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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1934-10-19 · 9 (19.10.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
10 (1934)
Issue
9 (19.10.1934)
Date
1934-10-19
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gerne indeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nil III IUI'I ') J ulian Lehmann. ' , * i Zum Abschied von der Gemeinde-Synagoge Kohlhöfen x im etwa 12 ><m>. {wuafidie verfügbaren l'läizein ilen tlaüplsxnagoge^n iiuf keinen l all ausreichten. Nun waren während :<les grollen Hamburger Brandes im Jahre. 1*12 sogar einige lläji-cr der (.eineinde am Alten Wall mitsamt drei kleinen Synagogen abgebrannt. <W dal! der Mangel noch Vergrößert wurde. Maji besehlol! «li-ingemäl!. «liefür diese abgebrannten Maliter erhaltenen Peuerkasseugeleler als KihkIs /ihm Bau einer neuen Synagoge an/niesen. Spenden dazu /n >ain- .nieln. die Zinsen /um kapital zu schlagen und so allmählich das Geld anzuhäufen, das /.um Kau einer S\nagoge-. Iieniiligt «unle. Seit IS4"> ve-Hufir man demgemäß, und als .sieh |s'>(i die Gelegenheit zur l 'r« erlninir eines geeigneten (•rund stiitks bot. glalütte man <leu Bau wagen />> können. ¥.* handelte sith um das sogenannte von Sie-iien'sehe Irin-, ein \ ilfcugrundsiück mit prächtigem Garten, das dem \ci;<iinlii'uen linmhuigLsehen Se-nnt»sx mlikiis von, Sienen 'gehört hatte- 'und das dessen Witwe veräußern wollte-, /in \rmndii'iirng Kuren muh /.\vci Grundstücke am Breiten Gang, .notwendig, die ebenfalls preiswert /u haben waren, lud/ dem wäredie Liiianzici ung kaum möglich ge've orden. wenn nicht eine günstigekortstellution da/.ugietretcn wäre-. Di«- laluiud Iura Schule-, hisuluhin eine sogcualltite Vruic-H- oder I reis<liule. hatte nach der ( hei nähme der Leitung duuh ihren neuen tatkräftigen „Kphorus", ()bei | aliliiner Stern', im Jahre l.s>l eine größere Vllsgeistnllung erhalten. Sie Inflßlc um ein ifeucs Se-liulge-häudebesorgt sein, und mau lud dir einen leil des Geländes für diesen Neubau an. Die Schulleitung konnte unter Mithilfe <ler Gemeinde und, vieler K reuude /unreifen, kaufte .einen leil des Gi'lälAles und \« i I iiiigtetfanul ilen \iikuufsprci. beträchtlich I in die rtesl- Iiiirrti Mjtlel zu erhallen, wandte sicti der Verstund dei Geim imlc im Jahr«: IS% au die Mitglieder mit der Bitte , um ■spenden, die anal so rejehlich |t<>xsc*n. dal! «er Bau ~t>.i111 in Vngrifl genommen werden konnte. Die kosten für ilif- Sy u ugoge b«-liefeii sich aul folgende Betrüg«': I. (>k 1 .1 Ii«' I I T.tl 7>.Jnhie diente die Geiii.ejiiidesx nagogeauf den kohliiöleil •len /weiken der (.eineinde.- Mehr als Inn! Jahrzehnte s|,nid Site ■ tf■ Mittelpunkt de- ^ente'indlicfien Lebens. 4lu«l auch im «rsten Drittel ■■■■.