Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 7 (17.7.1936)
- Date
- 1936-07-17
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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tritt l Gemrindrlilalt il e r D e n ) s r Ii -1 s rael i t i s c he n G c ni c i n «1 C .r7 St «im gliklej \h mHIU'rtl «letJt i") ">imi niedrig anteilt l.ilii J< f., In Ulli: UHll K.MI <l« ,1 Mir llIHMIII gl-allll W> fkkt nie.nd Kapita «Irin ulv der Sfencranlci pel \irlii Uli. Der ■r. iiilir; l>( uo X Sc.II Im il \M 1).-. tu.ng_ f Srllici in e N«>i-i5 außer" ' »I > ■ -11«I Stil tu I ii.ll/ ein ' \l iijui: h| als <l Müirli ih.ilt läffig'niedrigen Steuerantcilv ihrer Mit. üU-rwie-im i i In. Ii. Ii (IVI I: Wkm» XH. 7IMKJ XU). ,1., rhu II heute der Synagogen-Verltaail einvön der Gemeinde etwa i>ikm» X)i, ml 4T()Oii und die Neue Damintor-S-v n.ignge reine Gemeiricle/uschafi i-l selbstverständlich h-ji genannten /ti-ehiißznhleii liegen die'Stenerrjfl H< Xu ir di ii ii der i T.-iüiV L'l. Hin 1 .in <l.i« fftr lu-tri renamitcfn .1 I I Ii I ii. Diese sind iM'im l'cmpehcrbaiid auf ungel) i'H fu schützen, beim Sy napigenyeriiand auf ungc- > (I ii! Tempelverl>aiu| und pynagogenverbund idi. ii Netto/usch »Ii v.iii der Gemeinde erhallen, inpelverhand ein-chlicülich Uer. Zinsen fiir den s, «Tie an Dritte /n leisten sijiid. Pempebi sind \.>n iler Gemeinde bezahlt: len Staat, I'HIikm» XH an B Ulken, mitbin it»-- •miiM ) .^//. Hiervon hat der Teaipc I\<mIi.iml bisher etwa ilH zuraefterstattet. Die jährliche Ziuilieiastung <ler Geyern Dritten fiir de» Teinpeilr.ni geliehene eilte noch etwa UllHH) JtH. Audi iliese sind in Zuschu! enthalten. ii ii g - w e s e n n n .1 Lei Ii e * ii l> u n g e n : \u-gnlteii etwa 3'HXK) XU (darunter.htm X)t für den Kultur in ii.Ii. u t - i> T'; e \ er w a Kt u u g J u g e n d a Iii t : \M-iri»I t-n . twa . . . . nnttnm XU Einnahmen etwa . . . . MM wo Mithin Zuschuß 4<MHW ., tiee \usaU-n des \\ nhlfahrfswesens etwa 310«« innen f'tw.i............ 143 (KW ...... ^. .' ItVStKW Gemeinde fiir i R-<1 M»l6 etwa Jiwikw XU betragen le ungetan im Jahre l«>vs_ \orclcm I I »I I ■'■......M KM XU I HJ: ...... 9t Oftl i\K'<: . ....... 3»I IHlj) alrliin sind nicht enthaften'« i|uiig—teile und ilie ih r /:ii Verliflrung-stefieiidi ijis erzenem Vermögen •I -nzi.ilcr Ih-deuken i-t eril-llich /u prüfen.! ob eineiinle.iiifw endiipgf n für \\ »hlfuhrtszwcike. ler ist iiwi weder aus ih*n i.fi | mit iiidi!liaml>ur^i-<b« in: /n-5«llnU etwa Cte-antt/HsdiiiH der; h- Ii /in Iii! klfhilfii iHi •n. en). mIiw'c i.iii «ler i-t. I5i Vefel Ii im keil Jiiel /u- /ju ersehen. XU u-. F.ü rstow;e\ ervlalnj.l Tnit Ii in so hudi riese ie Sammlungen für prsorpirverw altau^ n -on^ti^en Betrage wir AmitaMen im I i i nihil riri^dien nmU t nterhisreii eine w c - e n \us.i.'al»-ii Mitnahmen Mithin /tiM-hiJfi 3') IHM) XU 25 IHN) „ UIXHt ., Keine Betrage sind liii die Käümuilg des Gi intlelft iedhufs in "den Ktal eipge^eixii I s. So ade* bed a'r f : SOOüÖfjWi . ' Die»e Summe i^t perinf geptjiiiiber ilpn NachbcwUljRuneen froherer J.ihre: 1955 Nudwewilfgungeh von etwa 