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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-07-17 · 7 (17.7.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
7 (17.7.1936)
Date
1936-07-17
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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G e in e i iiil c Ii I a < ( d e r Dem t s c h -1 s r a e I i I i s <• Ii e n (, '• <■ in «• i n d <• > S I Iii pro \ isutioneri hin/u einigelt einfachen Kinde Miedern fre in.in setzte Durd.iedcr um \ in <lie Mol Monart: man improvisierte am Schlug/eng aller Art (von der I roniihel üh«-r 'I amlioui in. Triangel. Keckensdilng. bis /um — knditopfdechel Zigarrenkiste! Das war . lebendiges Musizieren \ugcnhlick heraus. «las strengste Ajufinerksaml c Disziplin verlangt, gleichzeitig war es Beweis dafü jedeni Menschen musikalische Yeranla iiIi«I erzogen sein u rll /.n wahrhaften Keierstunden v|>ur<le;i iiml der,(bieg-Sthuhhat. Man war iiti<I Ssimchan Kein I rklingcn «I Schahhutnn'; «nler «h-s. Iii iinneiiliedenach «lein, G< Bialik. Audi (las ..Offene S i n g e i " wun I'eier.ilieml wie er schöner nicht fei in zwangen, den Absichten Kurl Ailli rs zu f nicht ernsten Krmahnuiigcii misset, «mi. .So sicli mitverantwortlich fühlte als Teil «laf! hebräische nml deutsche Li-der gemeinsam erklangen, unterstütz! von Kursteilnehmern, /um „Butzemann" Iii il erklangen Improvisationen <les Sihlagordi« gaben die ein/einen Bünde ihre sd «-tzendimi Chor«- /u|m die sie eigens /ur Sdil nl'feier in V\ ilhelminenl fallt hatten. / Auf dieser Schlnüfeict Khfl ichkeil MeliM.il skii und an das kun-tiverk /u infi unk hil «Ii rthklingt ie Suche. <las Wort „Persönlichkeit"", d is her durchkiingen. W ir können ertl <l< reefit werden, wenn es .I .wir uns mit allen Kräften einset/«Jn fii ist uns Beispiel dafür. Man hat sowohl im Kurs als aiiih Ix erleht. weUlie JgemeHisjchaftsliilileml I bindende" Kraft von der Musik uiftgeh prach Karl A <lem iiiiiiudi-iditjlidioii '(■gifl leitet st, die iiinl /ur Iiis dem eit und -,..<lall in im r sc« e< der Sdiabl luidulrungen von r 11 n i v ■' 11 W< zu cmei i w.ihren kann, Man war geidgen. wollt«! man siifi gesrtiah es, «hfl! jeder linier Gemeinschaft, und rnstere uti«|l /heitere, 11 Scholl gesdtultill Widele.l Wejlele" ters. /.ii|m Sdllttfl •slen. ver- «las Singen nicht nur eine Angele Mindern dafl es anregt /u ernst«' wesentlicher Faktor /ur Krztehun II. ienh r Vr i lies Kine Stimme alis den Ifünileii Die Teil Deitmer des A«lle r-kurses \i> .■ Menschen aus den jüdischen Jugend! Überall begeistert erzählen, in jeder l'd Singkreis, der das Gelernte fortsetzen jeder fragt: „W Iis hat «lie-cr Kur-j I.ik gellen, was habt Ihr eigentlich Po-ttive > « Was wir gehabt haben? l in kijnsil« ri kulisches I Mehuiwar es nicht. Sj«dhe und "jeder, der solches friedigt nach Mause gi i'ler jiochma l'.rnst. mit n hat. "Kr ist vOti ,.pc fwerk, den "ll< j Mau hat »s nicht S;<dlt t u artet hat. in Iii! egangen sein. .1 rul-mii-iker Karl Adler und seim» Methüde alijehm : es w a r < ml das Schaffen anderer Iiew iiu h plötzlich zeigt: Du kannst ja' Selb* Menschen aus verschiedenste t ,1.! Ii Inden, aus gesetzten Lagern kommen Zusaiimeii, jeder delim •II. I fürchtet sich »ur dem a wird. —p Sie brauchen summeni zu singen — triebeite