Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 8 (7.9.1934)
- Date
- 1934-09-07
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 rmeindeblalt der Deutsch Nummer s i . r i ierte Teil umfaßt das Linliebcu der Thora. DerGhor d crez das _leps mische" Thema iintiu-r Wieder deuti Illingen. Der darauf folgende" Wi-chselgesang Inras ist. w ic auch da* vorangehende Gadju. aus dem is Tiproll ziwo tonn (im drillen Teile) gebildet, ein, •ji /ftsliiiimc-nhang. der zeigt, wie intensiv Bloch - ,i «ne r e"n 'Wesen der GiHtete befaßte. I Vli Schluß I i in hülfet das ( liajiih. der K r i e d e n - g e s a n g*. w je ihn Klo Ii rfemil. ein Ilöhepurikt de-* Werkes, von tieler An- .tatfit d i lebglüht, »teilenweise wieder eins ..kosmische" Motiv hringeuil. Die Wiederholung dnnli den ( hur allein mit einem;»dofiuinlc-tt und he,rrlkherti \lt.«ido. »elfr gesteigert, dojh immer in sanfter Zartheit, mündet mit dem i>ft w ieder- Whrte- Seholom wieder in-'das „kosmische" Motiv, iuu>. mit leidem Paukeiiw irbel. fünfte, letzte Teil l>r-injrt die höchste Steigerung des WcVkes. Niuh ei in-iiii kiir/cn, aiis dem „kosmischen" gebildeten Vorspiel finden Kantor und ( hör im resimg W aänaehiw kor'i^l. r.ml hierauf folgt eine mej in der I atide-»»prnehe. eieren Inhalt ungefähr eilen Peil des Oleim entspricht. Die 'Ausführung >i.1 nt-i i»t nach der Partitur dem Ministrn (Off iciautel ,,iiim-i11 int. .il-o einer Art singendem Priester, wird aliei. idfcnhur inV Sinne Bloch.», dem katilor zugew iesen. Als \orii i ~1m- 'i-iiii ii ii nir i»t voce pa rlata. N|ireehton. a ngegeben. Ijur »leHlenvjeise durch un-.poco piu c-antato (ein wenig mehr ~ i niri" ii i " - Di II,-In lull' « Vtloml | Udih i logi-ih mit dein u jeder holten piani»1 I Vi ganzen I lieina- Weih-e tijt I ii 'Inn z\ die- Oi|er cpia-d enntato (gleichsam singend) unterlnoihen \ iclnlem der (tior mit einem slrahleuilen finjom i Hi i fortsetzt. ilifcsqH Immt-'t I ickcNli I •I- Iuifhi ii<imier. ibfc k. I gel laßt je I -.k> ti genial" \Oj| fl.l t wieder in der Landessprache und in n Vortragsart ein Gelie-t fjir die Verstorbenen. Ii.iiiI i-'ri kündet -iifi das _k»smis«he" Motiv an. hier rs bedeuttmgsrejeb. \ Hell jetzt die Perle des i »V.a u. W e r k e s, : die Männer-, dann die Irnuen>timmen CTnrvtr »hijren leise Zur Jisfoel in der traditionellen Wjeise des er-teu feiles! Line Reminiszenz von tiefster, er- -ihütlei udster Bedentung. ein Ruf ewigen \ ert raueiis , zum teliM' »i'h lllllll-IIMi .ehalt. I m üehe i\i»«ug IH« puf "ll- IUI I III .11- ■-IUI. hur Diese Stelle muH jeden Höret tief erschüttern, das iluraiiffolgenelci Inirendlkh innige Gnalenu ulor». | liinittelbar anseht ii-fiend der musikalische, -l kr I lohepunkl de.s W et kcs. diis A d o n () I n in. I lier Bloch die bis dahin geübte einfädle Motiv ik. W ahrend henjcii bisher die höchste ranfachheit zeigen, bringt ■mal! de- \don Olom da» ..mystische" Thema, eine n-piiieite Chromatik. Karhigkeit. Das Ganze zeugt metapliv »isehen Vuff.ifstii(g de»-1 e\tes durch IModi. musikalisch auch darin jjuüert. daß selbst die ge- «ii Mellen, v» ie Vdunoj Ii v\f In iro. in zartesten löni'ii Ii siinl. /vrischemllirch