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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1933-11-09 · 8/9 (9.11.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
9 (1933)
Issue
8/9 (9.11.1933)
Date
1933-11-09
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Nummer H/9 G c m «■ i ii (I «• Ii I a II der D C u I Sir h-\S'r'a * I i I i s ch <? li G «• in e i n il e Seit« =i Mädchenschule der Deutsch-Israelitischen Gemeinde (VOLKS- UND REALSCHULE) / CAROLIN EN STR. 35 \ JOHNSALLEE 33 Der Schul vorst and A n m e Idung von Schülerinnen für April 1934 Carolinenstr. 35, Montag und Mittwoch von 1 2' -1 1 Uhr, Sonntag von 11-12 Uhr; Wir bitten, die Anmeldungen bis zum 1. Dezember d. J. vorzunehmen. Die Kinder sind bei der Anmeldung vorzustellen; Meldeschein, Gebürts- und Impfschein sind mitzubringen. Sprechstunden des Direktars: Montag. Mittwoch. 1 2.30 -1.30 Uhr Carolinenstraße 35; Donnerstag 1 2-1 Uhr, Johnsallee 33. Religioa*-J bekannt: « drin Gesthjchts- oder <]<-in I iteiuiuruntei rieht ir erinnern an die Se p t u n g i n t a . die griechische uhrrsetzung der hebräischen Bibc Ptolemqer in Ägypten entstunden ist di«,- "IIi/m II. lateinische Übersetzung dcyt — im (Iii- C'o t Ii e n -'B i Ii c I des Bischof BiheUbrrijctxungi Martin Luthers. ili< da* Werk.der Reformation von Bedentuh ueiche /ni Zeit der tili die \ II I g ,i I .i . katholischen Kirche s I Ifilas an die ja nicht mir für,* ist, sondern auch i' diese den \ ersuch uiilei nominell haben. •I ('in dein (leiste und dein Leiten iler In^eincsseiies und adliii|Hatcs Gewiiucl zu für die deutsche I ilerntnrsprachc von epochaler Bcilcutiin; wurde- — iin die Bibelübersetzung Moses Mendelsöhn.'SL Ii' den Eintritt der deutschen Juden in die dein sdie Kultur dokumentiert sowie endlich au die sprach gewaltige Bibelübersetzung um Buber und Mosen z \x esf.gl in x\eich der deutschen I5i hebraisohen Bibel geben: \ oii den Bibelübersetzungen gilt nun noch in liesoudereui Mulle, dbdl von dem Grade, in welchem sie dein Geiste de» Urtextes lind zugleich dem'(leiste der Spraifce der ( hersetzung I gerecht werden, ihr Hindun1 nur das Volk abhängt,' das diese »Sprache spricht. So hat heispicls'x.x eise die Bilx Iübcrsetz.uilg der Scptiuigiiitl) ganz nachhaltig auf die (,c- (lankenuelt der griechisch spn (hemlen Juden eilige« n kl und -die" Entstehung der christlichen Glanhenslehren cht" sdteideml bceinflultl. Luther« Bibelübersetzung kann aus der deutschem Volksseele nidit 'mehr forigcdndil werden; viele biblische Sätze und Ausdrücke sind durch Luther (•<'- mcingtlt der dentsdien Spradie geworden. Wer kennt in Deutschland nicht den P«ulut\ers: ..Wenn iih nur didi halte, so frage idi nichts nach Himmel und Knie"")? Die xon Sellin in seiner im ersten Teile dieses Aufsatzes gebrauchte Wendung ..Stah und Stecken" ist ein Zitat aus dem Jv Psalm. Viele Choräle, die /u dem eisernen Bestände der du istlühcn Kirche gehören, gehen iu ihrem Wortlaut auf die -,Bibcl Ii nin ihrem! Inhalt und Ihn in Gepräge. ' . I . ici dem Aufgaben; iclurchix will einmt Bibel, sodann ihn zurück (>d( r tragen wenige Gedankengange biblisches l iid damit stehen wir hei dem Aufgabengebiet des deutschen Bibclurthiv«. Das Iii >elardii\ will einmal das Weiden und Wachsen der deutschen Bibel, sodann, ihren Einflufl auf das.Gebiet der gesamten deutschen Kultur verfolgen und w isscnsdiafjlidi erfassen. Das Werden und .Wachsen' der deutschen B i Ii e I : denn es ist nicht so. duH etwa Luther die Bibel /uerst i is Deutsdie Übersetzt hätte, wie ja <Midi'nath ihm diese Arbeit immer wieder aufs neue in AngVifT genommen xxiirilc.