Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 9 (14.11.1932)
- Date
- 1932-11-14
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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iSeite 4 Gemcindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer 9 Bew ußtsein ilnti-rnommcn wird. elaf?-zunächst nur Teilgebiete in Angriff sritnomnicn werden können und dal? ein weiterer Ausbau erforderlich ist. vorausgesetzt, daR der Versuch dauernd genügende Unterstützung findet. Dal? die Slifiunjr mit ihrem Vertrauen /u dem hle-nrismuseh/r Hamburger iudenheit auf di-m rechten Wege ist und fnis entgegenkömmt, «las in vielen Kreisen t empfunden wurde, beweisen die zahlreichen zu den angekündigten Arbeitsgemeinschaften. BT hoffciitliifh ihren Teilnehmern neue Erkenntnisse und enntnisse bringen und das Glück eigenen .Schaffens und Hinzens gewi Ii reu. * ' Die Bibliothek und Lesehalle der Gemeinde erhielt vom Mai-bis Oktober Büdierspendcn von'Frau Jacob Alexander. Herrn Lehrei Aron. Fräulein Emmv Cahn, den Herren Dr. boutiiiho. Dr Lei Deutschländer, Prof. Enoeh. tler Frankfurter Stadtbihliotlick. Herrn Prof. Dr. A. Freimann (Franklin a: M.l. 'rau'.-Morit/ Glückstadt, dem Hilfsverein der teuf sehen Juden. Fräulein Beatrieo Levinsohn, Fräulein Ilse inem ßediii f Ten bar bin tnmeldnngc 1 e\ in söhn, RnM>- S. I torbene g« II. Alf!' v. Manfred Lustig. Levy. Wolf Low eiiliaupt. aus dein Nachlaß des verrrn Sallv Main/. Frau Joseph Oe-tting-cr. den erren Max M. Warburg.-Sicgfried Wechsler. Morit/ S. Wolff und Wilhelm Wolff.; * 1 * Ir L ■ " \us dem Verein selbständiger jüdischer Handwerker und!f»erbetreibender. Der Verein elijrte in seiner Sii/unir vom Iii» Andenken seiner verstorbenen Mitglieder Anton Speyer, Frau Gräbel und r. Der Verein hat; durch den Fort/ug des I r nyu b nach Lodz ein rühriges und ' interii (I verloren. Ein Lehrling erhielt aus der i n 4 m a n n'- Stiftung einen. Zuschuß /ur Abellcnprüfung. Anidem |ö. Vcrbandstag des jüdischer Handwerker Deutschlandsin \ertreter de» Nerciils Herr Heineinann teilt ilrr Tagung war eine Werbeschau des jüdikerstanetes'verbundqn. die rein äußerlich ein nute Berliner Jiideuheit war und nicht siration wirkte-, sonnern auch /nr Erteilung Anzahl von Auftragen uii jüdische Handln! Mittelpunkt lies Abends stand ein Vor-< Rabbiner Dr. Hol /er über die Bedeutung tage, durch den dc:r Redner erneitt dem \erin den heil bewies, dici er als "Sohn eines Juweseiner Ausführungen noch Ih-soihIcts betonte, ng dc-s Vereins von» Jh. Oktober wurde das führers bi» /ur Neuvfahl llcrrij Max Lp v i ndrr zeitweiligen Überlastung des Vorkitzenaefse, n dje einstweilige Gesihäftsfi hrung l/rnden Herrn UVincmann üben ragen, rt im kommenden W inter uie-eleruhi I. September nd 'Angehörigen rau K r i.w errn M <■ i n Wertes Mit? rrnbard - II < gling »einer entratverbnn •Hin hat als nominell M hi-n 1 liiihlw i reigni* für ( i ur als Demo iiier größere' rki-r fiihrti rag von I lerr c er} hohen .Feetn seine Verl eis am Sehhil' In der Sit/? int ilc-s Schrif o n ii nd weg ■Ii Ib-rrn I m Ebrehvor I 