20DOOÜ XU. Sich ein kurzes Wurl z.u dein Vermögen der Gemeinde, l imkaufmännische VermifeeBsbjJanz ist notwendig. PieCruml- Rtiitke siwl, solange die GetmeiiKle beatehtJfür (iemeindezwecke notwemiig und daher unviJr'wertwar. Das llauptalitiVurn ist die Depos'Üenkasse, die jedmli zweek.ureliiindeii i-t. Nor dem Kriege betrug das Vermögen iler Depusitenka— e 4"00«W XU, heute etwa I ><M)(HH) XU. ' ' . Sdion dieser unvollkommene l-l>e.rbli<k hat gezeigt, dafl die Ki.....izverwaltung der GpneilltM aiiüerordentlidi sdiwer und der Ausblick .mf die niichKte Ziikunlt recht trübe, ist;—, seihst wenn nicht neue schwere Bberraschangen kommen. Sie könnea Üherkeilgt sein, dalf der Verstand der Gemeinde Sich klar dar- Blier i-t, dall eine weitere Belastung «ler Steuerzahler, die, selbst uirtWhaftlUh -ihwer -betroffen, für Familie, l'reunde und jüdische Institutionen liehen den Steuern überreichlich zu gehen haben, durch ueifere Stenererhöhung unmöglich ist. and dafl naher nichts andereübrig bleibt, als ah/iihaiien. Durch den Ahhau werden andere Kreise als die Steuerzahler betroffen. Trotz, ihrer ungünstigen wirtschaftlichen Lage müssen die Betroffeneil Verständnis dafür Italien, dall niemand mehr geben kann, als er besitzt, und didl iiier Leistungen der Gemeinde sich nach den-Kinnahmen richten mjässehj Diejenigen aber, die in der glücklichen Lage -ind zu verdienen, hinnahmen zu erzielen, und die -ich daher gliict^licfi preisen k.innen, zu Steuern herangezogen zu werden. mii--en trotz <h'r Stencrhela-ttiiig sich hewiil't sein, dal! die /iigehiirigkeit zur CJemeinde und die Steuerpflicht zwar iricht. z-wang-gefiumleji i-t. daH es baute mcdir als je moralisch xerwerflich ist. durch Abkehr von der Gemeinde, von -einen Stammes- und |{eligioii-geiio--en. -iifi der Leistung für diejenigen zu entziehen, drinoch mehr getroffen sind als sie selbst. Jeder, der -ich der Steuerpfticnt entzieht, \erhindert, die Not der Becliii lligen zu lindern und er tragt dazu 1u i. die Belastijng derjenigen zu steigern) die ein größeres \crnnt\vnrllingjsgefühl und ein -tarkere- (iemeiii-chaft-gefühl hallen, als er seihst. - Hoffentlich gelingt e*, durch ititensixe UCrhung neue Genteimlenutglieder und Steuerzahler zu gewinnen, und lür die folge restlos zu veihijteu. dafi Steuerzahler an- Verärge« riiug über die Höhe der Steuern au--dici<lcii. An Sie alle richte ich den herzlichen Appell, .in die-er Aufgabe mitzuwirken; einer Aufgabe, die gelöst werden muH, wenn die Gemeinde auch weiterhin in der, Lage sein sol|. Schulen und Kultus aufrechtzuerhalten, für die Iiilf-hediiiItige Jagend zu sorgen und eine? notdürftige Äohlfahit-niiter-tützung auch weiterhin z.u gew ah ren. Karl Adler musiziert in Hamburg ],)if Juden in yeuttchlahd halten dm Sinnen verlernt. Nickt erst in den Jahren, da Leid und Sorge »Ar gemeinsames Sehirl.