|l)ie deutsdie Bibel ist also kein einheitliches Werk und jkaiiu die« auch aus doppeltem Grunde nicjht sein. Zunächst ruht ja die Erforschung der Bibel in ihrer Ursprache nicht; jede neue Erkenntnis auf ihrem Gebete muH sich auch in ihren Übersetzungen aus« wirken. Scx'Jann befindet siih jede lebende Sprache in einer Entwicklung; aildi die ein/einen Worte einer ich ihr Eigenleben; sie treten in den Kreis der gewinnen in ihr I leimatredit. bleiben in ihr gerer MC ständigen Spradie ha Sprache) eii jahrhllilder lelalig oder Verschwinden auch wieder nach Linie kürzerer Frist. Endlich ist Tür eine ( hersetzung von Wichtigkeit, ob sie aus dein Original erfojgt oder ob ihr selbst eine andere Übersetzung zugrundeliegt und ob sie sonst an Irgendwelche Vorgänger sidi anlehnt. Wie folgen-J sdiwer es sein kann, wenn ein Bibelübelsetzer bei seiner .Arbeit nicht der Ursprache, sondern einer ( bersetzimg folgt, dafür nur diu Beispiel: irrt sidi der erste ( hersetze» oder versteht er eine schwierige Stelle falsch, so schleicht sein ") Psalm 75,25. .null in (lie ( her- •s deutschen , Bibel ung und Erfassung ii i s (fi (- K ii I t u rr. in allen I......h.n iOO Irrtuffl bzw. -ein Mißverständnis sich setzuiig ein. weldie der »einigen folgt. Als denzweiten Aulg.ibenkreis ( ardiix« bezei(hneten wir die \ rtM{ i 1i r e s E in flu s se s a u f die (I lausende von Kanälen werdet! p»'ie 11133 flHTI "?3 1111 «hiitsclren Kidliir- und (aisle»leben biblischen Quellen gespeist. Dar? die deutsche Sprache durch die. Bibel unendlich belruchtel wurde. haben wir bereits erwähnt. In den Kirchen, auf den I riedhölcn. auf den (.ral steinen, auf i;f feilt lidieil Denkmal linden sjdi der Bibel eutnomiiieiii der Bibeltes! zitiert, bei private Trauungen und Beerdigungen, cvh I.indischen feiern. Jubiläen II. dgl dio Bibel (lie DidlikHilst, die \ln- Plastik angeregt bat'das brauchi im So gewinnt nfsci auch ch-r bilie was das ih uische Bilx l.irrliix will, bedeutet, wenn der Wissenschaft Ii xers in seinen deutscheü f ber»el/||in^i hunderte hhidnrch verfolgt, wenn Wandlungen die I bersotzirng IfH'es hat: bis sie unter die-er oder jener Staltling gewann. fr sieht, jet-zl I ii. als I I.iii-iiimIii Ilten /iiaie. Tugtnglich wird \ Ii hissen wie laufe;!!. t»'i allgeineilieU.' xaler- I ml in welchem Mal'c die M.derei und die ingcdciltct Z-n xxerdeil. in' Ahnung xon hin. Hr versti'ht je'tzf. x\a^ eeinen i'inzigi'U' Bilx In diinh die -Ja Ii IT er, beobachiel. x\eiche ,s Verses durchgeiUiidrt I bind dl re endliche (,eielleicht mit ganz andern Augen als früher die Ifnusilfsijhrif teil an. die von den imxlernen /grollstüdtisdM'll Bauri-n lllll<rdings x erschxx linden sind bei seinen Wanderungen durch Dorler und kleinere Städte ihn aber an eine Zeit gemahnen, deren Geschlecht? xon tieferer -Religiosität xxar und sich inniger (iolt. xer-, b.....Ich fühlte, als die Kinder'unserer /eil, V Er versteht jetzt vielleicht auch die Bedeutung der xon dem ßibelardyt in Angriff gelionimenen inet luxlischen SiimHllling aller bildhaften DafrstetliiIlgen biblischer Stolle, die bei Erreichung auch nur einiger VoUstündigkejt AuCschblH darüber geben könnte, xxelehr Stoffe es dein deutschen ungelöst haben, in welche/ Weis sich xon jleii Kirnst [erwandere llsXX.-'l -.- ' Künstler, he auffüllt, woi! iiirierscheiu •(»iiilc ii i ch Die Begründung des deuischen BilM'lutchivs wurden her l'U'» xon den llambiirrcr Professoren II September l'IJU xon eleu llamliu \ o I I in e r iijkI < •. W a Ii V angeregt Von,in Hamburg weiteren K-'rei-en keilen ttnterstützlen.deii Aufrijf Herren Ilaiiplpastor Be ck in a n n s.A.. Senior Horn. I laiiplpastor K xon Melle, der jetzige Lind lutherischen Kirche in Hamburg Seit ici und xxunfe Im ' uis . i'fMi durchgeführte . bekannten IVrsenJich- Iii i (Ii ihre t'nterscjirifti die I Prälat Di n k gr e-f e ii o 11 e. Bürgermeister schuf der evangeliscty* ö I f e I . Bürgermeister Schröder - soxx ie xon jüdischen Pe rsönlichkeiten Agathe 'I Wie stark die Didller wohl .aller Nölker xon der Bibel beeiflfluHt sind; dafür hier "nur ein Beispiel. In "Schillers BrallJ xon Messina finden sich folgende Anklänge un'clie Bibel: I. Aufzug, ft. Auftritt: Mein ßotcjnstuli ergrünl vein frischen Zweigen. Vgl. i. Mos. I". ItV— 2*. — _'. Aufzug, f. Auftritt: Denn Verflucht «ar der Mutier Seh oft, -je sollte den Hall und den Streit gebären. N^l. Jesaja "\ II; l's.ilul f. r>: Hiblt r>. >5. - _>. Aufzug. -• Garten! Er ist's, der Gelieble! Vgl. I zug. Auftritt: ...und beide. I.( "nx' 1 gepaart sich zu des Kindes pftKcül 11 nische Weissagung Jesa ja II. ■ xAll aiifilel Lide blieb der ird'sche Schim ik zurück, dein Nied Eahreudvn nicht folgend. Vgl. Psatil 49, is. . A ul 11 in : Stiinpien im Inhelied > s. I _». Allftul Adler, legen Iromm i'der. \ gl. die messin-i Ztlg, 5, Auftritt: .. . und

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