Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 5 (15.5.1936)
- Date
- 1936-05-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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GEMEINDE BLATT der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Harn hu r<* I o Da* Gemeindeblatt erscheint Mille jeden Monats'/ H< :r. : pn . Verlag pnd Geschäftsstelle : 0.45 J!H M. l.cO crtcljahrti'ch einschl. BmUUMd / a n n , Hamburg 36, 'AHC-Strafle Anzeigenpreis: 22 Pf. iur die acht£, i7. / Fernsprecher: 34 (17 71 ■I' '■' > ■ Millimeter,/.ilu Nummer 5 Hämburg, 15. Mai 1936 12. Jahrgang Die Kinderverschickung des Jugendamtes der Gemeinde im Jahre 1933 Zu dein dieser Nummer beiliegenden Aufruf des Jugendamtes Vereins zur Gesundheitspflege schwacher Israeli Von Dr. H. Böhm, Vertraaensarzt der der Gemeinde und des ischer Kinder Qemeiode Unser soziales'Hilfswerk li.it im vergangenen Jahre unter iiiw rcii Gcnicindeinitglicdorn. auch: ausgewanderten. -« reiche Unterstützung gefunden, «lull vir unserem herzlichen IXmk dafür Ausdrude gehen möchten durdt Veröffcntlidiung der Kr-- gcboMtse unserer /letztjährigcu -1 üti^ckeit. > Ks liefen insgesamt heim Jugendamt 4<)J Meldungen;ein,- 42 mehr als im Vorjahr, \iiii diesen wurden aus muunigludicu Gründen "••> zurückgezogen, Uo abgelehnt, so ii.il! 2J<> Kimler /nr V ersdiukung k.tmeu. fast <lie gh-idie' Zahl wie l')»4. .ils 227 Kinder durdi umden Heimen zugeführt wurde». I)if-i- 22h Kinder setzt im sich/zusammen aus allen, die hei der ärztlidien l nlersiidiung mit <len Noten I (dringend) und _' (notwendig) he/eidiuet wurden waren, insgesamt I7J, iiml der Hälfte derjenigen, <lie die Zwischennote 2/5 (sehr wünschenswert) erhalten hatten, 55, Wir hätten gern muh weiteren so Kindern die wünschenswerte KThailing zukommen lassen, aber die vorhandenen Mittel Heften es leider niitit kii und zwangen uns umh mehrfacher Sichtung schweren llcrzens,diesc zweifelhaften Anwärter auszuscheiden , Von diesen 22h Kindern wurden verschickt: nach Anriiti . . . . „ Diirrlieim . . . Hof heim . . . „ Horscved Kissingen . . . Kolbcrg . . . Kreuznach . . Nauheim . . ., Segeberg . '. W ilhelminc/flhohe .. Wvk . . . . 44 I'» ~> \1 JU %4 ->o 2<) * -'4 22h leimen nicht unserer Aufforderung gefolgt l»l ein gutes,.J4 ein geuttgen^ /ur Nachuntersuchung Ididi der Itückkchr .ms den hatten Sich teil-, mit. meistenteils ohne Grund 2h Kindel eingefunden. Von den Jim», die waren, wiesen 44 ein sehr gutes, des. nur l ein ungenügendes Krhohingsresaltat auf. Aus h\ giehiachen Krwägungen sind w irdazu üliergcgangen, iu . der VV odie vorder Entsendung von irlleii Kindern] lals-uml Nasenabstriche zu Machen, die das Hygienische Staatsinstitut auf Ha/illen untersudite. (Kür etwa l>ei positivem Krgrbnis ausf.tllende Kinder hielten wir stets Kr-alz bereit.) So niiiüle der weitaus grollte Teil der. Inei uns gemeldeten Kimler drei- bzw. sogar viermal die Ohterslidiungsstelle passieren, /ur Vor- und Nachuntersuchung, /ur /Vbstrichnahmc\ An Her den ühlidien kleineu Störungen h rächte uns das Jalir l'iil mehrere recht | unliebsame uuprograinmüllige Schwierigkeiten, Während der'ersten Kurperinilc in Diirrlieim erkrankten von unsern dreizehn Pfleglingen drei au von anderswo eingeschleppter' Diphtherie, <lrei an andern Krankheiten. Sic wnnlen in Krankenhäusern (»eiiachlrarter Qrte iintergebradit; dann verfügte der zuständige Amtsarzt die sofortige Entlastung aller ührigen Zöglinge und die zeitweilige Sthlicllung der Anstalt. So würden sieben Kinder vierzehn Tage vor Ablauf ihrer Kurzen" hciriigeschickti alle zum minderten als Diphtheriekeiinträger verdächtig. Von diesen konnten zwei im