erklingen allerdings Anv\ ie /. IV bei kidl'los hakol wo eine niederstürzeinle de» Soj»rans utult'lj-» IViiovs den Zusammenbruch des keiul maleiu Dk; letzten W orte klingen im Orchester dem in» »t isctien Thema. <lVm ibi» ..ko»mische" folgt. "Misihluß de» ganzen Werkes den durch den Kantor neu P i i e » t e r s e g e n folgen zu lassen, dein der e»pon liei]. Das letzte. A in e ii bringt in größte-r in^ da:» ..ko»mi»che" Thema. \jiffit1ming de» Werke» v erdic-nt da.» h ö ch s te l.ob. r»tiirVte W einhaumsche \-c appella-( hör. fa-i ganz ildizieiten Solisten J»estehi-nd. löste seine ungemeinwtei Iii- \ufgabe gerade-zu vollendet. Kast c-lM-u.su gut In- »er»iärkte Orchester ilcjs Kulturbundes.^ Die Zahl keiideti betrug im ganzen rund l»tl Köpfe. Die ig \le\ander W«-i n b a u Iii . dem alte»ten ( horder Berliner (a-nu-inde. welche zu »c-inem Viiitsjiibiläum clk'-se Aufführung ver.iii»laltete., im verstand es durch feine überlegene- Leitung, alle ii'en lies,großen^Werkes zur Darstellung zu bringen. iii»be»ijliilc-fei.vv urde die zarte, iujiige. gläubige (.rtindha'.liiug in nher/euji^mler Wei»e deittlidi. nicht minder waren die -inMetil Steigerungen zur Wirkung gebracht, ohne bom- Ijistiscl zu etschc-ineii. I» war-wirklich eine'des gnd'en Werkel vvjiiriliL'e. iij höifslem Maße kultivierte Wiedergabe. \lfc-inbium hatte -iifi n-'cht lu»»er »elb»l .in »einem f.hreni.me ehren komivit Den Sidopajrt ilj-s. Kantor» »,ihg I 1-th- [ii.um fcchev. Der Künstler konble mit seiner Stimme voll Ki ilt und Warme'der h«nfi»t aij»pruch.»volleii Aufgabein will-tein Mal'e gr-rc-ctit werden. All emzelneil »cfion gc-»- - nlf»MHr| ..S|>r»---tiir«-»:ili^ t>iti)clA tn-i il«-r' Auffiiliriltiir "l«-n ^Khwüi-n'sten l'oiykt.. er war von ih-iii (Siilisteii im-lit allzu Klinklii h lirtroffdo. zu wnii; »oliln-lit.. - ■ . t >11•i gi• Dil l )| r < i t inipi ih'i .;Ikle Ie| \| l|l VV i I eitiin; dil jgl-lll« "soj.i Ili ilge U einl Swiiitlll ■ nanaten Steilen wirkte er wahrhaft ersefriittemd. Keine: Zeile »eine» Parte» blieb becleutungislos, und deutlich konnte mau fühli-n. wie »ehr den Säuger s(-|bs( Keine Aufgabeerwärmte und erhob, Darum fesselteauch seine' Darbietung in jedem Vugenldiuee. und hoch viel mehr. sj(- stimmte zm Andacht. Auch ilSe kleiiterc-n Solop.irtien waren uu»- gezekhnet durchgeführt. Dem Oratorium bhuh» ging der Mitercssanle I reitagalienel-GottescIienstl von Her mann Sehet Iii voran, in Berlin »dioti mehiTaeh gehört. \it»führt-mle waren unter Weinbaiinis Leitung ein \-eappella-( hör und der ausge/eicfinele Organist Ludwig A ltmfann. Den Kantorpart sang (Mn-rkantor Hanns John, der besonders durch semc brillante Höhe und seinen illiiigetl Vortrag wirken konnte. Der ganze Abend machte auf die meh rtau»eudköpl ige Hörerschaft eine n liefen, naehhaltigeu Lindruek. Richtlinien zur jüdischen Berufspolitik de» Z e n t r a I a u » » ch u » » e s d er I) e u t s ,h iu J u d e it fü|- Hilfe und \ ii f Ii a II. , Die nachstebenAen Richtlinien «teilen das hreehiiis sehr eiiigeheiKler lier,iInIlgen im Kreise der Sjdibeaibeiler lies' /eBtralausschllsses und der ihm angegliederten Organisationen dar. Nadi