Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 5 (15.5.1936)
- Date
- 1936-05-15
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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.Nummer s G c in r i n (I i' h I ,i M der D e u t s <■ Ii - I » r in I i i i s ( Ii e ii G« nahe i ii <l e Seil«- G n r I c b a c Ii veiT.d'len hebräischen Gefictes, woltJics Gölte« Segen iiiif die Meuischheut. uiiI-«Iii* deutscht* Heimat und diu deutsche \ ulk. auf die Mitglieder der Gemeinde und diejeni jrii ihrer Söhne, die in clie I" reniele zoifen. auf die Juden der ganzen Knie und seinen besonderen St-fit-n auf das Heilige I and ,und diejenigen erfleht, die mil der Arbeit ihrer Hände es, wieder aufzuhauen sieh iniilien. Mit dem jubelnden Gesang des!">•». Ps.ilmes und <ler Verrichtung des Abendgebetes schlieft die *Vier. 1 . I- ' ••' _ ■ ' Alier nur langsam leert sich na». Gotteshaus, denn nun sihart sich um ()hci rahhiner Dr. (' 1 r l.e h ,1 e Ii die Menge; jeder einzelne will ihn, «venu aiiih nur mit einem I l.iiidedi tick, seiner t rcmidschiiftt seiner Yerchrnns versichern iiyfd /u seine* neuen Würde und -einem Amtsaiit,ritt iK glüikw üiisihen. * 1 r Für die meisterhafte Organisierung der fiinführungsfeicr gebührt allen Beteiligten uneingeschranjttci Lob. Ute Schmuckung der Synagttgtwajr Herrn J- S e I 1 g m a n n übertragen: die H < ■:: ■ aitlagc. welche den in deri Talmud Totp Schule Versammelten einen ungestörten hmpfang vermittelte, hatte Herr Adull M 11 h I g a y hergestellt. Den hebräischen Text des Programms hatte mit kundiger Hand Herr B. L a m b i g geschrieben, er. hat damit manchen eine Fredde bereitet, für die ihm auch an diVser Stelle aufrichtiger und gern ausgesprochener l>ank gebührt. ' Zur Schowuaus-Aktion 5696 des Keren hatora in Deutschland W enil einer 1 Aufgaben und de den Wirrten: Kr I)eun d*s Aufsah erweitert, gezw ii ngen habe J.ihre holten gczle kereh hatora für In den ersten Keren hatora wo sie fehlten, im I lasen kleinen Lau Der l mhruth schulentlassene Ji im Hinblick auf inserer Kcicrtage .uns Veranlassung gib', der Leistungen des Kercri hatora in Dcutsthluml iltuitg unseres ii.ilhiii.iIch Gutes,,\um Sinai, ■ngebiet <le- Keren hatora ist umschrieben 10.H eleu Worten: I .rliaItung unseres nationalen Gutes tum Sin ii. Sie umschreiben einen Kreis von Aufgaben, der sieh ständig Tuclq in den letzten Jahren, die unsere JIlgen I andere, neue Wege /u suchen.. Gerade diese rt. wie Icbcnsw icfiliur und segensreich der die jiidf-che J-y-gend in I K'Uisthlältd ist. :eJm Jahren seiner \\ irksumkeil hatte stth der lauf beschränkt, jüdische Schulen zu gründe 1, bereits bestehende zu iinterstützen, in Ichrcrk'c-meimh'ii für ftcligioiisiiutcri idit /Ii sorgen, hat ihn cor die schwere Aufgabe gestellt, die' igend fiir ihren. Beruf auszubilden, ihr. ger nie die Notwendigkeit' der Auswanderung, das 'körperliche und «clisehe Büslzcüg für ihre/Zukunftzu geben. Diese Aufgabe bekommt muh einje besondere Note dadurch.daH unsere Jugend, besonders <Jie der kleinen Gemeinden dÄs Kitt-rlihutis \ iel früher verlassen miillL als es bisher der f all war. Nur die grollen Gemeinden können der Jugend [noch eine Möglichkeit der Ausbildung gehen. Wer sorgt für die Knaben der klei .Island d K e r e « gezeigt, einem wcrdeH \ ier/eh 11 ersetzeil .dl 111 Die Gi uuinden Au, vi-ux j *fti -p:n n-2- :1111g hei.ms t»i 11 d h e 1 m ■ d dieser I. nv'.r: jai 11 (» r u. Seine I nllw'iikIu ng hat dem Keren lia 1 <>' 1! er auf rieht gern Wege ist. Mit dreil'ig Knaben 01 rc eröffnet. hiujtte , es, bereits zweimal erweiier!. I beherbergt nun t.isi hundert knalieo im Miel \eu bis sechzehn jähren. I - will ih innen 1I.1- I ilcMili.iu- »erwacht und fördert, ihre geistige und körperliche Kulwiekling und gibt innen neben der tfciruifsviifbrihlfritg elften Sch itz ji discheu Wissens mit wfifeiV'W.eg. Der 11 oi|titli(he l-ehllielrag ist euf-pretheud gt-w.o hse-n. De grollte 'I..