Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 5 (15.5.1936)
- Date
- 1936-05-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer 5 Gern cindeblaU dcrDeutsch-Israe litis ch e n G e m e i n tl e Seife 1 r : .- ■ j : f wurzelt iI.ls Böse. Seid stolz 3arauf, eingezäunt vom Rosenhag «les Gesetzes, rill versiegelter Bronnen heiliger Kralle ZU Bein, die ihr euch bewahrt und hütet,fijr das Glück eurer /.iikuiill, für da» Beste eures Volkes!-** 1 ml .iiiii, .il>er liui; in den wendet der Redner sich an den Fremd und legt dar. wie gerade im Verkehr mit ili Name Israels geweiht null geheiligt und Kür qei sie alle finde! nein das passende, d in dem Augenblick lelinisscs stehen, du welchen der Konii endete: ..Hill. Gott.' gelabt seist du. Gott der Keiner nicht zuletzt, Toren Israels <ler Name Gottes werden könnten; l-lll passendes, "ein (reffendes, as lroffemle W ort, so <lali alle VliweScnclen unter dem Findruck eines gewaltigen f.rllednei mit <l«-n Worten schnellt, mit der Israels in deinem \ heiliger Stunde Kein Gebet Be- ,1k, l die ml nun der 22. herv iirracendsti Lrhorer «les Gebeies. "k * ■ * '. f April P/Vi. OBcrral>bineT l«-nii es Bedarf <!«•> Mille. Dr. Spitzer« jüdische Peksönli'chkeil Bei der Amtseinführung ()b«-i rabhiner Dr. Cutllebacbs in Altona, hat nach tätigerer Krankheit am 2'K Mai I«»»* «las Zeitliche gesegnet.'nnd Ohe rruhhiner Dr. Curlehuch ist zu seinem Amtsnachfolger er« währt, worden. Die Cemeinde-S} naeoge Bornpl.ii/ ist mit Frühlingsblumen . auf «las herrlichste geschmückt, insbesondere prangt «lie Kanzel in sdiönstem BBimcnsihinuck. Jet/t drängt r-iit> in ihr «•ine festtidb gestimmte. erw-urtuiigsvojfKf emclnde; der weite Raum hlit ilie Menge derer, die an deiir.Vkte «ler können, und in <ler Predigt, welch« seine letzte in diesen Gotteshause sein .sollte, von-der von ihm immer erneut hoch gehaltenen Unl><-- dingtheii des überlieferten Judentums gesprochen habe, au- Rabbiner Dr. Nobel, der in seiner Ahschicnlsprcdigt die Erhaltung und Währung zk* Knedens im Verein mit der lloifrbaltniiig tler Überlieferung als sein Ideal bezeichnet habe, und' endluii au ( >herrahhiliei Hirsch, der Wegen seiner grellen Menschlichkeit hellte noch rn den ller/en feiner Gemeinde weiterlebe. Kr hoffei dal' der neue *( iherruhhiiier-eiu würdiger Nachfolger seiner Altllsvorguuger sein Werde, der den Noten «ler Zeit begegnen und besonders der, Jugend- «-in Freund werden möge. Im Viisihlul! an «lie Worte der Pi-hadi-HiigwIi», dal! Gotl Urael einst aus iler Knechtschaft zur Kreihi it, .ms' «leih Jamme r zur Freude;.-«ins iler Trauer /um festlichen Tage ans dem Dunkel' /um I ich! und .ins der Frniedrigong zur Krlüsung geführt Ii.die. gedenkt «Irr Redner dann des \nri>:t">iindischen -Jugend im -Heiligen l ande, das, wie es I and Iler \ater war.'so wieder das Heilige I and Werkes «ler «las Heilige Amtseinführung teilnehmen wollen,'.nicht lassen so hat sieh «ler Vorstand.des Synagogen-Verbände die Feier durch RtWio in «len j ' Turnsaal der benachbarten Talmud Tora Schule /u über- Iragen, «ler gleichfalls langst vor Be;;inii iler Feierlichkeil überfüllt ist. Begleitet von dem Vorsitzenden des Vorstandes des Synagogen - Verbandes» Herrn Dr. /nutz, erscheint hier Herr Oltcrrahhiuer Dr. V. ii r I e b a je h hoch v oi dem F«'st;ikt, um die Versammelten zu begrüHen und durch eine! kurze Ansprachedafür /u ententsdilossen. Ilnli m a n n geistigen und dall >lust schädigen, Synagoge mehr finden konnten, wohl das erstemal in <l schichte, «lall mau. Ihm sie iu «ler keinen Platz Es ist ■r Geeiner jüdisibeii Feier siih modernsten t«-<'i- Krtungenschaften be? Djs an. der Vorstände den Herren I!.