Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 12 (26.11.1935)
- Date
- 1935-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Nummer 12 Gemeindeblatt der Deutsch -Israelitischen Gemeinde Seite T Wir werden in Zukunft wieder wie früher, allwöchentlich in unseren Mitteilungen über die " ■ I ' -1 - Ablösungsspenden quittieren, die'uns stets erfreulicherweise in großer Zahl für Wohlfchrtszwecke und Wohlfahrtsanstalten unserer Gemeinde überwiesen wurden. Wir richten an alle Mitglieder der Gemeinde die herzliche Bitte, auch ihrerseits fortan wieder in weitestem Umfange Glückwünsche, Beileidsbezeugungen, Danksagungen und sonstige gesellschaftliche Aufmerksamkeiten durch Spenden für Wohlfahrtszwecke abzulösen und über den neuen Wohlfahrtsa.ufgaben, welche die jüdische Gesamtheit zu erfüllen hat, v die alten nicht zu vergessen. Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Das Repräsentanten^Kollegium der Gemeinde eröffnete seine Sitzung Vom 20. v.M. mit einer Ehrung des am f3 v. ML in Palästina verschiedenen früheren Mitgliedes des Kollegium« Jind später des Vorstandes der Gemeinde Herrn Berl Weinberg. Der Vorsitzende Dr. UrinJ* erinnerte in seiner Ansprache daran, dal! der Verstorbene in beiden GcmetndckdUegfen segensreich tätig gewesen dnd von ullen. die ihn kannten, wegen seines Wirkens geschätzt t'ind verehrt worden sei. Hin Warmherzige!' Mensch sei mit ihtn dahingegangen, , dessen Andenken in Ehren gehalten Werden solle. Weiter ehrte das Kollegium das Andenken ■ der verstorbenen Gattin seines Mitgliedes Dr. Golodetz, «lern er /u seinem Verluste" das Beileid des Kollegiums aussprach.- — Der Vorsitzende brachte dann zur amtlichen Kenntnis des Kollegiums, dal! l'rau Dr. Meyer-Wedell ihr Amt als Mitglied des Kollegiums niedergelegt habe,-da sie,'wie es in ihrem Schreiben heiße, die Ziele, die; sie sich bei Übernahme des Amtes gesiedet habe, /u ihrem '.Schmerze nicht verwirklichen könne-. Der Vorsitzende begleitete diese Mitteilung mit dem Ausdrucke des tiefsten Bidauernji über den Entschlul! von I ran Dr. Meyer-Wedell, deren Arbeitskraft und stets lebendiges Interesse- 'ja allen .Mitgliedern des Kollegiums, hinlänglich bekannt sei, uiicl sprach Frau Dr. Meyer- Wedcll und ihrem Gallen, die bekanntlich auf einer Reise einen schweren Unfall erlitten halben, erneut, die bestell Wünsche des KoHegiums für ihre.baldige Wiederhc-rstc-llung ans.'Hierauf begrüßte Dr. I 'r i u s iden an Stelle von Frau Dr. Meyer-Wedcll in'das Kollegium berufenen Herrn Dr. Heinrich Oppenheimer. der in seiner Antwort versprach, seinebesten prüfte in dene Dienst der Gemeinde und überull' die Suche über die Person zu stellen. Die eigentlichen Verhandlungen begannen mit der Entgegennahme von zwei Mitteilungen eles Vorstandes: die eine betraf die Führung einer Liste aller infolge dc-r Zeitverhiiltnisse ans der Gemeinde, insbesondere nach dem Auslände-, abgewanderten Mitglieder, die von dem Kol legitim in seiner letzten Sitzung gewünscht wurde-1), elielindere die Begründung de-r Jüdischen Winterhilfe llnmburg. in deren Aufbringung»- ansschtifl der Vorsitzende des Kollegiums Dr. Ur.ra.f und in de-reu Verteilüng^ukschuu die Mitglieder des Kollegiums Gructz und Dr. Unna berufen worden sind. Das Kollegium entsandte zu den vorgenannten als weitere Mitglieder der Arbeitsausschüsse ehr Winterhilfel'rau Bauer und, die llerre-n l.evv, Stern und Stoppe-| ma n. Be-ziiglid) der Jüdischen 'Winterhilfe verweisen wir auf eleu auch in der letzten Nummer desGemeindeblattes veröffentlichten Aufruf sowie; auf die weiteren Mitteilungen in dieser Mummer. ') S. auch unsere M:::.-:lunir 8. Hausfrauennadimittage Dien s t a g, den \, 10. und 17. Dezember, und weiter. hin im Januar. 16 Uhr, iL dc-r Haüshaltungsschulc , II e i m h ti d c r s t r u 11 e 7 0, - Kochyorführunseit /mit Ko'jtprobcn) von vegetarischem Fisch-, Fleisch.