Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 5 (7.7.1933)
- Date
- 1933-07-07
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Nummer 5 — I ml ich weif?, ihil) ich mehr weil', als kii n ■ >ii11<-il<■ 11 will und kann, mehr ols Ith mir sejhsi Ich ahne Dinge,'die man mit 3e« Lippen gar kann. die. kein Aug«] sieht lind kein Ol fernen blühen, nur im Herzen leben null pochen!' «en Zeilen spüre Ith iiher die Fntferuui g des Orts s\ erw Gemein ilcbUll der Deutsch- Israelitischen G e m ci n ei <- SeMe 5 Gel riebe seinem sprechen nur im I In (Iii und der /eh hinwegVor\iiterntem und Blut und wie mir wird es Vielen unter uns gehen. Die geistige Arbeit der Jahrhunderte gilii mäßig zahlreichen Juden als Frhleil die scharf und wo sie zur lYberwiuduug dumpfer Triehh« der Nöte Nathan in und Ledde nschnflcii. si> » "IldeIMil nutzt .w i|d. entsteht jene^Fälligkeit zur I'.rlieliun^r lic im Weise verk Dieses «ich immer w ieelcidyrstclleiide seeliscln gewicht u der höheren geistigen Schicht i-l abe r Bedeutung atich in unserem ganzen zur menschlichen liiiwedt. Wer es erreicht, Verth als die. denen es fehlt, tilht eine- Weile Von sjeh zusehen und sich einem Menschen oder einer Aufgabe. edite Idee oder einer Gemeinschaft rückhaltlos mit allen sriwpi lüften hinzugehen, ohne Gefahr, sieh selbst zii ver- )iesem kulturellen Frhgut haben viele 'Juden ihre im- Stellung inmitten nithljüclischcr n Schillern ■ingcstehe nicht aus 'lörl. die andtsebaft Verhältnis Intelligenz tigkeit g über da« l.essjng ii| irperi hat Olcidtl r von ent Verhiillnis g häufiger seihst nl besten K lieren. angeseh il,inken. ' » Wir sein;ittT l.essings ein Stück lassen. Religion sing und auch in Kreise zu rutschen unseren Juden An teil Zeiten. Nie unseres e So lange wi der Mcnschli Mendelsscihi dieser Zeit. I sebaft in t so vielen über tlaf Auf und . rnden N'öte c wicht der St a'ssen sielt Isiiniien mit am Aufbau Fug und III echt sio|/ leuischer Kultur seil die l iebe zu ihr. die reworden ist. raub .werden m ir im geilen Wesens atmen, bleiben .wir BektCnner jenei ihkeit. deren adelige Vorkämpfer Lest waren. Aus ihr gewinnen wir Krafi ünc fest verbundene Mcnsehengenieiii litglicdcrn. die es gelernt haben, siel b ihrer I.eiclenschafteii und über die erschütte rnden \eite c er Zedt immer wjeele'r zu ofheben zun Gleichge«riebt der Seide, sie kann niebt untergehen. Ihre Führer la'ssen sielt den Blick nicht verwirren tlureh LTaA gefühle und Raehe^w iinsehe. wie. heil? die Iferzehl auch bren •neu mögen: klaren Kopfes und hellen Auges hallen sied in Schau in-der Zeit, um alle Mittel der Hilfe und Rettung an zuwenden und gangbare Wege in eine bessere j sinnvollen Zukunft zu bahnen. Lud sie\wcrele;n niclit erfolglos arbeiten deren iio|th gibt es wedle! Kreise. In denen l.essings Religio! .der Menschlichkeit GeHiing hat. noch gibt es eine mensch liehe Gemeinschaft, drinnen und 'draußen, rings um dt Frdball! Die Tätigkeit des Hilf sausschusses der jüdischen Organisationen Hamburgs T. Die Sil den letzten Wochen für die Juden in Deutschland alli-iithnjlhtu eingetretenen Fxistenznc'ite haben Probleme aufgerollt, die nur durch planmäßige Bearbeitung cincjr Lösungfentgegengefiihn werden können. Alle mit der'Bei» |atung von f. In üben (genössen, befaßten Stellen. Wohlfahrt» ämter. iOrganisationen und; viele, ehrenamtlich tätigest Frauen mtl Männer laben sieb in bereitwilligster jVeiseS einer unüber-Jcdibaren. Fülle von Finzelaiifgaben unterzogen und bemüllti alle Ratsuchenden seelisch zu stützen und dura tätige. ljlilfc zu lörc ern. Die von Tag zu Tagi-wachseneje Arbeit konnte jeeloc t nurfcdiie durchgebildete Organisation wahrhaft w irkiings\oll gestalten. Ihre Schaltung war -notwendig.! um vor Zerfplntenihg zu'bewahren und einer i'nnzlosen V-rsehw eiidun! von Arbeitskraft vorzubeugen. die \l|s \ö C II. lieser Frki^nntnis heraus is| zunächst in Berlin, w o sofort am augenscheinlichsten sieb bemerkbar J, machte^, eine Organisation itriler Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe 'geschaffen und später dem ZentralaiissehuH der dciitseheii Juden lift ffilfö und 'Aufbau angegliedert worden. Die Not der Zeil hat,fertiggebracht, was iii jahrelangen 'Verhandlungen nicht zu erreichen war: eine Reiehs- 'vertvetilng der deutschen Juden ist hellte vorhanden. Sic arbeite! in engster Fühlungnahme mit eleu großen Hills org. nisjntionen. dein Zentralaiissehuß der* deutschen Juilei für Hilfe und Aufbau und der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe-, der zur Bearbeitung \on Fragen für die r «1« iTsax -pn1?