- ührigen Herren dt <l«-r Gemeinde \. B David des Vorstandes Sv natrogen-Kommlssare sich solchen «•i-ner der nischen dient. Die Feier hebt 131D na ejrkllngt, gesungen von «lein unter Leitung des Lehrers K. R o t h s e h i I «I stellenden S> nagogenchnre. I ),inn singt ( )lierkant«ir II o r nstei n das «an Tna und -<•- leitet von den Vorsit/enden und des Synagogen.-Verbandes und Dr. II. Z u n t z, denen di« des- S> hngogen-V«-rlMii«les uu«l anschließen, betritt Herr <)hcrrahhiirer Dr. (' ä r I e b a c Ii , iu den Tallis gehüllt, die heilige Stätte, um zu dem-Sitze, «len er fortan einnehmen soll, geleitel zu werden. Dann ergreift, netten der Kanzel stehend, Herr Dr. /. u n t z <la.s Wort. Freudige Zuversicht erfülle alle Anwesenden, da «ler seit nahezu zwei Jahren verwaiste Platz. des beimgegangenen Oberrabbiners mit einem Manne benetzt wercl«-. der allen aus seiner Tätigkeit* Bekannt sei. aus seine« Tätigkeit bei «ler Talmud Iura Schul«", bei «lern Synagogen]Verbände .selbst und innerhalb der NadilKirgenieiiide Altona* Der "Redner gibt seim-r Freude Ausdruck iih«;r die rege Beteiligung au «ler heutigen Leier und <hegrüflt den Vorstand .und «las Repräsentanten- Kollegium der .Gemeinde, «lie Verwaltongskörperschufteh «Iit Gemeinde Altona-, den Frankfurter Rabbiner Dr. Jacob II o f I - manu, der ab/-Vertreter d«\s Präsklialatisschusses der.Reichsverl retüng «klr Juden iu Detitschland erschienen ist. die hiesigen und auswärtigen nabhinen, die Vertreter «ler Kultusverliänd« und .dler derjenigen Gremien, die innerhalb «ler Gemeinde zum Wohle der Gesamtheit tätifr sind. Kr dankt den, Männern die in Würdiger Weise die Wahl des nc zogen hätteu, den Rabbinen und vor a den Herren Rabbiner Joffe und Rabbiner Dr. I icUif, dit in nicht hodi jreniig anzuerkennender Weise die ('M^Riiheiteii «les Oberrabidnuts während d«-r Zeit «l«*r \ ak.i({zjF\\ ahr^enommen hätten. Fr wendet si<h dann an «len neuem Oberralibiner. Alles, was vonnöten sei. könne in diesem Augenblicke nicht fTc^affl werdet». Darum erinnere er nur an «lie, Aintsvorgänjrer des Oberralibiners. au Olierrabbitter Dr. Spitzer, der Der Vorstand der Deutsch Israelitischen Gemeinde Hamburg weiß sich mit der ganzen Gemeinde einig, wenn er seinem tiefen Schmerze Ausdruck gibt über die ernsten Vorgänge, die unsere Brüder in Palästina und damit die gesamte Judenheit in den letzten Tagen betroffen haben Der Vorstand beklagt aufs tiefste Opfer an Menschenleben und nichtung des Erfolges hingebungsvoller Arbeit. Er fordert die Juden Hamburgs auf, mit verstärkter Kraft und verdoppelter Liebe den Aufbau Palästinas zu fördern unserer Kimler werden solje Nochmals feiert1 dann Herr Dt. Zuiit/ Herrn (Vherruhhiner Dr C a r'l <: Ii a c h al« den Meister des' gesprochenen und ttts den Künstler des L»esch riebe neu Wor^.ojsdeii begeisterten Vj-rkümler iler s<Brif(, als den Vlaim des R)Hes nnd «ler Tat. um