Gegnerschaft verschwind Gemeinschaft entsteht: „Alle- Men sie stehen unter der 1 lerrschaft der I' Ist denn das etwas Neues'' IIa niemals gefront? Dolch, aber fals.fi. I nscre I' reudt nur eine Stünde mit Karl und unnütze ■'Jchrnnken fall eine dies auf der Oberfläche aufgetragene, «lie uiiht nacfi innen le. eint" I' i ende, di< «las macfal nichts aus, deiin was Adler uns gegeben h.r ganz anderer Ebene. In ein Wort geprellt löste, in ii.ii ii Midie, krallspi-ndeude I i u nicht plötzlich w ieder \erlöscht. -in den und feuchtet, die der nächste Winlslof machen wird. Ks war — nein: esi . t eipu jemand empfinden würde, der bisher ki at-Abend »huudiaii les „ |i>iii licht von Min der lein der Hantel le SOHN re"', lüeiL g«-- ititl Wenn Karl Adler ■Iii (Iffeiu ein t und Best n sehen. . /.in« i en zum }rr u. N ii u hö lüdet sicfi c «I festigen le.hn so \\ hhllges ivon gehübt'." \\\ \ollem ihe i ^Singen inSchaftspürt. «|uR froher I lei erkeit ist. timt Als Mini* iKten. Tcul ri flu.in sie Iii kleiner will. I ml les. musi du ■ «tu«us llidit sein enttüiisdH mögen eit Hid anbe, velne Heul'— aber r1kgl auf. inj; 1v iei ii not! et hell I' reude.' w ik t nhier1 nur maßte, m|d deiche [eis kalten 'Ion, ist der einzig« werden Brlü eud<% des fröhlich jü< iscfie Jugend r eine moiueiitviui' I. ichglithnii all! lodern »i«' etwa Werke «lern mau •a! Mitgegens'kepl isdl. hjerrscheii V'llcT Zllenu üIhmschlos-ene Uir"", denn n.Si Ilgens, fjich nocfi Jli.k wicHftir U I röb-; den MenScfiell durcbkläng, -eine I H ilde, die schlleli spurlos \ersdiuand. V\ ir;.■ laubteii. wir sidltcm uns durch lidikeit ans dem rauhen Alltag Ik-paHsreineJiv, ihn lur Altgejll' bliche vergcsisvn and seine Wirkung auf hiis abstellen. Gingen wir cti rück zur Arbeit, dann War alles wiedervorbei, fci Wurden wir stet, hil......I her gertW-n. Kart Adler hat uns ,ge/eigt, «lati fremde von .innen lu-r kommen kann und soll. cblH sie (ins den Werktag nidit verVe-sen, sondern ailgeiiehlh. machen ..soll: er will, «lall sie ein WcSriisztig ihr Jugend dal! — mit Stefan George ifespriuiieu'- - „ittie-r il4s leid siel•• das l.iecj?. ( ' Dufiir sind wir •Karl Adh-r dankbar. IVn'u «ageben hat. liegt nicht nüi im Gebiet des Musiziere sich uu( die geziemte l^ienshatlurig auflehnen, es weiser fürs l eben. Das mag an di-n folgenden I inze er klar werden. Die Tatsache, dal! überhaupt eine Meininarwi Mulsj/iercu veranstaltet worden ist. wurde mit <h IUI-!!••- es lalft iml W'eg- •eispiilen für das cle'raM i«h«i f oret lN*ffründe(. dal!'w ir in all1 un-i-ieiu I nn ernst sein mus-eu. Man dürfe niiftts halb machen, hirgemts itr' »ier Mitte les stehen «bleiben. Mau„wird dann bald uu-rkou, w ie^ jede Kaub hing, «lie maii für unwichtig gehutteii hat — /. K. «Iiis, Sing«-a 1 — zu einem wichtigen, gestaHernien l aktor wird. D.i- Mu-izieren ernst nehmen — dabedeutet, dem Werk mit Lhffutchf gegjeliülHTsteheii, sich mit seinen Gegelw*iilieite'n aasi|'iiii|iMlerr setzen, um c-s verstehen zu können nml dann zu ntner <iestanuilg zu konlnieii: ern-t. ii. Iiiiwii. das liesugt ail(fi. dal: tuan llidit \ ei .tut w im tu ngslns, «lie loriii c-ine- I iede-. Slüllfl >jira«fie beliamlelt. «lall In.in jeden l aut zu -einem Itedit hötmiien Ukir klingen lüHt, »lafr m in die phonetischen Gesetze nidf* verletz) l.rn-l