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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-06-12 · 6 (12.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
6 (12.6.1936)
Date
1936-06-12
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Gemeindeblatt der Penise h-lsraelitischen Gemeinde NiiiniiM>r 6 DEM REICHE DER KUNST Mira Rosowsku: Ölgemälde von Lore Fclaberg-Eber (Hamburg) Photo: Abraham-Berlin Reichsausstellung jüdischer Künstler im Jüdischen Masern zu Berlin Ks ist eine übc-r- ■liiglückliche liier. eiiini.il in Berlin, der grüßten Qe> nieinde _ Deutschlands uikI dem Zcntriun der deutschen Jiidcnheit. «las Schaffen unserer in- Deutschland lebenden jüdischen Künstler zu^/eipcn lind gleichzeit ig und) (Limit den Künstlern einen größeren: K reis jüdischen Publikums xii schaffen. Die Reich-au-stellung jüdischer Kiin-lliT ■ist der Initiative des Sckret.iri.ilfür Bildende Kunst im Beides verband Jiidi-cher Kulturbünde /ii verdanken. Da die Berliner Künstler zugunsten Ihrer Kollegen im Reiche auf eine Beschickung der Ausstellung verzichtet haben, i-t die Kiiii->tlerschuft .ms /eliii Städten vertrHcn. und zwar au- Breslau, Dresden. Düsseldorf, Frankfurt.•H.a m b u r g, II.....himt, Köln,'Mannheim, München 'und Stuttgart. - l).i- Gesamtbild der Ausstellung i-t überaus mannigfaltig und die Qualitat-Iudie der gezeigten Arbeiten erfordert Respekt. Du- Hamburger Kün-tlersthalt i-t mit einigen beachtensw.i'ten Leistungen vertreten. Im Gegensat/ /u dem Kindruck, di u in.in \on der Gesamtleistung anderer Künstlergruppen aus •dem Reiche empfängt ist l»ei «leiHamburger Gruppe die Plastik Im—it vertreten als die Malerei. I elier dem Durchschnitt der Ausstellung stehen die plastischen Arbeiten von Johannes I I i» a r i - A u e r Ii a c h. Sein ..Kiiiderkopf" aus Terrakotta /eidinet sich durch Schönheit und Weichheit der Ausführung au-. Dit- I errakotfen von Ehsabeth'S el i g m a n n sind beachtliche Talentprolieii: Besonders dasI „Zehukulh" fand Beifall. Svlir flott und gekonnt sind auch di* plastischen Arbeiten von- I nun* Gold-Blau, vor allen: eine Tierplastik „Hund, Kc i.uuik". Audi von Paul W. Heule wurden gute plastische Art leiten zezeigt. Von den an- Hamburg kommenden Gemälden *J«jhen die von Gretchen Wohlwill an er-ter Stelle. Ein Bild, „Hamburger Dom**, zeichnet si|di durch, die Lebendigkeit **'.....r breiten kräftigen Tedinik aus] Die Hamburger Arbeiten sind in einem eigenen Kaum vereint; Da sehen wir den. farbig -ehr guten ..Blumenstrauß" von Alifl/e Bec k, das eigenwillige SeHistporträl von Kurt l.öwengajrd. hübsche Pastelle von ein ansprechendes! Mäddieuhildnivon J. D. Das Portrat dir Schauspielerin Mira Roe r erfreute die Berliner v ilni K nl tu rhimdthentei keimen. Qüulitiitvnller als dies Gemälde erscheint mir ezeichnetei Müddit-iikopf der-elliei po-ilonen zeigt Ldith Marens. Ihriiii-dn-s K<>1111<-11. doch befriedigt die Lud« ig N e n uikI < n I d - di m i d t. -ow-kv von Lore Besucher, die die K e I d b e r g - K 1 Schauspieler,! ii .Daii.J und Abigail" nwli sief sich stellt, nicht, weilen bei dem „Kr"eieii Platz mit Brunnen I i i-i*r werden einige liiib-che I njw iirfe .für Hoffmanns Kr züliflihgcn gezeigt Reizvoll und •I» ■ n" \ oii Maria I . Wollt eins ri nun Pol. \ou den Arlx-iten Reiche seien liiei nur die be-ti-n Lc dienen vor allem die ungemein )<-) J-idur A - i Ii Ii e i in - Breslau, die er reise in Polen mitbrachte, und die Stern.' die -taik in Bewegung und Künstlerin. Bilder zei ö-ung der her ein Größere Komren gutes tedl- Aufgaben, die Murktleuten". Von l'elga lidig Tan gi sind die in den Zeichnen Marktszencfn aus jüdi-dier biUli nde r Künstler aus dem stimgen erwähnt. Ks verendigen, Zeichnungen von soeben von einer Studien- „Hafenarbeiter** von Max Ausdruck sind. Beachtung. Bei der ..Rfieinlaii: meint man dufem stell In ng lic-gt izum großen Teile darin, daß man c'iner großen schaff de- Koluer| I laIis I. I.t z b a c Ii e r verhtw :me Luft zu spürten. Der Reiz der Aus- /.dil jlimjei auf-trehei „Mutter und K. iml"" der I .deute begegnet. Die Gruppe r München -r Bildliaiierin Elisabeth Springer gehört mit zu dem Be-ten. was'auf der Ausstellung gezeigt w urde.' Rudolf K r n s t - .München zeigt ein c-igenwillig aufgefaßtes Selbstbildnis. Qualitätvolle