-ill der Knaben kommt aus kleinen < ■emeiii h ii. ger'udj dort halt'Ii die Valer ihre I visloiz cerloreii um| k oder 11111 pilichtUU I >euts(hl iinueii komm eiiien geHllgen Heil 1 a; leisten. Hier ließt euu- \ «rller jüdischen Gesamtheit cor. dur siih'kein Ju'fle in. ml. ddu Ititfitjntig rr mich darf.um, Wie wir hoffen. entziehT'u wird angehört, ■ entz.icdlen iigend, empfindet mit Itedit. d.d.! <lie nur tieiti .1 l.idisiti.u.r niifil genügt. <lal! ihr (tchwertT Weg in du- /iikuii auch eine geistige II.uhsjhara verl.mgt. Noch nie war der Drang unserer Jugejjd nach iüdisch-geistiger'Arhcjit so groH w njetzt. I ml|diese Vrbeil war ihr41ui.l1 nievso vounfteii wie jetzt. Nur eine Jugend, -die ihr judentuiii Kennt und daher Aw\it. kann ihm Kh'r« niiicheu, wo iminer das Schicksai. si(<. hinti*agt. Ks galt für ih-u Ki-ren h.itdra. diesen! SlTcdunlirtvitgegc-nzakommeii: audi Iiier hührer tincl Berater"zir-sein; ken-n liato'na ermöglicht die leiluahuie ilfl1 l-C'hrkUrsen 11ml den Uesiicll unserer Il|>chscilüh'il. bei hnanzielten .Vnforderuiifa'ti^'ilje von Monat zil Monat -li-i-eu. \.uh hier ist dr Kerittt hatora nif tatkräftifste .Hille aller Juden Higew ie«en " ' * Die luflösiiug dei Kfeingeineiliileil s\h reiiel tina u I Ii ill-un lort. »iel können keim-u Lehrer mehr hallen. iK fehlt jechv religiöse \nrcagung. den Kindern jeg'lidier Itcli^ ionsii uteri iiht, Die Juden <ler Städte, die das Glück halien. ihre Kinder i[i jüdische Schiiten schicken, .yji können, machen sidl nur schwer' einei). Bcigritf dacoii. welche seelische1 Not das lu ileutet. Keren Ii itora sorgt für Heligionsunterri.ihl in lehrerlosciJ (.emerndi ii! Wer eiii|diudet niclit die heifige I'flichl, hier zu' lieNeir? D a r 11 Iii g I a 111» e 11 wir, d a I! der K e r c 11 Ii a I o r 1 z n'> S ch o \> 11 a u s 11 i c Ii I umsonst um Mitarbeit 11 n<l Hilfe b i tte n w tnl. s.....| er 11 ä il f g e s.c h | i, > s ,■ fi ,• Herzen und Ii .i I f s h e r e i t e II .i nd e findet. 1 y l.amlesdirektoi ium des Keren hatora in Deutschland Hamburg l \ Heinrich Barths!f. »'( iW. I'elsi , Posisthechkimin Hamburg IX"v Vrof. Ih. hmik Muri un Aus der Bibliothek der Gemeinde Detmold geboren Schon .ds n.. die in seinem Kltci uImum- Nalers — ZllllZ war acht Jahre' Gast w.ir. Seine Multer war Au* UaumiimndYn kiinnt-n -wir -divsen zum 50. TodesliUc roa 1. c i» - p o I d Z u n z Kvschrii'bcncii Auf&alA erst heute vefötlentlichen. Am 17. Marz trennten uns fütifyig Jahre von dem lotlestuKe eines Grofleil in Israel, des Begründers und AHineisters der Wissenschuft des Judentums Leopold (Itabbi Jörn low Lill- III.I II I / 11 II z. , l eopold /.un'z wurde I7'>t in .Knabe lernte er die Not kennt besonders nach dein 'loch* seines all. als dieser starb — ständiger gezwungen, ihn ein Jahr später.in clie Talmud Tolu-jSchuIe tur arme Kinder in *\ ollenbütlel (Sauis/iuschc Kreiselnde) zu geben. Linter seinen Mitschülern in dieser Schule war auch der später«. Historiker Marcus Jost. Heule mittellos, OiuOten sie in der Kcnagoge wohne 1, und .als kärgliche Heleiulitiing dienten ihnen lic- Ueberreste'ilift Jahrzeitskerzen, bei deren Scheine sie Bibel iepteiy ISO? wurde der bekannte, ajifgeklaile K Ii r-e n b e r g.