lielDnenj — uns erfordert eine innere Disziplin und straffe Haltung, da*" verfangt, 'ein \ eranlwortuni-iSew uütsi^in de- Menschen lur -ein ganzes Inn. ein /uruck-lellen dir ganzen 'Persönlichkeit und Kinreiheu in den Willen difr Gniic'inschaft, ,' [Jede Kunst' ist .I i-I.ien. i-t .WinHllllllg. Alan muH «las I « uiiat wie ein tote- Diug bell stajuung' c-iiu-s I iedes nicht vorgenommen werden. Mau Micks gehorchen und au Werk schöpfen. Deshalb Ist die 1 wichtig. Ihre Pflege. - wurde gesaut. Ks darf natijr w udieriides Leiten entstehen. Da.s'.erfordert erstjid höchste Kim zentral in ii und 'Hingabe, aktive Arbeit beim lt>r*n lianer: Horchen einer neuen Nbdodie tätige Mitarbeit l«'i ihljur I uW)t/UUg id sjiruihdn«le- I «dien mnd cl.dic-i «loch stri'IIHe Sidb-lbe-ch« idiin^ und /urückhaliuiig. lind wieilei: iiiii«-r«' Disziplin: Ndb-t/udit. Sind «liv-c- A oi.iu-si-t./uu-en gi•s|tialleu. dann kami an die (ii-t.illuiu «h-s Werkegegiuig^en WrNltl Da/u aber ist M u t «■rlot«!' i I«h. IIrr Mm, eilliaal et\(.:- I 11-cfi /u iii.hIi.-Ii «lei Mut k.uiimt er stetiger I tnsiktz von krallen. U'i •M'n 'im Werk -puren k'iniien. ifhmIrin. Daher kann Vi If. die («.[•- inittier Wiedvr in ileidu r .Weis«- ii" iniil! der Kprderüng devyngeuihm kj.ili und I.elienssii11 fiti das r tiiipnu i-.n ioii -i ufi kt'in und sich vor allen VtivveseiRleu zu Jdamter.»m \V,-ui rii. i ' e i ■ -i r ' i » -. 1 •r wirii niem.iluufarige nicht, d. nn au- Ketiinefl I' k«Ult)< hb rn l l'berhau'pl sollte Iii in niihl <Jj -iimle •lier. «Ii.- I I. weil« Till tnv 1 au JK<- gui.i uie fehlt, atiih mehr, als aus irraiu-r Iheoiie. viel iibc-r dii DillgC sprecfieiv Stelle von •'Worten. taSjf/ji'ir. - [ i'iniiiterbroihen. Dreien -ddie foriiiulieruiigc-n [aal «l»|i'. 'i'agiing, die ullgentiuine C'huraJüereigeiischiifle'ii li'/j-Jcht«-« und ihren GeltllligslK'reidt «liirdiaus nicht aul den mu-i kalisdien Menschen alliMii beschränken wollen. Di- Schöne daran war. dal! Iii-n in Kail Adlet alle «lie-.- I «>i ■ I. i n ii-.mi -i vojlem l tnlaiiire v. iw ir-klicht. sah. «läf! man «lie^Mahuiinii stets vor sich hatte: Glaub nlifit. «•- -ei iininöglich! Iiier -teilt e'inrr, der es fertig gebracht hnfi — aber d is lt«vlliehen«lv dabei w Ir. (ilie lief«J Jüdisehkeit. die In der Bcdl.illdfilllg j.-.ler ein/. Ineu Krage /u finden w;ir. I)a'l! man «tili* t'orderu'ngeii .ml das «tische l.c-bc-n iiuweipleil konnte, dal! jcsler widitijre (•rumls,i|/ — sei er iibc-r die Aussprache «I«-- Hefiräisihen. scH er ftlio l< n Krnst bc-i der Arbeit ode-t sonst etvxa- — mil eiii.iu Wort unserer Weisen, mit einem Salz au- Pen ld^ bc'leil wcTih-n konnte. Ks können hier k. w'er.ck'n, die Karl A«ll« werdi'ii, ein KiLI von ,n « ... ...... .........., ausgelöst hat. ein Bibl roh jener natürliche:« Gelmkerlheil itiifl Ktastizitat. «Iiinocfl j«-t/t vielen I eiliielniiei u Kr.ifllllll LlHl /ur- \i beil eibt. '•■* f -! kaum alle Gedankeiieäiifre ijngcrch'n^rl er i'esl reift liuh Ls sollte nur verstidil der Stimnning Zll gelK'ii. die -«-in km- Spendet für unsere Kindererholungsfürsorge Gütige Spenden erbeten an , Deutsch-Israelitische Gemeinde M. M. Warburg & Co. / Simon HirSchlund Postscheckkonto: Hamburg 499 mit dem Zusatz für Kinderverschickung

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