Idlernhaiise isoliert werden, während die übrigen fünf in zwei uns für diesen Xwcifc freiindlich.sk zur Verfügung gestellten IS.Hirnen <les Dnniel-VVorniscr-l lanscs eine zehntägige Xjuarautäne bezogen. Je ein Kind aus beiden Gruppen erkrankte noch an einer nur leichten Diphtherie, was uns mit <le|i uns in dieser Sache erwachsenden nicht unerheblichen Kosten und Mühen einigermaßen aussöhnte. Für eine diitl waren neun Kin eine Absage, wi lllischer Ki'ndcrl. Ulis muh den gr in entfernteren unvorhergesehen Krst 'im I: tat-j Tragweite Wir w irken, die iius W luden. I >ie eim iireiserniättiginn hebniig der Krn richtuilg der Kur Tür Kurtaxe und Kur eines '.jeden Kitrpei rioile Uli Segeberger Heim im Vuguler vorgemerkt. Da erhielten wir uner,»niit im .Kreise einige; I ik'iunküiigen all opidc Innung festgestellt1 worden waren. Ks gelang Uten leil der Iiier zurückgewiesenen Kindel leimen unterzubringen:! I rgehnis auch hier Mehrkosten. dir loVi werden -idi z.wei Neuerungen, dviet w|ohl jetzt noch %icfit übersehen können, aus schon mi vorigen Jalire bekannt gegelu': ist die allgemeine Kiusdirätukung der KuhrJ dtirch <lie Keidtshahn. die amlere, die. \ufi dügiiugen bzw. Kefreiängnn miii der Intixe und der Bäderpreise, lllein die Kostet Uäiler bedeuten für uns eine Verli-nerung <h*l Kinde-, um 40 'Jßt wir als Kntsendesteüe. auch flie Verwaltung«, •rln ime hallen ihre sihweren S^irgen. Die eichender ritueller Verpflegung wiid von 1,ig HPUso'ilie Gewinnung fiiehtiger Kralte fliehe uml gei-tige l.i-itiing der Vnstalteu. und Melreiiuilg <1ef Zöglinge. J«fj,möchte die (le- und Iiier ernntal vm ■der jüdisdient tlidlkeil feststellen: unsere fachlich gesihulte Jimend läRl isten eitler Ungewissen /ukniilt die lb ini.it im-Stich, die •noch Viel Gelegenheit zu vielleicht! befntijigeniler und ifrsprienliched Audi das ist |-.iliiienllinhl'• Aber niiht «II körper der Kim Beeichafjfung au zu Tag sihw'ieri für die w irtschii ilie pädagogisch legenheit w ahrneliuieii Dffentilchkei Zllgllll sie ilriogeml hriiukht uiuf il entsagungsvoner. aber doch .beruflicher Tätigkeit ludert. Sollte mJjl mir aber den Vorwurf nlacheu, wir hätten nicht nötig, uns die Köpfe der ileimveVwaltuijgen z-u «erlirethen, s'o( antworte idi. dafl wir zu Innigst daran interessiert sind, dal! in den Kinderheimen alles, aber anih »lies zum fitesten bestelh se'i;rilenifwir vertrauen ihfietl das kör|M*rliche und geistige ,»Voljl unserer Jugend an, iler lioffiiutig uiiserer .Zukunft. hrTuhJrungeii.-dio wir in ilieser Hinsicht an den von uns verschickten Kindern hiacften. sind .neben deii s^lhstverständlich in erster Linie stehenden ärztlichen-Gesichtspunkten wesentlich mit mnHgcbdnd für unsere Kntscheiilung bei ■ I<-r Vuswnhl des zur V'erschicxong kommenden Kindes. Auf das finanzielle tiebiet übergehend, habe i<h zu iK'richten: Von den JJ6 Kindern des Jahres tos-; w aren ">J V ollz diler. Dagegen best ritten |w ir bei 25 Kindern <lie gesamten Kosten der' Heise und das Aufenthaltes, lud |04 Kindern mehr, bei 4" weniger als i(i<» lläfffe. Die C'iesaintkiisten der Verschickung betrugen .'"> (iTJ.ns Cil Diese Aiisir.ilrcn wurden gedeckt durch lolg-emleTinn.jhmen: Zahlungen Von Zahlungen Zahlungen Zahlungen Itebörch Zahlungen Kü rsorj i Zu schul] Zuw emlun und an Spenden lliern . . ' . ... . . T(.'»4. von K rafikeiik.issen..... «ler Iti-idisveisidierungs.iusl.illy der Gesimdhcitsl und bürsorgeiler ' Jüdischen 1 uberkulos,-- I Jns.-s N|I4.I>"> m Mit rtn r Gemeinde . ' . . eu von Stillungen. Ver. Iiinjr' Stelleu insbesonderi auf (•rund d< etztjäh rigen . Aufrufes *>o.4u ij-..- RH (>»(».— Jh(' 4 T'MI,.'? ./!)( 4 jos.iis '/?)/ j">o:j.us 'JSH