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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-02-26 · 2 (26.2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
2 (26.2.1936)
Date
1936-02-26
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Seite ft _C G e m e i n d e b 1 a 11 der Deutsrh-lsrae litis fhon Gemeinde Nummer 2 25. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Die ZVfD. Ii.it »eil ihrem" letzten DeFegiertentng im Dezember 1932 sich horizontal und vertikal sehr vergrößert. Damals lierichtete der. Hechaluz \on 673 Mitgliedern, heute >jih) es etwas über I7O0Ö allein.in Deutschland. Ob niiht «In Vertiefung des zionistischen^ Gedankens unter der Palästina-Wanderung breiter Maasen .miäiiHcren Grüiidc/n eiwa-t gelitten li.J. sei dahingestellt. D«pf äußere Bild des Delegierfentuges zeigte außer wenigen «Uten rrtonist,ischen Vrbeilerii eine Anzahl neuer Menschen, die bereits in ihren Gruppen faihrend find. AI* Delegierte waren wenig Jugendliche . erschienen, weil diu durt verhandelten Probleme /.um Teil weder ihren lnteressen noch ihrer F!influß?Sphäre naheliegen. Diese Jugend -liaPnur kurze Zeit ihre- Lebens Aufeld ha (t in, den zionistimIu ii Organisationen in der Z.\ II), und will und kann daher ihre Gestaltung nicht mitbestimmen. Drei Dinge waren-es Mir allem außer rein organisatorischen, die diesen Delegiertentag I»••-ttiiifiiirl«-n I-initial, zentral' standen die groß angelegten Referate von Kurt Blumenfeld. «Inn jet/igen Leiter der Hitachdirt ole Gel inania. der Vereinigung der deutschen Linw anderer, muh Ptrtä-tiii.i, und vren (.eine Landauer, «lern I eiter des | Immigration Departments zur A»siedhing deutscher Juden. Da» Bild, dasie vom F.rgehen-dei deutschen Juden entwarfen, war im allgemeinen -reiht befriedigend, wenn auch niifit verkannt werden «hilf. «I.d! vielen sauren Wochen wenig frohe Kestc gcgi"tiül>er- Mehen. . Man hatte nlx-r <lie liexiihige nde Gewißheit, tlal! naeh Menschenmöglichkeit allegeschieht, um «lie guten Kiemente einzuordnen, und daH e- .null gelingt. Zwei Forderungen hatten' beide immer wieder: Hebräisch lernen, rufe Fachkenntnisse erwerlien. Diese "Forderungen fanden ihren Ausdruck auch in einem Be-«hluli, «ler -ehr weittragend i-t. Man wünscht jej/t. außer der Ifachschnrn d<-r 14—»rjahrigen und «ler ll.uh-ch.ira der ülier IS Jahre alten, audj eine llaehsehara des sag. Mittelstände«, d. Ii. der mit < inein Kapital von HKMI pal. Pfd. I.inw.inileinilen, weil es -i<h in Palästina gezeigt bat «lall tausend Pfund ein Mehr geringe- Ka|>it.il drüben -in«l und. um vorwärts /u ktunmen. sowohl M.ikii wie Krau auch'der Kapitalisten grümlljch gefediult Heim müssen Die Hachscharafragen sind aufs engste verknii()ft /um Teil mit SdiuHragen, und «las Referat von Hans (Iii r I n e r. das sich sowohl mit \rt wie auih Inhalt der jüdischen Sihule befaßte, war -ehr aufschlußreich. Wie fleh ratsch. wieviel Hebräisch, wie bilden wir «Ii«- wirklich jüillsehen Lehrer für die jüdische. Sihule. daalles sind vorej-t: einmal ungelöste. Probleme. Lin Problem, das ahejr zur I leade sämtliiher Delegierten gelöst weiden konnte.1 war dagegen «lie Bildung der Monistischen Fraktion in der Berliner Gemeinde. Zur allgemeinen Zufriedenheit gelang es der I Geineiinh'-Kiimntisjsion. die Gegensätze aiis/uglei«hen. Mi ajafl in Zukunft nur fpich eine /ioni-ti-ilie Fraktion in den Gemeinden vorhanden ,'iecn vvird. die mit Ausnahme: der ieli*i.i-eii Belange der Disziplin «ler ZMD. untersteht. Auch eind religiöse Debatte, von Rahh. IIp t fmann-Frankfurt initiirt. Telgte das elnjieitliihe Bestreben, ob aus Gründen nationale i Solidarität, ob au- GrümlcM dei Tradition, religiöse Formen zu-wahren. Ks wurde in den drei Tagen eine große Fülle von Arltcit mit angeheurem Lmst geschaffen. Der F.intluß der Z\fD. ist in I >eiits(filand weit großer, als die Zahl ihrer Mitglieder \ei muten ließe. Mier was ihr zahlenmäßig fehlt, eiset/t sie. w ie «ler Detegiertentag zeigte,- durch Zielstrebigkeit, F.rnKt und Veru'ntwerliiiisslieiivußt-eiii. ILM. ij.cm neuen Landesvorstand der -ZVfD. gehören Inn Hamburger Persönlichkeiten an: Frau Kita lilau_ Fugen Michaelis. I)r Kudnlf Mutter; dir Mtxtcrc .!