einem Jalirc Firfuhruiig in der praktischen Vrbeit erxdiien e» uoiweiulig. die Grundhigeii der gesamten Beruf»iiin.»chichtuiig»arbc-it einer gi iitullichen ( bei prüluug und Bearbeitung zu unterziehen. Grundlagen. Methoden und \us»iehteii der Bc-Mifsiimschiclitiing wurden in milgehencleir* Diskjnssionen <luiifige»proifieii. Die vorliegenden Richtlinien »ollen da» I rgebnil dieser Beratungen in knapp andeutenden \ oi inuIiei nngen der jüdi»chen (iffenttithkeit zugänglich luaifieii. Darüber hinaus werden die Be»preihungen für die praktische Arbeit al.ler mit der Bc-rufsumscflichtiing liefußteii Stc-Ilen von auße-roedentlicher Bedeutung »ein. Die leilne-liiijic-r an *leii Beratungen «mni skh darüber klar, dal! da» 1'roblem der Heinr-iimschicjhtiing gäuzlidl ,m» der iiuieijiidiscfieii W eltanscnailUJIgscKsknssioh heraii-genoniini ii werilc-u muß. t.s darf hervorgehoben werden, daß duliufitlintea. an deren Beratung Menschen aller Bichl II Ilgen teilgenommen haben.! einstimmig lieschktsseii wiinleu. und dal' idi 1 ab»ch>iedet hat. Die Rrchtltuien bringen, worin di iHe gesamte Hilf» rirfsutnschichtun natu rgeuiäß auf la» Pletiiiiil de» ZJentralau».»cftu»»e» den ihm von dein' Sad »earbeiterkreis vorgetekten Lnlvvurf ebenso ein»|iinmig vii, :%Y ■ .'ä I_. »ollen in knaj>p»tei form zur Du i »lell ü i:g r Zentralansschuß als Plunilltgsstelle für und Aufbauarbeit die VIIfgaben der l'.ei-rliliekl. Die Riehtliuieii müssen sich dalu-i äM auf allgemeine Grundsätze be»ibr.inkeu. Währrml die be»ojidereii Möglidikeiren jede.» ein/einen, der umseakhten'will, nur von l all zu l all in Beratung von den zuständigen Stellen entschieden werden können. So l-igebeti die Richtlinien einen allgemeinen Rahmen; der für diesen Zweig der Arbeil jle» Zeiitralau»»iftu»»e» ni.il!gebeiul i»l. Im einzelnen i-lt noch auf folgeii'le.s hinziiw ei»en ■ Die frage der Beruf»um»ihiifiluiig kann nur ilit Zu sammftubang mit! den w irt»chaftlicfien KUlorelüuilg»- "und I nterbriugiiiigsmiiglidikeiten behandelt wc-nleit. Ks wai dabei notwendig, unter diesem Gesichtspunkt (jenseits alier W eltaiiseiiaiiungenu auf ilen I iiter»ifiied xwische.il liaiidwerklicheij und lauclw irt-dialtlicher Rerilfsuusbihhlllg hinzu- "weisi-m Während! die im Handwerk!Ausgebildv>ten wellig sten» zum Teil in l>eiitschtanjd nntergebrucfit werden küiuieiii <»t diese Möglicfikeit bei den besteheiideii Verhältnissen Tui die Itiiulw irt»ehaftjluh Aiisgebildeteii »o gut wiegar niihl gegebc-ii, Prnklit-eh wird landwirtschaftlicne Beruf»- ausliildung. von einigen wenigen Möglichkeiten abgesehen. Berufsumschiciituiig mit dem Blick auf Palästina sein, .\i|f d.er anileijeti Seite erschien es not wendig, dai.nil hinzuweisen, daß die Erhaltung vorhandener Mi'irtseliuft«- pttsitmnen in Deiitischland ein wichtiger Kaktor dir jüdischen .ßernfkpoKtik in Dciitschlaua'«ein muß. Ge-Ki-nüber majuche;! Stimnien, die in letzter Zeit laut wurden, betont defr Zentrabknsschuß, dal! er da» Bestreben der jjidischeti Jugend. Beriifsjuiiscfiicfitung in bewußter Abkehr von der einseitigen Berufswahl früherer Zeiten zu treilie-n. unter allen l tustäiideii begrüßt und mit allen