- und Eintopfgerpten sowie- Mehlspeisen und' Backwerk."Berechnung der Ziitcften nach preis und Nährwert 'Anleitung zu schneller und sparsamer Herstellung. . Ausstellung von hausw-irtsehlifllichen Geräten, deren technische Vollendung und sachgemäße Handhabung: d.iev Il.ni-- arbeit wesentlich erleichtern. j Hnushnltführen ist nicht mehr nur Privatsache. In'fnte-nsiver'Zusammenarbeit müssen nie Probleme der Gegenwart gelöst_werden. Fnthkriifte und naktische Hausfrauen werden das Wort nr-hmen. - ■ |. t | •j Jede' Teilnehmerin 'wird lefriedigt von diesen Nachmittagen fortgehen.dieeinefloh, ne-ue Anregungen dafür empfangen zu haben, wie 'die deinean siegestellten Anforderungen 1zu erfüllen sind, kehrt mit neuer Kraft an ihre Arbeit zurück, die andere beglückt,-daß sie mit ihren Erfahrungen ratend lu-lfen konnte. ' / Jüdische Hausfranen. ergreift die Gelegenheit zu gegenseitiger Aussprache! 1 U n k o s t e n b e i t r a g 0,30 fiU: V o r a n m e I ri u n g. e r w ti n s c h t. Näheres jede Woche in den im l'amilienhlalt und in der Deutschten Israelitischen Zeitung erschei- ' nenden Mi t l e i I u n g e n der Gemein d e. npani - Eine längere Erörterung kn|iipfte sich an den Antrag des Vorstandes, ehr im übrigen einstimmig angenommen wurde-, für e-in Darlehn von 10000 . welches das Israelitische \e)rschuR-lnstitut. Abi.Darlehnskasse,'-y<m der Zentralstelle für jüdische Darlelinskassen,er lalte-n sollte-, die selbstschuldnerische Bürgschaft zu Dbcrnel men. Die Gemeinde hat 1952 bei Begründung der Darlehnsl asse die selbstschuldnerische Bürgschaft für einen Betrag vo i 50 000 nlt Übernommen, den elie Darlehnskasse damals von ler Zentralstelle' für jüdische Darlelinskassen erhielt. Von di< sem Darh'hn sind inzwischen 15 000 .flü zurückgezahlt, so da 11 die neue Bürgsdtaftsuhjernatime für die Gemeinde au sieh ke-ineneue Verpflichtung darstellte: siewar lediglich {jus rechtlichen Gründen irford/rlich. In dir Erörterung [betonte insbesondere Herr II e i e Ii den Wert eh-r produktiven Hilfe, eleu cüt- Darlehnskasse mehr als reine Wohlfa trtseinrichtungeu zu leisten vi-nutig:' dementsprechend wifr|le auch von Herrn Heck, sc ker darauf hingewiesen, d;B die Verwaltung de-r Darlehnskasse bestrebt sei; ajle ihr vorliegenden Gesuche, wenn auch sachlich, so doch mit Hein möglichsten Wohlwollen zu prüfen und ZU erledigen. Allerdings erklärte i lerr Heckseher. ■ daß)die Verwaltung der Parle! pskasse auch auf pünktliche Innehaltung der Bückzahlung- 'risten durch die Darlejinsnehnier bedacht sein müsse und bei gröblicher \ernaeh-' lässigüng ihrer Pflichten «J-.ircli die Darl.ehnsjtehmer auch c'innial von elc-n ihr zur Verfügung stehenden llechtsmitteln .Gebrauch machen müsse. da die- Darlehnskasse ja fremdes Geld verwalte und auch ihren eigenen Verpflichtungen nachzukommen habe-. AHgemein I p-rrschtir im Kollegium der Wunsch, Insbesondere mit Rücksicht nur die zunehmende' Verschärfung der wirtschaftlich M] Situation, dafi elie D.irlehnskasse e-ine tunlichst grolle- \ | irkuiigsmöglichkeit erhalte-, ein Wunsch, ele-n die- V.erwaltim t der Darlehnskasse in besonderen Beratungen näher prüfen soll: zu diesen Bc- , ratiingen entsendet das Kollegium außer seinen der \erwaltung der Darlehnskasse be-ri-its angehörenden Mitgliedern noch Herrn R c-i e h . yle/ mf Grund se-iner früheren Tätigkeit auf dem Gebiete des )arleii:i-k.t-se;nwcsens übe;r besondere Erfahrungen \erfiigt. Das• Kollegium bewilligte soÜ maligen Zusehu<ses von 500 Hamburg-Altona 'e.V., das zv. ttr kannte segensreiche "! ütigkeit den Kreisen, (jenen es zu dienl k'e-ine Unterstützung erfahren k| elc-ni Umbau ch-s Pflegeheims 11. entstanden sindq Von diesem Bett bej de-r De;>ositenka<se 'fhitde hinterlegten Sondervermögen c-u | I um die Zahlung eines eintm das Jüdische VelksbeUn ^ine von allen Seiten anertfaltet, aber gerarfeftt von i-n bestimmt i-r, nnaitz1e)l Inn, und 4450 ättl, elie. bei jemeinde an Mehrkosten, e werden 5tW> VX seinem tiftungen der Gemeinde nommen. . S-