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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-08-14 · 8 (14.8.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
8 (14.8.1936)
Date
1936-08-14
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Xuillllll-r 8 C »• m c i n il »• l> I n M d <■ r Do visch -1|s r areH;f t»c h 6 n G «• m ei n«1e Seife J der den Bund 'und die Liebe »leiicn bis bis tausendste C•«■••tjilf-tlit bewiihre, die ilin lieben und seine Getane, beobachten. Seien »lie Zeiten auch t-rnst, So wolle er und solle mit ihm diu Jinlenbeit in Deutschland nicht verzweifeln, sondern un efiie bessere Zukunft Klauben, <Icmiii Gorl - .Werde sein Wort in. dem erfüll»'!!.... j geselligen Beisammensein, zu »elthero nachher der neue Ghndiam. der Vorstand der l'nrtiiriicsixch- Ju i:-1;i i Gemeinde iiihI diu Ehrengäste sich zuxammciilaitdcii. tausendsten Geschlechv Hei einem kurzen Else 17 <■ h k e n 1 üboibrnchl»-- Ibrr li.-V David die Glürkwiinwiie dc>s V»»rL Standes der I >eitt»<4i-l-r.ifljFii-tiu-n Gemeinde u|i die rihwesteri gemeinde und. den eben m sein Amt cingefülmen t Ii Mimiii. W eitere A nspracheü hielten die Herren OTf eu bni jr. G« rTI, \ u'r e Ii > ">und'.1>r. -Zun! z lur den Vorstand dei :l Jehl stfii I-; lelili-dien Sc uilgiigeu-1erbu Ildes. -Namens \m-tanlck »ler IWtugt<-si(h-jüdischen Gemeinde s|ir.i(ti Herr Sea Ittel allen An »(/senden - und allen Ijcdiiern -einen hei/I i< -f 1 -ti-iji Dank aus. Bibliothek, Buch, Leser / Aus der Praxis für die Praxis »Wbndrous indeed (s the virtn<- »»f n inte hquk" -.igt Tboirint) Garlyle im Sujdnii Resarfus. pieses Wirrt haben sfefa seit Jahrzehnten »Ii»- «iffentlichpn Büchereien aller t^ultu-rlünJer «um Grundsatz gemacht. Wer jahrelang in der Praxis gestanden hat. weiß, welche Bedeutung eine gut qutfgebuhtej.Biicherc l.eser liat, welche geistig»» Verbindung Zwischen Buch. I .nun. j jüdischen Gemeinden. lie<.on|th»r£i l.eser hat, welche mistige Hililiothek.ir bestehen' kuii Die Bibliotheken ctr der C rot*- und M i;tel-.'cineiTiden, sind meinen Büchereien gefolgt und haben dem- Beispi» iih miII und .übe »-liier -i«h behon<lers.'.nüs relrgionSs immc'i-el /t i/n Über, ein Nersfani Werke le» V ori tinge >uht< lie \ itte r- und I exe\ ereiiix vorweisen. ICr limli l)i»-nxt ihr»'r Genieirklbmitglieder jungen Datums. Gewilf. es waren Haren in »ler llaii|it behalten, <la sehn ft liehen Werken /ii 'Gemeinden ging man Kähmen hinaus auch geschulten Lesers Breslau kann um 1hek »lex jüdischen I.oli bestand setzte xi-di n< w ixxenxihaltliehen n ei tristischeil W i rken /ux gliedern des .Vereins / vorzüglich aufgebaute agogcn-Gemeinde Bres Die Bibliothek unsc nach dem Weltkriege bestand auszuhallen und »Inrch wertvolle Ankäufe zu ergüuzeiKjich »lenke »labei .in i Verewigten Rabbiher Lciin<l<>rfer und Nnb» und profanen Wissens warten hier der II nicht xind alle diese Bücher »lein. Leser en rem kcn. Knllen» minien. Di» .'»•!» igünglich n und .111. ' rer Gemein in sesteilU Sie sjiiti liuchhcslämle vdrb ti'.'eu (Mielx»h und gelstc n. Mit »lein \\ och üb»-r den'iwisseriseh nix »lex-wisseiisd einzustellen. Die ( *en Jahrhlindertx »I für »len MT uiid ■'» - »lie r allg«- f. in doli /tum Teil uden. Sie i|»ht \(>rs.whsehtum der aftlidien lltliih uiiemein» le Biblio- \\ ixkenx'iiiaftlifhen aus rii. Jahrbüchern u Bililiothek u ar im r S e liildet den (ii und iteteu Bildiothi-k » ist jüngeren Datums.. |>xt begann man, den vorhanden» Prwerbunjen uml ie Bihliotli . Schätze bung. < Ii - ii ii tu zugänglich populär- Kl liell»-- len Mdto(^ der ei S\ ii-- u Ruch» I i kcn der üdischen th lantfe \erarlieituug. und Ausweitung IrOdeutet für den Bibliothekar ein ansehnliches Stück Arbeit. Der Laie sagt-: „Das Buch bekommt eine Nummer, und ich kann es .entleihen." Ganz so einfach ixt der Weg vom Buchhändler Uber den..Bibliothekar z.ijin Leset nicht. I.h «l.ul kurz »len Geschäftsgang aufzeigen. Dax Buch liegt auf dem Arbeitsjisch »h-x Bibliothekars. Ks ist Kon ihm geprüft und für die Einstellung als gt»cigu»t befunden. \crfaxscr, Titel, Preis weiden in ein Zugangxjournal unte|r laufender Nummer eingetragen. Dana bekommt das Buch seine Karteikürte mit genauem ..Signalement". Gemäß seinem Inhalt wird es in eine bestimmte Abteilung (lex Bücherbestandes eingereiht und bekommt eine K^rte im Schlagwort- und im Sadikxatabig. "■eringxtes Werden Verfasser iimjl Titel in;uloge für »lie Leser eingetruaen. Der Leserkatalog steht entweder in Poriii einer Kartei oder in gedruckten oder geschriebenen Bauden dem Benutzer zur Verdes Baudkiitaloges liesteht darin, »lall gleicher-Zeit einsehen können, wahrend Benutzung oft ein „lebensgefährliches .'Ii hat. '. I . J ' Buches. Weit Wichtiger noch ixt der Weg Alx Letztes und nicht G die ausliegeuden Kat [ügung. Der Vorteil mehrere Leser ihn zu die Karlei Ihm starke Gei I ra n'ge" aufzu weise I )as ist der W eg des und zum hier am Platze, von Lcsorpsvil ologie /u sprechen. Ich lasse Jein Paul das Wort, der einmal gesagt hat: ,.Ks gibt Leser, die sind wie Schwänune, sie saugen sich voll; n gleich, sie biMuilteii nur »las Schlechte; sidt .Hilde- Lesen von »ler tiltgairgstürder Büihi-rei zum Buche- Bibliothekar. I x w a I» ihunche sind den Seih» nur wenige sind den Diamanten gleich, »lie »las Licht ii nehmen und, es in gl» thekar muH Meuscheiikeini kommen, zu verstehei das Gesicht »ler Leihbi Er« achseneiibildung. Bücherei betritt, ixt vom Kind selbständige uns unr Führung und die Bücherei selbstüi dig and pfieheroien — sö haben wir die Buchbestände heran Buih heraus. Kreihii theken sein, w clihe \ ii eher Stärke zurückstrahlen.** Dsr Bibliolii' Menschen, die zu ihm xiichen. erst dann verliert »lie' Büdierci liothek und stellt sidl in den Dienst der Der l.eser. »ler. heute .eine jüdixihe um Wünschen geladen. Iii su wie wir Arbeiten* und Erarbeiten verlangen und »eleit vorbehalten, so soll auili der Leser benutzen, einigen de Wie?. In vielen Großiii einigen des Hamburger' Staates — haben wir »lie Freibt ndauslejne. Der Benutzer geht au die upd sucht selbxt das von ihm gewünschte (Uiusleihu kfinn nur in solchen Biblio- Haum und viel Personal zar-yerfüjgnng haben. Im den Buchlx stand selbständig kenueu zu lernen, t'eht »ler l.exer all/»leu illslie-cu \:'u Katalog hc-HUI. Sc'i e- Zettelt katulog oder Buchkalalog..c|t inull so aiigell-gt sein, daß sidi auch •der einfache Leser — mit dieseui r einfache Leser — mit < n mtrsseu uir n —■ » Belletristik uml \\isveieHlAaftliche I ii» u n jn lischeii Büchereien iin'nu r. redinen — »larin bricht z.iiredilfnr l«-t. uiß tk-lletristik uml w i-x.-nsit.jttlutie l.lterutui sind >getrennt ,ui zuführe.!. Im .hellt'i i - Ii ■ c Ii i n Teil soll l.e\ je lern Bad en. d.i.- kurz .ml dcii Inhalt Ii inwei-t.' d.-t. schrieb vor c-iin/gcti Jahrc-ii-eiu rühret -I' jeinj-Hli sehr < i-vt/tidieu Auf-jlz.;T>Mi i;i lic- I iKfi^tüi Ist .iljili.ilieii-iIi null den «•ii. jüduica nnd ilel>r.ii».i «enU-a ^< sonderi c-in Schlag« ort sieh eil, d.i.- kurz ml den Inhalt hiiiwcixt,-d<-üi] „I il.'l verführvil", xchrnb vor einjgeli Jaliien -ein In Inet des Biiihei(Si..rbe'il in eini-uli Sirltr efgi>tzticheu Auf-at/. Die w i x s p\t s , J| a-f 1 I i- 1 ycrfusserij zu'.ordm uüfgeführt. Neben dem alphalietisihem K.i1.1 \-u i-l d(-i Sin Ii k i 1 a I J fii.i den Leser »Irilue.nd".