| der I rgrol'valer coli I? ranz ktor der Schule-, der Zun/ für das Gymnasium einer der ersten Juden, die.Gymiljlsiulbiklung genossen, besuihte er vi-u INtW bis |S|| das Gymnasium zu W(dfenbüttel, war voll ISII bis Ini1? Hilfslehrer an der Samsoilscfien Schule und kam dann nach Berlin zur Ihljv.ersi|iit. Schon als Student bewegte er sith in Berlin in den Kreisen, welche clie Notwendigkeit einer Iteform im Judentum propagierten. I in sein Sindiltin durdlfülireH zu können, nahm er im Hause con Henriette Herz die Stelle eines Hauslehrers an. ■Im Jahre IKI? übernahm er aullerdem das Amt eines Predigers im Tempel con Israel Jacobson in Berlin. Obwohl er als Prediger grollen Anklang land und ihm kein»anderweitigen Mittel zur Verfügung standen, tab er diesen Posten auf. weil ihm Können zu radikal waren und es seinem lauteren Charakter w iderstrebte, eine Stelle :inr des Broterwerbes wegen zu bekleiden, die mit seinen Zielen nicht in Kiukl.nig zu bringen und Talmud still Pädagoge S. M Rosenzweig, Din vorbereitete. AI w ar. ist s, ii- I lerz. in» siifl h'andsdirdtlidieu \ ierte er zum I )r. Isis erschjieneirt"il I Iii It.- des -Jahres lleli er Itnch tlen .Haiisleliri'ipOste.ii liei Henriette iauz dem Studium der htdiraistheii Iateiaiui n,nh Quellen zVl w iilinen. Im Jahre 1 1—prtinip-' Moser den Vcrejii für Kuh)ir und dem spijter aiich Heinrich isjj eine] Zeitstfirift Tur du die con Zunz rediuierl 11r u ut e rhu Ii w idmeii. ill. an cJct'l.niversitiil zu Halle mil -einer Scfirlft: I lwa< zor riibbiiliscrhen I it*riiti|r; isi'l .■ründele er mil l iliianl Gans und W jssj'n-cliaft dt;r Jinfei,- eliörie. Di-r Verein gnli I leint le air: Wissenschaft des Judentumherienri, e Km das Notwendige zum l.elieiiszu cerdiene/i. eileilte er Pricatunterrithl ünd betätigte st».fi joiiMialisiisdi. Von einer Mit.irlH'itersjehaft a(t der Ketlaktit n tler ll.iui.lei und Spencisiiien Zeitung zog er sieti l>il Iziirüek. als ijüe /ei.lunt eine politische l'ichtung* Hjiischlilg,' hellicht seiner. l.Vhcr/ciigimg enl-prath. Von IS"Jb hilt 1 s"»(i w 11 ku- 'er als Leiter der- Bei liueij jüdischen• Gcmeindesihiile, müßte aber die Stelle anl 'Dr.ingfMi tler ()i Ihodn\if \ettTTsseai. Seit |s>l liel.leidele er den Posten eines Pitsligers in Prag. \ >n" |s4d Iiis Isld war er 'Direktor tles Be'rlmec jüdisthen feiner-' .seillimir. Aber auch diese (Stelle \erliel!.er. vteil auch sie ihn in /wie-jpill mil se-ineSu rVilschaiiÜhgeii brachte. - Sein deal und st'ine ganze Kebeusaul;abe. zu der i-i die \aregling \yii> tler- Bibliotheta lleliraei de- 11 a m b-u r g e r O'rieniulistc'U Jiih.'nu t'hrisloph W blf) eniufing, sali ^uuz in der W i .s e n,s efi .1 f t'tl e s!J u el e n t ii m s. Di u Hatiieu hat ett selbst gl prägt für eine W isseiischaft. (Jie-das ganze geistige I i be tler Judfüheit. der Zeit dyr Bibel, des Alterluius, des Mittel-' alters Ii ml tler Neuzeit s\slemaj i .eh. tnelhodiseh. kritisch uuti W'LsseiiscIiaftlich »"Ttassc'n soll. Dazu, gehören Jsidische; Ge- Schkhte.] Jüdische flitc'ratttrgeschichte. 'Geschichte und I ntwitkluiig dfis Jutleutuitis, Jüdische! I'etigions'philosophie. Jiiilistfie Kthik, Geschichte der jüdischen Kultur. Kolklore, Statistik tler '1 Siehe' m c i n c n. Aufsalz Johann Christ..ph tt'.ill.-^lahrhuch lur die jndi- ■ehen Gemeinden Schleswi^-HoUteink und der Hansestädte, j — 19J3/34. S. 20— 23.