwägung war bestimmend für di* Ünrichtniig und Durdifilhruug des Diätkurses au zehn Nach* mittags- und Aliendstunden in «len Monaten Mai bis Juli. Der Kursus war in seinemv\hi1kmi dreiteilig gegliedert Als unentbehrliche GrundLige-Tür das Verständnis der Diätlehre imeigentlichen Sinn,- des Wortes vermittelte Kräuleiti Dr. Olgi Schiff in a ii ii die- Kenntnis c-in -r Reihe w iihtiger Fragen aus em weiten Cä-bic-te der'Lrnährungs- und NaKrungsmittellehre. ruter Berücksichtigung des Standes «h-r Modernen Lrnähningsforschung w.uiden darauj die Anforderungen' abgeleitet, die beute au eine verndnftniäSige Lrjiähruiig <les gesunden Menschen gcsteHf werden. Die Darsl .-Illing einzelner Ki.inklu it-IiiI:ler. ihre Entstehung und Ihre siifn^eniäRe Bekämpfung durch entsprechende Ernährung hatte*-Frau Dr. ^Pf-a u t - Liebfeseih ü t z übc-rnominen. In je lein halle wurde «las Prinzip, auf das es ankommt, in einer «lein Laien verständlichen Weise aoBerordetitlich klar herausgestellt. An alle Vorträge schlössen sich Uebdngen an. di.-.Fräuleni Gertrudl' P a rd o lc-it«-te. Die I eilfielmieriniieii halten (■etegeuheit, das t.«-hörte sjc-ls unmittelbar in die Praxis lijn- /iisei/en. Koclire/epte und Kiistzusammenscrtzurigeti für die einzelnen Diät formen wurden besprocfi-u und eine 'Reihe dieser ' |K*iseh von den leilnehmerinnen selbst hergestellt. Es ergab steh. «I ii! suti bei jeder .Diät zahlreiche Abwechdungsmöglhh- •-ii im Rahinen «les Erlaubten scfinflen lassen. Der Kurs war getragen von der sehr aktiv-u Mitarbeit der lednehmerinnen.

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