zum Schlüsse mit «lern Worte cles 121, IVnlms ■pTO'J 'n ihn d«-s irittilidien Sönitz«»«; zu versichern. . ' .Nach erneutem Chorgesaui; l>c-iritt dann Herr Rahbiner Drv ilie kän/el. Der Diensta al ritt eines newettf religiösen Führers, so führte er.aus, .sei immer •in wichtiger Merkstein i|i ler Gesihichte c-iner Ciemeihde, nun gar erst in Hain- S bürg Uli«) in «ler heutigen Z«*it s Kin tahnadisches Wort sag«-: •aixn m laan Dip-an k> Dipnn nx mxn k^h s nicht «las Amt ehre seinen s Träger, somlern diester sein I Vmt. I her Und in dieser Stunde s. irefle lieides zu. Ks sei ein«: g : holul'.hre, .ml der Kahzl-i H lieser S^nägOg«^ zu Mellen. .H {einmalwegen (kjr Keschicht- H lieben Bed«'lltii lig' der -ll .un- .s burger Gemeinde. sodann g Wegen «ler vielen atisgexeich- neteii führenden raldiinischeii S l'ersönlich'keiten. welche, rufs rsi in den Dreigosneinden. s Ki ii fi nach ihrer 1 renuüng in Hamburg allein gewirkl s hätten, und zuletzt und do«h T nicht zuletzt wegtai iler.grollen H Bedeutung,, we.luhe dei HiiuiV H biirg«T (".emeiiule und .«lein Synagoge*' V erhande in ihr zn komme, zukomme wegejt lei vielen , blühenden jflmburg. wegeit der vielen'in «Iit •bendeii C'^Sn ""Vi1?!! wegen der vielen hier Mimtheit <le> Judentums "wirkenden Männer und" «lie Hamburger Kehill i eUr«> den Rabbiner ihr«Tindem «lii-ser dem au ihn ergangenen Hufe folge. ' «Jr die G"ineinde. iu deren Diensl er trz*te, Deiih Dr. ( ,i rl i'li;rr Ii gehöre zu dea besten und.- Ralibinern in Deutschtand. Im Vnsjihfuf! m «lie •ines Schriftwortes, Welches die Verdienste l. s r :i s rühmt vr die Persönlichkeit «les neuen (>l>er- 4or »thoB seit viele«; Jahren durch deitkerisdie Größe utid die Macht «les gesprochenen und geschriebenen: Wortes ii diesWeite wirk«-. Ks sei erfreulidi. «lall ei jetzt einen suldi aehnbeneri Standort erhalte, der ihm gewlft nenn starrkfl die die; Verdischen In» itutinnen in H. Gi'Uleilld.' fflr die G Krauen. Wahl, ab ehre .nie Oberrabl ragend smi Deutung (h.irakterisiei t, rahhiners ,' iner n iiikI schöp|fe|ische Impulse gebe und ihn mit Tatkraft und c h werch*. S«bwcr. seien iiliter erfüllbar pewordeil VV illen ha 11. I.l I . I I I K 1 . i h .lllll i . neuen pberrabwners vollV lllemzden Herren Dajauim) festen seiner «lie Geist geu ni den Viel alle lir.ii Stil rk ungJ' Jetzt aber auch w irken zii erfüllt sc|iet| Gröfte im beii die 11 ad ilioiis Aber zu starke! iu i t t e n füllen werde. Sdiw« rrten. aber sie s«yen auch le i keien aufgeschlossener. f|ir ji'idisibe Dinge, jüiti seien «lie Pfluhteu. di •Iii lemül.er empfiiilglichetj lisities Denken und leben, siufititn Ullfgewühll und aufgelockert «leir llc>imweg, sie hjen« lieh«-- iind kr.dtvotle Kührting, Lenkung und sei es Zeit, für Gott zu wirken, jetzt sei e.s eine besondere Gnade, für Gott und Judentuiu können, jetzt aber liraüthtrii wir .null Männer, «lie in den Kwi-Aeitswerten des Jucletltums; seim-r Krh.ibeuheit. seiner Ganzh«-it und -einer l nbedimrtgewillt und fähig seien, die ganze Schönheit des ehuudenen Lebens ihren GemeiiHlvnanfznsd»liejrh"nl lein VV irken* für Gott fuhr «ler Redner «laiin mit etonuiig fort, gehöre atuh. daH der Rabbiner i'Üf seiner Gerne ins C fca f I steh«-, überall «Li. w» 15 verantwo rtungsbewulHe Männer zusammenstehen, ihre Stimme