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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-03-20 · 3 (20.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
3 (20.3.1936)
Date
1936-03-20
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 G emeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer > -- Bekanntmachung betreffend Aufhebung des Grindelfriedhofs. Der Begriibnisplntz der Deutsch-Israelitischen Gemeinde und dir Portugiesisch-Jüdischen Gemeinde an fler-VerbiHdungsfttihn. der sogenannte Grindeljrtedhof. ist den Gemeinden mm llamlnirgischen Slam im 'Jahre Ii II auf Crundhauerverlras mit der Bestimmung itherlassen n orden, dilti der Staat $ich das Eigentum an dem Grundstück i orbehält. Der Staat hat auf Grund der Begräbnisordnung vom > 27. 9. 1HH2 durch Bekanntmachung vom 20. 3, 1899 ebenso nie die benachbarten christlichen Begrnbnisplülze auch den' Grindjnfricdhof auf den M. i. 1899 geschlossen. \nchdem die '2.1jährige Ruhezeit schon seh Jahren allgelaufen ist. und nachdem die benachbarten christlicheil BegrSbnisplätze geräumt sind. muH jetzt auch die Räumung des Grindelfriedhpft und die Räckgalte des Grundstück» an den Staat zum 3p. September erfolgen. '•' Die Geheim der uul dem Friedhofe Bestatteten sollen daher jetzt nach dem- Gemeindehegrähnisplalz in Ohlsdorf iiherfkhrt uerden. /Ji-e Gemeinden uerden dort neue Grub- Stätten für die \\ iederbeisetzung ausweisen. t Saudi <//- nur iissend möglich, soll den U ünsthen von mgehiirigen. milche \ erstorbene n ieder in F. i n z e I - g r ä I) e r n freisetzen wollen, entsprochen u erden. Die h.xhttmietung der in F.inzelgräbern nieder beizusetzenden Toten, ihre I eberji'thrung nach Ohlsdorf und W iederheitetzung muH a u f \ o s t e n d e r A n g e h ö r i g e n erfolgeti. \ähere Bestimmungen bleiben vorbehalten: doch u erden Angehörige, [ivelehe die ff iederbeisetzung Verstorbener in h.inzclgrälu\rn teiinsthen. schon jetzt aufgefordert. dem ISürn der Deut sch-l sraelitisihen Gemeinde. Hamburg /.'{. RolhenhaiimchaUssee 38. Mitteilung zu machen und sich ihiliei sihnifthith zur Trauung der Kosten zu vcrpficljl.,,. Diejenigen I crsliiirlienen. hinsichtlich deren keine Anträge geilt 'Ii ucnhvi. uerden auf Kosten der Gemv:nde 'exhui lierl und auf: besonderen Feldern des Begräbnisplntzi i in ^nmmtflsätgen nieder hei gesetzt uerden. Der Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Der Vorstand der Portugiesisch-Jüdischen Gemeinde. ———— Dr. \\ U. \ „ i hau : \ . i Fünfligjahrfeier des Altenhauses der Gemeinde I \ut-l.iirl im Genniindefeierten Ii j.il •-telicii <!<•• . |). . Vit Ii II I - - I der Hll muf i ung Kope ihagen (• :>ui Ii. stell Manie i der II. angel oi l'. I i wlur'ci <len fechten. (,.-braue lliche Be .'runder <ler \nstnft war I s a a t 11 ,t r t - die S1 illuri reu. die ni< nt. . fjati« mgog et I Mittele. Illlll i zum < >|>fer gi n. iln e*r im "(.» 1*5'» } Be er .in Ko-Iin' ei l iililen Iit»H Synafitge. unserer .V Grifte nge* uii-erei if Hart vif eil rieilliof. IieluJi-iIhln-ehnl: fetiminl Ii.it. ur I l;i 11 \ \ iii . die ln-.i--cn sbr» Uleiiliau-eunserer /teil Sonntag, ilen l».".