Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 8 (14.8.1936)
- Date
- 1936-08-14
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sit.- Gerne inileblatt der Dcatsch-Israclili sehen Gemeinde \ ere'ui I ehrer Ahnhei m li.ilnber dem W t \ 'i» st um drm und Rfä il.lllkU* j £i»<lc g< tiefer urlaliriin sir sein endlh c» dein 1 träum .ml dir! Als hl i ülirnie i \ f.k ii nfl w in i .in. L-li-iiln Heren Isen uflin I r> DauU Hl:1. ■ .1.1 .11 -I , , I ei \ ifjt«' Jahj-e" unermüdlich als en Heimgegangenen als den <les \ iitcriili.ii durch' Erheben un i tcrglich ihn weiter in er f-ich ü I —_ Wegweiser cheustbewährt balie. T.r ekoi ( ha]im, in dem wirkt hat. I r pries il um ligen Inkel des Würzburger Raws:detin auch rr its in jungen Jajiren sieh so .itisge|eichiict, daß gleich los rälmnds-sein eirener Sil/e licittr ehren können. Io4u uprie-sirr Aron. gleich l< Ifimh r durch die VN ii-te. des I in l.i>li'ji. vor dessen I clien^.iibeijt jetzt. wi> sie ihr nih il habe, alle \nuesen:len( siih bewundernd und in keittneiglen. dankte snifSnii der 11rnenT.ebensdes \ i i I>liilit-in-il liii dir autopleiude Pllege, mit <ler leu'rejs I ehern /u erhalten lirmiihit war. und schloß i-iiirm Marken \ppe-ll .in die iranei \ rrsnmmlung, ote-ti glenjl /ii Inn in drr I lud n u nlr und in de-nr N erf"(..iti: denn eines bliebe uns initiier: dir llolfnung idfiiiijug'. '"* ' . . u hr«rii\g Herr Rabbiner Jofflr die Kanzel. Kr ii 11r 1nigega11_i*111*11 ilrinei) Man», drr seiner hohrn ich^diireh. seinen C harakt«Vj .und kein ran/es Wesen wie-ni.' und dalier den ludirn PlatK. auf drm er stand, in \l iHe seiner Abkunft « ir feiner eigenen Bedeutung igi-nninntfui habe. Den \ er-|orl»eiien iji drr ihm/urn Weis* zu w'ürdiren, sei kchwer, weil es für seine Clin rafcterisier W in tr gebe; e fassendes und er bei jeder l aufs neu«! an Widmete I Insider \ erein igte i e immrr auch seines Amte önnl seinen! Geiste kli Dünn wind untt't-.dem Ge»ang des' lyjyt und des 0^15? ]VTX der S Begri \ nsp irp .in- Ufr Synagoge-gel ragen uml na dt drm Israelitischen bnisptafea in Langenfelde überführt, wo nach weiteren uhm <lrr IFerren Rabbiner R-a b ino w, J. G r o II m a n n. Ire B^isetzüngl des Die läßlich Nu ing keine ausreichenden und erschöpfenden r hob aber ganz besonders Df. Bambergen umlief schürf endet; rubbinisches Wissen hervor, das iitei-hultung und jrdrr Beratung immer wieder ihm brw iiiidei thabe. — Als letzter Redner Joseph R e ii d s I) ii r g namens des Vorstandes Iten und neuen Klaus drm toten Lehrer und Rabbiner Worlc herzlichen Gedenkens für -ein allzeit pHiehtilülltes \\ irken und seine vorbildliche Liebe zuf 'Iura, die -uh ann bewährt habe, wenn er, von den Pflichten rasmbend sich eine knappe Zeit der [Erhöht ng T> relobtedrm Tiste« namens des Vorstanilea der Vereinigten alten und neuen Klaus. daß dieser Fortführen werde, und bat alle nVBeginnen zu unterstützen. ie Klaus in Anweseuden, die Leben der Vojl .-nsdateh Vollcndll -tatlfand. * . des Verstorbene« hüben wir in Nr. 9 de* .!ahri;an^es 1932 anunß seines 60. Lebensjahres veröffentlicht. Amtseinführung des Herrn Oberrabbiners Dr. Carlebach in der Portugiesisch-Jüdischen Gemeinde Der 1 Vorstand ilrr ebenso tjtje -einrrzrit Dr. Spitzer ^*t. P»rtugiesidi-||üdisth{en Gemeinde hat. d«-ii \erewigk-u Herrn Oberrabbiner ferrn ()brrrabbiner'!Dr. Carlebach nadt seiner Ivinführiing in sein Amt aU Oberrabbiner des Deulsthi-feraelHisdien S> nagngen-Yerb»niles nunmehr auch zum Lhacharil der Portilgie<i-<b*-Jüdi«cbrn Gemejinde ernannt.' Die feierliche EinführMg drs Herrn Dr. C arlebadi in dics<-s Amt (and .im inni r3D innrrlialb des «lindia-Gottesdienstes. in «i«*t S\uagorr drr Portugiesisch-Jü<lisdien Gemeinde statt. Zu drin lestlicheJl Akte waren eine ganzil Reihe von Lhren- -.i~ti• ri cj^efaienen, »nter ihnen <lic Herren Rabbiner Coben- Altona, Dr. C »h n-Hamburg. Joffe und K a n e r. Der Vorstaod der Gemeinde war durch die Herren lR.