■.! .. wie Dr. : Alfred Unna auüerdem dt-m Cirmeindeau^^chuU der ZVID;; in dt-n Finanrau^-chuO l. ...if.ll wurde Frau Tilly Xunlz. — Der neue Gemeindeau^.chuO hat die bedeutun^vitllr Aufgabe, ein neue% Programm iu be^cblieüen, d»* für die Arbeil der zionistischen Gemeindevertreter richtungweisend sein soll. Personalien und Kleine Mitteilungen In Berlin starb am 9. d. M. na<h sihw<-rem Lei«feit Dr. Ludwig Holländer, «ler'frühere Direktor des C'entral-.Y'ereins. Mit ihm ging ein Mann ilahin. der jahrzehntelang im. jmlksch'-ftffeiitlichen Leben eine hervorragende Rolle spielte. AI- Leitet de- Ceiitra.-Vereins Ix i-influHte ~ Holländer -in starkem M.ifle die ideolojri-ihe Grniwlrichfung «les Vereiunii«I die \1......t—ihrift Im Deutschen Reich,, die l«>22 in «lie C.-V.-Zeitiuig iimgew.....teil wunle. Die 1919 erfolgte Griindung de- Philo-Verlages -cht auf Holländer zurück. In der tfudentischeii Bewegung «stamT er aler-ter Vorsitzender •tfs Gejschäftsführemk'ii Ausschusses «1< - KC (Kartelf-Konvi nti an führender Stelle. Ludwig Holländer war ein tapferer Streiter, ein Kampier liir -eine Ideale und ein -tetvornehmer, ehrlicher Gegirer im' Streite d«'r Meinungen. I Zu Linen des Herrn Daniel Münden, dc-s Vorsitzenden de- \oi-t. indes de- Israelitischen Tempelverbancles. der weh ein»-i Lc-ier -eine- 70. Geburtstages durcfi ein«- Rei-e entzogen hatte, fand am JJ. d. M. nach Schluß des Sabbat- Margengottesdiensfes im l-'raelitischen Tem|>el in kleinem Kir-i-o eine kurze Feier statt. Nacheiner Anspräche von Käl>hiner HW Italiener wurden Herrn Münden ein [ora-Vorhang und eine silberne Kiddii-cb-Kanne überleben, welche die Mitglieder de- Vorstandes des Teni|)cl-Verbamleziii Frinneriin^ .in Herrn Munden- 71). Geburtstag für den Tempel gestiftet halten. De r Jubilar dankte in bewegten Worten für die unerwartete sinnige Lhriing. r "■■.*.!'■ \ In den Mitar]H>iterkreis ibi 'Mittelstelle für jüdische Krwachseiienbildung i-t Dr. Liidw'ig F' e u ch t w a n g e r - München eingetreten. V "•jtr.i * Die- Bibliothek der Gemeinde ei hielt in den Monaten Koveinker I9T5 bis Fe!uuä>r \'>'-U Bücherspenden von ilc-n Damen und Herren: Rabb. S. Bamberger. (iertrud Benedix. I i.ni I istei. Ilanncfaeii Klkeles. Kduar«! "Goltlieb, Chaiian llei-kowitz. Frau Iwan, Israel. M. Israel, Dr. Robe rt kau^ tu.um. Frau Adele Klier, Frau Liissally, Toni Lyon. Prof. Dr. I. Markau. Lmil Nathan. Siegfried Marcus. Jakob Miihael, Sally Sihiinstädt, Krau Wollers. dem Gentrnl-\ereil! r und dem llecfialuz. Allen Spendern s^i herzlichst gul Ulkt. * Die der Kommission für das W ohlfahrlsweseil der Gemeinde ungeschlussene Zentrale Im Kur- und r>holungsbediirftige, in weither «lie-der Frholungsliirsorge für Kr« wacasene dieneiklea Sttftungeji und die drei Hamburger Loglen UOBfl mitwirken, hat ipi Jahre 1935 insgesamt " S Perlonen vcr-chi«k1. um! zwai insgesamt Kl Personen nach Bai| Bramst.^lt. Rad Luis. FHchheck, Ba«l Kissingen. Bad K iHiizn.uli.. Mai ienhagen. Nordrath, nach der Schweiz (Cejerina), nach Polen und in L.inilaulenthalt. j«> 2. insgesaiiit 4 Per-onc-n nach (Nierstedten i.■ T. und Varel i. <>. 5 Pj-'rsonen nach Wilhehninenhöhe, je- 6. in-^e-amt 12 PeVsonen nach Raden-Raden und Karl-ha«l. 7 Personen naiH Bail Nauheim. t> Personen nach llolm^Sepjapnsen n'ml 27 Perponeil nach Bad Sejreberg. Für die M74.S2 'RH betragenden Kosten standen aus dem Vorjahre*noch zur Verfügung: IV>.42 '.R)l an Bpenclea gingen ein.........i 3«.— 'Jtd Steuerten bei: die Nehemia Nobel Loge .... . ... . . . . 250 XU ' die Henrv Jones Loge; -KM) 91% ^«li«- Steinthal-LoL-e tr>f» Jt)l die Bey fufl-Stiftilng Stiftung zum Andenken .in John Fruuck und F/heftau.......... aMtigei Zu- 1 5A0, — "lit.li't 4'i>. I IMMI.— 1 "i<M), - -.Uli mi mt m mi die (Gemeinde.......... «Tie Not-t.iTnl-hiire l«yuZ35 ..... der Verein zur Unterstüt«Uing kurb« Israeliten ThereKienetiftung e. V, . die ver-chickten Personen leisteten Utahinngen von insgestintt . . ,..... I .• zii-amnien s 474.SJ J!tl Die Reichskohferenz der polnischefi Juden in Deutsctilancl.die in der ersten HüllteTebru.ir in Berlin tagte, wählte 2 2(M). - XH I 4S2.7"> XH

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