*d. M_ 'I ifiinfzig- \ltcnhansc-s der Gemeinde. M inti. ilesspn Name auch heute noch in IfuiubuTgt-r Juden fortlebt. Der aus war m inei /eil «Itter der wiihlhalieiidmburgei (Gemeinde, deren Vnrstand er iei der \\ enige-n. die von ihrem Reichtum i zu machen v i-j-l.iti.U-ii: davon zeu';;eti teilbe'i Ieb/eiten. teils in seinem Ti'sta— die leidet Iiiiial geringe Reste ilei luillen sind! ilucnti /eitlen lerner <lie S\niete Schlei w ig-tl»lsieins viillig auf eigene zu die-i n L'elnirl beispielsweise .null die iclilKirgeiiieLmle W •> nd» lirk. »taijli am'5:/Aliens! 042. er nilil auf dem Grab ■Vliiniiikt ein Cii.ili-u-in, de-M-ii ■Ib-t in seinem Testament muh 16. Juli J tssen die-e- Te-liintenl errichtete. huttQ Ii». Juni dejrle dien Jabrt's in einem Kmli/ill die /iiknnft ■einet Khefrau jSar.a geb. L e v i n. mil der ei in kinderlv-er Ehe U lite, sidterpestellt, indem er bestimmte, <Uill sofort nach »einem Tode 25 000 Sllbernibel in llamburirer Zerlifikaten der [iinfprozenti^en Rassischen'Anleihe aus seinem \ ermüden uns. ffesonderl und für den Lebenounieimall s<'iner Gattin /uriuk- ^ele.^t werden sollten Diese- K-i|>tlal xu/ügljdl der nach dein Twle der A erinätli!ni-nehniei in aiilalleinlen Zinsen sollte ../nr Begründung eine- \«pjlegüngsliatose* für alle iirnelitische linwnlnier verwendet tind BTIgelepl werden, Mini die-e- Ilms dann /u ewigen Tagen unter der Verwaltung und CHieranfsiicfct de- ( ollegii der Vorsteher der (»emeinde stehen.7 An einer spateren Stelle des Kodi/illheillt <S dann 'weiter: .. . . d.-,ß dic-t Anslall da/u unw idt rruflicii bctliaml -ein Jtull, eine An/ithl rt-chlschaHincr «Ucff Manni-r der hiesigen Israelitischen Gemeinde. Witwer oder .lunßßcselien.' dach nichl linier sechzii; Jahre all. aut/unehmen* und sie bis an ihr, n Tnd iu verpflegen: daü zssur ein Teil dieser Pfleiiliniie ganz umsonst aufcenommen vstrdcn sullen: dieses aher nicht hindern soll, daß auch/eimüedie ein Zusammenleben einem Alleinsein vorziehen mochten, * sich für ein Billiges: etwa Dreihundert oder Sechshundert Mark Courant ein für allemal einkaufen mögen, daß die Anstalt unter der Oberaufsicht der Gemeindevorsteher und einer von dieseT zu ernennenden besonderen \ ervsailunc stehen soll. daß. wenn diese Anstalt wie ich zu Hamburgs \X ohltAIi^keitssinn die lloflnung habe." auch durch fernere fremde Gaben ver- , . fcrollert werden sollte, dennoch imiper als meine Isaac Harlvig's SliftuntJ benannt, auch das Haus die hebräische Inschrift erhalte, die ich aufzugeben mir vorbehalte." Fast ein halbes Jahrbtindcrl rergiiig, «die <liese let/.twilligtj Verfügung Isaacllartvigs in die Tal umgesetzt weiden konnte, last ,tjs zu .dem an! i5imhki Mark ungcwadisentn' Kapital Ephraime bdwards zunr ehrenden Gedächtnis seiner Gattin Kslh-er gel». Senior der Gemeinde einen Betrug \nn noiKMi \| irk /ur Verfügung stellte, konnte das Altrhhaus ilet Deutscfa-I-raelitisdii'n Genieinde endlicli erbaiil Mrerden. Zur dauermlen Krinnerting an diejenigen, dencl) die Kr^icbtung der Anslall /u danken ist. tragen die beiden SeifenBügel des Hauses dauernd «Iii I muh rillen I 8 a a e 11 a r V V i g's S t i \ 1 u n g vom J a Ii i e I sVl und f., K d w a rds Stillung seiner Gattin zu tu \ n d e n k e n. Milder Errichtung des Altenbauses trat-die tlnmi.turgcM C-ctnein'ile in den Kleis derjenigen (»emeiuden ein. die ein Altenbaus ihr eigen nannten: Die ältesten jüdischen \llenli.iUser in Deittsihlanil w urden l"is