«rforde.rhuj. i m seine iW'uuizurig modite iih von ei nein konkreten Beispiele aü-xgelieü. l'iii Bei nutzer wünscht ein Buih Ülu*r seiiiV; llcninntgymeiiAlc\ nennen wir sie Miaux»-« in Bayern. Sailrkibdo«: (. e - » Ji i» Ii t e d e i J ii d i-ii i u I) e u i x c h I a n d — I. Allgemeines. J. kiu/etni; Staaten. A. Baveru. All.cineine'-. — Stcliltgeschichle. I nn-i \ \\ird er irlx-.i s»ine | leim.il gemeinde alle- Wissenswerte fiodell —■ l.s gibt Sachgebiet»-, welche eine große Zahl von einschlägige^ Werken aufweisen; 'In. iliesefti' Fülle wird -uh der l.eser \'it\m Bibliofhekar beraten Iumscn oder gemeiusttin mit'ihm die f rage kommenden Werke iliirchschen. Bei »Iii Benutzung ler Kataloge xind die Signaturen der gewünschten Büchel aul/n schn-'dx-ii^ elq c-x das, llt-ranssu»heu lirlcichtcrrt. IXdiet halte uh c-x für notwendig, daß (ecles Blich — auch »Iiis kleinstc —• sem Signum hat Ich Ii.die oben, vöq der I exerhciutiing c»h r In-x-er von »ler Beratung zuj-chen l.exer und Bibliothekar gesprochen Die Zeiten, da S p i t z w t x Bibliothekar auf der ober-ti n Sprosse einer Leilei thronte und jeden Liiitr-eteuden alx personr liehen Feiud bot räch tetej sind vorbei. AN Kind hatte ich grotte Angst, in eine ölleiilliche Bücherei ZU gehen, weil »ler Mit Uli „immer su beise war". Der Bibliothekar voü beute, und l>esonders »ier jUdisdre Bibliothekar, soll zum MitteJpunkt degeixtigen -Lebens vieler Meii-clien weiden. Das können Wedel - »ler ßihherWurm, nndi der Bürnbeamlc*. v das kann nur ,1er Mensch, der im leben steht uml Verständnis für seine Mitmenschen hat. * Noch diu Wort über »lie Ausleihe für die Jupcndlülieii. Selbstverständlich -ollen die Kinder in die Bücherei kommen.. W ir haben wenig gute jiidixche Jugeml-chi illeu. oll Konjunktur^ Ware. Ith halte ex für gut.'ei.ne 'stunde »ler <M-xamt.iiix|eihe len Kindern vorzubehalten. Biblintlirk.u und Kindervv'erdcn dmu einander miherkommen. "Auch die Ju-r»-ndli(h<-n sollen zur selbständigen Benutzung di-« Buchbt-xtaudes ungihaltcMi wercletri Die Ausleihe und die muh Leser benutzten Kataloge werden tunlichst in einem z.waiteii muh kesezimmc-r getrc*niuteri Ii.nun sein, damit Benutzer und z*ieitungsleser einan ler nicht stiin-n. Im Aiixb-ihc-rauin .soll genügeinl Kaum vorhanden teitt. I in .kleines Aiixlf-iheziminer. «lax mit Tischen »ollgextellt ixt. n. welchem xj»h auch wenige Lt-ser-drängen müssen: erihiiert pejn« lieh au das Schlangesteheu. " Noch eins, ilax vielleicht alx unwichtig cTilchlet werden wiul Pünktlichkeit ixt die Höflichkeit der Könige. Biljllothekeli sind ^qläste der Geisteswissenschaften.' Die da ein- und ausgehen., nuigcn höflich, »I. h piiiiktliih sein. Lnsere iü»lischen Bibliotheken werden pünktlich geöffnet und ceschlossc-n, die ()»ffnungs/eiten kann jeder Besucher tnneh dteni Auch sollte iii in . weniger egoistisch seinWuikl entlieheüe Büdfer, zur festgesetzteu Zeit wieder abgeben: c--. gönnten'andere l.exer die Bücher benötigen. — Bücher sind gute Freunde; gute l'iciimle soll man nicht kränken. Bücher erleiden' Kränkungen in Gestalt von Fettflecken und Lse4sdh.ren. Kndlich noch ein Wort über nri'sere Gemeiiidebibliotliek. V«vr Ungefähr zehn Jahren-Ii duich in. einem kurzen Vnfs itz im Gemeindi-blill die Notwemlkkeil einer gylorgaiüsh-rtcil .Genieindeliibliothek für die Hamburger Gemein,le d ii zulc-en versucht. Seitdem dürft»- kh »lie Entwicklung »ler j^jlritötliek verfolgen: von «ler Bbtnstrufte.nach »l»-r johusallet-; von da n uh »ler Bcnedcestrafte, im Brennpunkt von Hamburgs jüdisch«-in l eben, im Brennpunkt der Arbeit Tür die jüdische Jugc-ml und den Arbeit der jjidixchen Ju-end xelbxt. Dieser Mittelpunkt wird sie bleiben, wenn alle l.exer. BII»! i o t h ek a" r e, unll Büc her »lurdi ein geistiges Band milc inau ler ve'rhundcn sind.

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