-A. L)avi<l im I Ollenburg. <ler Vorstuml dr> Deutsch-Israelitischen Synagogdh-Vr-rbande.s durch die- Herren Dr. -Zuntz, Atexanqcjr Lev y und Krank, dr-r Xorstaml <lrr lloihdriit-ilint Israeliten Gemeinde Altona durch Herrn Lehin a u ii - vertreten, Dra Gottesdienst leitete der Kantor der Portuiriesisdi-Jüdisdien Gemeinde, Herr Sarfaty, aus- .jeestaltel wurde eri durch Gesänge des u uteri Leitung des Herrn Ludw'igin i n k e I stehenden Quintetts;, in weldiem die Herren Helmmrte." Davidow irz. Lnneoni iiimI Salingee mitwirkten und in Herr Dr. Ctarlebach sprach zunächst drm Vorstände drr Portugiesischen] Gemeinde seinen Dank für das Vertrauen und die Hhre uu*>, die ihm durch die Berufung zum Chacham der- Gemeinde erwiesen sei, unddie er mit um so größerem Stolze empfinde, weil er als Träger des Doppelamtes, als Oberrabbinec des Synagogei-Verbamles und Chacham der Portugiesi-ih- JiidisLhen Gerneimle. wohl der einzige unter den Rubbincn in deiiLschen Landen sei, Lr stellte sodann au die Spitze seiner Ausflhrungen die Sätze aus drm am Vormittage verlesenen Töraabsdinitt:'jKidif weil ihr mehr an Zahl wäret als alle Völker, hat Golt Wohlgefallen au eudt und euch erwählt, vielmehr seid ihr die Minderheit unter allen Völkern.....w N*e. aber, dali der Ewige, drin Gott, der treue Gott ist, drr den Bondl und die Liel>e denen bewahrt, die ihn liehen und keine Gebote wahren bis ins tausendste Gesdiletht. — |m Anschfüfl hieran spradl <ler Redner zuerst'von der Sendung der Minderheit, die im Gegensatz zu der Macht, welche die Zahl verleihe, der wahre Rebräsentnnt des Rechtes sei und eine ewige Mahnung für «lenjeiiigen bedeute, der dir Macht in Händen h.ibr. Auch difi Portugiesisqie Gemeinde sei unter den Hanv burgisdien Juden eine Minderheit, habe aber als solche auch ihre Sendung ujnd ihre Aufgabe. Diese habe sie allein schon eben.so wie die Sephardim lires Gotteshauses und dr>> Hebräischen das Ib bräisdie zur Irs Heiligen l.am.lrs wie heute bei den 'indruchsvoller Weise Kompositionen von Kindel zu Gehjör brachten. Naihdetn Herr Oberrabbiner Dr. Carlebach zuvor zur Tora lerufen wurden war, wurde er nach Schllilf der' Tefilla \ou dem Voirsitzeriden des Vorstandes drr Por|ugiesisch-Jüdisdieii Gemeinde, Herrn.Luria, aufs herzlifhste als Chacham l>egruHf, der dir Hoffnung aussprach, dafl seine Wirksamkeit auch Jrr PofMgiesisch-Jüdischen Gemeinde ri-ujten Segen bringen nföge, und ihm alsdann die Kanzel des Gotteshauses übergab, die der neue Chacham alsdann bestieg. LeV ainlow ski und durdi ihre Tracjition. mit w rldter sie uizc-n W fit sich in drr pestflltan (Jottesdienstes. sowie in der Aussprach Irn Asdikvnasim unlersdieide. Ob di Synagoge der Portugiesisch Jüdischen Gemeinde. Innenansicht. phot. Archiv drr ihres . von "Zeit, [als unsere Väter auf dem Boden lebte|t. so ausgesprochen worden sri, äephjirdim. sei zweifelhaft. Jedenfalls sei die Treue, mit der die .Sephurdfm ifire Aussprache da Hebräischen durch die Jahrhunderte erhalten hätten, jetzt dadurch belohnt worden, dal! die zu neuem Lel>en erstandene hebräische Sprache nach Art der Sephardim gesprochen werde. Der Adel der portugiesischen Judelt, die alle auf Männer wie Maimonides. fehuda Halevy, Chaspai'ibn Schaprutb, Le\i ben Gerson und Moses ihn Ksra als ihre Aorfahr'en zurückblicken könnten und annehmen dürften, dal) in ihren Adern noch das Blut dieser Männer fließe, verpflichte sie abei auch. Ilülc-r der jüdischen .Tradition nicht nur in der Synagoge zu sein, sondern Hüter jüdischer Tradition auch in ihren tfrtvathäuscrn und in ihrem privaten Leben; übemll im Leben, im Hause, im Beruf, im Geschäft, in der Erholung und \>*i jeulichem Vergnügen sei es jüdische Pfficht, jüdische- Lehre zu betätigen und jüdische Tradition zu bcwahren. Darin könnten -es die Angehörigen der Portugiesischjüdisdien Gemeinde den Angehörigen ihrer au Zahl größeren Schweslcrgemeinde durchaus gleidi tun: hier gebe es für beide Gemeinden unreinen ttÜen Wettstreit wie Unter Brüdern, die null den Wortenides Psulmieten in Eintracht zu-samjnenstehen. So könne auch d',y kleine portugiesische Gemeinde! die Verbcifiuug des Pröoheten Jesam aus dem Prophctenabidinitt des Trostsabbats zur Erfüllung bringen, daß das W ort Gottes ewigen Bestand-habe, demn-nach Meinung unserer W eisen werde das Wort Gottes nur ilann ewigen Bestand haben, wenn das jüdische Volk Gottes W'orf ewigen Bestand verleihe, indem es ihm die Treue halle, ihn | liebe und seine Gebote erfülle. Dann airer Wierde sidi, wie [an ganz Israel, so auch an dieser kleinen Gemeinde das Wort erfüllen, das rr an <;lir Spilze seilirr Bettachtung gestellt jhabe. daß der Gott Israels der treue Gott sc-i.