'er \ erein fi \ inlerhilfsw i und Sachwerte Hj<-ili<- den Kn ig-nle komme icchrrn. dal! denken. D< •rein erneut lirden mit IL ii ftersifitztj ieder nach Ii zu besuchen «■ nein P liilit gemacht w ird ik durch, dessen Ertragnisse-an Barmitteln k I n Der Zipni» Oktober he Professor iim- Zeitlang eidet«% 'über ilästina-Koloi •I r Dr. fW. I II anwe»in< »mitees. Ihsfiibric. dal! ge« allen An nas. Es sei v ifbauarbeit tr inen und um Afbeit in Palä ift. die langt IM (Kleidung, Wäscht*,' Schuhzeog) in sOn des jüdischen Handwerks und'Gr sollen. Der \erein erwartet von s< ie bei Festlichkeiten <l Konditormeister C h r i> tl a n s e n ■ine Spende überwiesen. — Zwei I ndwerkszeug. Berufsun< ■r \ ruf»; er»ter * erbe». n Mit- \\ interhilf-ewerk» ii|l dein Hinge inderer Kl'idung rem hat eine. Einteilung' seine- Mitruppen durchgeführt, deren Sit/nngcn jeden Vereinstaitglied /ur erns liehen i»eli-Akademi»elie Klub veranstaltet ► am (eii VprtVagsalrehd. bei welchem dc-r ordentler Berliner l niversität Dr. Becke -. der s Amt eine» Kultusministers in Preul?-n l>eili*.' pan-arabische frage und die jüldischc isation sprach. Die Versammlung eröffnete . der nach ■rtreter d< \\ orten dc-ufs I. hin Ohcrbii rgermei*tcr für die Jiidc-n keine Begrüßung für Pro-Pal B r a .ii er (AI tona be Vertc -in tinai»i iiiitHpuii» gäbeals die miii den Clulluzim leistete Pioni -r- und Kulturarbeit auf dein Boilen Pal reiflich i Heilig .dal? die- Araber, obwohl sievon dc-r i n Laude \ orteil hätten, mit Mil?- ilire eigene Zukunft besorgt der jüd ina gegenüberstunden. Abc-r eine Gemein, geqiig getreten und geknechtet worden sc-i. sehen würde ihre eigene- Geschichte mit Füßen trete-n. wenn sie nicht in Frieden mit dem Brudervolke zu leben beabsichtigte-. Hierzu aber sei es nötig, dal? die- Juden das arabische Volk kennenlernten, und das könnenicht besser geschehen 3 als durch die Ausführungen eines so autoritativen Manne-s ' wie ele-s Redners, dc-r nun das Wort ergriff." Herr Professor »I Belker schilderte einleitend de-n Gegensatz zwischen de-in Palästina, da» er vor Jahren besuchte-, und de-iu Lande, das er Vor kurzem wiederum gesehen habe-. Vor '<> Jahren »ei der Besuch de» Landes mit unendlichen Schwierigkeiten verbünde*! gewesen.; jetet habe er es auf modernen Autostraßen durchquert; Der Anblick der blühenden Dörfer habe auf ihn einen unge-heuren Eindruck gemacht. Die hauptsächlichste Schwierigkeit für das sonst einer hoffnungsvollen Zukunft entgegengehende Land bestehe im Geg-ensatz der Araber gegen das jüdische Siedlungswerlc De-r Redner entwickelte dann in weifausholender, aber anschaulicher \\'e-i»ediegrol?aralristhe Bewegung, welche, durch den Krie-g he-r\orgerufeu, jetzt die Araber fast des gesamten Orients beherrsche. Dieverschiedenen arabischen Völker fühlten sieh von de-n Siegern im Weltkrieg getäuscht und durch das Vorn ringen der jüdischen Siedlung auf dem ehemals von ihnen allein bewohnten palästinensischen Boden beunruhigt. Gegen "S4 00<> Juden im Jahre l')JJ zähle die jüdische Siedlung jetzt i" OOO'See-len. welche- 9O0 (MM) Dunam. mithin etwa ■ in Sechsiel des palästinensischen ßoeh-ns besäßen. Die Venstimmung des arabischen Volksteils in Palästina sei um so größer, weil er sich als rückständig und minelerwertig gegenüber Uen mit /den modernsten Mitteln derj Technik arbeilenden jüdischen Kolonisten empfinde'. Die entscheidende Aufgabe der/palästinensischen Judehi sei die Gewinnung' der Araber, für die de-r Redner als wünschenswert die Erwerbung Von Grund und Boden etwa im Ostjordanlandc mit jüdischem Oelde für die Ansieelluiig von Araberjt befürworte-te. Die Frage, was geschehen werde, wcirn es zu keine r Verständigung zwischen Juden und Arabern komme, erklärte- Professor B e ck e r . könne er nicht beantworten. * I )a» Jüdische Gemeinsehaftsheim veranstaltete am Sonntag, dem lv d M.. nachmittags 4'j Ihr. im Ge-me-indehniise Johiisnllee >4. eine Goethe-Feier. Den einleitenden Vortrag hie lt 1 lerr Professor Walter A. Be r e. n el s 0 h n , de-r auch an eler Volkshochschule Vorlesungen über de-n ..lebeiidig-en Goethe' hält. Frau Lotte.Sehl ofl trugdarauf Göethescbe Gedicfate, Fräulein W. tt ensche] e-ine- Reibe Cioe-the-sclie-r Lieder vor. Aufgabe -des Jüdischen Gemeinschaftsheims ist es. auch de-n ininderbemiltelten Schichten ele-r jüdischejn Bevölkerong einige Male im Monatee-inige Stunden eh r Anregung und,Zerstreuung zu bieten, eine Aufgabe-, die heute dringender.ist als je. Das Gemeinschaftsheiju besteht jetzt elre-i Jahrze-hnte: sein- Begründer war GustavT u ch. Es wird getre-u in seinem Sinne fortgeführt, obwohl die- Ungunst der Ze-it auch für das Gemeinsehaftsheim fühlbar ist. Aber wachsende Not erfordert wuchtende Hilfe-. End elie-se leisjet das Geiiieinschaftsheim. wenn es de-r geistigen unil seelischen Ve-re-insamuiig breite-r jüdischer Kre-ise durch die, verstärkte Pflege fröhliche'r Geselligkeit und »ittlicher Erhebung begegnet. * Vor kiir/em hat tteV Reiehsbinid jüdisehe-i Frontsoldaten e-inGefalleneagedenkbaea herausgegeben, das in möglichster Vollständiglceit die Kanten de-r im Weltkriegegefallenen jüdischen Kriegsteilnehmer aufzählt, um so Urkundlich'allen VerlVumdungen. als hätten die deutschen Jude n ihre Pflicht im Kriege nicht ge-tan. begegnen zu können. De-r Reichspräsident von EI i n d e n.b u r'g bestätigte m \ t k a, m e r a d - schlaf t I i eh e-m Ci r u I! de in Vorsitzenden eh-s Frontsoldatenbundes den Empfang des ersten Exemplars des Gedenkbuches und schrieb dazu: ..In ehrfurchtsvoller Erinnerung an die auch aus Ihren Reihe nfeir das Vaterland gefallenen Kameraden nehme ich das Buch entgegen und werde es meiner KrijegsbUcherei ei in e-rleiben." j Das G*denkbudl enthält, yoranf wir elie- I.ese-r des Gc>- meindeblatts besonders hinweisen, auch die Liste der jüdisclie-n Gefallenen aus Groli-Hamburg in einer besonderen /•iisanimi nstelluiig. die Namen. Geburtsdatum, Ge-burtsort. lodestag. Truppenteil, Dienstgrad und 'die Nummer ele-r amilieheii Verlustliste umfaßt Das ist besonders deshalb von We rt, we il in eh r nach Absehlnl? des Krieges' herausgegebenen e-rste-ii Zusammenstellung der jüdischen Ge-