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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-05-15 · 5 (15.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
5 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gemeindeblatt der Deutsch -1 s raelitischen Gemeinde Nummrr 5 Dit- Zu Wendungen vmi Stiftungen, Logen, Vereinen und die i oben dargelegt zwaugsmäßig| wir weit höheren Durehschnitts- Si»ciden'ton privater Hand stellen ab.» einen sehr wesentkoston. Die Zahl der Kinder, die zur Kur oder zur Erholung liehen BeirohdteiF" unserer Einnahmen dar. Sie müssen, wenn verschickt werden wollen, wird, sicher nicht kleiner sein; am v,,, ia „,IMLeistungen nicht zurückgehen sollen, in diesem Tage der Niederschrift dieser Zeilen, am IN. Mar/, halten sieh j;,!,,,. M, f. \ reichlicher Hießen: denn wir sehen uns. wie Ix-rcits 124 Kinder zur ersteh Untersudiiing gestellt. Darum die Herzen auf, die Hände auf! Das rufen vir insbe sondere aueh unsern früheren Mitbürgern zu: mögen sie vom sichern Port aus in Dankbarkeit der bedrängten Glaubensbrüde?' in der alten Heimat sich erinnern! Die erste Spendenliste für unsere Kinder Ii.iii Rösa Vbel e -. llc i i iipd I; rau Kijft/ - | Ahr ä h a In , - . „I Dr. L \ s. her. ,. Krw in U a l I i n , Frali .Vni*i H .i ii e r . Herr Vruliii H e Ii reu». Julias C o heu, Krau A;rncs (oh n ,. Herr und! Frau R,-A. 1 B." David. Krau H. rth.i Daniel. Herr Carl K II er n , .. Marlin Kel.lt. ' Krau Jacob und Krau Martha " K I öjr s h e i m . Ilc-rr und Frau Max H a a g„ I-rau Finna II a l b e r s t a d t, llerr Leo Jacob II a'mliii r;, Herr and Frau John Hausm a n u . und Frau Ahraham II c c k's c Ii e r . und Krau Bernhard Hei n e hl a n n , Kraul. Bertha II e i I b r o n n , Herr Adolf Himmelweit, und Frau -Dr. Gustav ll-ii ff in a ii n . Julius- Holstein, „ ii. Krau Michael Isaak, „ Dr. Josef Jacobsen, „ M. J o s i a s . Bernhard K o p p e , ., und Frau Hermann k'ii^elmniin. „ und Frau Hugo Kugelmann. Herr Julian l> e Ii in a n n , Frau Dr. F. Liev e n da?. Herr und Frau Staatsrat a. D. Dr. Leo L i p p m a n n , und Krau Dr. Erns-t I. ni'» en lierg, „ Louis Löh, Manfr. Mendel, „ Dr. Fmil Misch, „ u. Frau Kurt N ath a n. „ und Frau N. X.. „ n. n,; j und Frau Dr. * N. M. N a t han, „ Dr. N e m a.n n . Frau X e ast e i na I lerr Martin X erden, und Frau Dr. II. Oppenheimer, Frau Fmina I' I a u t. Herr Dr. M.ix Flaut, und f lau Gustav iRos e Ii hcri;, / und Krau Willy Sänger, „ Dr. B. Se nd e r . „ und Krau Karl Stull o t /. k y , Krau Bianca Schindler; 1 lerr Max _ S t a v" e4 ha g e il, „ lind Frau Max S 1 e r n , „ und Frau Dr. Alfred Unna, „ und Frau Jacob ValJc jr., Geschwister \V e i n h e i m . Fräulein Blnnka Weiß, Fräulein Esther Wolf f. Die Amtseinführung des Herrn Oberrabbiners Dr. Carlebach p»ay vsnr T"* npT '3 Ovb mm Mittwoch, den 22. April 1V36. X n Ks ist der \2. September \')2>. Die .iltehrw ürdige Hauptsy nagoge der Hochdeutschen Israeliten - Gemeinde Altona füllt eine Festlich gestimmte erwartungsvolle Gemeinde. Der neu gewählte Oberrabbiner Herr Dr; Joseph Cartebach soll in «las Amt eingeführt werden, das vor ihm Männer bekleidet hahen, deren Namen noch heute mit Ehrerbietung genannt, Männer, die noch heute In der Judenheit als Autoritäten verehrt werden. Sein unmittelbarer \orgtinger. der Oberrabbiner Dr. Lerner, hat, von der Last der Jahre gebeugt, sein Amt niedergelegt, das jüngere Schultern jetzt übernehmen sollen. Alles, was in der Judenheit Groll-Hamburgs Namen* hat, ist in der Synagoge versammelt, die Vorstände der Gemeinden von Hamburg, Altona und Wandsbek,die in