und 1701 in K r a n k I u r t a. M. be- Erümlel, ihnen folgten ITtVS A I t c» n a. l~t» K ii rl Ii und IHH).dip jüdische (iemeinde in \\ o t ms. In den Jahren |s_'i l»i~ is'iil wurden in Deutschland weitere 16'Altersheime eiiiilitel. in den Jahren |f«l bis 19011; s, l'XM bis PtIO: in. 1911 bis 10|V '-. r>2l bis 1050: 1^5. seit I05|: 5. | QserC Nadiba igemeiitdeii Lübetk iinil ISn iiK.'n Mfiafen sith Artersheimc iss., .und 1929, Mit dein Vltenhause erhielt «lie Gemeinde-^um ersten Male eine eigene Wohlfahrtsanstalt. Alle alnlerefi jüdisthen Woldfahrtsaustitlten in Hamburg waten Kellistüiidige Grüiiduqgciti die /um Teil bis beule ihn; Selbslandigkeit bewalni halM-n, leilweiVf erst zu einem späteren Zeilptinkl in <l,i- I Igentlllil <ler (.eineindiübergeführt werden sind. Zu der erstehen Gruppe gi Innen clas k-rankenhauii der Gemeinde, bekanntlich eine pchrtmung'8 a l.n m o n Heines, ilei an Stelle <les allen, der (.emeinde gehörigem llekflesch die dem Andenken seiner (.atliit JJ e 11 y geb. G <4 Ids di m id t{ gewidmete Allstall in -St. Pauli lerrichtete. sowie das llamlturgische T)eu|lsch-lsraoliii-«lie Waisen-Institut, das aus ipiner luiisprüigliihen GheW.ra,;die sjtb die Erziehung um VVaisenkuaiM'n zur lufgalte gemacht bitte, hervorging. Zu der anderen Grupite geltöieu <las M.i.Ubenw.ii-enliaiis l'airliirenstift, webbes /um \ iirk-kuk en alt [cjie v|erstor|*ene Krau .1* a ul i n e Julie von ihrem Gatten ins Leiten gerjnlen wurde, das Daniel'Wofmser-llpüs, Ursprünglich eine ><lioplung dl s Israelitischcn l nleistiil/ui.igsvereins (ür Obd.nfilose. iiu I das Kinclererhohingsheim vilhelmi^ienhöhe, diirsprliiiglich von seinen Stiftern, dei Familie (, o t t Ii o I d, ab eine selbsla nd ige Stillung gedacht.-ei sl später in das I igen- ' t ii tu der Gemeinde überging. .Nur das Pflegeheim der Gemeinde winde ähnlich wie da* AltenhaiM von Anbc-ginn an als eine Atistall der (ieilleinile errichtet. Die I rinnet iing daran, daß das Aitenhans die erste Wohllahrlsanstalt der Gemeinde war, bat ihm Sein« besondere IStellung in de; Gemeinde gegeben und bis auf den heutigen ,'lag erjiallen. Es i-t, wenn man -o sagen darf,!auch heute noch, aucli dem Runge nach, die erste nnter den Anstalten der (iemeinde. . Sicherlich hängt ee mit dieser seiner liesonderen Siiflung zusammen^ dal! sieb die Tradition.herausgebildet hat, d.iH der jeweilige er-te Vorsitzende des Vorstaiiijles der (iemeiüde amb den \ot-itz. im Notstände des Altehhaitses führt; so haben dieses Amt nacheinander die Herren l,e\in l. io n. jtlfred l.e\ j» und II - \. Bernhard Da 4 i d bekleidet.-der daher auch der Vorsitzende des Altenbauses in diesem seinem Jnbilä ums jähre ist. I nd »du-nso kam die eigene Stellung des Mlenhauses in den ersten Jahi /ehiiten seine s Bestenens, bis eler Kiieg »eine Iutw icklitng jäh uiiti:rbiacb. auch in dei besonderen Sympathie /um Ausdratck, weltfie tlic> Anstalt in weiten Kreisen dei pemejnde genoß: wie es auch als eine besondere Ehre galt, in den Vorstand des Affenhauses BefuJen zu werden, so wetteifertc-n allen die wohlhabenden Kreise der (iemeinde darin. I>ei l eb/eilen oder in ihren letztw iiiigen Verfügungen das Altcnhava /u l>e«leiiken, so daß et, l>ei Aiis-bruch des Krieges wohl

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