« -ax rrurn •-ix -py »a xtti ,pjht| \W3 *proan -pmty Fürchte dich nicht, denn Ich bin bei dir; schau nicht nach Hilfe aus. denn Ich,.dein Gott, mache-dich stark, ja, Ich stehe Dir bei;, ja, 11ch halte dich mit meiner Rechten, die dem Rechte dient. j„aja „,„ ^--:-ü-1-i-_1___/ ig n'ngcl dieser Organisation 'e die die. Stanelesfragen Seite hin griindlith l"ine Aufteilung für Fragen ist dergestalt und ,\ erhanillungen Gemeinden im Reich neuerdings, eine Reichsabtcihin{ gliedert worden ist. Die Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe ist unter Führung der Berliner (>emt-iitdc und inner Mitwirkung der großen] jüdischen Organisationen gegründet worden. Ihre Aufgabengebiete sind Arbeitsrechts-, W'irt-thali—. Arbeits- und Waiiderungshilfe. Sie hat darüber hinaus SpezialbeiraliitigisStellell für alle akademi-eben BiTiife. jlhendwerker, Kaiifleute. Künstler, lechniker usw.; eingerichtet. | Finzelne Stanclcsgriippen haben im ltahmeii i igene. HtifSörganistitionen aufgebaut, nach rechtlicher iiiul Wirtschaftlicher irbeiteu. - die Bearbeitung eler grUnellcgenfferi erfolgt, daj! die politischen f ragen durch jb-n Centralverein, bzw. den Rciehshunde jüdischer Fronjttsoldaten behandelt n|nei gefünn werden: die \\ ii 'l«chaTlsfragcju werden tlureh cüe . Zentralstelle für jiidi-che \Virtsehaf|lshilfi' bzw. die Zentrnlwöhk fahrlsstelle der" deulsthen Juejen bearberti't: Finaiizieriiugs-- fragen«;im Wcsentlfehen el'urth den Zeiitralaii'ssjhuli bzw. durch die Zcntralsielle für jüdische Wirtschaftshilfe, Ausw anderiingsiathen zentry I du i ch den HilfsvereyII der detit-' sehen Juden bzw. das Palästina-Amt. Die liiansppiichualime der Beratiuigsstedle war \oiii erstem Tage an auMi i-ordeiftlich stark. I .' V' ' Anfang April cl. J. wureje in einee gerne iiisehafllwhe ti Sitzung des Vorstandes und pes Rcpra^ntantem-KoHegiums der Genjeinelc beschfofsen, einem neu aufzubauenden Hilfs-. werk einen ersten NolManilsfmids \oti ">(HM) fill /w be, billigen. L'ntc'r. Ftihrttngt der ' ( Kiiieinde llljd unter ^Mitwirkung eles ( eiili .iKerefns. lies \ alerlänelischen Blindes jüdischer Frontsoldaten, der-Zionistischen Vereinigung und der.Ortsgruppe eles Il'iirsven-in« wurde dieser Ililfsaussehuß gekründet. Angi'glice'ert'sind ihm die Beraluiigsstelle, die Fijehsehafieii lind einige Kommissionen. I Die -Be ra I ii n g s E t e I I <■ ha1 ihr Büro Bedeckest ra8c J. Hauptatntlicher Büroteiter ist Professor prasch. Ibm stellen in-der Führung eles Büro* zur SeileMels eine n.initlithe Be^r raterr iti eler Leitung der BeemtungSStelle: Frau Anni-Bauer. Fräulein Dora Magnus und jllrr.r Direktor Jaecpies Meyesir Für den technischen Beirieb ist Fräulein David ehrenamtlich' tätig. Aiißerelein sind zwei Stehot\pistinnen angestellt. Die Beraluiigsstelle behandelt nirr dringliche und aktuelle Xotslauelsfälle. und zwar nur solche, die durch die gegenwärtige politische Situation'entstanden .sind. Der F.inzelheratling geht eine Aufnahme der Personalien Voraus. - Wie bei eler /.entralstelle für Wirtschaflshilfe werden auch hier in der Hauptsache Arbeitsrechts', Wirtschafts-f Arbeits- und Wanderungshilfei geleistet. Für elie Bearbeitung von Spezialfragen stein eine Ri-itii' \on Jurisle-n. Medizinern und Kaufb-iile-ti als ehreiiamtlichcj Mitarbeiter zur 'Verfügung. - Soweit es sielt niir um einfache' Beratungen und kleine Wirtschaflsbeibilfen hacidell, entscheidet das Büro selbständig. Für schwierigere Fälle und solche, welche größere Mittel erfordern, findet wöchentlich einmal eine Sitzung des großen Ausschusses eler Beratungsstelle statt. Die Arbe it eler Beratungsstelle mögen folgende Zahlen veranschaulichen., Iits£esttm| erledigte Fälle; <>i4. .Davon entfallen auf'Ledige .'77. iluf Verheiratete 377. Die Be ratungen verteilen sieh auf die verschiedenenv\Berufc wie folgt: Kaiifleute uSieS kaufinäniiische Angestellte SSI, Akademiker und Lehrer l>4. KünMler und Artisten (>>. Stydeenten _'J. Handwerk und (.erwetbe S2.'Sozialarbeiter Si I.anclwirtsehafti uiiiLU iuspersoiral _'">. ohne festen Beruf 9. An-Ji.ir- Aufwendungen für.Reiseziischüsse und Unterstützungen zum [.e>bensunterliall wurdt'ti in zwei Mcmateu an 7500 -fiK verausgabt. — . ■ , . - '■■ V ä ch s eh a,f t c| ti wurden [für Ju risten. Mediziner, l .ehfer um! Be.iniic. Kuufleul« I iiiul Künstler'gebildet. Sie Imben