diesen Gemeinden amtierenden Babbinen, cor allen der Oberrnhhincr des Hamburger Synagogen-Verbandes Dr. S. Spitze r. Die Feiet hebt an. D.is laiü HO erklingt, gelungen von den bellen Knabenstimmen des Altonaer Synagogenchors. Dann ertönt in wuchtigen Akkorden das "]*H3' diel'forten des Sy na sogen raumes offnen sjeb. und geleitet \on Mitgliedern der Verwaltung seiner neuen Gemeinde belnU. in den Taltiii gehüllt, Oberrabbiner Dr. Carlebach die heilige Stätte. um /um Almemor geleitet zu werden. Dort wird er Von dem Oberbürgermeister der Sladt Altona .ml die Reichs- und Landesverfassung vereidigt, mit kurzen Hurten begrfif't und /u .seinem Amtssitz geleitet Der Vorsitzende des Vorstandes der Altonaer Gemeinde; Heu Dr. S. Franck. betritt «lie Kanzel und wendet ■•uh in herzlichen persönlichen Worten in den soeben in sein Ami eingeführte» 01)crral)l>iner. Lr gedenkt seines verklärten Vilers, des Rabbiners der Gemeinde in Lübeck, der auch den Judea Groli-Hamburgs kein Fremder war* er gedenkt mit Daukesworten der mehr als 3<>jührigeti Tätigkeit des aus seinem Amte geschiedenen 01>erral>binc>rs Dr. Ferner und mit gleich herzlichen Dankesworten der Tätigkeit des Herrn Rabbiners Duckesz. der dem Oliernibbiner Lerner während eines grollen Teiles seiner Amtszeit selb-flos und hingebungsvoll zur Seite gestanden hat. Er erinnert f an die Tradition der Altonaer Gemeinde, die es für alle: an der Neuwahl Beteiligten zur Selbstverständlichkeit machte, dal! auch der neue Rabbiner der Tradition anhängen müsse-, und spricht . daim von de n Hoffnungen, mit welchen die Jugend..das Aller, dieder Fürsorge Bedürftigen dem neuen geistlichen Oberhaupte entgegensehen. Der, Redner gelobt dem neuen Oberrabbiner namens der Gemeinde treu«; Gefolgschaft, wissedie Gemeinde sich doch ..eins mit ihm in der heiüen Liebe zum jüdischen Volke und zu seine! heiligen Lehre. Wir wollen Hand in Hand gehen, Itabbincr und Gemeindeverwaltung, im gemein-' Milien Streben, im innigen Zusammenhang zum Segen der Gemeinde, zur Ehre Gottes;" lud, dann betritt Herr Oberrabbiner Dr. Carle« 'li.i i h1 die Kanzel, und an die Spitze» seiner Antriltspredigt stellt er das Wort Dyn HX ^npn Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und deinen] Fremdling, der in deinen Toren weilt, damit sie hören und lernen! Dann werden sie Gott fürchten und übend erfüllen alle Worte dieser Lehre')'. I nd schon nach den ersten Worten ist die gesamte Menge, die den weiten Synagogenraum füllt, in dem Banne des Redners, Lr spricht von cMn Schaudern der Ewigkeit, die den geweihten Platz nmwrtlern, den er soeben betreten, von den Grollen in Israel, den Rabbineil Jonathan Eibensdlütz und Jacob l.ttlinger, die einst diese Stätte zierten und mit denen sich zu messen ein verwegener Gedanke sei. von der ehrwürdigen Gestalt des Mannes, zii iJessen unmittelbarem Nachfolger er berufen sei, der ihm, Regnend die Hunde aufs Haupt gelegt halle, und- Würdigt'mit verständnisvollem Worte Lerners rnhhinische Grcilie. Dann spricht er von der Verantwortung, die er mit der I bernahme seines Annes auf sieb nehme, und dieabzulehnen doch Sündegewesen sein wurde, und wendet sich dann mit dein Worte seines Textes nj?n rix bnpft an die Gemeinde» An jdie Gemeinde zuerst, weil die Gemeinde vor dem einzelnen sei. Dann aber an die Männer in ihr. die Frauen in ihr, die Kinder in ihr im I ganz besonders an die Jugend ii» ihr. An sie wendet er sich mit l>esonders zu Herzen gehenden Worten: „Vor allem, habt kein Geheimnis vor eurem Rabbiner, denn im Geheimnis >) 5. Mos. 31. 12.

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