^id ward - schon lange vorher waren sie stumm ge norden. Darum wurde in ihren Gottesdiensten der konzertante ('hur — mit und ahne instrumentale ßct/fteitUBg —■ .so wichtig. Von der starken Bewegung der Vidksmusik hlielx n äe fa*l unberührt. I in so gewaltiger-mußte die Wirkung sein, als Kart Adier-Stuttgarl nach Hamburg kam und in u i riigen Tagen eine neue U eil erschloß — ilie lösende, gestaltende Kraft gemeinschaftlichen Singens. I nmittellinr aus. dem impenblicks+rlelmiil haben Oberrahbiner Carlebach über den ..Offenen Singabend". J. Lehmann über die Adlhrtagung nSiehe ..Isr. Fasailienblatt*' \r. 21 und 20) geschrieben. Die hier folgenden Berichte, deren einer t un ein, r Musikftäflagogin. ih ren zweiier-von einem Jungführer sind, sollen mit der Erinnerung an die Junitagung zugleich der Aufklang für die Ende August stattfindende zu eile Tagung sein. il HS) Junge IMeiikcfien [ u.drtnen t ^len-cheii he-uchfii d ie'| Si ng-tti Ilde. Die itehmi-rzaltl i-l. Beweis dafür, wie -tark ■. unseipr' jüdischen [Jugend ist nach geisti 1 ~\\ linder, dall -i.- zu großen Scharen herald s.uilufikiit wie K i| \dlei mit ihnen lllil-i/icren -ollte - '-I ■ ' vi I' 1 Wie w ir es miiglich. ilalf die Arbeit r 'jm lidkbjfiendif. Infreienlfe Wirkung auf!r\lrbeJfsgiT>|cin4ch.if[ haltei' Wie war es . dpchljei üllteii Tnriilialle ^ler TT. i1m-i ilf'e iiml liing Jju'uae, Jüngere und Jüngste Kail Adlermit Spaillllltlg und Disziplin fol UeiMaiigeir aller Viiwe-endc>« er zielt w iitc rlner wahren Cieinriu-chaft entstein «be-eih r l'ershnliihkeit Karl A«llers: er Lebendigkeit, die cjinfach zwingt Lied bis in -eine kleinsten Teile, er \erfo lauf, in seinen einmaligen Gegebenheiten es den Menschen nahe zu bringeih- Dr. F.. L. dem üarsus, 7im) iibergrcdle Teilda- Bedürfnis in in Erleben. Kein Mteft, da eine l'c'r- Karl Adler eine ie Teilnehmer der i lüglich, daß in der istfindigem Singen Alt — den Absichten te. -o dal! choristhe en. w ie sienur in kulillf'n' \\ ir wrdankei. mii-iziert mit einer aiit/agehjpn. Kr erkennt «I is t ein seinem Veruiul versteht es so, zu schaffen, war sie zieht an uns ",fpie Yoraus-ctziingcn frtr diese Erkenntnis der Sinn «ler Kin-aibeit. Musik i-t /eitkun-t: vorbei: daher ist-die erste Forderung, aithl nur aorjen, sondern „in sich hinein hören** — horchen jeu*'lernen, um im-taude zu sein, -clinell und sicher eine Melodie zu erkennen. Notwendig ist die Bc'wüStmuchung-ilcjr musikalischen Klemense, ohne die ein ..Lr — kennen"' nicht möglich ist. f.- gelang schnell, den Ibirerkreis mit den Tönen der Dur- TonJciter lertraul zu machen, unter /iiliilfeiiahme der Handzeichen aus der Tonika Do-Lehre. Diese Handzeichen unterstreichen die Charakteristik der einzelnen Töne, ihre Kanktion, ihre tatige Beziehung innerhalb einer Tonart Unerschöpfliche Aibeit-cpiT-llen boten l.ikt. Metiuin. Rhythmus. Die Übungen im Schreiten, l aufen. Hüpfen mit gleichzeitigem Taktieren erforderten größte Konzentration. Ihre Bedeutung für uns ver- Krampfte Menschen i-t nicht hoch genug einzuschätzen, da sie ih n ganzen Körper lockern und mitschwingen lassen. Viele Lieder," hebräische und deutsche, wurden erarbeitet. I m sie gestalten zu können: verfolgte man sie zunächst, in ihrem Wachstum: man anal\ sierte melodische und rlivthmische CegclR itbeileii und gelangte so._/ur Svnthese. Man lügte dann ii