-eres jahflriii^lerls hatte sie für die Bi- Wohner der Innenstadt ihre Bedeutung midi nicht verloren. Mit ilfr verbiiHlen si|fi /ahjreicnc Krinneruiigeii. die' ältere den -ruhmi unserer htfutigea Gcjmcindc-niitglicdcr verknüpft hr das Gedenken :an ihre Jagend, und die I atsuchc.'dal! airge Jahre von dei l'ilImi|<l Iura Schule beillit/te- Gce in engster Xerbindinip mit'der Synagoge stand, macht 11 konnex noch enger. Heute mirl! sie der Zeit ihren en. sie wird der Spitzhacke zum Opfer lallen, ler /iistaujl de> Gchijuelcs es nötig gemiHht'hütte. lloel die /eil hat dic'taitw it^Hüljg in anderer Kiellinie: lanln n. als es unsere! \ orfalretj voraussehen konnten. Sie- Ilten eilt Gotteshaus erbaut; /Ii -hüben, das Jahrhunderte dam in werde, und M-hon }n einer /.eil. da »iipn noch en seiner hrhunitng leben! wild c» muh I rdhodei! \einl il das b,i in .lies lllbill /ol Nicht, dal! /e -e11 w null -Ii. Di« tili hülle kaum die .M iellen, denn sie besali In lli-siichci u. und an den _.ii als sehr gut /II Innenstadt erfc»rdeii lafsache allein, dal! Hamburgs Juden seit Ii Jahrzehnten <«hnn andere Wohin ierlel bexorzügi-Ji. A erunlassiiiij; /um \ erkauf ih r Synagoge /ul -t/t einen treuen Stumm xon hohefi Feiertagen war ihr Besuch <*<>- le/eichnen. doch die l'fuiiie-riiiig dei s. dal! lins Gelände, für 'de-Ji ,flohen ' Jjili ihn oder dinJen jinli ilmaiuls« A itlihg ili-s ffc'ilpge verehrt hatt mtfchvcyna'r/i^e •i'usn.!i u .utit/i^er Jahren Jhdix»,:i siorben u Ifntt) lassen. Ks, solli ■ Iii I-fertist werden. ' .'ilrlsitiniM'd. Der \ e ine ifi 11 ii ">,,|,| :ktthhen \rbJ-iter d il heil it de- und I W u sel/e-t I eile I J II < l>* Iii II III - iln en weit ilie.se l'opnl tertajrtn arbeite -Schmu;kes nicht -teil . S\ IIH'^<4 Kampfe 'Uli die h iilsitieii Juden. .Nan|i der I he.rii.ihme W olidslieki i " Schulen. |s| .^elit jsiti "( .ellleilldc ausreichend ^roüi' ■\» ijlkseii Umgriffen, dem eu niiht mehr frtlllü^re« kounten. Niehl weniger als J7 Ii ine Sxnafropen x».<Ten in der Neustadt, «h in Wohnxiertel »•i («disthen BeMilkeinwj:. /usaniiiieuj'edraiiil. die :rro!!le u ii die sfynogo-rcin iji'T l-llistralle. «Ii«' alu-r aiufi niihf mein ilyts sit/e für' Männer Und 21'* für trauen enthielt. Die ^iii-on im feilen fjleiuxv«-g entflieh Sil/«- für Männer ifnd 12~- I ii i r-ruueu. war aber bau fällig', "und. ih i e lajfe xva reu ae/hblt' Di«' (.emeinc|e h.itfkilem^e^enüber « ine See|« n/ah1 I >n i ifdn mfi. dei hier' erfcdjreii -«dl. frw^emathl wird und dal! «t'JC Kt.rat sich \i-raulaüt'seih, das (ielämle in seijieii Besitz /u lirinken. um srinv 1'l.ine zur, Drirchliihriiug gc-laingcm /u l.t<-»eu. \ \ ' im I. November also |wit«l das Gchüiich;- übergebe'n w ei den. und damitisp die (.esetiietite der kedllheÜei'isx n.igoge /n rtnde. eliclangejjih-rzclintc als sxiuIhiI «le-s I lambiirue-i sjreagjlläubifreii Juclejitunis gegolten hat. Siiwar niefit Inn it llantbiirg. soucli;ril in aller Welt populär, niih« zuletzt dnre|i das Gemälde <h(s itali011is»fien Malers \. I'.. |- i ec e- I I o. das jinrl I .itähn liefi ( )U-rrabbilie|. \ urbeler und \ ui slehef. sdw ie bekannte l.okalfJutuVten Mi den l m/ügeu .im Sukkiiu-- Ifste darstellt. I)h„.ni ('.«unäldewurdevielfach i" Naehrucjkeii als Beii>pie jödiseVien ke-be iis ve rbreitet, und um dieiithumlertw e-mh f i i«y niiän fast keine Laubhütte in den disefieii W-.