Gemälde im Stile der älteren Münchener Schuleschafft Sie gfried Z i cg I e r - München. \on den Arbeiten des Frankfurter Kuiistkreises sei ein harmonisch -diöner Torso von Benno Etkan. ein ..Bliinicii-tiick" Alfred 0 ppe'n hei ms. «des Knkels Moritz Oppenheims; des Frankfurter Biedermeiermalers, und die Arbeiten des begabten Ernst I) r e y f ii II hervorgehoben. Sein .Selbstbildnis und sein Kongobild zeigen Vorliebe für dunkle Farbgebung. Der Kunstfreund findet unter der Fülle von Samen und Bildern Gemälde von r du in Opple r, die -ich dem Kiin-lschaffen seiner Familie v\ iiidig anreiben. Die Aasstellung bietet eine Fülle von Anregungen und Genuß: -ie bezeugt aufs neue, wie'stark Kiin-t Kün-tler wie Be-ihauer fiber den Alltag emporhebt. Dr. Irmgard Schul <• r - Brrlin. ■ *.. ' i '; ' i . Da- I - i a e I i t i s e h e F a in i I i e n Ii 1 u t t berichtet in seiner Nummer IS vom 30. v. \l. über die Ausstellung und .liebt hierbei die oben erwähnte Arbeit der llambiirgefin Elisabeth S c" | i g-m a n ii mit folgenden Worten hervor: Stilles Leben spricht auch .inder Wahl de-- ruhenden und jungen I iercs zum Gegenstand' k ün-tlei i-dver Darlegung: das Zebukalb, das Elisabeth Seligmann in einer rührend geschlossenen lind gerundeten Hultiijig^sjhlafen läßt, die liebevoll gesehene.'Tiergruppe von Agnes l flmann-Speyer. Ls i-t kein Zufall, daß es Frauen sind, die die-e Tiere zum Gegenstand ihn - Bildes machen. — Die (\-Zeitung berichtet Über die* Ausstellung gleichfalls in ihrer Nummer |s vom 3ft v\ M. Hier ist e- Johannes I Im a ri- Auerbach, den der Berichterstatter als „einen plastisch und poitiätmaßig gleich begabten Bildhauer" charakteri-iert. * Kammermiisikahcnd am 12. Mai Die Namen B r a Ii m > .. B e e t h o \ e n und Schumann 'und die Namen S t c i n b e r g (Klavier), Anni Steiger (Violine) und Sakom (VipJeneelle) boten von vörnbereta Gewähr für eiken gennBreichea Vbend. Die1 Aufgäben, die die Künstler sich gestellt hatten, hätten auch noch anders gelöst werden können: dennoch war die Leistung vjin besonderer Note: fri-ch im Zeitmaß, technisch saldier, rhvthmi-ch -scharf in <l«-r Gliederung, kennzeicbliead für Spieler, die an das Musizieren im Orchester gewöhnt sind. Die Charakteristika der ausfahrenden Kün-tler zeigten -ich am markantesten im Scherzo de- Bralims-1 rios ll-dur />p. S (i-^'ue Fassung) und im Schlußw erk des Abends, dem I rin D-moll, op. 6> von Robert Schumann: Steinbergs bre-ites. großzügiges In-die-W eite-gehen im echten Nachfühlen romantischer Musik, Sakoms gediegene, bis in die feinste Einzelheit, atigewogene Kun-t. Anni Steigers gesanile, sieghafte fClongklarlieil voll zündender Wirkung auf den Hörer c S- J- ■ * \ r Generalmusikdirektor Hans Wilhelm Steinberg An Stelle Engen R o s e n s t o e k s. der cViner Berufung ins Aasland gefolgt i-t übernimmt Hau- W ilheUu Steinberg in der kommenden Spielzeit im Berliner Kulturbund die Leitung der Opern, sowie die Direktion der repräsentativen Orchesterkonzerte. Nach, AhsolvicTung einer Konzertserie an der Spitze de- H u h e r ma n-Orchesters in Palästina, tritt Steinberg dem i eng-ten Stab der künstlerischen Verstände des Kulturbundes bei. Volksliederabencl der Gesangsvereinigung Hasomir1) Linen Volksiiealerabend im Rahmen de- Kuttujrbundes. vernnstultete am _'">. v M. die Gesangsvereinigung Hasomir unter Leitung von Oberkaulor II. Lieber. Nach einer Schilderung der Ziele der Vereinigung durch ihren \ or-itzendc-n. Dr. L. Mever, die in der' Hauptsache bc-i ihren Mitgliedern Freude an Gesang und Mu-ik. und hierbei lienonclers an dem Indischen Volksliede ans dem Osten erwecken wolle, sprach Oiierrubbiner Dr. Garsebach eingehend über: * K u n s t - und Volksge-ailg in Israel. Kr führte seine Hörer durch die inaische Sanges Lunsl seit den lagen des salonioni-ihen Tempels, Bhejf die Jahrhunderte der Gnla, in <ler der' (•eincindc-ge-ang im Gottesdienste in den Vordfergruncl trat, in die Neuzeit, die wieder der inu-ikali-chen Ausgestaltung des Gottesdienstes einen hohen Wert beigelegt hat. Diese solle den (,emeindegesang. der die eigentliche Andacht hebe, zwar anleiten, airer nicht ersticken. Daneben habe sidi *) V£l. auch den nachstehenden Aulsalz von Obcrkanlui Leon Kornilzcr. i I

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