-lt; in jfer et* niefit in einer Uepnaluklum sch'mivi, sc-«|jienf] hält«', nachdem Ihverbreilsiste e'serii als rität de-r kolil- >(eigl-- eine tfcnrakteristische l'.pisoeh in I.Iii rcMcjhctr amerikanischer Irominc-V ml hatte e-iiie1 inc'rkwOnlige Schenkung in fx-sundet - sdiniiei I Ii i ■ i.. -«ti 111.11 k nüd . wai bei dem ersten Londoner fertig) r inuÜle \ erpfliefite-i \» erden, auch ir.in aiufi nicht.einen \n.eiiblnk zu lassen, damit i dieleide. Die ser Schmuck 'sollte tun|i de-r ,.f römmslelj-Sx niigoge <le-s kont ineiils ' /ufaUcn Ijjk't l.oniloiier ( Iberrabbiner ve nl!le keine würdigere S\ Ii fr aldie Koh höletisx uagetge in I Limburg, die de-nii aiuh |ahie lss<» di'-.se-n hei rlietie-n .Sefinniik e-rhu-ll de r He ule heil \erw IllllUg rindet. Die- Bange-srAichte der S> luigoge führt uns in «Ii«- J",dne hü rierfiche' ( ile iefibe-re-ef .1 igllllg <!■ i «le^r \iiflösiiiil' der Dreigemeinileu der _Matel>urger". ..Altonaer" und d. Ii. s\ uagogi'.'i. durch die Dvntschiu llambiirg war das Bedürfnis für llamliiirgier llauptsx nagoge stets im Ii«* itl>et:noinmeneii kleineren Sxukanfpre'is de r dre-i Grundstücke elavort ab: Welt der Miethäilsei l'reis «l«-s | aliiinel- I oia Gelände Wert eines VbbrnehhaHses . kosten de» JLni- Js dl III Iii in in "> in in Die' Deck nag erfolgte auf folgende' Wi'i-e: \erkaul der'alte-ii Sx nagoge am Neuen Steiidweg . . I'e-iierkasseiiliiiids von IS4"> mit Spemle-ii und l e-g.it Saloinon lle-jine- (40HU t-ftY ■ ■ ... ."spenden auf (eleu Aufruf von Is-»!»- . . . /. Zinsen seit IS4>..... / H -eil ii II aus «lern Spar- und I ilguiigsfoiiels der (.enieiinli' | r . ...... . . . i- . . . ll>potlu'k auf den M ul ha ii-ei ir........ V) in in i4 MM 141 "s 17 "> >7S III in in ■;s vis 17 ss-, J<> H£? 41» 7 >4 >1 HIHI Diese Stimme versteht -icli in Sju'/ial Binen-Mirk und eiitspriefit damit einem, heutigen Goldwert«? von J7*ttti~ ■'<■ was se-||is| bei dem damals Höheren illll«-reH Geldweiten-ifil billig erscheint.- Die Lrbaiiung" der Synagoge übertrug mau dein jüel^vchen Vrchitckten \lbe-rt B osehga r le i». .e)er n»uh ch-nt Braude von IH4J in der /eil der. iln«fikon jnuktui- Im Baumeister in Hamburg hierhin gekommen war und stell durch mamherloi Bauten (Seili<"kIc-r-ijfi. Jenücch|uilais) schon eiIK'U guten l'uf e-rweirben halle. I m die- Vllsgestaltllltg di'f Synagoge entspann sjefi eineh-bhalte- De-batte Wahrend' die Sxuageige .Llb»tral!enoili e-ine sogenannte ..uiisiifitbare" Sx uag«»gewar.das heiüt miii der \or«lerfrollt \e|b«>rgi-ii in e-ineiu Hole lag. wollte man das neue Gnttcshauti direkt an ein Straße erlmuen. Hiergegen erholu n -i*li manjehcrlei Stimmen, die nicht an die'Dauer der Lmaiizipatioii glaiditen. Mau einigle sich auf ein koinpromil! und legte vor die Synagoge einen Xorlüil. \in \ März ls" fand di«' feierliche G i u n d .s t i/i nle-go ng statt. Dabi'i trat zum' erstenmal ein Sx ii igogeu- «hor auf. d«-r unter dem Namen „Synagogenxe-roiii zur Verbesscriing des Ghttesdien'stes" gegründet tinrdeii war und die Lei«'« mit CiesSnge-n einleitete uiul sclifolt Im Namen des Gi'iintiiiih-\in ~i indes hielt Hel l \. J o ll (I s eine

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